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15. Ausgabe 2019 (11. April 2019)

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15. Ausgabe 2019 (11. April

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.15 Donnerstag, 11. April 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Amtsblatt 21–24 Aus dem Linthgebiet 36+37 Parkett? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Zusammen tun! Wenn die Aktivistin der «Glarner Klimabewegung» erklärt, dass die Kundgebung im Volksgarten von ihr selbst initiiert, also ohne Unterstützung der Grünen zustande gekommen ist, glaubt man ihr das. Wenn sich gleichzeitig in Bilten Landwirte um ihre Existenz sorgen, weil sie sich von den Auswirkungen der Windräder und Treibhäuser fürchten, glaubt man ihnen das auch. Um diesen Anliegen Glauben zu schenken, muss man sie vor Ort gesehen und miterlebt haben. So in Glarus, wo sich eine überschaubare Gruppe zusammengefunden hat, die Rednerinnen und Redner jedoch mit ihren engagierten Voten zu überzeugen vermochten. Es ist ihnen ernst mit der Rettung des Klimas, der Gletscher und Eisbären. Ihre Forderungen an die Gesellschaft und die Politik sind klar definiert, sie haben Ziele und Angst um ihre persönliche Zukunft. Auf dem Schönhof in Bilten herrscht auf den ersten Blick Glück und Lebensfreude pur. Eine Vielzahl von Tieren, die meisten der vom Aussterben bedrohten Gattung «pro Spezie rara» zugeteilt, tummeln sich in der freien Natur. Verschiedene Pferderassen, Maultiere, Esel, Walliser Ziegen, Gänse, Barthühner, Enten, Tauben, echte Sennenhunde und natürlich Kühe geniessen das unbeschwerte Leben, miteinander und untereinander. Sie sorgen für ihren Nachwuchs oder geniessen nach langer Sportkarriere das Gnadenbrot. So wie «Uwe», der 21-jährige ausgediente Holländer-Wallach, der sich in der gemischten Gruppe sichtlich wohl fühlt. Schnell ist zu erkennen, dass diese Familie das Tierwohl in den Vordergrund stellt; sie selbst lebt eher bescheiden und genügsam. Der Hofbrunnen liefert pausenlos Frischwasser und plätschert vor sich hin. Die Müllers sowie einige ihrer Nachbarn mit Landwirtschafts - betrieben fürchten nun, diese mit eigener Kraft aufgebauten Existenzen zu verlieren – zeitnah und unwiderruflich. Auch sie befassen sich mit dem Klimawandel, auch sie sind davon betroffen. Nur, ihr grösstes Problem ist ein regionales, kein globales. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es zwischen Lisa Hämmerli und den Müllers Gemeinsamkeiten gibt: Das Wohl von Menschen, Tier und Umwelt. Wenn beide Parteien, wie sie glaubhaft aussagen, nicht politisch motiviert sind, könnten sie sich doch zusammentun und die Natur gemeinsam retten. Ein Zusammentun, das Bündeln der Kräfte, kann helfen, die Zukunftsängste zu mindern, die Glaubwürdigkeit zu stärken und vermehrt Unterstützung aus der Be völkerung zu erlangen. Neutral und unpolitisch. ● zim Gleiches Ziel: Die «Klimabewegung Glarus» im Volksgarten in Glarus fordert Einhalt und will Eisbären retten. Die Müllers mit Nachbarin Lisabeth Schnyder (Bild oben rechts, links) wollen Hof und Tiere erhalten. Bild unten: Jungbäuerin Maya mit frischgeschlüpftem Barthuhn-Kücken. (Fotos: zim) Klimawandel und Umwelt Die Angst geht um Die Zeit so kurz vor Ostern ist geprägt von Ängsten. Zum einen ist es die «Klimabewegung Glarus», die am Samstag, 6. April, im Volksgarten in Glarus ultimativ den Klimanotstand für die Schweiz gefordert hat. Zum anderen sind es Landwirte in Bilten, die um ihre Existenz bangen, sollten dereinst Windräder sie vom Hof verdrängen. So unterschiedlich die Beweggründe der Initianten, an die Öffentlichkeit zu gehen, sind, es ist die Angst, die sie vereint. Dezentrale Jugendbewegung Die Kundgebung der Klimabewegung in Glarus hat gezeigt, dass es nicht so einfach ist, Schülerinnen und Schüler zu mobilisieren. Es haben sich gefühlte 100 Personen, wenig Kinder, mehr Erwachsene, davon eine Vielzahl Senioren an der Kundgebung versammelt, um den Worten von Lisa Hämmerli zu lauschen. Sie platzierte ihre Forderungen klar und deutlich und betonte, dass diese Veranstaltung nicht etwa von der Grünen Partei initiiert wurde, sondern von der von ihr angeführten Organisation «Klimabewegung Glarus». Hämmerli verteilte Flugblätter, auf denen die Eckdaten der Organisation ersichtlich sind. So kann man lesen, dass die Klimastreiks und Klimademos von einer dezentralen Jugendbewegung organisiert werden. Und weiter: «Wir sind weder an eine Partei noch an eine andere Organisation gebunden. Die Bewegung hat ihre eigene Dynamik und wird durch Hunderte von Menschen getragen. Die Klimabewegung versteht sich als Druckbewegung. Wir nehmen keine Spenden von Parteien an und arbeiten ausserhalb der institutionellen Politik.» Offengelegt wird im Schriftstück auch, dass die Klimabewegung keine anderen Organisationen unterstützt und sie sich nicht für Werbezwecke für andere Organisationen und Veranstaltungen einspannen lässt. Aus diesen Aussagen lässt sich schliessen, dass es der Angst vor den Folgen der Klimaerwärmung geschuldet ist, dass die «Klimabewegung Glarus» auf die Barrikaden geht. Der Anfang ist gemacht. Wenn es mit der Mobilisierung klappt, wird man von Lisa und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern noch oft lesen und hören. Windzone verunsichert Währenddem in Glarus der Klima - notstand gefordert wird, bangen im Norden des Kantons verschiedene Landwirte um ihre Existenz und ihre Tiere. Sie gehen zwar nicht in die Offensive, lassen sich jedoch auf Anfrage deutlich zum Thema Windzonen und Windräder vernehmen. Die Familien leben seit Generationen auf dem Gelände und ihre Väter und Grossväter haben die Entwässerungsmassnahmen vor 70 Jahren hautnah miterlebt. Aus dem nassen Linth- Umland wurde fruchtbares Kulturland, man pflanzte Gemüse und Mais an. Heute werden die Grundstücke vorwiegend als Nutz- und Weideland für die Milchwirtschaft oder die Aufzucht genutzt; man produziert Futter für das eigene Vieh. Eine sinnvolle und preiswerte Nutzung, will man nicht teures, oft genmanipuliertes Futter aus dem Ausland, zum Beispiel aus Argentinien oder Brasilien, importieren. Für die betroffenen Bauern steht ausser Frage, dass die Wind - räder, sollten sie denn kommen, eine existenzielle Bedrohung darstellen. Sie selbst, ihre Tiere und ihre Grundstücke würden diese massive Ver - änderung in der Kulturlandschaft nicht unbeschadet überstehen. Und es gehe ja nicht nur um die Räder selbst, es gehe um das ganze «Drumherum» vor und während der Bauphase, so eine Bäuerin. «Zuerst wurde das Gebiet für viel Geld und mit enormem Aufwand entwässert, und nun will man eben diese Grundstücke zu - betonieren», erklärt sie. Dies sei ein Verhältnisblödsinn und ökologisch nicht zu verantworten. Zwar hätte man dafür Verständnis, dass die vom Volk befürwortete Energiestrategie 2050 umgesetzt werden müsse. Ob es jedoch die Windräder eines privaten Energieproduzenten aus dem Kanton St. Gallen sein müssen, stellt sie klar infrage. Gleiche Anliegen Es braucht keine wissenschaftliche Studie, um festzustellen, dass sich die Anliegen und Bestrebungen der engagierten Klimaschützer und der be - troffenen Landwirte gleichen. Beide Parteien möchten die Natur und die Umwelt schonen und erhalten. Die einen die vom Aussterben bedrohten Eisbären und die Gletscher, die anderen ihre geliebten Tiere und ihre Kulturflächen. Und es ist unschwer zu erkennen, dass vorab Angst die Motivation für die Aktivitäten ist. Angst vor einer Zukunft mit von uns Menschen ge - machten irreparablen Umweltschäden. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 13. April 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 14. April 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 13./14. April Dr.med. Frances Meier-Gibbons Merkurstrasse 50, Rapperswil-Jona Telefon 055 220 65 22 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 13./14. April Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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