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2. Ausgabe 2020 (9. Januar 2020)

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Donnerstag, 9. Januar 2020 | Seite 10 Eröffnung Glarner Planetenweg Die letzte Tafel steht Am Donnerstag, 9. Januar, wird zwischen Mollis und Netstal der Glarner Planetenweg eröffnet, wozu die Bevölkerung eingeladen ist: für die Astronomische Gruppe Glarus ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, für die Sterngucker ein geglückter Start ins neue Jahr. Das Bauteam vor der Jupitertafel. «Was lange währt, wird endlich gut» sagt ein geflügeltes Sprichwort. Zuweilen standen wir in der Astronomischen Gruppe Glarus unter diesem Eindruck, vielleicht war es auch einfach die wachsende Ungeduld, bis das Ganze endlich konkrete Formen annahm. Erst in den letzten Dezemberwochen konnten die Löcher ausge - hoben und die Fundamente für die Tafeln erstellt werden. Erleichtert waren wir, als alles passte und die Planetenmodelle und die zugehörigen erläuternden Tafeln aufgestellt waren. Aufmerksame Glarner werden das unverhofft aufgetauchte Weihnachtsgeschenk am beliebten Wanderweg entlang der Linth bereits ohne vorangehende grosse Ankündigung entdeckt haben, andere werden es nun als Glück verheissenden Start ins neue Jahr begrüssen. Stern von Bethlehem Die Weisen aus dem Morgenland, welche wir Anfang Woche feierten, folgten dem Stern von Bethlehem, den sie in ihren Heimatländern gesehen hatten. Erklären lässt sich das Ereignis Dank Föhn gingen die Arbeiten auch im Winter zügig vorwärts. (Fotos: zvg) als dreifache Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn zur Zeit von Christi Geburt. Sie konnte von damaligen Astronomen berechnet und vorausgesagt werden. Jupiter galt in der antiken Tradition als Planet der Könige und Saturn als Planet des jüdischen Volkes. Projektidee fixfertig Schon länger wollte die Astronomische Gruppe Glarus den Glarnern einen Planetenweg bieten. Dann kam unverhofft der noch rüstige Willi Niederer aus Mollis mit einer fast fixfertigen Projektidee auf uns zu und bat um geeignete Unterstützung, welche wir ohne langes Zögern gewährten. Mit unserer Hilfe ging es dann recht zügig vorwärts. Knapp 2250 Meter oder eine gute halbe Stunde zu Fuss beträgt die Distanz von der Sonne bei der gelben Fabrik in Mollis bis zum äussersten Planeten Neptun beim Stauwehr der unteren Papierfabrik in Netstal. In Wirklichkeit wären es 4,5 Milliarden Kilometer. Mit diesen Angaben kann der Massstab, in welchem der Glarner Planetenweg angelegt ist, nachgerechnet werden. Während die orangerote Sonnenkugel einen Durchmesser von knapp 70 cm hat, bringt es der grösste Planet Jupiter auf etwas mehr als 7 cm, die Erde auf 0,64 cm und der kleinste und zugleich sonnennächste Planet Merkur auf noch 0,24 cm. Willi Niederer hat die entsprechenden Modelle entworfen und bemalt. Nun thronen sie über der vom Betrachter aus gesehen rechten oberen Ecke der entsprechenden Informationstafeln. Diese halten Wissenswertes zu den einzelnen Planeten fest, das übliche Zahlenmaterial, aber auch Bezüge zum Aufbau, zur Entdeckung, zur Erforschung mittels Weltraummissionen bis zum Stellenwert in der Antike. Über einen QR-Code wird der Zugang zur eigens eingerichteten Website ermöglicht, wo man weitere Informationen abrufen kann. Besonders Fleissige können passende Aufgaben lösen. Ohne Kamera genügt es, Glarner Planetenweg als Suchbegriff in den Browser einzutippen. Begehungsrichtung Wir hatten uns von Anfang an als normale Begehungsroute den Start im Norden und die Marschrichtung nach Süden und damit entgegengesetzt zur Strömungsrichtung der Linth vorgestellt. So entfernt man sich von der Sonne erst in kurzen und anschliessend immer grösser werdenden Abständen und gelangt so bis zum äussersten heute noch akzeptierten Planeten Neptun unseres Sonnen - systems. Der Glarner Planetenweg verläuft annähernd in Nord-Süd- Richtung, ist praktisch durchgehend mit einem Fahrverbot belegt, ein bald selten gewordener naturbelassener Wanderweg ganz ohne Asphalt. Zur Linth hin ist er von Gebüsch und Bäumen durchsetzt, Aufmerksame können Ross- und Edelkastanie, Mehlund Elsbeere entdecken. Es gibt Bänke, auf denen man sich ausruhen kann. Der Weg verläuft flach und ohne abrupte Richtungswechsel, was das Umdenken auf die effektiven Distanzen im Weltraum erleichert. Ermöglicht wurde der Glarner Planetenweg nebst dem Einsatz der Astronomischen Gruppe Glarus und ihrer Mitglieder durch Sponsoren, welchen wir an dieser Stelle für ihren Beitrag herzlich danken möchten. Sie und die am Bau beteiligen Firmen, welche sich ebenfalls grosszügig zeigten, sind je mit einer eigenen Tafel zu Beginn und am Ende des Weges mit Namen und Logo aufgeführt. Unterstützung und wohlwollendes Interesse bekam die Gruppe auch von der Gemeinde Glarus Nord und verschiedenen Amtsstellen des Kantons. Die errechneten Abstände der einzelnen Planeten zur Sonne haben wir bei den sonnennahen inneren Planeten bis und mit Mars mit dem Messband vermessen; bei den sonnenfernen Planeten half ein Messrad. Überprüft wurde alles mittels GPS. Klemens Winzeler, ehemaliger Kantonsförster, war uns dabei behilflich. Die Koordinaten der Sonne und der Planetenstandorte beziehen sich immer auf einen Betrachter, der in der Wegmitte mit Blick auf das Planetenmodell oberhalb der rechten Tafelecke steht. ● eing. Die Sonne in der Werkstatt. Kurs der Reformierten Landeskirche Einmaleins der Sterbebegleitung Erste Hilfe nach Unfällen zu leisten, wird in unserer Gesellschaft als eine selbstverständliche Aufgabe angesehen. Doch wie helfen wir Menschen, deren Lebensende gekommen ist? Unter dem Patronat der Evangelisch- Reformierten Landeskirche des Kantons Glarus bieten Pfarrer Daniel Zubler, Bereichsleiter Seelsorge am Kantonsspital Glarus und Leiter des Care Teams Glarus, sowie Andrea Schneider, diplomierte Pflegefachfrau, MAS of Palliative Care, am Samstag, 1. Februar, im Kantonsspital einen eintägigen Kurs zur Letzten Hilfe an. Dabei geht es um das Umsorgen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen am Lebens - ende. Was passiert beim Sterben? Wann beginnt das Sterben? Wie können wir als Laien unterstützen und begleiten? Wo können wir uns hinwenden, wenn wir professionelle Unterstützung benötigen? Die Kursleiter möchten Grundwissen weitergeben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. ● mb. Anmeldung bis Montag, 20. Januar, an Andrea Schneider, Telefon 055 612 13 45, E-Mail schneider.andrea@bluewin.ch. Achtung: Die Platzzahl ist begrenzt. Unkostenbeitrag: 20 Franken. CVP des Kantons Glarus Politische Meilensteine Die CVP des Kanton Glarus hatte am Freitag, 27. Dezember 2019, vor dem Konzert des Orchesters con brio ihre Mitglieder und Sympathisanten zum traditionellen Jahresend-/Neujahrsapéro nach Glarus eingeladen. In einer kurzen Ansprache liess dabei der Parteipräsident, Peter Landolt, das Jahr 2019 Revue passieren. Ein Jahr, in dem Licht und Schatten nahe beieinanderlagen. Auf die Zukunft gerichtet ist parteiintern das Projekt «CVPGL 2020», das der Partei neue Impulse und Ideen geben wird. Der Schwung der schweizerischen CVP soll auf das Glarnerland übertragen werden. Leider musste in diesem Jahr das Dahinscheiden langjähriger und verdienter Parteimitglieder und aktiver CVP-Politiker zur Kenntnis genommen werden. Peter Landolt würdigte sie ausführlich. Man wird sie in guter Erinnerung behalten und ihre Leistungen als Vorbild und Ansporn nehmen. Zu guter Letzt dankte der Präsident für all die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und wünschte allen alles Gute für das anbrechende 2020. (Bildbericht: pd.) Morgen Freitag in Glarus: «WorTTanZ» Elvana Indergand lebt im Südsinai und in Luchsingen. Morgen Freitag, 10. Januar, lädt sie um 19.15 Uhr in der Buchhandlung Baeschlin unter dem Titel «WorTTanZ» zu einer szenischen Lesung ein. Die Poetin, Organisatorin von Abenteuer-Trekkings und Flamenco-Tänzerin wird in Glarus aus ihrem neus - ten Buch «Leben mit 20 Franken im Tag. Der Abstieg des Schweizer Mittelstandes» sowie aus «Wüstenwind», einer lyrischen Reportage zur Entwicklung von Sharm-el-Sheik im Sinai der 90er Jahre, vorlesen und Flamenco tanzen. Die profunde Ägypten-Kennerin beantwortet gerne auch Fragen, signiert ihre Bücher auf Wunsch und verkauft Kunstkarten sowie Recycling-Halsketten zu günstigen Preisen. ● mb. Eintritt frei; Anmeldung erwünscht, Tel. 055 640 11 25 oder E-Mail office@baeschlin.ch

Donnerstag, 9. Januar 2020 | Seite 11 Glarner Landwirtschaft aktuell Glarner Genossenschaft für Viehabsatz Nächster Schlachtviehmarkt Dienstag, 21. Januar, 11.00 Uhr bei der Brückenwaage in Glarus Anmeldungen sind mit Angabe der TVD-Nummer (Ohrenmarke) und Gattung bis zu nachstehendem Termin zu richten an: Glarner Genossenschaft für Viehabsatz, Ygrubenstrasse 9, 8750 Glarus, Telefon 055 640 98 21 oder E-Mail: geschaeftsstelle@bvgl. ch, oder sind über die Webseite www.bvgl.ch einzugeben. Anmeldetermin: bis Montag, 13. Januar, Glarner Schafzuchtverein: Schlachtschafmarkt Dienstag, 21. Januar, 08.00 Uhr Areal Eternit in Niederurnen Anmeldungen nimmt Marktleiter Hans Rhyner, Spycher, 8767 Elm entgegen. Telefon 079 817 29 87 oder 055 642 21 01. Für die Verstellung auf dem Markt müssen alle Schafe und Bio Glarus Bio-Infoabend Glarnerland Am Donnerstag, 16. Januar, um 20.00 Uhr findet im Restaurant Bären, Netstal, der Bio-Infoabend Glarnerland statt. Informationen zur Biokontrolle 2020 mit Martin Roth (Bioberater) und Simon Raguth Tscharner (Biokon - 11.00 Uhr. Anmeldungen nach Anmeldeschluss können je nach Aus - lastung eventuell nicht mehr berücksichtigt werden. Melden Sie Ihre Tiere frühzeitig an. Sammeltransporte führt Samuel Jenny, Trogseite, 8762 Sool, Telefon 055 644 37 08, aus. Nächster Schlachtviehmarkt: Dienstag, 18. Feburar. ● Lämmer ab 1. Januar 2020 doppelt markiert sein. Eine der Ohrmarken muss elektronisch sein. Anmeldeschluss: Sonntag, 12. Januar, 20.00 Uhr. ● trolleur). Willkommen sind alle Bio - bäuerinnen und Biobauern und alle, die es werden wollen. ● IG-Alp Alppersonal – suchen und finden Am Samstag, 11. Januar, findet am Plantahof in Landquart eine Stellenbörse statt. Treffen der Älpler/-innen und Alpmeister mit Stellenbörse am LBBZ Plantahof in Landquart GR, in der alten Arena, 10.00 bis 16.00 Uhr. Podiumsdiskussion «Weidepflege durch Beweidung» mit Franz Steiner Aktion Nez Rouge, Sektion Linth-Glarus Positive Bilanz (FiBL) und Valentin Luzi (ALG). Viel Tratsch und Personalhandel, viel Suppe, Kuchen und Kaffee. Weitere Informationen: IG-Alp, Vorderdorfstrasse 4, Mollis, Telefon 055 622 39 22 oder 076 711 39 21, www.ig-alp.org ● Insgesamt 791 Personen, welche sich nicht mehr in der Lage fühlten, ihr Auto selbst zu lenken, wurden an der diesjährigen Aktion von Nez Rouge durch die Sektion Linth-Glarus – mit der Einsatzzentrale im Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ – in 398 Fahrten und mit 18 855 gefahrenen Kilometern unfallfrei nach Hause gebracht. Allein in der «Nacht der Nächte» (Silvester) wurden durch die insgesamt 51 im Einsatz stehenden Freiwilligen, in 92 Fahrten mit 220 Personen, 3763 km absolviert. Schweiz weit wurden an diesem Einsatztag 8400 Personen durch 1700 Freiwillige in 3500 Fahrten befördert. Insgesamt 35 200 Personen wurden in 16 890 Fahrten während der Aktion 2019 gesamtschweizerisch nach Hause gefahren. 21 Prozent dieser Fahrten erfolgten alleine in der Silvesternacht. Die Zahl der Freiwilligen erreichte in diesem Jahr 10 700, was einer Zunahme von 8 Prozent entspricht und neuen Rekord bedeutet. Mit fehlenden Freiwilligen hatte die Sektion Linth-Glarus etwas zu kämpfen, was sich auch minim auf die Zahlen auswirkte. Immer mehr Fahruntaugliche nehmen den Dienst von Nez Rouge in Anspruch. Dafür gilt den Verantwortungsbewussten unter den Autofahrern ein grosses Kompliment. Dies ist gleichzeitig ein starker Vertrauensbeweis zu dieser sinnvollen, bereits zum 30. Mal durchgeführten Aktion. Danke auch für die Unterstützung der zahlreichen Sponsoren. Nächste Aktion kommt bestimmt An den Wochenenden vom 27./28. November und 4./5. Dezember 2020 steht Nez Rouge Linth-Glarus den Fahruntüchtigen wieder zur Verfügung, und ab Freitag, 11. Dezember 2020, läuft die Aktion bis zum frühen Neujahrsmorgen täglich. Darum: Wer sich als Freiwilliger – solche sucht die Sektion Linth-Glarus immer – zur Ver fügung stellen will, der kann diese Daten in der Agenda eintragen. ● pd. Infos unter www.nezrouge-linth-glarus.ch. Kirche Obstalden Bandura-Klänge in der Christnachtfeier Ganz allein, etwas scheu, sass die junge Frau aus dem Kriegsgebiet von Lugansk (Ukraine) vorne in der Kirche Obstalden, auf ihren Knien eine Bandura. Ganz fein erklangen die harfen ähnlichen Töne hinein in den mit vielen Kerzen geschmückten Raum. Wie eine Engelsstimme dann der reine Sopran von Ira, eine Begrüssung der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer durch gesungene Worte aus der Ostkirche. Pfarrer Ulrich Knoepfel weitete in seiner Predigt den Blick auf die Bedeutung des Unbedeutenden dort in der Krippe von Bethlehem. Und dazwischen immer wieder die nachdenklichen, besinnlichen Momente, bei denen uns die Musikerin des Ensembles Beriska instrumental zum Reflektieren des Gehörten begleitete. Schlicht – ja fast vom Heimweh geprägt – Iras Abschiedslied mit der Gemeinde: «Stille Nacht». Wahrlich eine besinnliche Feier! (Bildbericht: eing.)

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