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2. Ausgabe 2020 (9. Januar 2020)

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Donnerstag, 9. Januar 2020 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Näfelser Fahrt: Peter Staub verliest neu den Fahrtsbrief Anlässlich der jährlichen Gedenkfeier Näfelser Fahrt wird der mittelalterliche Fahrtsbrief künftig von Peter Staub gelesen. Er löst Josef Schwitter ab, der dieses Amt während 20 Jahren ausgeführt hat. Am ersten Donnerstag im April erinnert die Gedenkfeier Näfelser Fahrt an die Schlacht bei Näfels, nach der sich die Glarner 1388 von den Habsburgern lösen konnten. Der Ablauf des jährlich stattfindenden Gedenktags ist seit einem Landsgemeindebeschluss von 1835 genau geregelt. Der mittelalterliche Fahrtsbrief wird in Näfels verlesen. Er schildert den Hergang der Schlacht. Es werden auch alle in der Schlacht Gefallenen genannt. Nachdem der langjährige Fahrtsbrief-Verleser Josef Schwitter seinen Rücktritt bekanntgab, wurde mit Peter Staub nun sein Nachfolger bestimmt. Er wird den Fahrtsbrief an der Näfelser Fahrt 2020 erstmals verlesen. Verliest ab 2020 den Fahrtsbrief: Peter Staub (Foto: Kanton Glarus) Der neue Fahrtsbrief-Verleser Der 42-jährige Familienvater ist in Schwanden aufgewachsen und arbeitet als Geomatikingenieur beim Kanton Glarus. Vermutlich hat er nicht damit gerechnet, dereinst den Fahrtsbrief zu verlesen, als er seine mündliche Deutsch-Maturaprüfung an der Kantonsschule in Glarus mit Althochdeutsch und Parzival bestritt. Das Interesse an historischer und politischer Fachliteratur kommt dem kleinen, aber wichtigen Nebenamt ebenfalls entgegen. Peter Staub ist aber nicht nur als Doktor der Wissenschaften hinter Büchern und als Kartograf und Webdesigner anzutreffen, sondern ebenso gerne in den Bergen, im Winter und im Sommer. Die Redner der Näfelser Fahrt 2020 Die Näfelser Fahrt 2020 findet am Donnerstag, 2. April, statt. Als Fahrtsredner hat der Regierungsrat Land - ammann Andrea Bettiga bestimmt. Dekan Pfarrer Peter Hofmann hält die Fahrtspredigt. Projekt «Brückenbauer» gewinnt Wettbewerb für Erweiterung der Berufsschule Ziegelbrücke Das Zürcher Architekturbüro Thomas Fischer hat mit dem Projekt «Brückenbauer» den Projektwettbewerb für die Erweiterung der Berufsfachschule Ziegelbrücke gewonnen. Das Bildungszentrum Gesundheit und Soziales in Glarus wird mit der Gewerblich-industriellen Berufs - fachschule auf dem Gelände der Berufsfachschule in Ziegelbrücke zusammengeführt. Interessierte Architekturbüros mussten in einem Projektwettbewerb aufzeigen, wie das künftige Raumprogramm und die Erweiterung des Schulhauses sowie das Raumprogramm der Sporthalle gestaltet werden sollen. Wichtig war dabei eine optimale städtebauliche Einbindung in das vorhandene Schulareal. Das Preisgericht hatte 53 Eingaben von Architekturbüros zu überprüfen, wobei fünf Projekte aus der Bewertung ausgeschlossen wurden, weil sie den Grundsatz der Anonymität verletzt hatten. Das Siegerprojekt «Brückenbauer» des Architekturbüros Thomas Fischer Architekten GmbH, Zürich, hat die Fach- und Sachjury durch seine Kompaktheit und Leichtigkeit überzeugt. Der Regierungsrat erteilt dem Wettbewerbsgewinner den planerischen Auftrag zur Weiterbearbeitung des Projekts. Aus der Würdigung des Preisgerichts Das Projekt bezieht sich auf die Typologie der bestehenden Anlage. Es unterstreicht dabei die vorhandene Qualität der Grünräume zwischen den Schulbauten und die Offenheit der Anlage in Richtung Linthebene und Alpen. Ein kompakter Baukörper wird als Auftakt der Anlage platziert. Ein viergeschossiges Volumen vereint die neuen Nutzungen unter einem Dach. Der Neubau verleiht dem Areal einen Schwerpunkt, ohne jedoch die bestehenden Räume in die zweite Reihe zu stellen. Mit gleicher Klarheit werden auch die Aussenräume erweitert: Eine zweite gedeckte Erschliessung ermöglicht einen direkten Zugang zum Areal und fasst den Aussenraum ein, welcher in seiner heutigen Qualität als offene Wiese belassen wird. Ein neuer Platz auf der Südseite des Hauptbaus stärkt die Öffentlichkeit des Erdgeschosses und eröffnet im Areal einen vielversprechenden zentralen Treffpunkt. Ausstellung der Projektbeiträge Das Siegerprojekt wird zusammen mit allen anderen Projekteingaben vom 14. bis 23. Januar 2020 öffentlich präsentiert. Die Ausstellung kann werktags jeweils von 17.00 bis 20.00 Uhr und samstags von 13.00 bis 16.00 Uhr an der Badstrassse 16a in Niederurnen besucht werden. ● Kanton Glarus Departement Sicherheit und Justiz Kreiskommando des Kantons Glarus Militärische Beförderungen Im Jahre 2019 wurden in der Armee nachstehende militärische Beför derungen von Offizieren und Unteroffizieren vorgenommen. Die Brüder Ballarini aus Bilten packten die Chance zum Weitermachen: Davide Ballarini als Offizier (Leutnant/Quartiermeister) und Gabriele Ballarini als Unteroffizier (Wachtmeister Bereich Richtstrahl). (Foto: zvg) Zum Major Maj Thomas Gasser, Mühlehorn. Zum Hauptmann Hptm Carlo Bottega, Schwanden; Hptm Alfons Hophan, Schwanden; Hptm Andreas Horat, Netstal; Hptm Katja Kretschmar, Niederurnen; Hptm Daniel Zweifel, Linthal. Zum Oberleutnant Oblt Simon Isenring, Riedern. Zum Leutnant Lt Davide Ballarini, Bilten; Lt Philipp Stüssi, Glarus. Zum Fourier Four Andreas Abart, Betschwanden. Zum Oberwachtmeister Obwm Marco Beglinger, Mollis; Obwm Kenneth Musio, Glarus. Zum Wachtmeister Wm Fabian Aebli, Näfels; Wm Gabriele Ballarini, Bilten; Wm Fabio Cremonese, Netstal; Wm Simon Gerber, Schwanden; Wm Gian- Marco Goldinger, Linthal; Wm Jonas Herger, Rüti; Wm Dominik Jud, Niederurnen; Wm Christian Künzli, Glarus; Wm Roman Oesch, Luchsingen; Wm Immanuel Schellenberg, Niederurnen; Wm Sandro Schwitter, Glarus; Wm Marco Seiler, Rüti; Wm Alexander Zimmermann, Nieder - urnen; Wm Moritz Zimmermann, Netstal. Das Kreiskommando des Kantons Glarus gratuliert allen Beförderten zum neuen Grad und zur neuen, verantwortungsvollen Aufgabe recht herzlich. ● Major Walter Rhyner, Kreiskommandant Kanton Glarus Der ehemalige Ratssekretär Josef Schwitter prägte die Näfelser Fahrt während 20 Jahren. Das Verlesen des Fahrtsbriefs bezeichnete er einst als Bubentraum. Der profunde Kenner von geschichtlichen Ereignissen gibt dieses Amt nun weiter an Peter Staub. Visualisierung Siegerprojekt «Brückenbauer» (Foto: DBU/Thomas Fischer Architekten) Leserbrief Himmelslaternen, Flugverbot in Glarus Lieber (böser) FRIDOLIN Am 5. Januar 2020 lag in der Kirchstrasse Glarus (beim Gidor) eine ausgebrannte Himmelslaterne. Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo hat mich die Landung einer Himmelslaterne mitten in Glarus schon nachdenklich gemacht. Ein so (offenbar gefährliches) Spielzeug könnte ja auch in Glarus einen grossen Brand auslösen. In ganz Deutschland sind diese unberechenbaren Ballone verboten, aber wie ist das bei uns? Die nachfolgende Bundes- Webseite gibt die Antwort: www.bazl. admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/ himmelslaternen.html Demnach ist der Flug von Himmelslaternen von Kaltbrunn bis Ennenda ohne Zeitangabe verboten. Das macht durchaus Sinn, fliegt doch die REGA in Notfällen zu jeder Nachtstunde unser Kantonsspital an. Diese Mentalität: «Jetzt lassen wir erst recht auch so eine Laterne steigen», ist schon bedenklich. Falls das nur eine kindische Trotzreaktion war, könnte bei einem nächsten Mal eine ordentliche Busse wohl eher bleibenden Eindruck hinterlassen. Jedenfalls hat der Grossbrand von Krefeld bei diesen «Piloten» in Glarus/Ennenda leider noch keinen Denkvorgang ausgelöst. ● Franz Diethelm, Glarus Leserbrief Warum Wünschen (leider) nicht immer hilft Als Einfamilienhäuschen-Besitzer haben wir uns vor Jahren Gedanken gemacht, eine Solaranlage zu montieren. Nach mehrmaligem Kalkulieren sind wir zum Schluss gekommen, dass die ersten zwei bis drei Jahre Laufzeit der Anlage nur dazu gedient hätten, um mal sämtliche Abgaben zu refinanzieren – wir haben dann auf eine Installation verzichtet. Zumal auch die Lage des Hauses zum Sonneneinfallswinkel nicht sehr optimal ist. Nun wünschen wir uns zusammen mit dem einen oder anderen Nachbarn, dass das Projekt Fernwärme in unserer Strasse realisiert werden könnte. Da sich unsere Heizung – und die eines nächsten Nachbarn – dem Lebensende nähert, sind wir dringend darauf angewiesen, dass die Fernwärme-Projektverantwortlichen uns mitteilen, wie der Leitungsverlauf sein wird, in welcher Strasse gegraben wird und in welchem Jahr die Fernwärme bei uns sein wird. Obwohl wir uns natürlich bewusst sind, dass sich die Investitionen langfristig auch rechnen müssen und sich niemand um ein paar Einfamilienhäuser als Abnehmer reisst. Aber in unmittelbarer Nähe liegt auch ein Grossabnehmer, dessen Heizung in den nächsten Jahren ebenfalls das Lebensende erreichen wird und damit ersetzt werden muss – und das wäre ja dann eine Investition in die Zukunft. Jeder weitere Anschluss ist dann quasi Zugemüse, das hilft, die Investitionen zu amortisieren. Einer muss jetzt investieren, entweder derjenige, der die Leitung baut, oder derjenige, der seine Heizung ersetzen muss und nicht warten kann, bis sich die Projektverantwortlichen für eine Leitungsführung entschieden haben. Diesen Zustand könnte man als Dilemma bezeichnen. Wo also könnte so einfach begonnen werden, das Klima zu schonen, ohne die kleinste Komforteinbusse? Nur leider steht da immer so ein ABER im Wege, das dann halt – trotz aller schönen Politiker-Worte – den guten Willen im Keim ersticken lässt. ● Guido und Silvia Steiner, Niederurnen Beitragsreglement für Vereine Anpassungen per 1. Januar Die Gemeinde Glarus Nord passt per 1. Januar 2020 ihr Reglement für Vereinsbeiträge an. Ziel der Anpassungen ist, die Transparenz der Förderungsbeiträge für Leistungen von Vereinen und Gruppierungen sicherzustellen und deren Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen. Das zuständige Ressort Gesundheit, Jugend und Kultur verfolgte bei der Überarbeitung des Beitrags - reglements die Absicht, mit ausführlicheren Bestimmungen Transparenz für alle zu schaffen. So wird beispielsweise der Ablauf für die Gesuchstellung zur besseren Verständlichkeit neu im Reglement direkt abgebildet. Ebenso werden die Zuständigkeiten zum Erlass von wiederkehrenden Beiträgen explizit im Reglement festgehalten. Neu ist zudem, dass eine allfällige Entrichtung von Beiträgen auch das Vermögen des gesuchstellenden Vereins berücksichtigt. Letztlich hält das Reglement die Möglichkeit fest, dass die Ausrichtung von Beiträgen mit Gegenleistungen wie beispielsweise Sponsoring verbunden ist und bei wiederkehrenden Beiträgen ab 3000 Franken eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen werden muss. Das revidierte Beitragsreglement wurde von einer Arbeitsgruppe er - arbeitet, welche aus dem Gemeindepräsidenten, dem Ressortleiter und dem Bereichsleiter Gesundheit, Jugend und Kultur sowie Vertreterinnen und Vertretern der Dorfkommissionen bestand. Nachdem das Reglement durch den Gemeinderat im August 2019 behandelt wurde, erfolgte über die Dorfkommissionen eine Kurzvernehm - lassung bei den Vereinsleiterinnen und Vereinsleitern der einzelnen Dörfer. Aus dieser Vernehmlassung resultierten keine Anpassungen, sodass der Gemeinderat das Reglement in seiner Sitzung vom 18. Dezember 2019 definitiv genehmigen konnte. Das bisherige Beitragsreglement galt seit dem 1. Januar 2012. Das neue Beitragsreglement findet sich im Online-Schalter auf der Home page der Gemeinde Glarus Nord: www.glarus-nord.ch. ● Badezimmer-Umbau F. Hösli, 8762 Schwanden Telefon 055 64410 06 www.f-hoesli-ag.ch

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