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20. Ausgabe 2020 (14. Mai 2020)

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Donnerstag, 14. Mai 2020 | Seite 10 Kantonsspital Glarus AG Ausgeglichenes Geschäftsjahr 2019 Das Kantonsspital Glarus präsentiert im Geschäftsbericht 2019 eine aus - geglichene Rechnung. Noch nie hat das Spital so viele schwerwiegende Fälle behandelt wie letztes Jahr. Die ambulanten Behandlungen nehmen weiterhin markant zu. Der digital konzipierte Geschäftsbericht ist neu als Download auf www.ksgl.ch erhältlich. Das Kantonsspital Glarus erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen kleinen Überschuss von 34 000 Franken (Vorjahresvergleich: 98 000 Franken). Im Verhältnis zum Umsatz von knapp 90 Millionen Franken kann dieses Ergebnis als ausgeglichen bezeichnet werden. Die Liquidität und die Eigenkapitalquote des Spitals sind sehr hoch. Der Finanzhaushalt des Spitals ist im Geschäftsjahr 2019 bei guter Gesundheit. Das KSGL ist eine Aktiengesellschaft im Eigentum des Kantons und hat keine Zielvorgaben, Gewinne zu schreiben. Ziel des Spitals ist es, jeweils eine ausgeglichene Jahresrechnung zu präsentieren. Ausgeglichen ist die Rechnung dann, wenn die Investitionen nachhaltig gesichert sind. Dazu müsste aus dem Betrieb ein Überschuss von 8 bis 10 Prozent des Betriebsertrages erzielt werden. 2019 lag dieser Überschuss zur Investitionsfinanzierung (EBITDA) bei 5,5 Millionen Franken oder 6,2 Prozent des Betriebsertrags. Notwendig wären 7 bis 9 Millionen Franken. Ohne Hilfe von aussen wird sich diese Kanton Glarus Kantonale Führungsorganisation (KFO) Alterszentrum Bühli, Ennenda Ausquartierte Heimbewohner kehren zurück 22 Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Bühli in Ennenda wurden vor rund drei Wochen wegen des Coronavirus in das Seminarhotel Lihn nach Filzbach ausquartiert. Am Mittwoch, 6. Mai, kehrten sie in ihr Zuhause zurück. Verlegung vom «Bühli» ins «Lihn» vor gut drei Wochen. Mitte April 2020 sind Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende des Alterszentrums Bühli in Ennenda an COVID-19 erkrankt. Die gesunden Senioren wurden in der Folge in das Seminarhotel Lihn nach Filzbach umquartiert. Das Ziel war eine räumliche und organisatorische Trennung, damit die Gesunden gesund bleiben und die ungenügende Ertragslage wegen der COVID-19-Krise markant akzentuieren. «Ambulant vor stationär» hat wirtschaftliche Folgen 2019 behandelte das KSGL in der Akutsomatik und der Psychiatrie 4765 stationäre Fälle, rund 250 weniger als im Vorjahr. Während sich die Fallzahlen seit Jahren auf rund 5000 beliefen, dürfte der Rückgang einen langfristigen Trend einläuten. Als Folge der Bundesvorgabe «ambulant vor stationär» stieg die ambulante Leistungsmenge gegenüber 2018 um 10 Prozent auf 17 Millionen Taxpunkte. Deshalb steigt auch der Schweregrad von stationären Fällen: Leichte Fälle, die bis anhin stationär versorgt wurden, werden zunehmend ambulant behandelt. Der Schwere - grad aller Fälle im Case Mix Index (CMI) ist am KSGL für 2019 auf neuem Höchststand. Da ambulante Behandlungen schlechter vergütet werden als stationäre, entgehen dem KSGL pro Jahr rund 1 Million Franken Ertrag. Erfreulich ist das Vertrauen der Glarner Bevölkerung in ihr (Foto: R. Etter) Kranken eine optimale Pflege erhalten können. 22 Bewohnerinnen und Bewohner sind am Mittwoch, 6. Mai, mit Hilfe der Armee und des Zivilschutzes zurück in ihr Zuhause nach Ennenda gebracht worden. 2 Bewohner kehrten wegen Heimwehs vorzeitig ins «Bühli» zurück, 5 weitere aufgrund der COVID-19-Erkrankung. Spital. Mit 4785 stationären Fällen und 80 500 ambulanten Behand - lungen ist das KSGL die wichtigste medizinische Anlaufstelle im Glarnerland. Am 1. Juli wurde die Notfallpraxis in enger Zusammenarbeit mit Hausärzten der Region und dem KSGL eröffnet. An der Sonderschau der GLARNER MESSE gab das KSGL der Bevölkerung einen Einblick in die verschiedenen Leistungsbereiche der Gesundheitsversorgung. Als grösste Arbeitgeberin der Region mit rund 600Mitarbeitenden sorgt das KSGL für Spitalleistungen rund um die Uhr. Solange die Glarnerinnen und Glarner das eigene Spital im Bedarfsfall beanspruchen und sie die medizinische Versorgung nicht ausserkantonal suchen, sieht CEO Markus Hauser für das Spital eine solide Zukunft. Der Geschäftsbericht 2019 und die Konzernrechnung 2019 können unter www.ksgl.ch als PDF-Datei runter - geladen werden. ● pd. Ein neues Zuhause organisiert Der Aufbau eines vorübergehenden Alterszentrums praktisch über Nacht sei ein Kraftakt für alle Beteiligten gewesen, erinnert sich Regula Etter, Geschäftsleiterin der Alters- und Pflegeheime Glarus (APG): «Ein Seminarhotel ist kein Alterszentrum mit entsprechenden Strukturen und Einrichtungen.» Nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, auch für das Betreuungsteam seien das Umfeld neu und die Herausforderungen gross gewesen. Das Team setzte sich zusammen aus Angehörigen der Armee, Zivilschützern, Mitarbeitenden der APG sowie aus Personen von wei - teren Gesundheitsbetrieben und des Seminarhotels. Alterszentrum Bühli ist infektionsfrei Dass innerhalb eines Monats 11 Bewohnerinnen und Bewohner des «Bühli» am Coronavirus gestorben sind, davon zeigen sich die Verantwortlichen der Alters- und Pflegeheime Glarus betroffen. Sie sprechen den Angehörigen ihre herzliche Anteilnahme aus. Den positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern, die die Krankheit im Alterszentrum Bühli überstanden haben, geht es gut. Unter den Genesenen befindet sich auch eine 102-jährige Bewohnerin. Die Geschäftsleitung der Alters- und Pflegeheime Glarus bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen und Personen, die bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation mitgeholfen haben. ● Stoffe – geboren in Mitlödi – zuhause in den weiten der Welt! Mitloedi Textildruck AG ist in Konkurs Seidenfoulards für Designerinnen und Designer, Dekorationsstoffe für die USA, Bettwäsche für Schweizer Unternehmen, um nur einen kleinen Teil der Produktpalette zu nennen. Der Betrieb der Mitloedi Textildruck AG ist per sofort eingestellt worden. Doch per sofort kann in Mitlödi nicht mehr produziert werden. Der Betrieb wird eingestellt. Die Firma ist in Konkurs. Das wirtschaftliche Umfeld für die produzierende Schweizer Textil - industrie ist brutal. Der starke Schweizer Franken ist ein grosses Handicap, und die ohnehin geringen Margen in der Schweizer Textilindustrie sind in den letzten Jahren weiter gesunken. Zudem sind Grossaufträge von wichtigen Kunden, welche für uns eine substanzielle Grundauslastung bedeuten, vermehrt ins Ausland vergeben worden. Dies vor allem auch in jüngster Zeit. Die Mitloedi Textildruck AG führt seit drei Jahren einen Überlebenskampf. Aus den Beschlüssen der Geschäftsleitung Coronavirus-Situation Gemeindeliegenschaften für gewisse Vereinsaktivitäten seit Montag, 11. Mai 2020, offen Die Gemeindeliegenschaften sind seit Montag, 11. Mai 2020, für Vereins - aktivitäten mit jeweils maximal fünf Personen im Rahmen der bestehenden Dauerbelegungspläne zu Übungs-, Probe- und Trainingszwecken in Anwesenheit einer qualifizierten Ausbildnerin bzw. eines qualifizierten Ausbildners wieder offen. Um sicherzustellen, dass die gel - tenden Abstands-, Hygiene- und Gruppenvorschriften des Bundes eingehalten werden, gelten zudem folgende Bedingungen: • Vereine, die Gemeindeliegenschaften nutzen möchten, richten ein Gesuch an die Abteilung Freizeit/ Sport/Sicherheit der Gemeinde Glarus. • Die Vereine müssen über ein eigenes Schutzkonzept verfügen und sich an die einschlägigen Vorgaben der jeweiligen Verbände halten. • Die Vereine sind zudem verpflichtet, die Vorgaben der anlagen - (Foto: zvg) Diverse neue zusätzliche Projekte konnten aufgegleist werden. Die COVID-19-Krise hat vieles «on hold» gelegt und den Auftragseingang zusammenbrechen lassen. Der Mitloedi Textildruck AG fehlen die nötigen Ressourcen, um die beiden einschneidenden Ereignisse: Rückgang der Grundauslastung und die COVID-19- Krise, zu überstehen. Der Verlust der Arbeitsstellen und des ganzen Know-hows ist bedrückend. Wir danken allen Mitarbeitenden, Lieferanten, Kunden und persönlich Involvierten für die geschätzte Zusammenarbeit und die grosse Unterstützung. ● Die Geschäftsleitung der Mitloedi Textildruck AG spezifischen Schutzkonzepte der Gemeinde für die einzelnen Gemeindeliegenschaften einzuhalten. Die Pächter der Restaurants Schützenhaus in Glarus und Gesellschaftshaus in Ennenda halten die Säle vorerst geschlossen. Ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen bleibt das Schwimmbad Gründli in Glarus. Die Freibäder Ygruben in Glarus und Goldigen in Netstal bleiben aufgrund der Vorgaben und Empfehlungen des Bundes sowie aus wirtschaftlichen und ökologischen Überlegungen einstweilen geschlossen. Die Gemeinde plant, die beiden Freibäder im Sommer 2020 im Rahmen der dann geltenden Vorschriften zu betreiben. Nach aktuellem Stand der vom Bund kommunizierten Schritte zur Lockerung der Coronavirus-Schutzmass - nahmen erscheint ein Start der Freibadsaison am Montag, 8. Juni 2020, als möglich. ● INSERATEANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch

Donnerstag, 14. Mai 2020 | Seite 11 Glarner Landwirtschaft aktuell Glarner Genossenschaft für Viehabsatz Schlachtviehmarkt in Glarus findet nicht statt Der Schlachtviehmarkt am Dienstag, 26. Mai 2020, in Glarus kann nicht stattfinden, da wir die Be - stimmungen des Bundes zur Durchführung eines solchen Marktes (COVID-19-Ver ordnung) leider nicht oder nur teilweise erfüllen können. Wir werden die Lage laufend überprüfen und Sie hinsichtlich des Schlachtviehmarktes im Juni weiter informieren. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis. ● Der Vorstand 100 Jahre Harmoniemusik Elm Jubiläumsjahr im Ausnahmezustand Das OK unter Reto Elmer stand in der Schlussphase der Vorbereitungen für den Jubiläumsabend zum 100-Jahr-Jubiläum der Harmoniemusik Elm und für den Kantonalen Musiktag am Freitag/Samstag, 19./20. Juni 2020. Der Musiktag ist nun abgesagt; das Fest zum Jubiläum findet vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. November 2020, in Elm statt. Glarner Schafzuchtverein Schlachtschafmarkt in Niederurnen findet statt Der Schlachtschafmarkt am Dienstag, 2. Juni 2020, um 08.00 Uhr im Eternit-Areal in Niederurnen findet statt. Nach dem Schutzkonzept der öffentlichen Märkte darf der Schlacht - schafmarkt durchgeführt werden. Bitte am Marktplatz Anweisungen befolgen. Obligatorisch: Begleitdokument und Bankverbindung. Anmeldungen nimmt Marktleiter Hans Rhyner, Spycher, 8767 Elm, Tel. 079 817 29 87 oder 055 642 21 01, entgegen. Anmeldeschluss: Sonntag, 24. Mai, 20.00 Uhr. ● Die Harmoniemusik Elm in der Uniform von 1995. Sponsoren und Gäste waren eingeladen, das Festzelt ausgemessen, das Personal aus den Elmer Dorfvereinen rekrutiert, der Festführer bereit zum Druck und die neue Uniform «z Fadä gschlagä» zur ersten Anprobe. Dann trat die noch nie erlebte und deshalb so unglaubliche Situation ein. Das OK glaubte bei der Ankündigung der Coronavirus-Massnahmen noch, das Fest im Juni könne gerettet werden. Leider zeichnete sich kurze Zeit später ab, dass es keine baldige und umfassende Lockerung des «Lock - downs» und also auch keine ordent - lichen Proben geben wird. So entschied das OK am Freitag, 17. April, schweren Herzens, den Kantonalen Musiktag abzusagen. Im Herbst wäre die Terminierung schwierig geworden. Zudem ist nicht garantiert, dass die teilnehmenden Vereine schon bald wieder proben können. Eine Verschiebung auf 2021 kam nicht in Frage, da dann ein Eidgenössisches Musikfest stattfinden wird. Jubiläumsabend kommt Den Jubiläumsabend mit der Neu - uniformierung hingegen will die (Foto: Luzia Rhyner) Harmoniemusik Elm im eigentlichen Jubiläumsjahr 2020 durchführen. Sie wählte dazu das traditionelle Konzertdatum im November aus. Also wird das Wochenende von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. November 2020, im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums, der Neuuniformierung und des Jahreskonzertes mit Dirigentenwechsel stehen – auch mit dem Dank an alle Sponsoren. Wir freuen uns, Sie an diesem musikalischen Grossanlass im kleinen Dorf willkommen zu heissen. ● Barbara Rhyner