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20. Ausgabe 2020 (14. Mai 2020)

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Donnerstag, 14. Mai 2020 | Seite 6 Kanton Glarus Asyl- und Flüchtlingskoordination Erfolgreiches Flüchtlingsprojekt «Glaronettli» ist begehrt Eine spontane Idee entwickelt sich zum Renner und beweist einmal mehr Glarner Innovationsgeist. Flüchtlinge nähen Stoffmasken im Design der traditionellen Glarner Tüechli. Die schmucken Masken finden reissenden Absatz. Werden aus der ganzen Schweiz bestellt: Schutzmasken im «Glarner Tüechli»-Look. (Foto: Christine Saredi) In herausfordernden Zeiten einen sinnvollen Beitrag leisten zu können, wirkt bei allen Menschen motivierend. Flüchtlinge aus dem Kanton Glarus nähen seit kurzem farbenfrohe Stoffmasken. Die Beschäftigungsprogramme und die Bildungsangebote können die Flüchtlinge seit Wochen nicht mehr besuchen. Da entwickelte sich eine spontane Idee schnell zu einem willkommenen Projekt. Es heisst: #wecare. Frauen aus verschiedenen Ländern nähen farbenfrohe Masken aus gespendeten Stoffen der Seidendruckerei Mitlödi. Vinoba und Krishnababu Nathan schneiden die Stoffe zu, haben das Schnittmuster vorbereitet und die Näherinnen angeleitet. Jede Teilnehmerin näht die Masken bei sich zu Kanton Glarus Arbeitsinspektorat/Zivilschutz Hause. Auf diese Weise können die Hygienevorschriften problemlos eingehalten werden. Das «Glaronettli» findet reissenden Absatz Das Maskenmodell «Glaronettli» wurde zusammen mit den Betreibern des Shops Glarussell lanciert. Die Masken aus dem klassischen «Glarner Tüechli»-Stoff produzieren die kurdischen Brüder Tatli speziell für den Laden im Zentrum von Glarus. Fahreddin, der seine kleine Schnei - derei in Niederurnen derzeit nicht öffnen darf, freut sich, auf diese Weise einen Beitrag leisten zu können. Hüsnü wartet noch auf seinen Asyl - entscheid und ist glücklich über jede Beschäftigung. Nach Wiedereröffnung der Geschäfte Schutzkonzept-Unterstützung Schrittweise durften am Montag, 11. Mai, publikumswirksame Läden, Betriebe und Einrichtungen wieder öffnen. Sie müssen dabei die geforderten Schutzmassnahmen ergreifen. Dabei werden sie unterstützt, aber auch kontrolliert. Seitdem das Angebot über die sozialen Medien bekannt gemacht wurde, treffen täglich Bestellungen aus der ganzen Schweiz ein. Die Brüder Tatli arbeiten mit Hochdruck an der Produktion, bald sollen weitere Flüchtlinge für das Projekt gewonnen werden. Mittlerweile hat es das Glarner Projekt bis in die kurdischen Medien geschafft. Der Name ist Programm: #wecare Flüchtlinge sind auf der Suche nach Schutz in die Schweiz gekommen – nun helfen sie mit, Menschen zu schützen. Der einfache Mund-Nasen- Schutz gewährt nicht den gleich hohen Schutz wie die chirurgischen Masken. Er trägt jedoch dazu bei, sich selbst und andere vor krankmachenden Coronaviren zu schützen. Im Mittelpunkt stand für alle Beteiligten von Anfang an das gemeinsame Projekt und die Solidarität untereinander. Das Ziel war nicht ein finan - zieller Gewinn, sondern der Bevölkerung Stoffmasken zu einem fairen Preis und mit Glarner Identität zur Verfügung zu stellen. Kaufen kann man die farbigen Masken bei den Coiffeuren Bernasconi und Glamour Hair & Nail für Fr. 7.50, die «Glaronettli» für Fr. 9.50 im Glarussell. Das Projekt ermöglicht Flüchtlingen zudem neue Begegnungen und Er - fahrungen in der Schweiz. Und wer weiss, vielleicht gedeihen aus dieser spontanen Idee dereinst neue Produkte und Kooperationen. ● Zivilschutzes, Marc Olivi und Pierre Weidmann. Dieser Einsatz sei für den Zivilschutz auch deshalb sinnvoll, weil er die Vielseitigkeit des Zivilschutzes und die Zusammenarbeit in der Krise unter den verschiedenen Ämtern exemplarisch aufzeige. Weitere Dienstleister mit Kundenkontakt werden unterstützt und kontrolliert Die momentan eingesetzten Zivilschützer berichten von sorgfältigem und grösstenteils mustergültigem Verhalten in den besuchten Betrieben. Der Schwerpunkt lag zunächst auf den wiedereröffneten Coiffeursalons, Blumenläden und Baumärkten. In einer nächsten Phase wurden weitere personenbezogene Dienstleistungen wie Physiotherapien, Massagen, Kosmetik- und Tattoo-Studios besucht. Auch in diesen Betrieben wurden die Schutzmassnahmen mehrheitlich sehr gut umgesetzt. Kanton Glarus Staatskanzlei 175 Jahre New Glarus Jubiläumsreise verschoben Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kann die geplante Jubiläumsreise nach New Glarus (USA) nicht stattfinden. Die Feierlichkeiten zum 175. Geburtstag sollen 2021 nachgeholt werden. Die beiden Organisationskomitees in der Schweiz und in den USA haben die aktuelle Situation der Corona - virus-Pandemie beobachtet und gemeinsam entschieden, die geplanten Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen von New Glarus um ein Jahr zu verschieben. Es zeichnet sich momentan keine entscheidende Be - ruhigung der Lage in den USA ab. Der Einreisestopp wurde auf unbestimmte Zeit verlängert, die Durchführung der Flüge ist unsicher und die gesundheitliche Situation im Land scheint sich nicht nachhaltig zu verbessern. Es zeichnet sich daher ab, dass ein reibungsloses und sorgloses Durchführen der Jubiläumsreise in Zusammenhang mit einem grossen Volksfest dieses Jahr unmöglich sein wird. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben Die Vorbereitungen für die neuntägige Reise vom 27. Juli bis 4. August, mit Stopps in Chicaco und New Glarus sind weit fortgeschritten. Die beiden Organisationskomitees in der Schweiz und in den USA be fanden sich bis zum Ausbruch der Corona virus-Krise in Kanton Glarus Departement Bau und Umwelt den Detailplanungen. Diese Arbeit ist nicht verloren, das Fest und die Feierlichkeiten sollen um ein Jahr verschoben stattfinden. Die angemeldeten Teilnehmer werden vom ausführenden Reisebüro über die Modalitäten informiert. News Glarus musste schon einmal verspätet feiern New Glarus ist eine Gemeinde im US-amerikanischen Bundesstaat Wis - consin. Sie wurde 1845 von 150 Einwanderern aus Glarus gegründet. Alle 25 Jahre wird der entbehrungsreichen Überfahrt der Glarner Vorfahren und der Ansiedlung in Wisconsin gedacht, meist mit einer grossen Parade. Traditionell reisen dazu viele Gäste aus «Old» Glarus in der Schweiz an. Doch schon einmal musste eine solche Feier aufgrund von äusseren Einflüssen verschoben werden: Das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen konnte 1945 nicht stattfinden, da die USA noch in den Wirren des Zweiten Weltkriegs steckte. Doch auch damals wurde das Fest ein Jahr später, 1946, nachgeholt. ● Durch Coronavirus-Krise Kantonale Bauprojekte werden nicht verzögert Die kantonalen Hochbau- und Strassenbauprogramme werden wie geplant ausgeführt. Die Coronavirus-Krise führt zu keinen Verzögerungen. Ein Grossteil der Aufträge ist bereits vergeben. Im Bauhaupt- und Baunebengewerbe werden erfahrungsgemäss über 80 Prozent der Aufträge an Glarner Firmen vergeben. Zivilschützer bei der Kontrolle. Der Vollzug der Kontrollen obliegt den Kantonen, namentlich dem Arbeits inspektorat für die Prävention und bei der Kantonspolizei für die Intervention, wie der Kanton Glarus am 27. April 2020 mitgeteilt hat. (Foto: zvg) Zivilschützer patrouillieren und informieren Seit Beginn der ersten Lockerungsmassnahmen werden im Kanton Glarus geschulte Zivilschützer eingesetzt, die die Betriebe aufsuchen und anhand von Checklisten und Musterkonzepten bei der Durchsetzung der Schutzkonzepte unterstützen. Nachdem sich gezeigt hat, dass diese Patrouillen sehr zielführend und erfolgreich aktiv sind, wurde der Einsatz inzwischen verlängert. Die meisten Unternehmen sind verantwortungsbewusst Bei den Kontrollen vor Ort treten die Zivilschützer nicht als schulmeister - liche Aufpasser, sondern als Helfer und Berater auf. Schliesslich gehe es darum, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Kunden bestmöglich zu schützen, betonen der Leiter des Glarner Arbeitsinspektorats, Bruno Giger, und das Kommando des Glarner Erste Bilanz zeigt: Fast alles gut – mit wenig Ausnahmen Die allermeisten der 51 kontrollierten Coiffeurbetriebe erfüllten trotz kurzer Vorbereitungszeit die erforderlichen Schutzmassnahmen pflichtbewusst und vollständig. In 6 Betrieben wurden Mängel festgestellt. 2 Betriebe mussten aufgrund von fehlenden Schutzkonzepten und nicht um - gesetzten Massnahmen durch das Arbeitsinspektorat geschlossen werden. Von 45 überprüften Betrieben aus weiteren Branchen wurden in 5 Betrieben geringe Mängel festgestellt. In 1 Betrieb wurden erhebliche Mängel festgestellt, welche mit be ratender Unterstützung des Zivilschutzes zeitnah verbessert werden. ● Trotz Coronavirus-Krise: Glarus baut weiter, wie hier die Stichstrasse in Glarus Nord. (Foto: Departement Bau und Umwelt) Die Coronavirus-Pandemie hat in den Bereichen Hochbau und Tiefbau keinen Einfluss auf das Arbeitsprogramm der Verwaltung. Die Realisierung der Bauprojekte des Kantons Glarus wird plangemäss vorangetrieben. Bei den Hochbauten wird der Kanton Glarus in diesem Jahr für den bau - lichen Unterhalt und bauliche Inves - titionen rund 7 Millionen Franken ausgeben. Das Hochbauprogramm wird planmässig erfüllt. Gut die Hälfte der Aufträge sind bereits vergeben. Das Auftragsvolumen im Strassenbau beträgt 10,7 Millionen Franken. Davon sind 9,1 Millionen Franken Bauaufträge und 1,6 Millionen Franken Dienstleistungsaufträge (Planung). Aufträge im Umfang von 8,3 Mil - lionen Franken sind bereits vergeben. Aufträge im Wert von 2,4 Millionen Franken werden noch vergeben. Auch das Strassenbauprogramm wird wie geplant umgesetzt. ●