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22. Ausgabe 2020 (28. Mai 2020)

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Amtsblatt des Kantons

Amtsblatt des Kantons Glarus, Nr. 22, 28. Mai 2020 3 die im Ausland wohnen. Publikation nach Artikeln 231 und 232 SchKG sowie Artikeln 29 und 123 der Vo des Bundesgerichtes über die Zwangsverwertung von Grundstücken (VZG). Konkurspublikation/Schuldenruf Alvaro Da Cruz Teixeira Schuldner: Alvaro Da Cruz Teixeira. Staatsbürgerschaft: Portugal. Geburtsdatum: 8. September 1976. Spielhof 26, Glarus . Art des Konkursverfahrens: Summarisch. Datum der Konkurseröffnung: 20. April 2020. Rechtliche Hinweise: Der Kantonsgerichtspräsident des Kantons Glarus hatte mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 beim Schuldner die definitive Nachlassstundung bis am 17. Juni 2020 bewilligt. Als Sachwalterin wurde die Schuldenberatung Glarnerland, Schwanden, ernannt. Mit Verfügung vom 20. April 2020 wurde der Nachlassvertrag nicht bewilligt und der Konkurs eröffnet. Aus diesem Grund wird die Eingabefrist in diesem Konkursverfahren auf zehn Tage verkürzt (Art. 234 SchKG). Hinweis: Gläubiger, welche ihre Forderung bereits bei der Schuldenberatung Glarnerland, Schwanden, angemeldet haben, müssen keine neuen Eingaben machen, es sei denn, dass sie den Zins bis zur Eröffnung des Konkurses (20. April 2020) einfordern wollen. Solche Zinsnachträge sind ebenfalls während der verkürzten Eingabefrist beim Konkursamt des Kantons Glarus anzumelden. Seitens der Konkursverwaltung wird die sofortige Verwertung aller Aktiven beantragt (freihändig oder durch Versteigerung). Wenn nicht die Mehrheit der bekannten Gläubiger innert zehn Tagen beim Konkursamt schriftlich Einspruch erhebt, gilt dieser Antrag als genehmigt. Stillschweigen gilt als Zustimmung. Kaufofferten von Gläubigern sind innert zehn Tagen ebenfalls schriftlich dem Konkursamt einzureichen. Eigentumsansprachen sind innert der gleichen Frist anzumelden. Frist: Zehn Tage. Ablauf der Frist: 8. Juni 2020. Kontaktstelle: Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Glarus, Zwinglistrasse 8, Glarus. Konkurspublikation/Schuldenruf Aurelija Vrubilauskaité, Erbschaft Schuldnerin: Aurelija Vrubilauskaité. Staatsbürgerschaft: Litauen. Geburtsdatum: 7. Dezember 1940. Todesdatum: 26. März 2020. Wohnhaft gewesen: Alte Landstrasse 12, Mitlödi. Art des Konkursverfahrens: Summarisch. Datum der Konkurseröffnung: 8. Mai 2020. Rechtliche Hinweise: Seitens der Konkursverwaltung wird die sofortige Verwertung aller Aktiven (exkl. Grundstück) beantragt (freihändig oder durch Versteigerung). Wenn nicht die Mehrheit der bekannten Gläubiger innert zehn Tagen beim Konkursamt schriftlich Einspruch erhebt, gilt dieser Antrag als genehmigt. Stillschweigen gilt als Zustimmung. Kaufofferten von Gläubigern sind innert zehn Tagen ebenfalls schriftlich dem Konkursamt einzureichen. Eigentumsansprachen sind innert der gleichen Frist anzumelden. Frist: Ein Monat. Ablauf der Frist: 30. Juni 2020. Kontaktstelle: Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Glarus, Zwinglistrasse 8, Glarus. Konkurspublikation/Schuldenruf Viktor Rudolf von Ow, Erbschaft Schuldner: Viktor Rudolf von Ow. Heimatort: Brittnau AG. Staatsbürgerschaft: Schweiz. Geburtsdatum: 17. Januar 1938. Todesdatum: 30. Januar 2020. Wohnhaft gewesen: Wiesstrasse 1, Ennenda . Art des Konkursverfahrens: Summarisch. Datum der Konkurseröffnung: 9. März 2020. Rechtliche Hinweise: Seitens der Konkursverwaltung wird die sofortige Verwertung aller Aktiven (exkl. Grundstück) beantragt (freihändig oder durch Versteigerung). Wenn nicht die Mehrheit der bekannten Gläubiger innert zehn Tagen beim Konkursamt schriftlich Einspruch erhebt, gilt dieser Antrag als genehmigt. Stillschweigen gilt als Zustimmung. Kaufofferten von Gläubigern sind innert zehn Tagen ebenfalls schriftlich dem Konkursamt einzureichen. Eigentumsansprachen sind innert der gleichen Frist anzumelden. Frist: Ein Monat. Ablauf der Frist: 29. Juni 2020. Kontaktstelle: Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Glarus, Zwinglistrasse 8, Glarus. Konkurspublikation/Schuldenruf Mitloedi Textildruck AG in Liquidation Schuldnerin: Mitloedi Textildruck AG in Liquidation , CHE-110.157.388. Fabrikstrasse 1, Mitlödi. Art des Konkursverfahrens: Summarisch. Datum der Konkurseröffnung: 6. Mai 2020. Rechtliche Hinweise: Zur Vermeidung weiterer Unkosten erachtet sich die Konkursverwaltung als ermächtigt, sämtliche beweglichen Aktiven der Schuldnerin (Warenlager bestehend aus diversen Geweben/Stoffen, Chemikalien, Farben etc.) sofort freihändig und en bloc zu verkaufen, sofern nicht die Mehrheit der Gläubiger bis am 8. Juni 2020 bei der Konkursverwaltung schriftlich Einsprache erhebt. Stillschweigen gilt als Zustimmung zum Freihandverkauf. Für die genannten Aktiven liegt heute ein Höchstangebot von Fr. 80 000 + MwSt. vor. Gläubiger und Dritte werden hiermit eingeladen, bis spätestens am 8. Juni 2020 selbst höhere schriftliche Angebote für den Kauf des Inventars zu unterbreiten (i.S. von Art. 256 Abs. 3 SchKG). Dabei muss das Höchstangebot um mindestens Fr. 10 000 überboten werden. Andernfalls wird angenommen, dass sie ausdrücklich auf dieses Recht verzichten und dem Konkursamt den Auftrag erteilen, den Freihandverkauf mit dem Höchstbietenden abzuschliessen. Allfällige Eigentums- oder Drittansprüche sind innert der gleichen Frist, unter Vorlage der Beweismittel, beim Konkursamt des Kantons Glarus, Zwinglistrasse 8, Glarus, schriftlich geltend zu machen. Frist: Ein Monat. Ablauf der Frist: 29. Juni 2020. Kontaktstelle: Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Glarus, Zwinglistrasse 8, Glarus. Schluss des Konkursverfahrens Publikation nach Artikel 268 Absatz 4 SchKG. Schluss des Konkursverfahrens OceanSwiss Alpine Seafood AG in Liquidation Schuldnerin: OceanSwiss Alpine Seafood AG in Liquidation , CHE-115.445.446. Beglingen 3, Mollis. Datum des Schlusses: 12. Mai 2020. Schluss des Konkursverfahrens Hans Rickenbach, ausgeschlagene Erbschaft Schuldner: Hans Rickenbach. Heimatort: Arth SZ. Staatsbürgerschaft: Schweiz. Geburtsdatum: 1. März 1964. Todesdatum: 14. April 2019. Wohnhaft gewesen: Gässli 2, Netstal. Datum des Schlusses: 8. Mai 2020. Schluss des Konkursverfahrens Kosmed GmbH in Liquidation Schuldnerin: Kosmed GmbH in Liquidation , CHE-106.912.199. Niederwilerstrasse 18, Mollis. Datum des Schlusses: 6. Mai 2020. Schluss des Konkursverfahrens Marco Beghetto, ausgeschlagene Erbschaft Schuldner: Marco Beghetto. Heimatort: Birr AG. Staatsbürgerschaft: Schweiz. Geburtsdatum: 13. Oktober 1971. Todesdatum: 11. Februar 2019. Wohnhaft gewesen: Tschachenstrasse 7, Oberurnen. Datum des Schlusses: 7. Mai 2020. Schluss des Konkursverfahrens Anna Ida Weber, ausgeschlagene Erbschaft Schuldnerin: Anna Ida Weber. Heimatort: Glarus Nord. Staatsbürgerschaft: Schweiz. Geburtsdatum: 30. April 1928. Todesdatum: 24. März 2019. Wohnhaft gewesen: Altersheimstrasse 2, Niederurnen . Datum des Schlusses: 8. Mai 2020. Schluss des Konkursverfahrens Dorima AG in Liquidation Schuldnerin: Dorima AG in Liquidation, CHE- 102.160.023. Niederwilerstrasse 18, Mollis. Datum des Schlusses: 6. Mai 2020. Schluss des Konkursverfahrens Daniel Zweifel, ausgeschlagene Erbschaft Schuldner: Daniel Zweifel. Heimatort: Glarus Süd. Staatsbürgerschaft: Schweiz. Geburtsdatum: 1. Februar 1973. Todesdatum: 12. Februar 2019. Wohnhaft gewesen: Lerchenstrasse 7, Glarus . Datum des Schlusses: 8. Mai 2020. Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Glarus Heiri Elmer, Stv. Konkursamt Baugesuche Baugesuchspublikationen gestützt auf Artikel 71 des Raumentwicklungs- und Baugesetzes. Gemeinde Glarus Glarus CREDIT SUISSE, Europaallee Postfach, Zürich Umbau Büroräume, Bankstrasse 22, Parzelle Nr. 530, Kernzone Wiederaufbaugebiet, Glarus, gemäss den eingereichten Unterlagen. Hansueli Weber-Marty, Eggli, Klöntal Landverebnung, Vorauen 2, Parzelle Nr. 2178, Landwirtschaftszone, Klöntal, gemäss den eingereichten Unterlagen (Bauen ausserhalb Bauzone, zonenkonform). Gemeinde Glarus, Abteilung Freizeit Sport Sicherheit, Poststrasse 2a, Ennenda Neubau WC-Anlage und Garderoben, Buchholzstrasse 65, Parzelle Nr. 2653, Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, Glarus, gemäss den eingereichten Unterlagen und wie durch Profile bezeichnet. Die Baugesuchsunterlagen liegen bei der Gemeinde Glarus, Bau und Umwelt, Poststrasse 2a, Ennenda, zur Einsichtnahme auf. 8755 Ennenda, 26. Mai 2020 Der Gemeinderat Gemeinde Glarus Süd Schwanden Anna und Fridolin Luchsinger-Luchsinger, Thon 46, Schwanden Erstellung Balkondach (verglast), Parzelle Nr. 929, Thon 46, Schwanden, Wohnzone 3, gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Flavio Alexander Berner, Herrenstrasse 62, Schwanden Einbau einer Aussen-Wärmepumpe beim Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 1344, Herrenstrasse 62, Schwanden, Industriezone, gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Walter Gmür, Rütelistrasse 22, Schwanden Umbau Wohnhaus, Neubau Carport und Einbau Wärmepumpe Innenaufstellung beim Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 663, Rütelistrasse 22, Schwanden, Wohnzone 3a, gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Nidfurn Rosmarie Luchsinger, Hauptstrasse 24, Nidfurn Ersatz Geräteunterstand beim Einfamilienhaus (Art. 82, RBG Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands), Parzelle Nr. 88, Hauptstrasse 24, Nidfurn, Dorfkernzone, gemäss den eingereichten Unterlagen. Luchsingen Nicole und Mario Heller, Hauptstrasse 55, Luchsingen Erstellung Terrasse und Pool (wie bereits ausgeführt) beim Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 377, Hauptstrasse 55, Luchsingen, Wohnzone 2a, gemäss den eingereichten Unterlagen. Rüti Peter Zweifel, Sand 1b, Rüti Abbruch Wohnhaus ohne Grundmauern sowie Neubau Unterstand, Parzelle Nr. 254, Sand 5, Rüti, Landwirtschaftszone (zonenkonform Ökonomie), gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Braunwald BRIMO-Architektur und Immobilien AG, Thuotenbergstrasse 4, Braunwald Fassadensanierung und Einbau Wärmepumpe beim Wohnhaus, Parzelle Nr. 789, Mittlerer Höhenweg 19, Braunwald, Landwirtschaftszone (zonenfremd Wohnen), gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Engi Hanspeter und Karin Marti, Alte Post, Sernftalstrasse 77, Engi Erstellen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe an der Nordseite, Aussenaufstellung beim Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 368, Sernftalstrasse 77, Engi, Dorfkernzone, gemäss dein eingereichten Unterlagen und Profilierung. Matt Jakob und Rosa Elmer-Speich, Bahnhofstrasse 13, Ennenda Erneuerung WC und Einbau Fäkalientank beim Einfamilienhaus, Parzelle Nr. 637, Weissenberge 129, Matt, Landwirtschaftszone (zonenfremd Wohnen), gemäss den eingereichten Unterlagen. Elm Robert Wahl-Falk, Untertal 53, Elm Demontage Holzheizung und Einbau Luft-Wasser-Wärmepumpe beim Einfamilienhaus, Aussenaufstellung, Parzelle Nr. 1084, Untertal 53, Elm, Wohnzone 1, gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Joyce und Frank De Winter, Hobbemakade 30-D, 1071 XK Amsterdam Anbau Ferienhaus, Parzelle Nr. 1081,Töniberg 28, Elm, Ferienhauszone, gemäss den eingereichten Unterlagen und Profilierung. Die Baugesuchsunterlagen liegen bei der Gemeinde Glarus Süd, Hoch- und Tiefbau, Bahnhofstrasse 7, Schwanden, zur Einsichtnahme auf. 8762 Schwanden, 26. Mai 2020 Der Gemeinderat Gemäss Artikel 71 des kantonalen Raumentwicklungs- und Baugesetzes sind die vorerwähnten Baugesuchsunterlagen während 30 Tagen bei der zuständigen Gemeindebehörde zur Einsicht aufgelegt. Wer ein schutzwürdiges Interesse hat, kann gemäss Artikel 73 des kantonalen Raumentwicklungs- und Baugesetzes innert der Auflage frist bei der zuständigen Gemeindebehörde schriftlich und begründet Einsprache wegen Verletzung öffentlichrechtlicher Bestimmungen einreichen. Wer die Verletzung privater Rechte geltend machen will, kann gemäss Artikel 74 des kantonalen Raumentwicklungs- und Baugesetzes auf dem zivilrechtlichen Weg Klage einreichen. Eine allfällige privat rechtliche Klage hat keine aufschiebende Wirkung, vorbehalten bleiben vorsorgliche Anordnungen der Zivilgerichte.

Donnerstag, 28. Mai 2020 | Seite 21 Interview mit Regula Etter «Stier bei den Hörnern gepackt» «Wir haben den Stier bei den Hörnern gepackt» – so fasst Regula Etter, Geschäftsführerin der Alters- und Pflegeheime Glarus, das Vorgehen während der Coronavirus-Krise zusammen. Der FRIDOLIN wollte wissen, wie das war und welches Fazit sie zieht aus dem Umzug vom «Bühli» ins «Lihn» und wieder zurück. Rückblick auf eine mutige Aktion: Regula Etter, Geschäftsführerin APH Glarus. Vor einem Monat – am Osterdienstag,14.April, – wurden die Coronavirus-negativen Bewohnenden des Alterszentrums Bühli kurzfristig ins Seminarhotel Lihn nach Filzbach gebracht. Das erregte in der gesamten Schweiz Aufsehen. Wie kam es zu diesem Entscheid? Es war ganz einfach: Wir wollten die Gesunden von den Kranken trennen. Wir haben den Stier dann bei den Hörnern gepackt. Das Wichtigste war immer, Leben zu retten, und weil ich wusste, wie belastend die gleichzeitige Pflege von gesunden und kranken Bewohnerinnen und Bewohnern für das Personal ist, ist der Umzug mit den Gesunden ins Seminarhotel Lihn auch im Nachhinein gesehen einer der besten Entscheide, die gefällt worden sind. (Foto: FJ) Sie waren in dieser Zeit als Geschäftsführerin der Alters- und Pflegeheime Glarus mit der Krisen - kommunikation und der Führung der Massnahmen befasst. Wie er - innern Sie sich an diese Zeit? Was waren Ihre grössten Sorgen? Was hat Ihnen am meisten geholfen? Meine grösste Sorge: keine weiteren Ansteckungen bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Personal. Und es lief gleichzeitig so viel, wir arbeiteten, so viel wir konnten. Doch immer war da die Frage: Ist das richtig? Da es zum Zeitpunkt des Ausbruchs im «Bühli» wenig evidenz - basiertes Wissen über das Corona - virus gab. Jetzt – im Nachhinein – weiss ich, dass es der richtige Weg war. Ich ging den Weg der grösseren Sicherheit und erteilte Anweisungen, die über das hinausgingen, was das Bundesamt für Gesundheit forderte respektive empfahl. Wir haben dabei ein ganzes Coronavirus-Management aufgebaut, und natürlich gab es eine Reihe unterschiedlicher bester Wege. Dann sorgte ich mich vor allem darum, Leben zu erhalten – und dafür zu sorgen, dass das Personal, dass die Alters- und Pflegeheime Glarus durchhalten konnten. Was mir half: die unglaubliche Solidarität – ich habe wohl noch nie so viele Hilfsbereite auf einem Platz erleben dürfen. Einem der Leiter fehlte ein Auto? Die Gemeinde stellte gratis eines zur Verfügung. Auch das Sorgen telefon sprang ein, als wir zu Beginn nicht gut erreichbar waren. Denn zuerst ging es darum, Leben zu retten, dann Leben zu erhalten, und dann erst darum, erreichbar zu sein. Es meldeten sich viele Freiwillige, die uns zum Beispiel nach einem Aufruf Babyphones und iPads zur Verfügung stellten. Denn es waren gerade so normale Alltagsgegenstände wie Telefone, denen wir nachrennen muss ten. Das konnte ich manchmal fast nicht glauben. Es waren wohl die strengsten Ostern, die wir erlebt haben. Am Oster - montag, 13. April, entschieden wir gemeinsam mit der KFO, wohin es gehen sollte. Am nächsten Morgen mussten alle zuerst getestet werden, um darauf die Negativgetesteten ins «Lihn» mitnehmen zu können. Da wir den Arzt für die Tests nicht erreichten, liess ich ihn von der Polizei zu Hause «herausläuten». Auf schnellstem Weg brachte das Militär die Tests ins Labor. Am Vortag hatten wir alle Bewohnerinnen und Bewohnern gefragt, und alle waren begeistert, dem Corona - virus so entkommen zu können. Dass alles rasch gehen musste, ist klar. Welche Sicherheitsmass - nahmen ergriffen Sie während des Transportes und danach, und wie und durch wen wurden die Aktion und die Massnahmen den Bewohnerinnen und Bewohnern kommuniziert? Noch wussten wir nicht, wer packen musste. Wir ergriffen rigorose Sicherheitsmassnahmen, weil wir nicht wussten, wie lange Viren auf Kleidern überleben. Alles wurde nochmals gewaschen – und zwar nicht im «Bühli», sondern im «Bergli». Zu zweit oder zu viert mit genügend Abstand wurden die Coronavirus-Negativen ins «Lihn» gebracht. Aus heutiger Sicht würde dies auch mit Schutzmasken für die Bewohnerinnen und Bewohner geschehen. Die Bewohnerinnen und Bewohner wollten ihre Angehörigen selber über den Umzug informieren. Wir übernahmen das dort, wo sie es nicht wollten oder konnten. Am Anfang war das auch etwas ein Durcheinander – es gab eine neue Küche, wir arbeiteten mit Plastik - geschirr, um es nachher wegwerfen zu können. Es brauchte Zeit, bis alles organisiert war. Das «Lihn» hat zwei Stockerke, auf jedem Stock belegten wir zwei Geschosse, so brauchte es auf jedem Geschoss jemanden, der kontrollierte, dass die Bewohnerinnen und Bewohner in der Isolation blieben. Das war hart für sie, die ersten zehn Tage in Isolation, fremdes Personal, sie hatten keinen Fernseher und nur das Nötigste dabei. Wie bei einer Treppe mussten wir zuerst die Grundbedürfnisse erfüllen, wie Essen und Trinken, Grundpflege, Behandlungspflege, Alltagsbewältigung usw. Da haben Mitarbeitende aus den Alterszentren Bergli und Bruggli, die sich nicht kannten, zusätzliche Mitarbeitende aus Arztpraxen usw., Militär - angehörige und Zivilschutzleistende gemeinsam und innerhalb weniger Stunden einen funktionierenden Betrieb auf die Beine gestellt. Wir waren da stundenlang dran, das zu organisieren. Wie organisierten Sie danach die Wochen im «Lihn»? Dieses ist ja nicht als Alterszentrum gedacht, sondern als Seminarhotel. Was ist Ihr Fazit? Welche Lehren ziehen Sie aus dieser Situation? Wir wollten möglichst einen Normalbetrieb führen und den Bewohnerinnen und Bewohnern einen möglichst schönen und stressfreien, normalen Aufenthalt ermöglichen. Das konnte nur Schritt für Schritt gelingen; nicht alles gelang zu Beginn, es wurde aber immer besser. Die Bewohnerinnen und Bewohner im 1. und 2. Geschoss waren alle negativ und hatten auch nur mit negativ getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern Kontakt. Im 3. und 4. Geschoss gab es bei Nachfolgetests auch fünf Coronavirus- Positive. So konnten, als die Isolation aufgehoben wurde, nur jene aus dem 1. und 2. Geschoss zusammen in den Speisesaal. Das 3. und 4. Geschoss musste länger in Isolation bleiben, bis wir sicher waren, dass niemand positiv ist. Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurden unter grossen Schutzmassnahmen Einzelspaziergänge gemacht. Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht mehr in Isolation gewesen waren, konnten auf die Terrasse und den Walensee geniessen. Dabei gingen wir auf jede und jeden Einzelnen ein und versuchten das Beste für sie zu finden – wir schauten individuell, was brauchen sie. So erwirkten wir bei zwei Bewohnern, die besonders einsam waren, dass ihre Angehörigen sie mit einer Sondergenehmigung besuchen konnten. Die Lehre, die ich daraus ziehe? Wir schrieben alles auf, was wir gemacht haben. Ob das Ziel jetzt eine pfannen - fertige Lösung sein soll? Ich weiss nicht, wahrscheinlich ist es das nächste Mal ja nicht das Coronavirus, sondern etwas anderes. Mein Fazit: Ich will das Beste für alle Menschen. Wenn es Probleme und Konflikte gibt, diese lösen, sich stets verbessern, viel Wert auf eine gute Kommunikation setzen, sachlich bleiben und alle motivieren, in ein und dieselbe Richtung zu ziehen. Gott sei Dank waren wir hier bei den APG in diesen Punkten schon gut entwickelt: Denn in der Krise kommt es aus, ob man in Friedenszeiten einen guten Betrieb hatte. Und: In einem Team braucht es Teamplayer. Alle, die ausscheren, sind Energieverschleiss. Es braucht viel Energie, alle zu einen für die Sache. Aber es freut mich, dass uns das gelungen ist. Wir standen zusammen in den APG, und zwar hausübergreifend. Wir sind in diesen zwei Monaten stärker zusammengewachsen als in den Jahren zuvor. Das war streng, aber schön. Wie hielten Sie während der Zeit der Umquartierung den Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alterszentren? An welche menschlichen Schicksale erinnern Sie sich besonders? Es war eine Herausforderung – denn ich war hauptsächlich mit «Lihn» und «Büeli» beschäftigt, obwohl ich operativ für alle drei Häuser das Coronavirus-Management aufstellte. Physisch war ich nur noch im «Lihn» anwesend, da eine Regel darin bestand, dass keine Person, welche in der APG arbeitet, von einem ins andere Haus wechselt, da die Gefahr bestand, dass das Virus von einem ins andere Alterszentrum getragen wird. Zwischendurch war ich deshalb auch im Homeoffice in meiner Wohnung in Glarus oder in Bazenheid, aber ich wusste an jedem Tag, wie es jedem und jeder geht im «Bühli» und im «Lihn» – medizinisch, pflegerisch und auch psychisch. Ich wusste, wo die Probleme waren und wer Probleme hatte. Und dort, wo es nötig war, legte ich selber Hand an – überall dort, wo es haperte, wurde sofort gehandelt. Ich durfte aber nicht zu den Bewohnerinnen und Bewohnern, ich musste auf Abstand bleiben. «Keine unnötigen Kontakte» war die Vorgabe. Da ich Halsschmerzen und Schnupfen hatte und einmal erhöhte Temperatur, habe ich mich dreimal auf das Coronavirus testen lassen. Ich war immer negativ. Nach der Rückkehr aus Filzbach und den Lockerungen dürfen sich die Bewohnerinnen und Bewohner wieder relativ frei bewegen. Was sind jetzt die besonderen Bedrohungen für Pflegebedürftige und Alte, und welche Einschränkungen und Vorsichtsmassnahmen gelten immer noch? Ich bin nicht sicher, dass die Krise schon vorbei ist. Es ist meine grösste Angst, dass sich die Leute nicht an die Vorschriften halten. Denn wir müssen uns als Gesellschaft entscheiden: «Wollen wir Leben retten und dafür auf persönliche Freiheiten verzichten?» «Oder riskieren wir eine Ansteckung?» Ich gewichte die Sicherheit sehr hoch. Aber wir sind hier in den Heimen wie eine grosse Familie, in der die Bewohnerinnen und Bewohner selbstständig sind. Wir schauen natürlich, dass sie mit der Schutzmaske raus gehen. Aber was, wenn sie diese hochschieben oder wenn sie die Abstandsregeln vergessen, weil sie jemanden treffen? Wir alle können die Ausbreitung verhindern, wenn wir zwei Meter Abstand voneinander halten und die Hygieneregeln einhalten. Sobald wir aber kuscheln und den Abstand nicht einhalten, bin ich in grosser Sorge, dass das Virus wieder zuschlägt. Und es gibt hier kein Zwischendurch, bis es einen Impfstoff gibt. ● FJ Gemeinde Glarus Nord Lockerungsmassnahmen Die Papiersammlungen finden in der Gemeinde Glarus Nord wieder statt. Öffentliche Plätze werden freigegeben. Die gemeindeeigenen Sportanlagen können seit Montag, 25. Mai 2020, wieder genutzt werden. Die Gemeinde Glarus Nord trifft verschiedene Lockerungsmassnahmen. So finden die geplanten Papiersammlungen in den einzelnen Ortschaften wieder gemäss Recycling-Kalender der Gemeinde Glarus Nord statt. Alle Sammlungen erfolgen unter strikter Einhaltung der jeweiligen Schutz - konzepte von Schulklassen oder Vereinen. Öffnung gemeindeeigener Sportanlagen und öffentlicher Plätze Die gemeindeeigenen Sportanlagen sind grundsätzlich seit Montag, 25. Mai 2020, wieder für die nutzenden Vereine zugänglich. Damit die An - lagen genutzt werden dürfen, müssen die Vereine das zugrundeliegende Schutzkonzept für die gemeinde - eigenen Sportanlagen befolgen. Das Leserbrief Auffahrt 2020 im Klöntal Von unserem Sitzplatz vor dem Ferien haus hatten wir direkten Blick auf das Geschehen Richtung Vorauen, See und Pragelpassstrasse. Am frühen Morgen war es noch relativ ruhig, die obligaten Velofahrer, ein paar Motor - räder und Autos. Es sah nach einem gemütlichen Tag aus. Aber bald ging es los. Hektik kam auf. Die Parkplätze vor dem geschlossenen Restaurant Vorauen wurden innert Kürze total in Beschlag genommen. Überall, wo es einigermassen passte, wurde parkiert, oder man stellte das Auto halb auf der Strasse ab und setzte die Warnblinker. Kreuzen war teilweise nicht mehr möglich. Zum Glück ist der Postautobetrieb eingestellt, denn sogar die Busspur wurde durch Autos belegt. Viel Gehupe, langes Suchen nach einer Parkmöglichkeit, viel zu schnelle Verkehrsteilnehmer vom Pragel wie von Glarus her konnten wir beobachten. Ab und zu kam es zu gefährlichen Szenen. Einzelne dieser Raser fallen uns aber schon länger auf. Natürlich verhielten sich auch viele, die unterwegs waren, korrekt, und wir ver - stehen auch, dass nach der Corona - virus-Krise die Freiheit lockte. Aber, – erträgt das Klöntal einen solchen Ansturm wirklich? Wo versäubern sich all diese Leute und Hunde ohne öffentliche WCs? Auch das Internet funktionierte nur noch sehr bescheiden, da ja vermutlich alle, Lieber (böser) FRIDOLIN Schutzkonzept kann unter www.gla rus-nord.ch/schutzkonzept heruntergeladen werden. Im Konzept wird unter anderem verlangt, dass die Vereine ein Schutzkonzept einhalten, welches der jeweilige nationale Verband erarbeitet hat. Gleichzeitig öffnet die Gemeinde Glarus Nord die «Blaue Baracke» und den Skaterpark in Näfels sowie den Pumptrack in Mollis. Das Dachgeschoss des Gemeindehauses Niederurnen und der Jakobsblick können für Vereinszwecke weiterhin nicht genutzt werden. Die Gemeinde Glarus Nord ruft die Bevölkerung dazu auf, auch bei der Nutzung der öffentlichen Räume die Vorschriften des BAG, namentlich «Social Distancing», weiterhin ein - zuhalten. ● die am See lagerten, sich am Handy verweilten. Braucht es zudem Drohnen, die über unsere Häuser fliegen? Von den Behörden haben wir gelesen, dass ein neues Konzept bestehe und u. a. die Verkehrsteilnehmer vor Einfahrt ins Klöntal angehalten würden, wenn die Parkplätze belegt seien. Davon haben wir aber gar nichts bemerkt, und wir fragen uns ernsthaft, wie es an Pfingsten und im Sommer erst wird. Noch schlimmer? Oder verlegt die Polizei ihre Kontrollen anstatt auf den Tag danach (um 08.00Uhr mit einem Motorrad, um 10.00 Uhr mit dem Auto) auf den Tag des Ge - schehens? Das Klöntal ist nicht mehr, was es war – eine friedliche Gegend. Uns ist bewusst, dass dieses schöne Tal für alle ist. Wir sind trotzdem gespannt, wie es weitergeht mit diesem Verkehrsaufkommen und den damit zusammenhängenden Problemen. ● Susanne Stammbach und Hansruedi Knobel, Klöntal/Niederwil Dachsanierungen F. Hösli 8762 Schwanden Telefon 055 64410 06 www.f-hoesli-ag.ch