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22. Ausgabe 2020 (28. Mai 2020)

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Kirchliche Anzeigen

Kirchliche Anzeigen Bibelkreis Manna, Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten lädt ein zum Gottesdienst mit Bibelgespräch und Predigt, jeweils am 1. und 3. Samstag im Monat um 15.00 Uhr. Auskunft: Herr Tobler, Natel 079 342 02 78. Marianische Frauen- und Müttergemeinschaft (MFM) Glarnerland Regionalleiterin: A. Hefti, Telefon 055 612 14 78. Katholische Kirchgemeinde Glarus Süd, www.kathglarus.ch Samstag, 19.00 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstsonntag, 09.15 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstmontag, 19.00 Uhr: Rosenkranz. Dienstag, 09.00 Uhr: Eucharistiefeier, Anbetung. Mittwoch, 19.00 Uhr: Rosenkranz. Donnerstag, 18.00 Uhr: Eucharistiefeier. Freie Evangelische Gemeinde (FEG) Ennenda, Hohlensteinstrasse 7 www.feg-ennenda.ch Evangelisch-Methodistische Kirche Glarus, Ennetbühlstrasse 8, www.emk-glarus.ch Kein Gottesdienst. Offene Kapelle an Pfingsten für individuelle Gebetsmöglichkeit und Einkehr. Musik und Texte von 09.00 bis 18.00 Uhr. Seelsorge: Pfarrer B. Rosner unter Telefon 055 6401872. Katholische Pfarrei Glarus, www.sankt-fridolin.ch Samstag, 18.00 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstsonntag, 09.30 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstmontag, 09.30 Uhr: Eucharistiefeier Pfimi Glarus Andreas W. Schranz, Thermastrasse 8, 8762 Schwanden. Katholische Pfarrei Netstal Samstag, 18.00 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstsonntag, 09.30 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstmontag: kein Gottesdienst. Dienstag, 08.30 Uhr: Eucharistiefeier in der Marienkapelle. Mittwoch, 08.30 Uhr: Eucharistiefeier in der Marienkapelle. Donnerstag, 08.30 Uhr: Eucharistiefeier in der Marienkapelle. Katholische Pfarrei St. Hilarius Näfels «Pfarrkirche Näfels» Pfingstsonntag, 10.00 Uhr: Eucharistiefeier; 18.45 bis 19.15 Uhr: Beichtgelegenheit; 19.30 Uhr: Eucharistiefeier. Pfingstmontag, 10.00 Uhr: Eucharistiefeier. Dienstag bis Donnerstag, 08.00 Uhr: Eucharistiefeier; 18.30 Uhr: Rosenkranz. «Marienkirche Mollis» Vorläufig keine Gottesdienste. «Bruder-Klaus-Kapelle Schwändital» Sonntag: keine Eucharistiefeier. «Fridolinskapelle Mühlehorn» Sonntag: keine Eucharistiefeier. «Altersheim Letz Näfels» Samstag: Eucharistiefeier (intern). Dienstag: keine Eucharistiefeier. Donnerstag: kein Rosenkranz. «Klosterkirche Näfels» Samstag, 16.00 Uhr: Beichtgelegenheit. Sonntag, 08.00 Uhr: Eucharistiefeier; 17.25 Uhr: Rosenkranz. Montag und Dienstag, 06.30 Uhr: Eucharistiefeier. Mittwoch, 19.30 Uhr: Eucharistiefeier. Donnerstag, 06.30 Uhr: Eucharistiefeier; 20.00 Uhr: Anbetungsstunde und Beichtgelegenheit bis 21.00 Uhr. Katholische Pfarrei Oberurnen Samstag, 30. Mai, 17.00 Uhr: Beichtgelegenheit; 17.30 Uhr: Rosenkranz; 18.00 Uhr: Hl. Messe. Pfingstsonntag, 31. Mai, 08.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 08.45 Uhr: Barmherzigkeits - rosenkranz; 09.00 Uhr: Hl. Messe. Pfingstmontag, 1. Juni, 08.45 Uhr: Barmherzigkeitsrosenkranz; 09.00 Uhr: Hl. Messe. Dienstag, 2. Juni, 19.00 Uhr: Anbetung; 19.30 Uhr: Hl. Messe. Mittwoch, 3. Juni, 09.00 Uhr: Hl. Messe. Donnerstag, 4. Juni, 08.30 Uhr: Rosenkranz in der Kirche; 09.00 Hl. Messe in der Kirche. Garagechilchä (FEG) Niederurnen, Weidstrasse 3, www.feg-niederurnen.ch Präsenzveranstaltungen: Donnerstag, 28. Mai, 17.45 Uhr: Bibel Life. Sonntag, 31. Mai, 09.30 Uhr: Gottesdienst, Predigt Emil Aemisegger, Thema: Pfingsten – das Wachstum der Gemeinde. Evtl. wird der Gottesdienstes zusätzlich als Livestream gesendet. Infos unter www.feg-niederurnen.ch. Katholische Pfarrei Niederurnen und Bilten (Nu = Gottesdienst in Niederurnen; Bi = Gottesdienst in Bilten). Pfingstsonntag, 10.30 Uhr (Nu): Eucharistiefeier. Pfingst - montag, 10.30 Uhr (Nu): Eucharistiefeier. Maria Bildstein www.mariabildstein.ch Dauerveranstaltungen Schwanden Dorfmuseum «Pulverturm», Rysläuferhuus und Show-Room der Therma-Geräte bleiben bis auf weiteres geschlossen. Anfragen und Auskünfte erhalten Sie unter Telefon 055 6443250 oder www.proschwanden.ch. Glarus Naturzentrum Glarnerland Wir sind im Bahnhofsgebäude in neue Räume um - gezogen. Ab sofort sind wir wieder für Informationen und Auskünfte zur Glarner Natur und zum UNESCO- Welterbe Tektonikarena Sardona für Sie da! Sonderausstellung «Hermelin woher – wohin?» bis 13. August. Die Pro Natura-Gastausstellung zeigt, wie sich die Landschaft in den Kantonen Glarus und Graubünden verändert hat und was das für Wildtiere bedeutet. Im Bahnhofsgebäude, Schweizerhofstrasse 2, 8750 Glarus, E-Mail info@naturzentrumglarnerland.ch, Telefon 055 6222182, Dienstag bis Freitag, 14.00 bis 17.30 Uhr, Samstag 10.00 bis 12.00 Uhr. Eintritt frei. www.naturzentrumglarnerland.ch Jägerecke www.spw.ch/gl, E-Mail glarus@jagd.ch Jagdhornbläsergruppe Glarnerland Übungsdaten: 9., 23. Juni Vereinsinfo Aktuelle Informationen zum Vereinsbetrieb sind auf der Homepage www.spw.ch/gl publiziert. Weiterbildungsanlass «Der Jagdhund» Donnerstag, 25. Juni, 19.30 Uhr, Brauereingasthof Adler, Schwanden. Jagdschiessanlage Aeschen, Trainings Donnerstag, 4. Juni, 18.00 bis 20.00 Uhr Dienstag, 9. Juni, 18.00 bis 20.00 Uhr Dienstag, 18. Juni, 18.00 bis 20.00 Uhr Dienstag, 23. Juni, 18.00 bis 20.00 Uhr Dienstag, 4. August, 18.00 bis 20.00 Uhr Vereinsjagdschiessen Samstag, 27. Juni, 09.00 bis 15.00 Uhr Munggenschiessen Samstag, 8. August, 09.00 bis 11.00 Uhr Helferschiessen Freitag, 14. August, 18.00 bis 20.00 Uhr Hegedaten 13. Juni: Elm (Rolf Elmer, Wiese);Juli/August: Ennenda, Wildheutag (Hans Seelhofer), 4. Juli: Linthal (Sven Streiff und Raphael Knobel), Bilten (Paul Blum). Vakat: Diesbach, Luchsingen/ Hätzingen, Schwändi (J. Zimmermann-Gassner) und Glarus (Urs Spichtig, Haslen). Glarner Schweisshundekurs und -prüfung 2020 Abgesagt Jagdzeitschrift «Schweizer Jäger» erscheint 12-mal jährlich, Abonnementspreis Fr. 98.– oder im Internet unter www.schweizerjaeger.ch. Jagdschützengesellschaft Glarus Schiessdaten Klöntal: Freitag, 19. Juni: Jagdparcours abgesagt Samstag, 20. Juni: Jagdparcours abgesagt; 09.00 bis 16.00 Uhr: Training für Mitglieder Mittwoch, 24. Juni, 18.00 bis 20.30 Uhr (Training für Mitglieder) Samstag, 22. Aug., 14.00 bis 16.30 Uhr (Training für Mit glieder) Die Anlagen sind so vorbereitet, dass bei jeder Witterung geschossen werden kann (kein Verschiebungsdatum). Samstag, 22. August, 16.30 Uhr: Saisonschluss. www.jsgg.ch, info@jsgg.ch Präsident: Urs Spichtig, E-Mail u.spichtig@truempi-ag.ch INSERATEANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch Leserfoto und Leservideo «Schwanentanz» Wie die Eltern ihrem Nachwuchs das Synchronschwimmen vorzeigen. Aufgenommen in Hurden am Zürichsee. Für das Video Fridolin+ App downloaden, über dieses Foto halten und Button «Scannen» drücken. (Foto und Video: Werner Gredig, Glarus) KULTURPROGRAMM Sagenhaftes Glarnerland Bei «Vetter Chäpp» Als Kinder sassen Hans und Urs beim Netstaler «Vetter Chäpp», der ihnen Schauergeschichten erzählte. Daraus entstand eine «gfürchigi Saag im Glarnertüütsch vum Hans Speck». Geistergesicht am Löntsch. (Foto: Hans Speck) Als kleiner Junge weilte ich oft mit meinem Freund und Schulkollegen Urs bei meinem Vetter Kaspar «Chäpp» Schmuckli, einem Bruder meiner Mutter. Eigentlich hätte ich ihn als «Onkel Chäpp» ansprechen müssen, aber für meinen Bruder Wisi, meine Schwester Käthi und mich war er stets der «Vetter Chäpp». Stundenlang sassen Urs und ich auf der grünen Sitzbank auf dem Vorplatz seines Hauses und beobachteten ihn beim «Holznä». «Vetter Chäpp» arbeitete hauptberuflich als Schichtmeister in der Oberen Papierfabrik. «Holznä» war seine Passion. Er nutzte jede freie Minute, um sein Beil auf Scheiter nieder - sausen zu lassen, um dann später auf seiner eigens konstruierten «Bürdelimaschine» die schönsten «Bürdeli» Leserbrief Coronavirus – trotz grossem Leid auch eine Chance? Das grosse Leid, das uns das Coronavirus angerichtet hat, wollen wir nie vergessen. Und trotzdem: Die Coronavirus-Pandemie könnte auch zu einer Chance für uns alle werden. Ein kleines Virus, und der Spass - gesellschaft wird die Dauerparty und die hemmungslose Konsumwut abrupt gestoppt. Das Leben wird reduziert auf das Allernotwendigste. Die Versorgung mit dem Lebenswichtigs - ten, mit Energie und Kommunikation hat hervorragend geklappt. Traurig nur, wie schnell sich zivilisierte und sozialisierte Persönlichkeiten in Zeiten von Krisen zu egoistisch hamsternden Kreaturen wandeln. Hier rächt sich der jahrzehntelang sträflich geförderte egoistische In - dividualismus. Denn der muss jetzt plötzlich Verantwortung zeigen und übernehmen gegenüber der Gemeinschaft und der Sippe. Ein Kraftakt und zugleich eine Chance. Rächen tut sich jetzt auch das Billigproduzieren in China. Ob Pandemie oder von System gesteuert, wenn der Materialfluss von Fertig- oder Halbfabrikaten, Teilkomponenten stoppt, steht die Wirtschaft im Westen still. Egal, ob Maschinen- oder Fahrzeugbau, Bauwirtschaft, Chemie- oder Elektronikbranche, Bekleidung usw. Eine Chance zum Umdenken von der Lieber (böser) FRIDOLIN Donnerstag, 28. Mai 2020 | Seite 32 von Netstal herzustellen. Doch es war nicht nur das «Holznä», was uns zu Vetter Chäpp gehen liess. Er er - zählte uns auch seine manchmal haarsträubenden, vielfach von ihm frei erfundenen Geschichten und beobachtete uns dabei aus seinen listigen Äuglein mit scheinheiligem Blick. Seine Markenzeichen waren das stets um den Hals getragene rote Original-Glarnertüechli und die abgetragene Schieber-Mütze, die er vermutlich selbst in seinem Bett noch anbehielt. Nebenbei besass der Bruder meiner Mutter und Vater des unvergessenen Netstaler Originals Kaspar «Chäpp» Schmuckli eine riesige Sammlung alter Zeitschriften. Auf im wahrsten Sinne des Wortes brennendes Interesse stiessen bei meinem Freund Urs und bei mir die Zeitungen mit den Berichterstattungen aus dem Zweiten Weltkrieg, die stapelweise in Vetter-Chäpps-«Bogä» (so nannten wir den dem Keller vorgelagerten Abstellraum) herumlagen. Am spannendsten wurde es für uns, wenn Vetter Chäpp uns seine Gruselgeschichten erzählte. «We d’Schwii am Füh» hörten wir ihm jeweils zu, wenn er vom «Haaggimaa» und vom «Böllimaa» erzählte. Eines dieser Schauer - märchen möchte ich allen Leserinnen und Lesern in meinem «Glarnertüütsch» erzählen. «Dr Haaggimaa vum Cholgrüebli» Wänn ihr ämal vum Staldägarte oberhalb vu Riedere das Wäägli über d’ Wise i Richtig Löntschtobel spaziered, mönd ihr am Ändi vu dr Wise zerscht äs paar Meter abe Richtig Löntschtobel laufe. Dä chänder dett uf e schmaali Brugg, wo ä huuffe Meter wiiter unde ds Wasser vum Löntsch dur ds Löntschtobel aberuuschet, dr Wääg us dem dunggle Chessel use suecht und churz vor Riedere wider zum Vorschii chunnt. Ä prächtige Wääg für Wanderer und Spaziergänger, wo über e Löntsch uf e Wanderwääg uf dr andere Siitä vum Löntsch füehrt und wome dä nachhär uf emne wunderschüüne Wanderwääg i üsers schüü Chlüntel laufe cha. Mä seit ä dem spegg - tagulääre Übergang «ds Cholgrüebli». Dett mönder dä uusinnig uf üüch uufpasse. Ä üüs hät dr «Vetter Chäpp» immer verzellt, dett unde inere Felsniische, vu obe abe chuum sichtbar, huusi ä «Haaggimaa» mit zwii Töchtere. Schu mängmal heig dr «Haaggimaa» gmeinsam mit sine zwii Töchtere Wanderer und Spaziergänger vu hinde phaggt und uf Nimmerwiederseh i ds Tobel abezoge. Eine, wo dr «Haaggimaa» ämal gsii hät, hät speeter gseit, der gsech uus we dr baar Tüüfel! Er hät ne beschribe as grosse Maa mit emne chrumme Buggel, mit grosse bluetunderloffne Auge und mit ere uuchrumme Nase, risige Händ we Schneeschuufle und treit heig de Gschtalt ä tüüfschwarze Mantel mit silbrige Chnöpf, wo im Dunggle blingged heiged. Wänn der sis Gsicht zunere Fratze verzoge und ds Muul uuf tue heig, heigi mä we inä schwarzi Hööli inäglueget. Sini beede Töchtere Kunigunde und Amalia siged aber wunderschüü gsii, mit blonde, lange Haar. De heiged jewiile de Wanderer zerscht mit ihrem Lächle verzauberet und hypnotisiert. Äso heiged de Lüüt vu denä schreggliche Vorgäng um si umme gaar nüüt gmerggt. Vu denä Wanderer und Spaziergänger heig me trotz intensivem Sueche mit dr Polizii gaar nüüt meh gfunde. Aber wä me vu Riedere bim Restaurant Edelwyss äm Wanderwääg naa i ds Chlüntel lauft, gsiiht me zwüsched Gebüsch und Fels bim Löntsch drüü Gsichter. Me seit, das sig dr Geischt vum Haaggimaa und sine zwii Töchtere Kunigunde und Amalia. Gfürchig, gäled! ● Hans Speck, Netstal chinesischen Billig-Wegwerfware hin zur einheimischen Qualitätsware, wo sich auch Reparaturen lohnen. Nebst der Schonung von Ressourcen entstünden wieder Arbeitsplätze für Facharbeitskräfte auch in Randregionen. Eine Chance für unsere Industrie wäre das System der alten spanischen SEAT-Werke. Eine 50:50-Beteiligung von Staat und Privatwirtschaft für volkwirtschaftlich lebenswichtige Betriebe. Der Staat als Garant für Standortsicherheit und Arbeitsplätze. Die Privatwirtschaft für das Bestreben um Wirtschaftlichkeit und Innovation. Denn inländische Konkurrenz bleibt erhalten, aber befreit vom Zwang, mit unseren Löhnen gegen die auslän - dische Konkurrenz mitzuhalten. Und befreit von plündernden Aktionären und internationalen Financiers. Die bisher gegenüber Homeoffice skeptisch eingestellten Arbeitgeber muss - ten gezwungenermassen umdenken. Die neue Heimarbeit, nicht wie jetzt «Hals über Kopf» improvisiert, sondern sorgfältig organisiert, kann eine Chance sein für Randregionen als attraktiven Wohn-/Arbeitsort. Eine Herausforderung für unsere staats - tragenden Parteien, endlich Verantwortung zu zeigen anstatt nur auf die nächsten Wahlen hin das Füllhorn noch überlaufender, den Himmel noch blauer zu propagieren, auch unseren Kindern und Kindeskindern eine Zukunft zu garantieren. Nämlich dem Volk klarzumachen, was unsere Arbeit wert ist, mit unseren Herstellungskosten. Dass mit unserem Lohn endlich haushälterisch umgegangen werden muss und die Produktevielfalt von Überangebot zu normal wechselt. Sicher nicht populistisch und wählerbegeisternd, dafür ehrlich. Ein Zurück von den Geldjongleuren, Steueroptimierern, Bodenverschacherern, Immobiliengeiern zum Werkplatz Schweiz. Ein Mahnfinger auch für EU-Sympathisanten. Gerade in dieser Krisenzeit hat uns die EU ihre hässlichste Fratze gezeigt. Dringend be - nötigtes und bezahltes Sanitätsmaterial wurde an der Grenze grundlos zurückgehalten. Wir wollen dies für kommende Abstimmungen betreffend EU nicht vergessen! Dankbarkeit ist meist nur von kurzer Dauer. Zu hoffen bleibt, dass in normalen Zeiten der zusätzliche Service der kleinen Geschäfte und die aufopfernde Arbeit des Pflegepersonals in dieser Krisenzeit auch belohnt wird. Das Coronavirus wird wiederkommen, denn das Virus hat sich mutiert. Resistenz und Medikamente werden Leid und Schrecken eindämmen. Was bleibt, ist die Erinnerung an 2020 und an die einmalige genutzte oder vertane Chance, der Gesellschaft und der Wirtschaft eine menschlichere und gesicherte Zukunft zu geben. ● Walter Trümpy-Mast, Ennenda Spende Blut Rette Leben Warum nicht auch einmal Blut spenden?

Donnerstag, 28. Mai 2020 | Seite 33 Berwert, Metzgerei & Partyservice, Oberurnen Berwerts Grill-Arena ist eröffnet Leserfotos Auffahrt im Freiberg Kärpf Was zurzeit in der Metzgerei Berwert in Oberurnen angeboten wird, lässt jedes «Grillerherz» höherschlagen. Feines vom Rind, Schwein, Kalb, Lamm, Pferd, aber auch Fisch, Geflügel, Meeresfrüchte und feine Salate präsentieren sich gluschtig in der edlen Theke der Spezialitäten-Metzgerei. Alles ist von höchster Qualität und stets frisch zubereitet, die Marinaden individuell auf die Produkte abgestimmt – eine echte Arena für den Gaumen! Sie haben die Wahl und können die Grilladen auch vakuumieren und einzeln verpacken lassen. Ideal für Weekend- und Ferienausflüge. www.berwert-metzgerei.ch. Ein Paradepferd Glarner Schabziger-Stöckli Das Aushängeschild der Firma GESKA AG in Glarus ist das seit über 555 Jahren patentierte Schabziger-Stöckli. Dies ist jedoch nur eines von einer Vielfalt an ausgezeichneten Produkten, welche aus Glarner Milch in den modernen Produktionsanlagen im Ygruben in Glarus hergestellt und weltweit verkauft werden. Und wie sieht es nun aus in der Coronavirus-Zeit? ist so lange im Gestell, bis er aus - verkauft ist, dann fällt er aus dem Regal.» Wie Luchsinger weiter betonte, sei das für seine Firma ein willkommenes Zusatzgeschäft, und eine weitere Aktion sei bereits für Oktober geplant. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt sei die GESKA AG mit der Trend-Linie «SooGut» bei einer in/out-Aktion präsent gewesen. «Unser ‹ZIBU Zigerbutter› ist aber seit längerem bereits permanent mit Erfolg im Verkaufsprogramm von Aldi Schweiz.» Das «Glarner Trio» der GESKA AG Glarus. (Foto: zvg) Chancen im amerikanischen Markt? Vor einigen Monaten hat der ame - rikanische Botschafter Edward McMullen die Firma besucht und sich lobend vor allem über die «Zigerbrüüt» geäussert. Bei diesem Besuch wurde auch über die Möglichkeiten des Verkaufs, insbesondere des Schabziger-Stöckli – in Amerika als «Sap Sago» bekannt – gesprochen. «Ich habe in der Zwischenzeit verschiedene Anfragen aus den Staaten erhalten, dabei geht es aber in erster Linie darum, eine Produktion in Amerika zu starten. Man offeriert mir Produktionsflächen in der Grössenordnung einer Netstal-Maschinen AG oder noch grösser.» Wie Luchsinger klar erklärte, sei die momentane Situation nicht unbedingt geeignet, um über zukünftige Verkaufsmöglichkeiten seiner Produkte zu verhandeln. Er habe aber dank dem persönlichen Kontakt zum amerikanischen Botschafter einige interessante Adressen in der Hinterhand. Dies auch unter dem Motto «Steter Tropfen höhlt den Stein!». Am Auffahrtstag war Fotograf Albert Schmidt im Freiberg Kärpf auf der Tour Etzelstock – Schönau – Franzenhorn und porträtierte den Frühsommertag am Kärpf, die Aussicht auf das Glärnischmassiv und die eindrückliche Schönau-Alpmauer am Franzenhorn. (Bildbericht: © Albert Schmidt) Hermann Luchsinger, Inhaber der GESKA AG, Glarus. «Wie für jedes Unternehmen, nicht nur bei uns im Glarnerand, ist diese Pandemie nach dem ersten ‹Schock› zu einer grossen Herausforderung geworden. Der Bundesrat hat aber in vieler Hinsicht rasch und sinnvoll gehandelt». Er habe die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung nicht in Anspruch nehmen müssen, sei aber froh, diese Zusage für einen späteren Zeitpunkt in der Hinterhand zu haben, erklärte Hermann Luchsinger, Inhaber der GESKA AG, Glarus. (Foto: ehu) Standardsortiment eher leicht steigend Wie Luchsinger erfreut erklären konnte, sei das Geschäft bei den Standardprodukten auch nach Bekanntgabe der Pandemie im bisherigen, eher leicht steigendem Ausmass verlaufen. Die Verkaufszahlen beim Endverbraucher blieben erfreulich positiv und sind auch während der folgenden Zeit gleich geblieben, sogar eher leicht steigend. «Die Leute kochen wieder vermehrt zu Hause und verwenden dabei zum Glück auch unsere Produkte.» Weniger erfreulich sei das Geschäft mit den Produkten für die Gastronomie und der Lebensmittelindustrie, denen die GESKA AG entsprechende Halbfabrikate liefert. «Hier mussten wir einen massiven Einbruch hinnehmen. Wir rechnen aber aufgrund der beschlossenen Massnahmen auf eine langsame Erholung auch für unsere Produktion.» Wie er aber klar betonte: «eine langsame Erholung». Die GESKA AG sei aber über das Ganze betrachtet noch mit einem blauen Auge davongekommen. «Wir hatten und haben nach wie vor Vollbeschäftigung, und zurzeit suchen wir zwei Mit arbeiter in der Produktion. Bitte bei mir melden.» Betriebsführungen würden bei der GESKA AG erst wieder durchgeführt, wenn vom Bund ein entsprechender Entscheid vorliege. Aktion mit «Glarner Trio» bei Aldi Schweiz Das Trio: Schabziger-Zigerstöckli, Weiss-Stöckli und Hot Pink Cheese, wird seit kurzem in allen Filialen von Aldi Schweiz angeboten. «Für unsere Produkte natürlich eine tolle Chance, wenn auch nur über einen begrenzten Zeitraum und im Rahmen einer Aktion in/out. Das heisst: Der Artikel Chancen der Wirtschaft in der Zukunft? Wie Luchsinger aus seiner Sicht betonte, müsse sich die Wirtschaft in diesem Jahr und vermutlich auch im 2021 mit bescheideneren Umsatz - zahlen begnügen. «Ich denke, dass die kommenden fünf Jahre eine Konsolidierungsphase mit Restrukturierungen und mit Aussieben sein werden. In diesem Zeitraum wird jedes Unternehmen gefordert sein, mögliche Umstellungen vorzunehmen, damit es auch weiterhin konkurrenzfähig bleibt.» Dies könne, so Luchsinger, auch bis zu zehn Jahre dauern. «Für uns als kleines Unternehmen waren die Strukturen nie übermässig gross, dass wir in dieser Phase in Not ge raten wären, und wir werden auch in den kommenden Jahren etwa da stehen, wo wir in der Vergangenheit waren. Sicher hat und wird auch weiter dazu beitragen, dass wir Nischenprodukte herstellen und verkaufen». ● Edi Huber, Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer Lieber (böser) FRIDOLIN Leserbrief Für alle oder nur für wenige? Roland Goethe schreibt in seinem Leserbrief zum «Öko-Rappen»: «Vielmehr sollen alle Betriebe wie auch Private entlastet werden, um die Folgen und Probleme der Corona - virus-Krise gemeinsam zu bewältigen.» Für das zweijährige Aussetzen besteht aber noch Erklärungsbedarf. Ein privater Haushalt bezieht zwischen 3000 und 7000 kWh Strom, was einen «Klima-Beitrag» von 30 bis 70 Franken im Jahr ausmacht. Ein Gewerbebetrieb (z. B. eine Schreinerei mit 10 Mitarbeitenden) bezieht etwa 60 000 kWh Strom, bezahlt also rund 600 Franken im Jahr, was etwa 0,03 Prozent des Jahresumsatzes sein dürfte. Wer spart aber diese 12 000 bis 30 000 Franken, die als Begründung für das Aussetzen herhalten? Für diesen Betrag müssen rund 1,2 bis 3 Millionen kWh Strom bezogen werden. Gut zu wissen: Strombezüger mit einem Verbrauch ab 100 000 kWh haben Zugang zum freien Strommarkt und können dadurch Energie günstiger einkaufen. Solche Grossbetriebe gibt es in Glarus nur wenige. Ein - sparungen von 50 Franken für Haushalte oder 600 Franken für Gewerbebetriebe retten diese kaum vor einem Konkurs. Es wird aber eine der wenigen Vorbereitungen auf die nächste Krise über den Haufen geworfen. Die momentane Situation eröffnet die Chance für die Industrie, sich in eine zukunftsorientierte Richtung zu bewegen. Zinslose Darlehen könnten Industriebetrieben helfen, auf ihren Dächern den günstigsten Strom überhaupt zu produzieren. Die Sonnen - energie kann selbst konsumiert werden – ohne die Konzessionsgebühr zu bezahlen – und lässt sich vermarkten: Viele Firmen positionieren sich inzwischen mit Produkten, die aus eige - ner Sonnenenergie gefertigt wurden. Es ist wichtig, dass Gewerbe und Industrie gestärkt aus der Corona - virus-Krise gehen können. Meine Sorge gilt aber auch allen anderen und den zukünftigen Gene - rationen in unserem Kanton. Viele Menschen leisten gerade unheimlich viel und werden «nur» mit einem Applaus dafür entschädigt. Wir sollten jetzt nicht einzelne energie intensive Firmen entlasten, indem wir ein Instrument auf die Seite legen, welches allen Glarnerinnen und Glarnern und den nächsten Generationen zugutekommt. ● Franz Schnider, Unternehmer, Mollis