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23. Ausgabe 2019 (6. Juni 2019)

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23. Ausgabe 2019 (6. Juni

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 23 Donnerstag, 6. Juni 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 8+9 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 21–23 39 Badmöbel? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Echt und wahrhaftig Welche Eigenschaften und Tugenden muss ein Glarner haben, damit er von aussen als echter Glarner wahrgenommen wird? Logisch, dass dies Aussenstehende besser beurteilen können. Im eigenen Kanton, wo jeder jeden kennt, fehlt es manchmal an Objektivität. Selbstdarstellung und Selbstruhm wie auch Überheblichkeit wirken weder sympathisch noch gewinnend. Damit lockt man weder Freunde, Sympathisanten, Touristen noch Neuzuzüger an. Oder wenn, dann nur vor - übergehend, bis der oder die «Neue» erkennt, dass es im Tal der Linth genauso «menschelt» wie andernorts. Gutgläubige, offenherzige und spontane Menschen können mancherlei erleben. Herzliche Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Grosszügigkeit halten sich mit Miss trauen, Respektlosigkeit und Neid die Waage. Das ist nicht einfach so dahergeredet, es sind eigene Erfahrungen, die das Herz sprechen lassen. Erfahrungen, die zweierlei bewirken: Entweder man nimmt den Hut und zieht wieder weg oder man hält den «Herausforderungen» stand. Entscheidet man sich, beispielsweise der Natur oder der Wohnqualität wegen, sich den «Herausforderungen» zu stellen, bedarf dies einer gewissen Toleranz und Hartnäckigkeit. Entscheidend ist auch, ob man einfach nebeneinanderher leben will oder etwas bewirken möchte; für den Arbeitgeber, die Allgemeinheit oder sich selbst. Eine Variante ist es, den Widerstand und die Igno ranz zu umgehen, indem man sein Ziel klar anvisiert und beharrlich verfolgt. Dafür braucht es jedoch eine Kämpfernatur, einen breiten Rücken und einen gewissen Ehrgeiz. Es gilt, Vorurteile und Lügen aus dem Weg zu räumen. Das kann lange dauern und kostet Kraft. Denn nicht alle Lügner haben kurze Beine oder spitze Pinoc chio-Nasen. Im Gegenteil, sie sind schwer auszumachen, weil sie selbst nicht wissen, dass sie nicht die Wahrheit sagen. Sie sind gottlob in der Minderheit. Im Grunde sind die Glarner wahrhaftig, tüchtig, klug und anständig. Und im besten Fall charismatisch, gutaussehend und bodenständig. So wie André Reithebuch, der seit Jahren als echter und wahrhaftiger Sympathieträger für das Glarnerland wirbt und steht. Unbewusst, aber wirkungsvoll. Löblich, dass er seine Stärken genauso kennt wie seine Schwächen; und auch zu ihnen steht. In seiner Bescheidenheit möchte er bestimmt nicht glorifiziert werden, dennoch möchten wir dies an dieser Stelle tun. Danke für alles, André! ● zim Bergführeraspirant André Reithebuch zeigt auf den Ruchen-Nordpfeiler, eine der längsten Klettertouren im Glarnerland. Das Glarnerland macht Gipfelstürmer (Foto: FJ) Ob im Gebirge oder in der Gesellschaft: Wer Gipfel erreichen will, braucht eine gute Grundkondition, solide Vorbereitung und die Geduld, auf die passenden Verhältnisse zu warten. Der FRIDOLIN sprach mit Bergführeraspirant André Reithebuch über Wege und Gipfel. «Zuerst die Autoprüfung, das war lange mein Ziel gewesen, dann der Lehrabschluss als Zimmermann, um in die Berufswelt einzusteigen, dann der Wettbewerb zum Mister Schweiz; das sind die Punkte, auf die ich länger hingearbeitet habe», antwortet André Reithebuch auf die Frage, welches bis jetzt die höchsten Gipfel seines Lebens gewesen seien. «Jetzt habe ich mir mit der Ausbildung zum Bergführer ein sehr hohes Ziel gesetzt und bin stolz, dass ich es vom Bergsteiger zum Bergführeraspiranten geschafft habe.» Schon als achtjähriger Hüttenjunge in der Planurahütte habe ihn die Leidenschaft nach den Bergen gepackt. «Der Weg in die Berge wurde mir praktisch in die Wiege gelegt.» Vorbereitung Nun will der bekannte Glarner seine Leidenschaft zum Beruf machen – ein Ziel, das er seit Langem Schritt für Schritt verfolgt. «Ich brauche die Herausforderung, sonst hätte ich mich nicht für diese Zweitausbildung angemeldet.» Zwar entschied er sich bereits nach der Ausbildung zum Zimmermann dafür, doch da die Bergführerausbildung sich in die Länge zog, machte er sich als Zimmermann und mit Arbeiten am Seil selbstständig und gründete zusammen mit Partnerin Johanna Kundert eine Familie. Vor zwei Jahren wurde Tochter Serafina geboren, «auch sie ein Gipfelsturm», im Juli wird das zweite Kind auf die Welt kommen. «Eines muss das andere nicht bremsen», sagt André, und Johanna wirft ein: «Er hat definitiv ein gutes Selbstvertrauen.» Erfahrung Für dieses Selbstvertrauen macht André Reithebuch die Erfolgserlebnisse verantwortlich und die Lebens - erfahrung: «Ich war ein normaler Zimmermann aus dem Glarner Hinterland und kam im Mister-Schweiz- Jahr – genau vor zehn Jahren – mit vielen guten Leuten zusammen. Eine Erfahrung die mich bereichert und weitergebracht hat. Nach der Ausbildung machte ich vieles gleichzeitig: Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen, Töffrennen. Ich arbeitete viel und ging in die Berge. Dann merkte ich: Wenn ich mein Ziel erreichen will, muss ich verzichten. Das war für mich ein Meilenstein: Als ich den Renntöff verkaufte, begann es mit der Aus - bildung zu klappen. Es braucht also auch Verzicht, um Gipfel zu erreichen.» Planung Jeder Glarner kenne das Gefühl, sagt Reithebuch. Man schaue den Tödi an und habe den Wunsch hinaufzumüssen. Das liegt wohl vielen hier im Blut. «Aber der Tödi ist ein anspruchsvoller Berg, auch von der Kondition her.» So komme es, dass man sich zu viel zumute und dann nach der Tour drei Tage lang erschöpft sei. «Es ist immer schön, wenn eine Tour aufgeht, doch das Ziel muss nicht immer ein Gipfel sein.» Neben der gewissenhaften Planung brauche es immer eine gute Grundkondition. «Aber wenn man etwas Spezielles will, braucht es mehr. Es gibt Routen, wo auch die Verhältnisse passen müssen und die Jahreszeit. Seit drei Jahren schaue ich die Tödi-Nordwestwand an, musste auch schon umkehren. Da muss man die Gnade haben, zu warten und eine andere Variante zu wählen. Aber das macht solche Touren auch extrem interessant.» Die Idee Doch warum Bergführer? «Ich verfolge ein Ziel über viele Jahre, damit ich es so machen kann, wie ich es will. Meine Idee ist es, bei Schlechtwetter als Zimmermann zu arbeiten und bei schönem Wetter in den Bergen.» Der Bergführer läuft voraus, er muss die Risiken abschätzen – die Menschen, die Route – und entscheiden. Dazu braucht es nicht nur Wissen, sondern Erfahrung – und damit auch viel Zeit. So arbeitet Reithebuch an beiden Zielen. Er stellte am Mittwoch vor Auffahrt bis um 23 Uhr die Rollbar fertig, zimmerte Freitag und Samstag ein Bett und bezwang sonntags mit Bergführer-Ausbildner Sämi Leuzinger auf einer Skitour mit spezieller Route zum Gipfel den Hausstock. «Wenn man etwas will, wirklich will, erreicht man es auch», sagt er, der als echter Gipfelstürmer ein Glarner Aushängeschild ist, auch wenn er das selber nicht so sieht. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 8. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 9. Juni Pfingstmontag, 10. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag, 8. Juni, bis Pfingstmontag, 10. Juni Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei - tag, 12.00 Uhr, bis Dienstag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag, 8. Juni, bis Pfingstmontag, 10. Juni Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Dienstag, 07.30 Uhr. Willkommen in Berwert’s Grill-Arena Metzgerei & Partyservice Adlerstrasse 19 8868 Oberurnen Tel. 055 610 19 30 berwertag@bluewin.ch

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