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24. Ausgabe 2020 (11. Juni 2020)

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Donnerstag, 11. Juni 2020 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Plan Wärmeverbund Ennenda. (Quelle: Technische Betriebe Glarus, Infografik: Public Newsroom Kanton Glarus/mae) In Ennenda wird ein Wärmeverbund für öffentliche Gebäude realisiert Der Neubau einer Wärmeerzeugungsanlage und des dazugehörigen Wärme - netzes in Ennenda wird aus dem Energiefonds finanziell unterstützt. Die Technischen Betriebe Glarus planen in Ennenda einen Wärmeverbund. Mit der Realisierung wird der be - stehende lokale Wärmeverbund zwischen den beiden Schulhäusern um die Schlüsselobjekte Turnhalle, Alterszentrum Salem sowie Alterszentrum und Alterswohnungen Bühli erweitert. Der Wärmeverbund ist so konzipiert, dass weitere Objekte entlang der Wärmeleitung ebenfalls an den Wärmeverbund angeschlossen werden können. Sämtliche Heizanlagen der Schlüssel - objekte haben ihre Nutzungsdauer erreicht und müssen ersetzt werden. Anstelle eines Ersatzes der Heizung jedes einzelnen Objektes soll ein Wärmeverbund entstehen, mit einer Heizzentrale beim neuen Schulhaus in Ennenda. Hier wird primär mit nachwachsender Biomasse (Hackschnitzel) eine Grundlast der Wärmeenergie erzeugt. Die neue Heizzentrale kommt in den Räumen der bestehenden Heizzentrale im «neuen» Schulhaus in Ennenda zu liegen, welche infolge Stilllegung der bestehenden Heizöl-Wärmeerzeugung nicht mehr benötigt werden. Der Regierungsrat des Kantons Glarus gewährt einen Beitrag von 198 660 Franken an das Projekt. Dieser wird im Folgejahr vom Bund zurückerstattet. Beschwerde gegen Bauvorhaben der Sportbahnen Elm geht direkt an das Verwaltungsgericht Der Regierungsrat des Kantons Glarus leitet die Beschwerde von Umweltverbänden gegen ein Bauvorhaben der Sportbahnen Elm direkt weiter an das Verwaltungsgericht. Die Beschwerde von drei Umwelt - verbänden gegen den Beschluss des Gemeinderates Glarus Süd (Bewil- ligung Ausbau der Beschneiungs - anlagen in Elm) wird vom Regierungsrat des Kantons Glarus nicht behandelt, sondern mittels einer sogenannten Sprungbeschwerde direkt an die nächste Instanz, das Glarner Verwaltungsgericht, weitergeleitet. Der Regierungsrat wäre gemäss Raumentwicklungs- und Baugesetz zur Behandlung der Beschwerde zu - nächst zuständig. Leerlauf vermeiden: Die Sprungbeschwerde verfolgt prozessökonomische Zwecke, indem sie eine Beschleunigung erreichen soll, wo ansonsten Verfahrensleerläufe absehbar sind. Neben dem Vorsteher des Departements Bau und Umwelt als Vorinstanz waren weitere Mitglieder des Regierungsrates des Kantons Glarus im Zusammenhang in das streitbetroffene Projekt involviert. Im Rahmen der Beschlussfassung über die vorliegende Beschwerde hätten mindestens zwei Regierungsratsmitglieder in den Ausstand zu treten, womit die Beschlussfähigkeit gefährdet würde. Beitrag aus dem Energiefonds Das Sanierungsprojekt Untere Allmeind in Ennenda wird aus dem Energiefonds finanziell unterstützt. Für die Sanierung von Einzelbauteilen (Wärmedämmung Fassade, Dach, Wand und Boden gegen Erdreich) werden für verbesserte Dämmwerte Flächenbeiträge gewährt. Es wird ein Kantonsbeitrag von 6290 Franken und ein globalbeitragsberechtigter Beitrag von 73 840 Franken, total 80130 Franken, in Aussicht gestellt. Der globalbeitragsberechtigte Beitrag wird nach Abschluss des Bauprojekts durch den Bund zurückerstattet. Regierungsrat des Kantons Glarus regelt Besuchseinschränkungen in Gesundheitseinrichtungen neu Neu erhalten die Geschäftsleitungen der einzelnen Glarner Gesundheits - einrichtungen die Kompetenz, das Format der Besuche im Rahmen der vorgeschriebenen Schutzmassnahmen selber zu bestimmen. Am geltenden Ausflugsverbot hält der Regierungsrat vorläufig fest. Die COVID-19- Verordnung des Kantons Glarus wird angepasst. Am 13. März 2020 verfügte das Departement Finanzen und Gesundheit gestützt auf das Epidemiengesetz ein generelles Besuchsverbot für alle Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Kanton Glarus. Später wurde es durch ein Ausflugsverbot (keine generelle Ausgangssperre) ergänzt. Seit dem11.Mai 2020 sind Besuche nun wieder möglich, wenn sie angemeldet und kontrolliert erfolgen, in einer definierten Be - gegnungszone stattfinden und die Präventionsmassnahmen eingehalten werden. Der Regierungsrat hob das Ausflugsverbot für Spitäler und Einrichtungen für Menschen mit Be - hinderung auf. Ebenfalls wurden die Besuchseinschränkungen für Einzelwohnungen und dezentrale Wohngruppen der Einrichtungen für Menschen mit Behinderung aufgehoben. Bei den Besuchseinschränkungen und dem Ausflugsverbot für stationäre Gesundheitseinrichtungen gilt es zwischen dem kollektiven physischen Gesundheitsschutz der Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohnern einerseits und deren individuellem Recht auf Selbst - bestimmung und persönliche Freiheit andererseits abzuwägen. Wie die Coronavirus-Pandemie gezeigt hat, bei der im Kanton Glarus 11 der 12 Todesfälle in einem Alters- und Pflegeheim zu beklagen waren, kann sich das Coronavirus in diesen Institutionen unter den gefährdeten und geschwächten Personen rasch ausbreiten. Besuch wird individuell geregelt: Im Hinblick auf weitere Lockerungsschritte wurden die Gesundheits - einrichtungen eingeladen, sich zu äussern. Sie kamen zu unterschied - lichen Schlüssen, da die Bedürfnisse und Möglichkeiten in Spitälern, Alterszentren und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung nicht deckungsgleich sind. Unterschied - liche Rückmeldungen erfolgten bezüglich der Vorgabe, wonach die Besuche in einer definierten Be - gegnungszone stattfinden sollen. Diese bestehen aus Begegnungszonen im Garten, Besucherboxen mit durch Plexiglas abgetrennten Gesprächs - bereichen und Besuchszimmer oder Besuchsecken im öffentlichen Bereich des Hauses. Während das Kantonsspital Besuche im ganzen Spital wieder erlauben möchte, lehnen die Alters- und Pflegeheime Besuche in den Zimmern grundsätzlich ab. Es ist nachvollziehbar, dass einzelne Einrichtungen die Begegnungsorte beschränken möchten, um die Ein - haltung der Präventionsmassnahmen besser kontrollieren zu können. Diesem Anliegen soll Rechnung getragen werden, indem die Leitung der je - weiligen Einrichtung die Kompetenz erhält, die Besuche auf definierte Begegnungszonen zu begrenzen. Auf diese Weise kann auf die spezifischen Bedürfnisse vor Ort eingegangen werden. Ausflugsverbot bleibt vorläufig: Der Regierungsrat beurteilt trotz der aktuellen epidemiologischen Lage eine Aufhebung des Ausflugsverbots zum aktuellen Zeitpunkt noch als zu früh. Es soll vorerst unverändert bis am 5. Juli 2020 gültig bleiben. Dann soll das Ausflugsverbot aufgehoben werden, sofern die Fallzahlen weiterhin tief bleiben. Für die Leitung einer Gesundheitseinrichtung besteht ausserdem bereits heute die Möglichkeit, in begründeten Fällen eine Aus - nahme bewilligung zu erteilen. Verordnung zum Umweltschutzgesetz wird angepasst Verschiedene Gesetzesanpassungen machen eine Änderung der Ver - ordnung zum kantonalen Umweltschutzgesetz (USV) notwendig. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, der Verordnungsänderung zuzustimmen. Die Änderungen betreffen die Schwerpunkte Feuerungskontrolle, Lichtverschmutzung, Lärmschutz, Verwertung von Bodenmaterial, Abfall und invasive gebietsfremde Organismen. 2019 führte der Bund eine Vernehmlassung zu Bestimmungen betreffend Neobiota (Arten, die sich unter menschlichem Einfluss in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie nicht heimisch waren) im Bundesgesetz über den Umweltschutz durch. Es ist zu erwarten, dass bis zur Inkraft - setzung noch einige Jahre vergehen werden. Ein Zuwarten auf kantonaler Ebene würde die angelaufenen Bestrebungen zur Bekämpfung der wichtigsten invasiven gebietsfremden Organismen bremsen und wegen der stetigen Verbreitung der Arten zu Mehraufwand führen. In der kantonalen Gesetzgebung werden deshalb die Grundsätze und die im Bundesgesetz vorgesehene Vorgehensweise bereits berücksichtigt. Auswahl einzelner Bestimmungen, die angepasst werden sollen: • Bewilligungen Pflanzenschutz: Im Hinblick auf den Aktionsplan Pes - tizide des Bundesrates soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zum Schutz von gelagertem Holz auch ausserhalb des Waldes für bewilligungspflichtig erklärt und nach den gleichen Kriterien wie beim Einsatz im Wald beurteilt werden. Nur in speziellen Fällen wird der Einsatz im Wald von der Abteilung Wald und Naturgefahren bewilligt. Die Er - fahrung zeigt, dass wegen dieser eingeschränkten Einsatzmöglichkeit vermehrt Holz ausserhalb, aber nahe des Waldes gelagert und dann uneingeschränkt gespritzt wird. • Kostenteilung Bodensanierung: Im Kanton Glarus waren in den ver - gangenen 20 Jahren keine reinen Bodensanierungen nötig. Kombinierte Altlasten-/Bodensanierungen, vor allem bei Kugelfängen von Schiessanlagen, gab es aber mehrere Dutzend. Die Beiträge an diese Sanierungen wurden auf Bundeswie auch auf Kantonsebene über den jeweiligen Altlastenfonds abgerechnet. Es ist zu erwarten, dass der Bund deutlich verschärfte Grenzwerte für die Sanierungspflicht von Böden erlassen wird. Damit werden Kosten für die Gemeinden und den Kanton ausgelöst. Die Kosten des Kantons sollen nicht über die laufende Rechnung, sondern über den Altlastenfonds abgerechnet werden. • Verwertung von Ober- und Unter - boden: Für die in der neuen Abfallverordnung des Bundes vorgeschriebene Verwertung von Oberund Unterboden bestehen einige Bedingungen (keine Fremdstoffe, keine invasiven gebietsfremden Organismen, Richtwerte einhalten, Eignung vorhanden, möglichst vollständige Verwertung), welche im Einzelfall geprüft und erfüllt sein müssen. Eine Verwertung kommt nur in Frage, wenn die Richtwerte gemäss der Abfallverordnung ein - gehalten werden, keine Belastung mit invasiven gebietsfremden Organismen vorhanden ist und eine bodenkundliche Eignung besteht. Der Boden soll wenn immer möglich zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Böden im Kanton verwendet werden. Dies muss von der jeweiligen Bewilligungsbehörde geprüft werden. • Koordination mit der Richt- und Nutzungsplanung: In der Störfallverordnung des Bundes wurde im Jahr 2013 ein neuer Artikel auf - genommen, welcher die Kantone verpflichtet,imNahbereichvon störfallrelevanten Verkehrswegen und Betrieben einen Konsultationsbereich festzulegen, der bei Planungsvorhaben berücksichtigt werden muss. Die Vollzugsbehörde bezeichnet bei Betrieben, Verkehrswegen und Rohrleitungsanlagen den angrenzenden Bereich, in dem die Erstellung neuer Bauten und Anlagen zu einer erheblichen Erhöhung des Risikos führen kann. Neu wird bestimmt, dass die zuständige Verwaltungsbehörde (Abteilung Umweltschutz und Energie) den Konsultationsbereich festlegt. Es ist zu erwarten, dass entlang der Autobahn, der Eisenbahnlinie Zürich – Sargans und der Kantonsstrasse Näfels – Glarus sowie rund um einige Betriebe ein derartiger Bereich ausgeschieden werden muss. • Finanzierung der Sanierung von Altlasten: Bei der Altlasten-Sanierung von 50- bzw. 300-m-Schiess - anlagen, auf denen das Bundesobligatorium geschossen wird, wurden die Ausfallkosten gemäss der Alt - lastenverordnung nach Abzug eines Bundesbeitrages zur Hälfte vom Kanton und zur Hälfte von der Betreibergemeinde übernommen. Diese Praxis wird neu explizit in der Verordnung festgeschrieben. Im Kanton Glarus sind mit einer Ausnahme (Sackberg, Glarus) alle bekannten Anlagen saniert. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass in Zukunft noch einzelne stillgelegte Anlagen bekannt werden, welche saniert werden müssen. Bei der anstehenden Sanierung von Jagdschiessanlagen, auf denen der Treffsicherheitsnachweis für Jagdberechtigte erbracht wird, werden die Ausfallkosten bei nichtkommerziellen Anlagen nach einem allfälligen Bundesbeitrag zu 95 Prozent vom Kanton finanziert. Die Grund - eigentümer sind für die Sanierung und für die Restfinanzierung verantwortlich. Es ist aber davon auszugehen, dass die Vereine, welche diese Anlagen betreiben, für die Sanierung nicht zahlungskräftig genug sind. Deshalb werden die Ausfallkosten vom Kanton übernommen. Im Gegenzug zu dieser Unterstützung muss aber die Aus - rüstung mit modernen Kugelfang - systemen durch die Vereine finanziert werden. • Koordination Neophyten: Die Koordination der Arbeiten im Bereich der invasiven gebietsfremden Organismen obliegt der zuständigen kantonalen Verwaltungsbehörde (Abteilung Umweltschutz und Energie). Die Gemeinden müssen eine zuständige Stelle bezeichnen und das Vorkommen und die Bekämpfung von invasiven Organismen melden. Zwei der drei Gemeinden haben bereits eine Ansprechstelle bezeichnet. Für die Meldungen und die Überprüfungen richtet der Kanton ein elektronisches Meldesystem ein, bei dem auf der Basis von Fotos geprüft werden kann, ob es sich um invasive gebietsfremde Organismen handelt. • Melde- und Bekämpfungspflicht Neophyten: Götterbaum und Erdmandelgras kommen aufgrund des heutigen Wissens zurzeit im Kanton Glarus nicht vor. Es ist aber zu erwarten, dass sich beide schnell ausbreiten würden und zu Schäden durch Verdrängung im Grasland (Erdmandelgras) und zu Verdrängung im Wald, in Feldgehölzen und Hecken (Götterbaum) führt. Es ist deshalb zweckmässig, diese zwei Arten frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. • Finanzierung Neophyten-Bekämpfung: Der Kanton übernimmt maximal 50 Prozent der von ihm an - geordneten Massnahmen. Ob der Kanton auch Beiträge an die vom Bund angeordneten Bekämpfungen leisten muss, kann erst beurteilt werden, wenn die entsprechenden Bundesvorgaben erlassen sind. Die konkreten Beitragssätze (z. B. Stundenansätze) werden in der Verordnung des Regierungsrates festgelegt. An die Kosten von Bekämpfungs- oder Unterhaltsmassnahmen, die aufgrund der heute geltenden Vorschriften des Bundes über den Umgang mit Organismen erfolgen oder aufgrund von Bewilligungsund Konzessionsauflagen erforderlich sind, sollen keine Beiträge ausgerichtet werden, da diese Massnahmen auf jeden Fall vorgenommen werden müssen. Die Bekämpfungsmassnahmen und die Kosten haben auch im Kanton Glarus deutlich zugenommen. 2018 wurden Beiträge im Umfang von 70 200 Franken vor allem an die Gemeinden ausbezahlt. In den nächsten Jahren wird mit Kosten für den Kanton Glarus von gegen 100 000 Franken pro Jahr gerechnet. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen auf den1.Oktober 2020 in Kraft gesetzt werden. Personelles Der Regierungsrat begrüsst Mitarbeitende und gibt einen internen Wechsel bekannt. Eintritte: • Cornelia Leiser, Oberurnen, als Kaufmännische Sachbearbeiterin, Arbeitslosenkasse, ab 1. Juni 2020. • Ruedi Uhlmann, Mollis, als Leiter Retablierungsstelle Militär und Zivil schutz, ab 1. September 2020. Interner Wechsel: • Peter Zimmermann, Glarus, Ab - teilung Migration und Passbüro, wird Pfändungsbeamter beim Betreibungs- und Konkursamt, per 1. August 2020. ● Weitere Informationen finden Sie unter www.gl.ch.

Donnerstag, 11. Juni 2020 | Seite 7 Nasser Start in ein langes Berufsleben: Martin Rhyner als frischgebackener, junger Schriftsetzer an der traditionellen «Gautschfeier» (Wassertaufe als Jünger Gutenbergs) in Rüti. Aussergewöhnliche Firmentreue Martin Rhyner 40 Jahre beim FRIDOLIN Die ungewöhnliche berufliche Laufbahn von Martin Rhyner beginnt mit seiner entlaufenen Schildkröte «Alexander» und mit dem FRIDOLIN- Inserat eines Schildkröten-Finders. Leider war es dann doch nicht «Alexander», aber der Besuch bei Walter Feldmann sen. (sel.) zeigte für Martin erstmals eine vorteilhafte Wirkung des FRIDOLIN, und nach einer Betriebsbesichtigung entschloss er sich zum Schrift setzer-Beruf. Inzwischen ist Martin Rhyner aus Rüti, seit seinem ersten Arbeitstag als Schriftsetzer-Lehrling, über vier Jahrzehnte beim FRIDOLIN tätig – heute als Abteilungsleiter der Druckvorstufe. Damit ist er Dreh- und Angelpunkt der wöchentlichen FRIDOLIN-Zeitungsgestaltung und eine lebende Garantie dafür, dass Kunden - wünsche für Werbekunden erfüllt werden und alle Arten von Textbeiträgen ihren angemessenen Platz bekommen. Während ein «normaler» Zeitungsverlag für die saubere Integration aller Spezialwünsche meistens eine besondere Software benötigt, macht Martin dank seiner Routine die Seitengestaltung des FRIDOLIN beinahe blind «im Schlaf» – und mindestens so schnell. Hohe Einsatzbereitschaft – schon vor dem ersten Arbeitstag Der 28. April 1980 ist der erste Arbeitstag von Martin. Bereits davor demonstriert er seine bis heute anhaltende Einsatzbereitschaft mit dem Besuch eines Schriftsetzer-Vorkurses in Zürich. Das war damals eine Einweisung in die Grundlagen des Bleisatzes. Dafür gibt Martin seine Frühlingsferien her. Anderseits ist er gleich auf die nötige FRIDOLIN- Geschwindigkeit beschleunigt; niemand muss ihm zeigen, wo das kleine «a» und das grosse «O» im Setzkasten blitzschnell zu finden sind. Konstante Veränderungen Schon während der Lehrzeit wird Martin mit den ersten beruflichen Umwälzungen konfrontiert – der Fotosatz löst den Bleisatz ab. Solch tiefgreifende Veränderungen sind für die Branche inzwischen eine Konstante. Sie sorgen für ständig neue Pro duktionsformen bei der Verbreitung von Informationen, sie verlangen von den Beteiligten aber auch geistige Beweglichkeit und die Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen. So werden Soft- und Hardware-Änderungen zum ständigen beruflichen Begleiter. Schon seit den Achtzigerjahren bewegt sich Martin virtuos auf den ersten «Mac IIfx»-Geräten, die von Tower-Mac und iMac abgelöst werden. Dazu kommen die Wechsel der Standard- Software von Pagemaker, Freehand über QuarkXPress zu Indesign, Photoshop, Adobe Creative Cloud & Cie. In den Anfängen des modernen Layoutdesigns baut Martin aufwendig und nächtelang die Titelseite in Echtfarben auf, ein Verfahren, das später vom bekannten CMYK-Standard abgelöst wird. Die vorläufig letzte grosse Veränderung ist die Einführung der brandneuen Druckvorstufe in den letzten (Coronavirus-)Wochen mit der jüngsten Generation von Hard- und Software. Lehrlingsausbilder und Prüfungsexperte Martin bildet sich ständig weiter, besucht auch Kurse als Prüfungs experte und Lehrlingsausbilder. Seine Liebe zum Beruf hat er nie verloren, er liebt sein Handwerk und gestaltet leidenschaftlich gerne den Zeitungsinhalt, aber auch Kundenaufträge für die Druckerei in Schwanden. Seine Motivation und sein Engagement setzt er mit Herzblut für ein gelungenes Endprodukt für die FRIDOLIN-Kunden sowie für die FRIDOLIN- Leser innen und Leser ein, von denen er zahlreiche seit fast zwei Generationen persönlich kennt. Leidenschaftlicher Skifahrer Seine Freizeit verbringt Martin im Winter auf der Glarner Sonnen - terrasse «hoch über dem Alltag» beim Skifahren und er geniesst mit Vorliebe Mundartmusik. Im Sommer pflegt er seinen Garten in Rüti. Während er ab und zu Winterferien im Montafon verbringt, darf es im Sommer auch eine Reise in die USA mit Besuch der NASA-Raketen - basis Cape Canaveral oder eines NASCAR-Rennens sein. Besonders beeindruckt hat ihn die Taxifahrt in einem NASCAR-Rennauto mit Geschwindigkeiten bis um die 280 km/h. Dankeschön Der Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung und das ganze Team der Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen von Fridolin Druck und Medien gratulieren Martin herzlich zu seinem ausser gewöhnlichen Jubiläum und danken ihm an dieser Stelle für seinen jahrzehntelangen Einsatz und seine Treue zum FRIDOLIN. Dank von Martin Rhyner Ich bedanke mich bei allen Kundinnen und Kunden, Inserentinnen und Inserenten, Redaktorinnen und Redaktoren, meiner ehemaligen Chefin und meinen ehemaligen Chefs, meinen ehemaligen Arbeits - kolleginnen und Arbeitskollegen sowie dem aktuellen FRIDOLIN- Team für das Wohlwollen und die Unterstützung während der letzten 40 Jahre herzlich. Auch in Zukunft werde ich mein Bestes geben, damit alle Kundenwünsche berücksichtigt werden können. Mein ganzes Herzblut gilt meinem «Baby», dem FRIDOLIN. «Mister FRIDOLIN» Martin Rhyner