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25. Ausgabe 2019 (20. Juni 2019)

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25. Ausgabe 2019 (20. Juni

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 25 Donnerstag, 20. Juni 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17– 20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Rückschläge? Na und ... Für die einen, so sagt es der Volksmund, ist das Glas immer schon halb leer, für die anderen noch immer halb voll. Der Unterschied ist sozusagen reine Charaktersache. Wenn also einer es z. B. als Chance sieht, dass er am Wochenende arbeiten darf, damit er während der Woche auch politisch tätig sein kann, so hat er seinen Blickwinkel radikal geändert und dies in zweierlei Hinsicht. Einerseits hat er sich vom Vorurteil gelöst, dass nur arbeitsfreie Wochenenden glücklich machen. Andererseits schafft er es, sein Amt nicht einfach als Schritt auf der Karriereleiter anzusehen. Er fasst es als Aufgabe auf, sich – ob oben oder unten – tatsächlich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen und dies ohne sich zu beklagen oder es als Belastung anzuschauen. Das mag Charaktersache sein, weil er eben zu denen gehört, für die das Glas immer halb voll ist. Aber es ist auch Erfahrungssache. Erfolge beflügeln, doch sie öffnen einem selten die Augen. Die schöne Eigenschaft, einem die Augen zu öffnen, ist Rückschlägen vorbehalten. Erst diese Erfahrungen lehren einen, dass man nicht immer bekommt, was man sich wünscht. Wer Glück hat, dem gelingt es dann aber, seinen Blickwinkel zu ändern. Er lernt, das zu mögen, was er bekommt – selbst wenn es, mal wieder, ein Rückschlag ist. Dabei hilft es, die Dinge vorurteilsfrei zu betrachten. Wer es schafft, einen Zustand für sich selbst zu nehmen und ihn nicht gleich mit anderen Situationen zu vergleichen, der kann in jeder Situation die Chancen erkennen, welche sie ihm bietet. Selbst wenn eine Situation ausweglos erscheint, bewahrt er die geistige Offenheit, um eine Lösung zu finden. Dazu braucht es eine Geisteshaltung, die man nicht lernen kann, die man aber – im besten Falle – im Laufe des Lebens entwickelt. Oft wird von der Gesellschaft oder vom persönlichen Umfeld das Bild vermittelt, dass es erstrebenswert ist, sich hohe Ziele zu setzen, um diese dann gradlinig zu verfolgen, und manche glauben, es reiche, nur genügend lange zu fordern, um etwas zu bekommen. Doch diese Sicht vereinfacht die Welt zu sehr. Sie bleibt dem Kinderglauben verhaftet und führt garantiert zu Enttäuschungen – dann, wenn es nicht so läuft wie geplant. Wie viel aufbauender ist es da, auf seine Chance zu warten oder gar zu akzeptieren, dass ein Ziel einem verwehrt bleibt – auch das ist eine Lektion, die einem nur das Leben selbst beibringen kann. ● FJ Landratspräsident Bruno Gallati am Feldschiessen 2019, zwischen Pia Freitag und Hans Heierle vom Glarner Kantonalschützenverband. (Foto: zim) Bruno Gallati, Landratspräsident «Ich habe es gerne gemacht» Er war ein Jahr lang als Landratspräsident der höchste Glarner. Doch Bruno Gallati wird auch weiterhin politisch aktiv bleiben und Akzente setzen. Welche Chancen hat ihm das Präsidialjahr gebracht? Und wo sieht er die Herausforderungen in der Zukunft des Kantons? Der FRIDOLIN hat nachgefragt. «Das Landratspräsidium ist eines der schönsten Ämter, die man im Kanton Glarus haben kann. Es gibt die Möglichkeit, repräsentativ tätig zu sein, Kontakte und Netzwerke zu pflegen, und man bekommt an vielen Orten Einblick.» So sieht es der scheidende Landratspräsident Bruno Gallati. Auf die Reise gebracht In seiner Doppelrolle als Exekutiv - politiker der Gemeinde und Legislativ - mitglied auf Kantonsebene könne er Synergien nutzen, sagt Gallati. Deshalb befürworte er es, dass die Gemeinderäte in der Legislative gut vertreten sind. Als Gemeinderat komme er bereits in der Vernehmlassung mit neuen Gesetzesvorschlägen und Verordnungen in Kontakt und prüfe sie auf die Umsetzbarkeit. Danach bereite man die Vorlage im Landrat vor, könne eventuell gar in der landrät - lichen Kommission mitarbeiten, bevor Verfassungsänderungen und Gesetze an die Landsgemeinde gehen. Der Vorteil: «Man kennt die Vorlage gut.» Dem Landratspräsidenten kommt dann ausschliesslich die Leitung der Sitzung zu. «Er kann sich ganz auf die Verhandlungsführung konzentrieren, ist nicht in die Argumentation eingebunden. Er wird im Landrat respektiert, präsidiert, gibt das Wort frei und alles läuft geordnet ab.» Das sei auf Gemeindeebene schwieriger, wo der Präsident gleichzeitig die Versammlung leitet und für manche Geschäfte aus Sicht des Gemeinderates auch argumentieren muss. «Eine Gratwanderung.» Ein gutes Zeugnis Alle Gesetzesvorlagen brachte Gallati unter Dach und Fach, mit Ausnahme des Gesetzes über Schule und Bildung, wo der Rat Nichteintreten beschloss. «Meinem Nachfolger übergeben muss ich die Behandlung der interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen und die Militärverordnung. Dazu sind noch Vorstösse pendent.» An keiner der vom Landrat vorgelegten Gesetzesvorlagen änderte die Landsgemeinde etwas. Ein gutes Zeugnis für den Landrat. Selbst beim kantonalen Richtplan, «wo man sich sogar auf Störmanöver habe einstellen müssen», zeige das Resultat, dass die Lage richtig eingeschätzt worden sei. Doch auch nach dem Jahr im Präsidium geht Gallati die Arbeit nicht aus. Zu seinem Ressort Bau und Umwelt in Glarus Nord gehören zirka vier Fünftel aller Bauwerke – be - stehend aus Strassen, Kunstbauten, Wasser- und Abwasserleitungen. «Zusammen mit den Gebäuden sind dies Werte von fast 1 Milliarde Franken.» Um diese angemessen zu unterhalten, müssten 1 bis 2 Prozent des Wertes laufend investiert werden, also 10 bis 20 Millionen Franken jährlich. «Davon sind wir weit entfernt und irgendwann holt uns das ein.» Auch die Neuauflage der Nutzungsplanung sieht Gallati als Herausforderung der nahen Zukunft. «Bei so vielen Interessen ist es schwierig, einen kleinsten gemeinsamen Nenner und eine mehrheitsfähige Vorlage zu finden.» Wo hingegen mehr drinläge, wäre beim ÖV. «Wir gehen das zu verhalten an. Hier sind Verkehrsflächen und Transportkapazitäten vorhanden. Aber ich befürchte, dass die Optimierung gehemmt wird, wenn – etwa auf der Schiene – bald mehrere Anbieter nebeneinander tätig sind.» Erfahrung bleibt gefragt Dass Gallati in seiner Führungsfunktion bei der SBB als Lokführer oft an Wochenenden Spitzen abdeckt, kommt ihm zugute, weil er dafür während der Woche Termine für politische Tätigkeit wahrnehmen kann. Doch wie schafft er es, mit seinen Ideen Akzeptanz zu finden? «Ich lege in Beruf und Politik Wert darauf, klar zu begründen, warum man es so macht, wie man es macht. Das muss nicht heissen, dass alle es so sehen müssen, wie man selbst. Vielleicht setzen sie die Gewichtung anders. Aber der Entscheid muss begründbar sein.» Nach wie vor bringt Bruno Gallati seine Erfahrung im Gemeinde rat von Glarus Nord als Vizepräsident ein. Er ist inzwischen dort der Amtsälteste, aber «wir haben gute, junge Leute. Sie schätzen es aber auch, wenn ich mein Wissen in die Diskussion einbringe.» ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 22. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 23. Juni 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 22./23. Juni Dr. med. Sylvia Link Bahnhofstrasse 5, Wädenswil Telefon 044 780 84 44 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 22./23. Juni Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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