Aufrufe
vor 3 Wochen

25. Ausgabe 2020 (18. Juni 2020)

  • Text
  • Glarus
  • Juni
  • Telefon
  • Gemeinde
  • Glarner
  • Nord
  • Schwanden
  • Glarnerland
  • Regierungsrat
  • Kantons

Donnerstag,

Donnerstag, 18. Juni 2020 | Seite 10 Interview mit Regierungsrat Kaspar Becker Schützen und entflechten Der FRIDOLIN sprach mit Regierungsrat Kaspar Becker. Der Vorsteher des Departements Bau und Umwelt führt derzeit ad interim auch die Linthkommission der drei Kantone Glarus, St. Gallen und Schwyz. Über das Linthwerk, seine Naturschutzgebiete und die Auswirkung der ASTRA-Baustelle vor dem Kerenzer - bergtunnel. Regierungsrat Kaspar Becker führt derzeit ad interim die Linthkommission. Welche Herausforderungen stellen sich beim Linthwerk als Naherholungsgebiet und welche Chancen bietet es für unsere Region? Die Herausforderungen sind der stetig steigende Besucherdruck vor allem im Gäsi. Die Linthverwaltung hat 2019 mit dem Kanton, der Gemeinde und der Zeltklub-Genossenschaft Glarnerland an einem «Runden Tisch» die Probleme diskutiert und Lösungen gesucht. Als Ergebnis wird die Besucherlenkung direkt mit der Anzahl Parkplätze gesteuert. Zusätzlich regelt der Zeltklub die Parkierung vor Ort. Offene Fragen sind noch die WC-Anlagen, dort die Sanierung und die Grösse, und die Abgrenzung zum Auenschutzgebiet des Bundes beim Gäsidelta. Übrigens wird die Abfall - entsorgung voll und ganz über die Parkplatzeinnahmen bezahlt. Die schönen neu geschaffenen Naturgebiete, insbesondere die Aufweitung Chli Gäsitschachen, wurden von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Dies ist eine grosse Aufwertung des Naherholungsgebiets von Glarus Nord und Umgebung. Das heisst: Unsere Region wurde attraktiver, was sicher im Interesse aller ist. Wie weit ist das Baudepartement mit der Ausscheidung der Naturschutzgebiete im Glarner Teil des Linthwerks und welche Einschränkungen gelten dort? Die Schutzbestimmungen für das Chli Gäsitschachen sind in Vorbereitung. Darin ist eine Entflechtung zwischen einem Teil, in dem sich die Natur ungestört entwickeln kann, und einem Besucherraum zu erwarten. Anfänglich gab es gegen das Linth - werk und gewisse Projekte – ins - besondere die Aufweitungen oder die Einschränkung des Reitens – auch Opposition. Wie ist da der Stand heute? Welche Entwicklung beobachten Sie? Wie bereits gesagt, wurde das neue Linthwerk von der Bevölkerung gut angenommen. Die Aufweitung Chli (Foto: FJ) Gäsitschachen wird von vielen Spaziergängern und Velofahren benutzt. Die Linthverwaltung erhält viele positive Rückmeldungen. Die Regelung mit den Reitern, dass – mit Ausnahmen – nur auf einer Dammseite geritten werden darf, hat sich meines Wissens bewährt. Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus, aber auch Wasserbau, Langsamverkehr und geregelte Parkierung – welche Themen beschäftigen derzeit die Linthkommission und wo ist der Kanton gefragt? Der Biber ist seit einem Jahr im Gebiet Gäsitschachen/Kundertriet. Die Linthverwaltung beoachtet die Entwicklung. Mit der Zunahme der Biber-Population wird das sicher eine weitere Herausforderung. Dann hat das Linthwerk 2007 mit den Umweltverbänden vereinbart, dass bis 2020 eine Machbarkeitsstudie Kundertriet gemacht wird. Die Linthverwaltung erarbeitet derzeit in Absprache mit meinem Departement Bau und Umwelt ein Gesamtkonzept «Aufweitung und Geschiebe», wo der Escherkanal und die Glarner Linth betrachtet werden. Ziel muss eine Linth sein, welche die Anforderungen sowohl an den Hochwasserschutz als auch an die Ökologie erfüllt. Derzeit beginnt das ASTRA mit den Vorbereitungen zum Bau des Sicherheitsstollens am Kerenzerbergtunnel. Wie greift das in den Perimeter des Linthwerks ein? Linthverwaltung und ASTRA haben bereits 2014 die Auswirkungen dieser Grossbaustelle recht detailliert ge - regelt. Und seit Baubeginn gibt es laufend Zusammenkünfte bei der Linthverwaltung, bei denen die Detail fragen wie zum Beispiel die neue Brücke über den Escherkanal besprochen werden. Dank der Anstellung des Linthingenieur-Stellvertreters haben wir zum Glück auch genügend Ressourcen, diese Baustelle zu begleiten. ● FJ 40 Jahre im Postkreis von Post St. Gallen, fast 30 Jahre auf der Post Näfels Ära Lisa Speich geht zu Ende An Freitag, 19. Juni 2020, tritt die sympathische Leiterin Lisa Speich-Longatti der Poststelle Näfels leider in den (vor - zeitigen) Ruhestand. Eine rund 30-jährige Ära geht damit zu Ende. Die stets aufgestellte, beliebte Chefin wusste Fachkompetenz, hohes Verantwortungsgefühl, Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und Fröhlichkeit unter einen Nenner zu bringen. Es war 1991 ein absolutes Novum, dass eine Frau als Postverwalterin in Näfels, zuerst interimsweise, dann definitiv, wirken sollte. Sie war die erste Frau in dieser Position im ganzen Postkreis St. Gallen. Die in Rehetobel AR aufgewachsene Lisa machte nach der Verkehrsschule eine Lehre als Betriebssekretärin in Heiden AR und auf dem Lehrpostamt St. Gallen, wurde aber 1980 nach Glarus «versetzt». Für sie ein Schock - erlebnis. Doch startete sie so gut, dass sie schreibt: «Ich fühlte mich vom ersten Tag an sehr wohl und akzeptiert.» Die lernbegierige einzige Frau unter lauter Männern bewährte sich als Allrounderin, am Schalter, auf der Bahnpost und auf dem Checkamt (heute PostFinance). 1991 wurde sie nach Näfels berufen und erhielt sehr rasch das Vertrauen ihrer Vorgesetzten und der Näfelser Be - völkerung. Sie stand vier Betriebsassistentinnen und acht Postboten vor. Ihre Tüchtigkeit, Beliebtheit und Hilfsbereitschaft ist sprichwörtlich. Männiglich lässt sie nur mit grossem Bedauern ziehen. Fast 30 Jahre sorgte sie im Rautidorf für zuverlässigen, reibungslosen Ablauf des Postverkehrs. Dabei hatte sie in den vergangenen Jahrzehnten viele postinternen Reorganisationen auszuhalten. Heute sind die Postboten nach Niederurnen ausgelagert und die Poststelle wurde personell immer mehr gestrafft. Glücklich verheiratet mit Walter Speich aus der gleichen Branche, ist Lisa auch in der Freizeit kaum zu halten. Als durchtrainierte Sportlerin ist sie leidenschaftliche Bergwandererin und -kletterin (Matterhorn-geprüft), Walensee- und Klöntalersee-Schwimmerin, Bikerin (mal rasch auf den Fridlispitz!), Tänzerin (die Fasnacht lässt grüssen!) und obendrein eine vorzügliche Köchin in ihrem gemütlichen Heim im «Gwölb» Mollis. Eine Ära geht zu Ende. Hohes Lob und herzlicher Dank begleiten sie in den vorzeitigen Ruhestand. Mögen ihr und ihrem Ehemann Walter eine frohe Zeit der Musse und Freude beschieden sein. ● Fridli Osterhazy Lisa Speich – das freundliche Gesicht, das uns fast 30 Jahre am Postschalter begrüsste und die Poststelle Näfels mit Bravour leitete. (Foto: Andrea Kehrli) Garage Jörg AG, Weesen Tag der offenen Tür am Samstag, 20. Juni Leider musste die Garage Jörg AG in Weesen ihre traditionelle Frühlingsausstellung absagen. Jetzt hat das Publikum endlich wieder die Möglichkeit, unverbindlich Showroom- und Werkstattluft zu schnuppern. Drehen Sie am Glücksrad, holen Sie sich Ihre Gratis-Wurst zum Mitnehmen und bestaunen Sie die Neuheiten vom Autosalon ganz in Ihrer Nähe. Die Garage Jörg AG in Weesen lädt am Samstag, 20. Juni, zum Tag der offenen Tür ein. Am Montag, 11. Mai 2020, durften wir unsere Verkaufs - räumlichkeiten unter Einhaltung der vorgegebenen Schutzmassnahmen des BAG wieder öffnen. Dank unseren grosszügigen Platz verhältnissen können die Mindest abstände problemlos eingehalten werden. Be - staunen und testen Sie die regional grösste Auswahl an TOYOTA- und SUBARU-Neufahrzeugen. Erfüllen Sie sich den Traum vom neuen Auto. Schweizer Premiere feiert bei uns der neue TOYOTA Proace City Verso, ein Ladekünstler mit bis zu 7 Plätzen, der eine ideale Lösung für jedes Bedürfnis bietet. Der neue Business-All rounder TOYOTA Proace City Van steht ebenfalls zur Probefahrt bereit. (Foto: zvg) Der neue SUBARU Impreza e-Boxer (4x4 und Hybrid) ist ebenfalls frisch bei uns eingetroffen. SUBARU verlängert die Salon-Prämien bis Ende Juni und schenkt zusätzlich einen Satz kostenlose Winter-Aluräder beim Kauf eines Neuwagens, auch bei den neuen e-Boxer-Modellen! Lassen Sie sich von uns beraten. Gerne informieren wir Sie über die aktuellen Angebote und unterbreiten Ihnen eine Super-Eintauschofferte. Wir haben am Samstag, 20. Juni, von 08.00 bis 16.00 Uhr für Sie geöffnet und freuen uns jetzt schon auf Ihren Besuch! ● pd. Garage Jörg AG, Ziegelbrückstrasse 22, 8872 Weesen, Telefon 055 616 55 55, E-Mail: info@garage-joerg.ch.

Donnerstag, 18. Juni 2020 | Seite 11 Naturzentrum Glarnerland Neues Naturerlebnis im Stadtzentrum Wer die Stadt Glarus von einer anderen Seite her entdecken will, erhält nun das richtige Werkzeug dazu: der neue Stadtrundgang-Flyer des Naturzentrums Glarnerland weist den Weg zu neun Naturschauplätzen mitten im Hauptort. Er lenkt den Blick auf eine überraschende Vielfalt am Strassenrand. Jüngste Entdeckung im Hauptort: die Mauereidechse ist erst seit Kurzem als «Einwohnerin» von Glarus bekannt. (Foto: © Naturzentrum Glarnerland) Natur in der Stadt? Und ob! Viele Wildtiere und Wildpflanzen haben in Glarus einen für sie passenden Lebensraum gefunden. Wer sich Zeit für einen zweiten Blick auf die Strassen, Häuser und Plätze nimmt, wird mit unerwarteten Naturerlebnissen und spannenden Begegnungen mit unseren «heimlichen Nachbarn» belohnt. Das ist die Botschaft eines neuen Stadtnatur-Rundgangs. Ein Flyer führt in rund 90 Minuten durch das «andere» Glarus. An neun Schauplätzen in der Innenstadt erfährt man unter anderem, wer im Hauptort ein eigenes Strassennetz unterhält, dass auch Wildtiere den ÖV benutzen und über welchen Wegrand sich Wildbienen und Passanten gleichermassen freuen. Vom winzigen Mastkraut bis zur flinken Mauereidechse werden an jedem Posten zwei typische Arten und ihre Stadtlebensräume vorgestellt. Dank Beobachtungstipps eignet sich der einfache Spaziergang auch als Familienausflug. Die Tour startet und endet beim Bahnhof Glarus. Dort, im Naturzentrum Glarnerland, ist der Flyer am Samstag, 20. Juni, zwischen 10.00 und 16.00 Uhr erstmals erhältlich. An diesem Samstag offeriert das Naturzentrum Glarnerland zur Feier des neuen Angebots eine Erfrischung für unterwegs und führt einen Wettbewerb mit Stadtnatur-Preisen durch. Zudem ergänzen weitere Posten in der Infostelle den Rundgang durch die Stadt. ● Monica Marti Infos: www.naturzentrumglarnerland.ch. Glarner Ziegen Sömmern in Graubünden Rund 80 Geissen aus dem Glarnerland, darunter 33 der Netstaler Bauern Kurt und Martin Zwicky, wurden nach Curaglia am Lukmanierpass transportiert, wo sie bis Ende September auf der Alp Puzzetta gesömmert werden. Kurt Zwicky senior (zweiter von links) freut sich mit Helfer Robin Angel (ganz links) und den Söhnen Kurt und Fabian auf die Alpfahrt 2020. Für weitere Fotos Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Fotos Hans Speck, Netstal) Samstag, 13. Juni: Die Turmuhr der evangelischen Kirche schlägt soeben die sechste Stunde. Im Stall bei der Mugiweid am Fusse des Wiggis wird es hektisch. Kurt Zwicky und seine Helfer organisieren den Transport der Netstaler Ziegenherde ins Bündnerland. Kein einfaches Unterfangen, die intelligenten und agilen Tiere führen sich eigenwillig, zuweilen sogar störrisch auf. Das verlangt Konzentration, gute Nerven und Geduld und musste schon Tage zuvor organisiert und koordiniert werden. Um 06.45 Uhr, pünktlich wie geplant, geht es ab in die Berge. Kein Platz auf Glarner Alpen Gleichzeitig verladen auch zwei andere Glarner Ziegenbauern ihre Ziegen. Der Grund, warum sie ins «Ausland» verfrachten werden: «Eine reine Ziegenalp, wo gemolken und gekäst wird, gibt es leider im Kanton Glarus nicht. Vonseiten der drei Gemeinden und auch der landwirtschaftlichen Organisationen kommt wenig Interesse für uns Ziegenmilchhalter. Unverständlich, da Milch, Butter und Käse von Ziegen immer gefragter werden», erklärt Kurt Zwicky. Nach 2 Stunden Fahrt und 45 Minuten Fussmarsch ist die Alp Puzzetta nahe Medels erreicht. Von Ferne tönt Motorenlärm vom Luk - manierpass. Puzzetta gehört zum Gemeindegebiet von Curaglia und liegt auf 1850 bis 2800 m ü. M. in atem - beraubender Berglandschaft mit saftigen Magerwiesen. Verschiedene Ziegenrassen Mit den Ziegen aus dem Glarnerland werden rund 250 Artgenossinnen aus Graubünden auf dieser typischen Ziegenalp leben. «Meine Geissen fühlen sich dort sehr wohl im nahrhaften, saftigen Bündner Gras», so Zwicky. Auf Puzzetta sömmern unter anderem Pfauenziegen und Gemsfarbige Gebirgsziegen, die auch bei extensiver Haltung hohe Milchleistung erbringen. Während der Sömmerung werden eine Käserin und zwei Hirtinnen sich um die rund 300 Milchziegen kümmern und diese tagsüber be - wachen. Am Abend beschützen Herde schutzhunde auf einer Nachtweide die Ziegen vor dem Wolf. ● Hans Speck Ihr Bericht Bitte beachten Sie diese Spielregeln für die Veröffentlichung Ihres Berichtes im FRIDOLIN: • Vorschauen (Sport, Konzerte), Vereins - berichte (Hauptversammlung, Ausflüge): 1500 Zeichen • Konzerte, Sportanlässe, Vorträge: 2000 Zeichen • Mitteilungen von Parteien, Verbänden: 2500 Zeichen Bitte senden Sie uns Ihre Bilder in Originalgrösse und mit einer Bildlegende separat zu Ihrem Text an «redaktion@fridolin.ch». • Leserbriefe: 2000 Zeichen Leserbriefe publizieren wir ohne Bilder. Je kürzer Sie einen Leserbrief formulieren, umso grösser ist seine Chance, ungekürzt und umgehend veröffentlicht zu werden. Ohne vollständige Adressangaben publizieren wir keine Leserbriefe. Unser Redaktionsschluss ist jeweils am Dienstag, 12.00 Uhr. Ihre FRIDOLIN-Redaktion