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25. Ausgabe 2020 (18. Juni 2020)

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Donnerstag, 18. Juni 2020 | Seite 28 Ideen der ZHAW für Glarus Süd «Solidarische Landwirtschaft erleben» Fahnenabgabe des Infanteriebataillons 65 in Walenstadt Assistenzdienst beendet Am Dienstagabend,16. Juni, gab das Infanteriebataillon 65 in Walenstadt seine Fahne ab. Es war der letzte Verband in Bataillonsstärke, der im Rahmen des Coronavirus-Einsatzes der Armee noch im Assistenzdienst stand. Silvan Haag will in Glarus Süd Produzentin und Konsument vernetzen. Es brauche dazu, so Haag, mutige Landwirtinnen und Gärtner, die bereit sind, ihre Betriebe zu transformieren. Sie geben die Rahmenbedingungen vor und werden mit mehr Arbeitskräften, Absatz ohne Zwischenhändler, sozialen Kontakten und wertvollen Inspirationen bezahlt. Konsumenten aus der Region schliessen ein Abo ab – für die Produkte aus dem Boden. Sie werden von Anfang an integriert, unterstützen die Landwirte im Betrieb und sehen, was es braucht, um Nahrungsmittel zu produzieren. Alle Videos und den Abstimmungslink findet man unter www.glarus-sued.ch unter «Fit für die Zukunft». Für die Projektbeschreibung im Video Fridolin + App downloaden und Foto scannen. (Bildbericht: FJ/Video: ZHAW) JudoclubYawara Glarnerland Die «Würfe» sind gefallen Endlich ist Judo wieder möglich. Am Montag, 8. Juni, machten die Judokas des Judoclubs Yawara Glarnerland den Schritt zurück auf die Tatami und in die Normalität. Yawaras Judokas konnten sich endlich wieder im Dojo versammeln und zusammen trainieren. Der Judoclub Yawara Glarnerland kann unter Einhaltung entsprechender Auflagen wieder einen vertrauten Trainingsbetrieb anbieten – ein gutes Gefühl. Die Trainingsgruppen der Piccolos / Anfänger, der Schüler und der Jugend sowie der Erwachsenen konnten es kaum erwarten, nach rund dreimonatiger Zwangspause wieder ihrem Lieblingssport, dem Judo, zu frönen. So wurde dann auch gleich fleissig an verschiedenen Techniken gefeilt, geschwitzt und man mass sich in spannenden Zweikämpfen, als sei es nie anders gewesen. (Foto: zvg) «Wir haben das Judo extrem vermisst», so der Tenor in den Trainingsgruppen. In diesem Sinne: Hopp Yawara, auf geht’s! ● Claudia Nicoletti Infos: www.yawara.ch. Gratis-Schnupper - lektionen ab 5 Jahren jederzeit möglich. Fabrikstrasse 3, Jenny-Areal, Niederurnen. Vorbildwirkung war während «CORONA 20» wichtiger als soldatisches Auftreten. Fahnenübernahme am Samstag, 23. Mai, mit «Atemschutz». An der Verabschiedung des Bataillons nahmen Korpskommandant Aldo Schellenberg, der als Chef Kommando Operationen den subsidiären Einsatz «CORONA 20» der Armee führt, sowie die Kommandanten der Territorialdivisionen 1, 2 und 4, die Divisionäre Yvon Langel, Daniel Keller und Willy Brülisauer teil. Am Mittwoch, 17. Juni, folgte für Soldaten und Kader die Entlassung aus dem Assistenzdienst. Das In - fanteriebataillon 65 unterstützte seit dem 27. Mai die Eidgenössische Zollverwaltung bei deren Einsatz an der Grenze zu Frankreich. Mit der Öffnung der Grenze zum westlichen Nachbarland ging der Einsatz am späten Sonntagabend zu Ende. Einsatz an der Grenze seit März Mit den am 16. März vom Bundesrat verkündeten Grenzkontrollen nahmen die Aufgaben der Eidgenössischen Zollverwaltung in kurzer Zeit rasch und sehr stark zu. Zur Unterstützung forderte die Eidgenössische Zollverwaltung daher Truppen an. Zunächst wurde die Aufgabe durch das Militärpolizeibataillon 3 erledigt, danach folgten das Gebirgsinfanteriebataillon 91, später das Infanterie - bataillon 19 und zum Schluss das Infanteriebataillon 65. Servir et disparaître Für das Infanteriebataillon 65 war der Einsatz mit einigen Unsicherheiten behaftet. Mit der raschen Lockerung an der Grenze zu Österreich und Deutschland änderte sich der Einsatz von einem Tag auf den anderen. Weil die Zollverwaltung in diesem Raum keine Unterstützung mehr brauchte, wurde die erste Kompanie schon nach INSERATEANNAHME (Foto: zvg) zwei Tagen wieder aus dem Dienst entlassen. Die übrigen Kompanien kamen an der Grenze zu Frankreich in den Einsatz, lange Zeit mit ungewissem Einsatzende. Der Bataillonskommandant Oberstleutnant i Gst Fabio La Nave fasste die Lage schon zu Beginn des Einsatzes so zusammen: «Fertig ist, wenn man sagt, es ist fertig, und dann brechen wir kommentarlos ab.» Vielfältig und herausfordernd Vom 27. Mai bis am 14. Juni war das Infanteriebataillon 65 im Raum Genf, in der Ajoie und im Raum Basel im Einsatz. Der Unterstützungseinsatz zugunsten der Eidgenössischen Zollverwaltung war vielseitig und verlangte von den jungen Soldaten Fingerspitzengefühl, meistens noch in einer Fremdsprache, ist das Infan - teriebataillon 65 doch ein Zürcher Bataillon, das an der Grenze zu Frankreich im Einsatz stand. Dabei gab es nicht einen Gegner, sondern es war eine Zusammenarbeit mit dem Zoll und der im jeweiligen Gebiet wohnhaften Bevölkerung. Die Truppe war in diesem Sinne als Dienstleister im Einsatz. Die Aufgaben waren sehr unterschiedlich, waren doch die Einsatzgebiete in Genf und Basel in städtischem Gebiet, während der Einsatz in der Ajoie entlang der grünen Grenze erfolgte. Im unübersicht - lichen Gelände war es dort in der Nacht schon herausfordernd genug, den Grenzverlauf genau zu kennen, geschweige denn das Gelände professionell zu überwachen. Mit sehr vielen neuen Erfahrungen freuen sich nun Soldaten und Kader wieder auf die Heimkehr zu ihren Lieben. ● Oberst Felix Blumer, C Komm KEST Ter Div 4 ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch Vögele Kultur Zentrum, Pfäffikon SZ Plaudern um die Feuerstelle Wie gestalten wir unsere Umgebung? Welchen Zweck hat der physische Raum noch, wenn immer mehr in den digitalen Raum verlegt wird? Aldo Mozzini plaudert mit Gianin Conrad über sein aktuelles Werk, das momentan im Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon SZ entsteht. Unter dem Titel «Wenn der Fuchs nach Hause geht» baut Gianin Conrad aus langen Haselruten im Vögele Kultur Zentrum Konstruktionen und Skulpturen. «So ein grosses Atelier hatte ich noch nie», meint er lachend. In seinem Werk beschäftigt er sich mit dem physischen Raum und dessen Gestaltung. Schon seit Jahrtausenden konstruieren Menschen ihren Lebensraum; frühe Siedler hatten durch das Roden von Feldern Grenzen und Räume geschaffen. Den Künstler interessiert es, wie Menschen heute ihre Umgebung gestalten und wahrnehmen – und wie sich diese selbstgeschaffenen Raumgrenzen auch wieder auflösen lassen. «Wir tendieren dazu, alles ordnen zu wollen. Dem möchte ich mit meinem Projekt etwas entgegenwirken», so Conrad. Gianin Conrad baut schon mal die Feuerstelle. (Foto: zvg) Physisch vs. digital Gemeinsam mit dem Künstler Aldo Mozzini, der 2019 mit dem «Swiss Art Award» ausgezeichnet wurde, plaudert Conrad über seinen Umgang mit Raum und wie sich dieser durch die zunehmende Digitalisierung verändert hat. «Der digitale Raum gewinnt immer mehr an Relevanz. Da stellt sich die Frage, welche Berech - tigung der physische Raum noch hat und was seine neuen Aufgaben sind», meint Conrad. Die beiden Künstler unterhalten sich in einer lockeren Runde um eine – wenn auch eher symbolische – Feuerstelle, die Conrad im Vögele Kultur Zentrum aufgebaut hat. Genauso wie die frühen Siedler, die am Lagerfeuer ihre Ideen aus - getauscht haben. ● pd. Sonntag, 21. Juni, 11.15 Uhr, Vögele Kultur Zentrum, Gwattstrasse 14, Pfäffikon SZ: Plaudereien um die Feuerstelle, Werk - gespräch mit den Künstlern Aldo Mozzini und Gianin Conrad. Eintritt frei. Ohne Anmeldung. Infos unter www.voegelekultur.ch. FEUERWEHR TELEFON 118

Donnerstag, 18. Juni 2020 | Seite 29 Glarner Fotograf Im Gedenken an das Tier «Pense-bête» – Gedankenstütze –, so heisst das Werk mit seinen Zinkographien, das in Frankreich publiziert wurde und das an bedrohte Tiere erinnert. Heute lebt Heinz Landolt in Dietikon, doch seine Wurzeln hat er in Näfels. Gratulieren Sie Ihren Lernenden zum erfolgreichen Lehrabschluss! Rhinozeros – Zinkographie (Silbermedaille 1974). Meerkatze – Zinkographie (Silbermedaille 1973). Die Sonderseite im «FRIDOLIN» zum Thema Lehrabschluss erscheint am Donnerstag, 2. Juli. Zeigen Sie allen, dass Sie Lehrlinge ausbilden, dass Sie stolz auf Ihre Lernenden sind, und motivieren Sie sie für den Start in ein erfolgreiches Berufsleben. Wählen Sie hier Ihr Anzeigen-Format: Selbstporträt des Fotografen Heinz Landolt – in Pop-Art-Manier. «Ihre Tierbilder gehören zum Besten, was ich auf diesem Gebiet je gesehen habe, und Ihre Umsetzungstechnik wertet die Fotografie in einem Masse auf, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Eule, Rhinozeros von hinten, Braunbär, fressendes Äffchen, Elefant und überhaupt alles, was den Bildgegenstand vor das nackte Weiss stellt und jeglichen atmosphärischen Hintergrund meidet, ist von uner - hörter Kraft und Eindringlichkeit. Der Nashornkopf vor reinem Schwarz arbeitet mit dem selben Prinzip.» Diese Zeilen schrieb der berühmte Schweizer Maler, Zeichner, Lithograf und Kinderbuchautor Alois Carigiet – der «Schellen-Ursli»-Illustrator –1967 in einem Brief an Heinz Landolt. Damals war Heinz – eigentlich Heinrich Florin – Landolt, geboren in Näfels, 35 Jahre alt. Sechs Jahre später gewann Landolt zweimal hintereinander unter 30 000 Bildern aus 26 Ländern die Silbermedaille bei den weltweit grössten Fotowettbewerben der Firma Nikon in Japan – er tat dies mit Zinko - graphien – und wurde in Bordeaux (F) für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Zudem publizierte der französische Tierschutz seine Bilder als Buch. Denn im Gegensatz zu vielen Tier - fotografien bringen seine Zinko - graphien – durch ihre absolute Reduktion der Farbtöne – die Seele des Tieres heraus. Und wenn man bedenkt, dass derzeit wieder 515 Wirbeltierarten, darunter das Sumatra- Nashorn, vom Aussterben bedroht sind, sind seine Bilder auch heute von einer beklemmenden Aktualität. Doch was ist eine Zinkographie? «Landolt-Zinkographie» «Aus den Kenntnissen der verschiedenen Berufszweige (Landolt ist sowohl Chemiegraphie-Galvanoplastiker, Repro-Fotograf und Fotograf) war es mir möglich, eine ganz spezielle Art der Schwarz-Weiss-Fotografie zu erstellen, die sogenannte ‹Landolt- Zinkographie›. Eine Zinkographie ist nur mit der ehemaligen Technologie der Fotografie möglich. Das Arbeiten mit dem Film-Korn, ein aufwendiger Prozess über Technik und manueller Arbeit, ergibt ein Resultat, das heisst (Fotos: Heinz Landolt) ein Bild, das keine Zwischentöne mehr hat, sondern nur noch aus 100 Prozent Schwarz und 100 Prozent Weiss besteht. Das Film-Korn ergibt das Bild», so Heinz Landolt. Von Glarus nach Dietikon Obwohl der inzwischen 88-jährige Heinz Landolt seit langem in Dietikon lebt, sind seine Wurzeln im Glarnerland. «Zusammen mit meinen zwei Geschwistern, Erna und Joe (Josef), verlebte ich eine glückliche Kindheit an der Risistrasse in Näfels. Mein Vater war selbstständiger Fuhrmann mit eigenem Pferd, dem «Huldi», dem ich sehr zugetan war. Mein Vater war während des Zweiten Weltkrieges unter anderem zuständig für die Milchverteilung im Dorf, und ich musste vor allem in der Risi, am Hang, die entsprechenden Milch - kesseli holen, füllen und wieder in die Kästen legen. Ich war auch ein be - geistertes Pfadimitglied und begleitete jeweils mit dem Pfadikorps die Fahrtsprozession durch das Dorf.» In Näfels besuchte er die Primarschule und später von 1944 bis 1946 die Klosterschule. Danach kam er nach Zürich, wo er eine Lehre in der «Kunstanstalt Schwitter AG» absolvierte. «Es war eine sehr harte Zeit für mich, zum ersten Mal in einer Grossstadt zu leben, ohne meine Kollegen und die gewohnte Umgebung. Dazu einen Beruf zu erlernen, von dem ich keine Ahnung hatte.» Nachdem er über 30 Jahre in der Firma Schwitter gearbeitet und dort die Fotoabteilung geführt hatte, wagte er mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau und Managerin den Schritt in die Selbstständigkeit und machte für anspruchsvolle Kundschaft – wie etwa die «Mövenpick»-Unternehmung – Fotowerbung. «Die werbetechnische Aufgabe und die freie Fotografie haben sich immer gegenseitig ergänzt.» Noch heute pflegen er und seine Frau Marianne – sie stammt aus Netstal – regen Kontakt mit Nichten und Neffen im Glarnerland, besuchen die Lands - gemeinde, die Naherholungsgebiete und freuen sich an der einzigartigen Natur und vor allem an der herrlichen Bergwelt. ● FJ 1 54 × 50 mm Fr. 50.– 2 83 × 50 mm Fr. 90.– Preis exkl. 7,7% MwSt. Preis exkl. 7,7% MwSt. 3 4 112x70mm Fr.150.– Preis exkl. 7,7% MwSt. 141×100mm Fr. 290.– Preis exkl. 7,7% MwSt. Einsendeschluss: Freitag, 26. Juni fridolin@fridolin.ch • Telefon 055 6474747