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27. Ausgabe 2020 (2. Juli 2020)

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27. Ausgabe 2020 (2. Juli

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 27 Donnerstag, 2. Juli 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4+6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17–20 Aus dem Linthgebiet 30 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Alles bleibt anders «Es wird alles wieder, wie’s mal war ...» – so stand es auf dem Powerpoint-Sheet, das Tiziano Pelli beim Forum für Tourismus und Freizeit in Betschwanden zeigte. In Bezug auf den Tourismus bedeutet das: Reisen ist ein Grundbedürfnis. Die Sehnsucht, Neues zu entdecken, wird immer bleiben. Deshalb wird sich der internationale Tourismus erholen. Die Frage ist bloss, wann er das tut. Auf dem nächsten Blatt hiess es dann: «… fast alles.» Denn während Geschäftsreisen abnehmen dürften, werden Kreativitätsseminare zunehmen. Die Natur selber hat gezeigt, wie wichtig sie während einer Krise ist. Sie fängt vieles auf, was sich im Menschen anstaut, sie gibt ihm Raum, sie erzieht ihn zur Nachhaltigkeit. Wo wir Menschen alles verändern möchten, sagt sie beharrlich: «Es ist, wie es ist.» Ein menschliches Sprichwort. Die Natur lächelt dazu gelassen. Sie alle kennen das Sprichwort vom frühen Vogel, welcher den Wurm fängt. Es wirkt manchmal irgendwie falsch, weil ja die Würmer jeweils nach dem Regen aus dem Boden kommen und es nicht nur morgens, sondern auch mittags, abends und nachts regnen kann. Aber es kann auch zutreffen. Auch mit anderen Tieren. Zum Beispiel so: Der frühe Fuchs wittert die leichte Beute – zum Beispiel am Mittwochmorgen in den Abfallsäcken. Noch liegt der Kanton in tiefstem Schlaf, als der Fuchs auf der Strasse von Schwändi nach Schwanden auf der Suche nach Essen vor dem Auto verwartet, um dann mit Nachtfeuchtigkeit in allen Gliedern gemütlich loszutappen. Die Luft ist so still wie selten, der Tau liegt auf dem Gras, und es fühlt sich an, als sei der erste Morgen angebrochen. So – denke ich mir – müssen Ferien beginnen. Mit dem magischen Gruss eines Tieres, der zuversichtlichen Stille eines verzauberten Landstrichs und dem reinen Duft von frischer, feuchter Nachtluft. Vom Fuchs wiederum sagt man sich, dass er besonders schlau sei. Ob das zutrifft, müsste man die Zoologen oder die Jagdaufseherinnen fragen. Aber auf jeden Fall passt der Fuchs, der nicht nur früh unterwegs ist, sondern auch rasch durch die Gegend schnürt, zum Bild vom schlauen Sommertouristen, der nicht zu den Stosszeiten auf den Hauptausfallstrassen steht, sondern im besten Sinne antizyklisch dorthin geht oder fährt, wo die anderen nicht sind. Auch hier hätte der Fuchs uns etwas zu sagen – nämlich: Erwarte nichts! Heute, das ist dein Leben. Oder: Nichts bleibt, wie’s mal war. ● FJ Tierfehd Linthal, Punkt 06.00 Uhr: Start zur Heissluftballon-Gedenkfahrt. Für das Video der Fahrt Fridolin+ App herunterladen und Foto scannen. (Fotos/Videos: FJ/wie/Patrik Schmidle) Reisezeit Glarnerland hebt ab Jetzt, wo die Grenzen wieder offen sind, gerade rechtzeitig zum Ferienbeginn und zur Hauptreisezeit, können die Sommerferien beginnen. Ob in der sicheren Schweiz und im schönen Glarnerland oder mit einer Fahrt an südliche Strände oder zu nördlichen Zielen, ob mit Aktivferien in den Alpen oder «dolce far niente» im Hotel – jeder Genuss ist einmalig. Warum also nicht – inspiriert von der Ballonfahrt – abheben und den Alltag für einige entspannte Tage hinter sich lassen? Die Glarner Reiseveranstalter können lokal, regional oder auch internationale Reisen vermitteln und kennen die schönsten Destinationen in nah und fern. Wer zuhinterst im Glarnerland im Hotel Tödi zu Gast ist, liest auf der Tafel des Verkehrsvereins Linthal: «1909 stieg erstmals im Glarnerland, im Tierfehd, ein Ballon zur Alpenüberquerung auf, mit Victor de Beauclair als Pilot.» Der in Brasilien geborene Deutsche Victor de Beauclair hatte mehrere Tausend Liter Schwefelsäure und Eisenfeilspäne ins Tierfehd gebracht, um damit Wasserstoff für seinen Gas - ballon zu erzeugen. Als er mit dem Gasballon «Cognac» im Tierfehd startete, war unter anderen Adolf Guyer-Zeller mit Gemahlin im Korb. Das ist der Bahnpionier, welcher die Jungfrau-Bahn baute. Schlechtes Wetter hatte dazu geführt, dass er zuerst mehrere Tage auf den Start warten musste. 111 Jahre später Am Mittwoch, 24. Juni 2020, also genau 111 Jahre nach dieser historischen Alpenfahrt, starteten wieder im Tierfehd in Linthal drei Heissluftballone zur Gedenkfahrt in Erinnerung an den Alpenpionier Victor de Beauclair, welcher im Alter von 55 Jahren beim Bergsteigen am Matterhorn abstürzte. Organisiert von der Holly Ballon AG aus dem aargauischen Meisterschwanden fuhren die erfahrene Alpenpilotin Astrid Gerhardt und die erfahrenen Alpenpiloten Ruedi Grätzer und Patrik Schmidle ein gutes Dutzend Passagiere vom Tierfehd mit nördlichen Winden vorbei an Tödi und Limmernstausee ins Lugnez, wo sie an diesem Johannistag in Villa und Pitasch landeten. Gefahrlos reisen Während frühere Gasballons mit dem hochexplosiven Wasserstoff gefüllt waren und die Höhe mit Sand als Ballast regulierten, fährt ein moderner Heissluftballon, indem er die Luft mit einem Gasbrenner erhitzt und so die nötige Tragkraft erzeugt. Das Risiko einer Fahrt – Ballone lassen sich in den Luftschichten treiben, sie fliegen nicht, sie fahren – ist heute dank moderner Materialien und exakter Wetterberichte kalkulierbar geworden. Fast eine Viertelstunde lang feuerten ab 05.45 Uhr die Brenner und die drei Kolosse mit ihrem Volumen von 4500 respektive 8500 Kubikmetern richteten sich – wie urtümliche Saurier – langsam auf, bis sie den majestätischen Selbsanft verdeckten. Gerade als um 06.00 Uhr die ersten Sonnenstrahlen den Gipfel entzündeten, hoben sie sich über dem noch taunassen Tierfehd in die Lüfte, wo sie in kurzer Zeit zur Grösse von Christbaumkugeln schrumpften und aus dem Schatten des Tals ins Licht der Morgensonne tauchten. Kaiserwetter Das gewaltige Naturerlebnis war gekrönt durch Windstille am Boden und einen praktisch wolkenlosen Himmel. Souverän schwebten die drei Weiden - körbe über Berge und Gletscher, in gemächlichem Tempo, sodass Tödi und Glärnischmassiv, Tierfehd und die Alpen der Surselva haargenau zu sehen waren. Das Ereignis zeigt, wie man selbst dort, wo alle Wege sonst zu Ende sind, noch mit einer Reise beginnen kann. Mit einer Ballonfahrt, einer Mountainbike-Tour oder einer Wanderung, etwa mit der Bahn ins Chalchtrittli und von dort über den Kistenpass nach Graubünden. Wohin geht es? Doch wohin führen Ihre diesjährigen Sommerferien? Nach wie vor sind Auslandreisen zu den Hotspots für Touristen riskant – denn da trifft man am Flughafen Tausende von Mit - reisenden und in den Partylocations am Strand wird es erst recht eng und unübersichtlich. Veloreisen, Wandertouren oder auch – warum nicht – Reisen durch die Schweiz dagegen reduzieren das Risiko auf ein Minimum. Vor allem aber führen sie in ein Land, das weitaus geheimnisvoller und unbekannter ist, als die meisten von uns zu träumen wagen. Deshalb, nichts wie los und die Schweiz entdecken! ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 4. Juli 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 5. Juli 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 4./5. Juli Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 4./5. Juli Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Ihr Frontscheiben­Spezialist • fachmännische Reparatur von Glas­Schäden durch unsere Experten • sauber, schnell, unkompliziert • in unserem Betrieb in Ennenda • Abhol­ und Bringservice • Versicherungs­Handling • AUTO NART AG übernimmt in Ihrem Auftrag die Formalitäten mit Ihrer Versicherung Fabrikstrasse 3, 8755 Ennenda