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29. Ausgabe 2019 (18. Juli 2019)

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Donnerstag, 18. Juli 2019 | Seite 8 Gemeinde Glarus Süd Neue Legislatur – neue Ziele für Glarus Süd Gemäss der Weisheit «Wer sein Ziel kennt, findet den Weg», setzt der Gemeinderat Glarus Süd seine eigenen Ziele fest. Mit Beginn des zweiten Legislaturjahres gibt er die strategischen Absichten für die Jahre 2019 – 2022 bekannt. Glarus Süd schlägt seine Marschroute bis 2022 ein. Ob der Weg hindernisfrei bleibt, wird sich zeigen. (Foto: Heidi Seibert) Seit der total revidierten Gemeindeordnung per 1. Juli 2018 waren sieben Gemeinderäte und ihr Kader mit internen Reorganisationen beschäftigt. Zudem galt es die alten Legislaturziele abzuschliessen und sich neue zu setzen. Am 20. Juni 2019 verabschiedete der Gemeinderat diese. Erstmals seit der Gemeindefusion präsentiert er sie unterteilt in Lebensbereiche, statt wie bisher strukturiert nach Departementen. Das achtseitige Dokument formuliert transparent und klar die Ziele und Messwerte. Grösstenteils ist die Zielerreichung von externen Einflüssen abhängig. Wirtschaft und Entwicklung Im 2019 plant der Gemeinderat einen Masterplan «zukünftige Entwicklung von Glarus Süd» zu erarbeiten. Ende 2022 soll die Bevölkerung damit um 2 Prozent wachsen und 75 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Nachhaltig entwickeln will sich die Gemeinde auch mit dem neuen Nutzungsplan. Das setzt voraus, dass der Souverän dem Vorschlag bis Ende 2020 zustimmt. Im Raum Mitlödi/Schwanden sollen Flächen für neue oder ansässige Firmen Baureife erlangen. Geplant ist, Industriebrachen zu revitalisieren und ansässige Firmen zu fördern. Im Tourismus strebt die Behörde den Zusammenschluss der Tourismusorganisationen an. Zur Steigerung der tou - ristischen Frequenz unterstützt Glarus Süd bis 2022 attraktive Angebote. Mobilität und Versorgung Die Gemeinde setzt auf ein erweitertes Angebot der Mobilität auf der ersten und letzten Meile. Sie strebt verbesserte Erreichbarkeit innerhalb von Glarus Süd an. Am Bahnhof Schwanden soll bis Ende 2021 ein bedarfsgerechtes Angebot für die Bevölkerung und Gäste entstehen. Ausserdem müssten bis Mitte 2021 die Strategien und Leistungsverein - barungen der Technischen Betriebe Glarus Süd sowie Alters- und Pflegeheime Glarus Süd angepasst und verabschiedet sein. Leben in Glarus Süd Ab 2021 sollen Dorfkerne und Gebiete um Bahnhöfe und Industrie - brachen mit einer Strategie für kombiniertes Wohnen und Arbeiten Umsetzungsreife erlangen. Glarus Süd beabsichtigt sich als Standort für Familien zu stärken. Zudem soll ein kantonales Konzept «ambulant und stationär» umgesetzt, die Pflege - kosten optimiert und die ungedeckten Heimkosten minimiert werden. Die Schulen sollen sich bis Ende 2022 qualitativ und zukunftsgerichtet optimieren. Mit Umfragen will der Gemeinderat bis 2022 herausfinden, ob Glarus Süd genügend kulturelle und sportliche Angebote anbietet. Finanzen und Verwaltung Bis spätestens Ende 2021 will Glarus Süd eine stabile Finanzlage vorweisen. Die Präsidialverwaltung konzipiert für die Mitarbeiterselektion eine Strategie, um Schlüsselstellen fristgerecht und passend zu besetzen. Intern wollen die Gemeinderäte mindestens 80 Prozent zufriedene Mitarbeiter ausweisen. Die interne und externe Kommunikation bedarf einer quan - titativen Steigerung. Bis Mitte 2021 beabsichtigt die Behörde einen Grundsatzentscheid der Gemeindeversammlung für einen gemeinsamen Verwaltungsstandort zu erwirken. Langfristig sollen alle ungenutzten Liegenschaften der Gemeinde ver - äussert oder vermietet werden. Natur und Umwelt Der Gemeinderat will den Hoch - wasserschutz im Gebiet Linthal und Luchsingen bis 2020 planen, um mit der Umsetzung ab 2021zu starten. Damit der Wald weiterhin ökonomisch und ökologisch nachhaltig bewirtschaftet wird, müssen die neuen Vereinbarungen mit den relevanten Akteuren bis Ende 2019 unterzeichnet sein. Mit einem guten Investitionsplan sichert die Gemeinde, dass die Infrastrukturen auf den Alpen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Die Behörde strebt an, die Infrastruktur für Trinkwasser und Abwasser fertig zu planen, damit die laufende Erneuerung gezielt umgesetzt werden kann. ● Personenunterführung Bahnhof Näfels-Mollis Baugesuch eingereicht Die Gemeinde Glarus Nord reicht das Baugesuch für die Personenunterführung beim Bahnhof Näfels-Mollis ein. Die Realisierung hängt eng mit dem Bau der Stichstrasse zusammen. Die Gemeindeversammlung befindet am Freitag, 22. November, über die entsprechenden Kredite. Es geht vorwärts mit der Personen - unterführung beim Bahnhof Näfels- Mollis: In den kommenden Tagen reicht die Gemeinde Glarus Nord das Baugesuch ein. Die Personenunterführung ist rund 34 m lang und führt unter den SBB-Gleisen sowie der sich im Bau befindlichen Stichstrasse hindurch. Die Personenunterführung verbindet den Bahnhof Näfels-Mollis mit dem sogenannten Zschokke-Areal. Die Personenunterführung liegt gegenwärtig als Projekt vor. Bau der Stichstrasse als Taktgeber für den Prozess Realisiert werden soll die Personenunterführung in den Jahren 2020 sowie 2021. So sind die Arbeiten an der Stichstrasse auch der Hauptgrund, weshalb die Gemeinde das Baugesuch schon jetzt einreicht: Im Bereich Bahnhof Näfels-Mollis wird die Stichstrasse im Herbst 2020 gebaut. Entsprechend muss die Personen - unterführung in diesem Teil bereits im Sommer 2020 übergabebereit sein, da ansonsten entweder Verzögerungen bei der Stichstrasse auftreten oder die Personenunterführung zu einem späteren Zeitpunkt gebaut werden müsste. Dies würde bedeuten, dass die neue Strasse für den Bau der Unterführung wieder aufgerissen werden müsste. Durch die Koordination der beiden Projekte können entsprechend Synergien genutzt und Kosten gespart werden. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden anlässlich der Gemeindeversammlung vom Freitag, 22. November, im Rahmen des Budgets über den Budgetkredit sowie in einem separaten Geschäft über den Verpflichtungskredit für die Personenunterführung befinden. Die Personenunterführung Bahnhof Näfels- Mollis dient der Erschliessung der geplanten Überbauung Escherpark, ermöglicht aber auch einen schrankenfreien Zugang für den Langsamverkehr von Mollis zum Bahnhof und könnte bei Bedarf als Zugang zu einem Aussenperron der SBB verwendet werden. ● SVP des Kantons Glarus Hess Medizintechnik besucht Anlässlich der jährlichen Firmenbesichtigung hat die SVP des Kantons Glarus die Hess Medizintechnik in Bilten besichtigt. Lieber (böser) FRIDOLIN Leserbrief Forum informiert Braunwald zur neuen Erschliessung Soeben wurde bekannt, dass an einem Forum die Bevölkerung und Interessierten in Braunwald zur neuen Erschliessung informiert werden. Aus den bisherigen Publikationen könnte gefolgert werden, dass das Projekt Erschliessung Braunwald auf gutem Weg ist und nun die Bevölkerung dazu sich im Forum äussern kann. Beides trifft nicht zu. Die Erschliessung wurde nicht umfassend abgeklärt und erst nach dem wachsenden Widerstand der IG Braunwald wird nun versucht die Betroffenen für die vor - entschiedenen Lösungsvarianten zu gewinnen oder gar zu manipulieren. Der anstehende Entscheid zur Erschliessung ist wohl die letzte Chance für Braunwald vor dem endgültigen «Lichter löschen». Seit den Neunzigerjahren haben sich die Logiernächte um – 52 Prozent und die Bevölkerungszahl um – 36 Prozent reduziert! Dies trotz grossen und erfolgreichen Bemühungen der verbliebenen Tourismusbetriebe. Tatsache ist, dass mit der Konzepttechnik der Standseilbahn, Jahrgang 1907, in keiner Art und Weise die minimalsten Anforderungen an eine zeitgemässe Erschliessung erreicht werden. Nach dem Planungsstand, gemäss der Information an der Generalversammlung des Vereins für auswärtige Liegenschaftenbesitzer durch den Projektleiter, soll jedoch an der bisherigen Standseilbahn festgehalten werden. Als Variante wird eine neue Linienführung mit Anbindung an die Sportbahnen auf dem Hüttenberg mit Investitionen von 34,5 Mio. Franken geprüft. Hansjürg Kessler präsentierte am gleichen Anlass die Vision der IG, welche mich überzeugte. In der Konsequenz trat ich der IG Braunwald bei und verfolge die Entwicklung der Dinge. Die IG fordert, dass Alternativen zur Standseilbahn geprüft werden. Warum sperren sich und bocken die zuständigen Regierungs- und Gemeinderäte gegen das Prüfen von Varianten? Es ist doch Pflicht bei solch hohen Investitionen das beste Preis- und Leistungsverhältnis zu erreichen. Mit einer Gondelbahn mehrere Gebiete von Braunwald erschliessend und mit einer Schwergüterstrasse mit Ende ausserhalb des Dorfes gelegen ist für mich die sinnvollste, wohl kostengünstigste und alleinige zukunftsweisende Erschliessung skizziert. Die IG vereint bereits heute gegen 200 Bewohner und Betroffene, welche Alternativen aufgezeigt und fordert. Wer Interesse hat und betroffen ist von der Zukunft von Braunwald wird Mitglied bei der IG und nimmt am Forum am Mittwoch, 7.August, 19.30 Uhr, in der Tödihalle in Braunwald teil. Machen Sie mit: www. ig-braunwald.ch. ● John Trümpy, Glarus, und Chalet-Besitzer Braunwald Polizeimeldungen BILTEN: ARBEITSUNFALL. Am Mittwoch, 10. Juli, um 13.20 Uhr kam es auf einer Baustelle an der alten Landstrasse/Lediweg in Bilten zu einem Arbeitsunfall. Dachdecker und Gerüstbauer waren bei einem Wohnhaus mit Anbau mit Dachdecker - arbeiten beschäftigt. Beim Verlassen der Leiter auf das Dach des Anbaus rutschte ein Mitarbeiter aus und stürzte 2,50 m in die Tiefe auf einen Betonboden. Der 59-jährige Mann war nach dem Sturz ansprechbar und klagte über Rückenschmerzen. Die rega flog den Mann mit unbestimmten Verletzungen ins Universitätspital Zürich zur Kontrolle und Behandlung. Die Umstände des Unfalls werden untersucht. NIEDERURNEN: VERKEHRS- UNFALL. Am Freitag, 12. Juli, um 18.35 Uhr ereignete sich auf der Kantonsstrasse in Niederurnen ein Verkehrsunfall. Der 23-jährige Lenker eines Personenwagens fuhr von Niederurnen herkommend in Richtung Bilten. Durch eine Unaufmerksamkeit geriet er mit dem Fahrzeug über den rechten Strassenrand hinaus, wobei das Fahrzeug mit dem Röhrenzaun kollidierte. Beim Unfall wurde niemand verletzt. Am Fahrzeugen entstand Sachschaden. ● Bei der Firmenbesichtigung. Die SVP-Mitglieder wurden von Walter Zannier, Inhaber und CEO, persönlich begrüsst und durch die ganze Firma geführt. Es ist bemerkenswert wie gross das Angebot der Firma Hess ist, vom einfachen In fusionsständer bis zur jeglichen Sonderliege werden von den 44 Mitarbeiter in Bilten entwickelt und hergestellt. Die Vermarktung und der Verkauf der Produkte erfolgten an alle öffentlichen und privaten Spitäler der Schweiz, auch werden verschiedene Glarus glarus@winterhilfe.ch | PC 87-1103-7 (Foto: zvg) private Praxen sowie die rega mit Produkten von Hess ausgerüstet. Am Ende der Führung wurde uns der Showraum mit allen Produkten präsentiert. Ein Mitglied der SVP stellte die Frage, welche Produkte im Kantonsspital Glarus von der Firma Hess im Einsatz sind. Leider musste Walter Zannier uns mitteilen, dass er noch keines seiner Produkte an das Kantonsspital Glarus liefern konnte, was wir nicht verstehen konnten. ● Kaspar Krieg, SVP-Parteipräsident

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