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3. Ausgabe 2020 (16. Januar 2020)

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Donnerstag, 16. Januar 2020 | Seite 12 Feuerwehr Kärpf und Feuerwehr-Verein Region Schwanden Brände und klemmende Teigmaschine Die Feuerwehr Kärpf blickte an ihrer Hauptversammlung von Samstag, 11. Januar, im Brauereigasthof Adler in Schwanden auf ein «ruhiges» 2019 mit 22 Einsätzen zurück. Es kam 2019 «nur» mitten in Nidfurn zu einem Einfamilienhaus-Brand und auf der Soolerstrasse zu einem Reisecar-Brand. Ein eingeklemmtes Kind konnte unversehrt aus einer Teigmaschine befreit werden. Der Feuerwehrverein der Region Schwanden hat 203 Mitglieder, 83 waren an der Hauptversammlung. Verabschiedung nach 18-jähriger Feuerwehrtätigkeit: TLF-Zugführer Ernst Rickenbacher erhält ein gelasertes Holzbild – natürlich mit TLF. schutz-, Lösch- und Rettungs züge präsentierten ihren Jahresrückblick in Form interessanter Video- und Bildergalerien. TLF-Zugführer Ernst Rickenbacher blickte 2019 zurück auf über 400 Stunden TLF-Ausbildungsfahrten, ebenso über 270 Stunden Hubretterfahrten an teilweise abenteuerliche Einsatzorte wie etwa schmale Bergstrassen. Vizekommandant Rolf Tschudi rapportierte über den Bestand der Feuerwehr Kärpf von 98 ADF, dies bei 10 Neueintritten, aber gleichzeitig 9 Austritten. Selbstverständlich ge - hört die Ehrung der fleissigsten Probenbesucher/-innen zu jeder Hauptversammlung. Beim Wettkampf der Züge um die höchsten Proben - besuchswerte lag der tiefste Wert bei hohen 67 Prozent. Tschudi berichtete ebenfalls über die Aktivi täten der Jugendfeuerwehr und eine Spende von 3000 Franken der glarnerSach, die für neue Uniformen verwendet werde, sowie einen spannenden Besuch im Techno rama in Winterthur. Beförderungen und Adieu Kdt Stefan Kläui durfte im Feuerwehrjahr 2019 drei neue Gruppen - führer/-innen ernennen. Gleichzeitig würdigten er und seine TLF-Jungs mit einem gelaserten TLF-Bild die 18-jährige Karriere von Oblt Ernst Rickenbacher – bei einem mittleren Probenbesuch von über 90 Prozent. Kanton Glarus Departement Sicherheit und Justiz Bevölkerungsschutz Sirenentest am 5. Februar Sirenen können Leben retten. Vorausgesetzt, sie funktionieren richtig und die Bevölkerung weiss, was zu tun ist. Am Mittwoch, 5. Februar, findet deshalb in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Am Mittwoch, 5. Februar, heulen die Sirenen. (Foto: wikipedia) Der Kanton Glarus verfügt über ein flächendeckendes Netz von 34 Sirenen, mit denen die Alarmierung der Glarner Bevölkerung sichergestellt ist. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS sorgt in Zusammen - arbeit mit dem Kanton Glarus, den drei Gemeinden und den drei Stau - anlagenbetreibern dafür, dass die Alarmierungssysteme jederzeit betriebsbereit gehalten werden. Am Mittwoch, 5.Februar, wird in der ganzen Schweiz die Funktionsbereitschaft der Sirenen getestet. Ausgelöst wird zwischen 13.30 und 14.00 Uhr das Zeichen Allgemeiner Alarm: ein regelmässig auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Zwischen 14.15 und 16.00 Uhr wird in den gefährdeten Gebieten unterhalb von Stauanlagen das Zeichen des Wasseralarms getestet. Es besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von je 10 Sekunden. Was gilt bei einem Sirenenalarm? Für einen optimalen Schutz muss GLKB ernennt neues Mitglied der Geschäftsleitung Michaela Ernst nicht nur die Funktionsfähigkeit der Sirenen sichergestellt sein, die Be - völkerung muss auch das richtige Verhalten bei einem Sirenenalarm kennen. Wenn der Allgemeine Alarm ausserhalb eines angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu verfolgen und die Nachbarn zu informieren. Der Wasseralarm bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung unterhalb einer Stauanlage besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, das gefährdete Gebiet sofort zu verlassen. Die Wasseralarm-Merkblätter finden Sie auf der Homepage Ihrer Gemeinde im Onlineschalter unter der Rubrik Sicherheit (Glarus Nord und Glarus) respektive der Rubrik Gemeindeführungsstab (Glarus Süd). ● Weitere Informationen unter www.gl.ch/ alarmierung oder www.sirenentest.ch. Alarmierung und Information via Alertswiss Ergänzend zum Alarmierungs- und Informationssystem mittels Sirenen und Radio alarmieren und informieren die Behörden die Bevöl - kerung bei Ereignissen auch via Alertswiss. Mit der nationalen Alarm-App Alertswiss erhält die Bevölkerung Alarme, Warnungen und Informationen zu unterschiedlichen Gefahren direkt auf das Smartphone. Parallel zu den Meldungen in der App werden die Ereignisinformationen auch auf der Alertswiss-Webseite www.alert. swiss publiziert. Jetzt Alertswiss-App downloaden Bei Katastrophen wissen, was zu tun ist. Das rettet im Ernstfall Leben. Holen Sie sich jetzt die Alertswiss-App und seien Sie in jeder Situation für Katastrophen gewappnet! Die Alertswiss-App gibt es kostenlos für iOS und Android. ● Der Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank (GLKB) ernennt Michaela Ernst zur neuen Bereichsleiterin der GLKB-Kreditfabrik und zum Mitglied der Geschäfts leitung. Michaela Ernst tritt die Nachfolge von Marcel Stauch an. Sie übernimmt ihre neue Funktion per 1. August 2020. Darf an einer Feuerwehr-Hauptversammlung nicht fehlen: die «Ehrung der Unfehlbaren», d. h. die Würdigung der fleissigsten Probenbesucher. (Fotos: wie) Zuerst die Kür Bei der Feuerwehr Kärpf kam an der Hauptversammlung ausnahmsweise die Kür vor Pflicht: der offizielle Teil begann erst nach dem Nachtessen aus der «Adler»-Küche. Dafür begrüsste Bruno Peterer als Präsident des Feuer - wehr-Vereins der Region Schwanden im Eiltempo 83 Anwesende. Feuerwehrkommandant Stefan Kläui hiess die anwesenden Ehrenmitglieder, die Gemeinderäte Kaspar Luchsinger und Daniel Dobler sowie Feuerwehr- Inspektor Martin Bäbler von der glarnerSach willkommen. Umfangreiches Kurswesen 2019 wurden ein Grundkurs für den Atemschutz; ein Maschinisten-Kurs für das Tanklöschfahrzeug, ein Gruppenführerkurs sowie ein WK für alle Offiziere und Gruppenführer durchgeführt. Ein Kaderkurs zum Thema Naturgefahren und das Instrukto - ren-Auswahlverfahren wurden ebenfalls abgehalten. Ein Grundkurs für die Führung bei Grossereignissen sowie ein Instruktoren-Basiskurs rundeten 2019 das Kurswesen ab. Erfreut informierte Kläui über nun insgesamt vier Gruppenführer/-innen und neun Instruktoren, die für die Feuerwehr Kärpf im Einsatz seien. Grössere und kleinere Ereignisse 2019 Neben den erwähnten Ereignissen schafften es ein spätsommerliches Linth-Hochwasser, zwei Kaminbrände, ein brennender Miststock (…), eine Tierrettung, eine feuer - speiende Hochspannungsleitung, ein Wasserschaden durch eine unabsichtliche Bohrung und drei Bienennester, die Hubretter-Einsätze erforderten, in die Schlagzeilen der Feuerwehr- Hauptversammlung. Dafür waren bei 22 Feuerwehr-Einsätzen gesamthaft 458 Einsatz-Stunden nötig. Rückblick-Reigen und gute Probenbesuche Die Zugführer des TLF-, der Atem- Unspektakuläre Finanzsituation 2019 Kassier Sven Marti fasste die Jahresrechnung zusammen: Er bilanzierte einen Jahresverlust von 4600Franken, dies bei einem Vermögen, das sich innert Jahresfrist von 22 377 auf 17 769 Franken reduzierte. Hauptursache des Jahresverlustes war ein grosszügiges Jubiläumsgeschenk an die Partnerfeuerwehr in Gersthofen und eine Gruppenreise, die für die Überbringung des Geschenks nötig wurde. Für 2020 rechnet Marti bei einem Budget von 4500 Franken mit einem Rückschlag von 1460 Franken. Stütze der Gesellschaft Die Bedeutung der Feuerwehr zeigen neben den Gastreden von Martin Bäbler und Daniel Dobler u. a. auch diese Zahlen: die Hauptversammlung war von 83 Anwesenden besucht. Der Feuerwehrverein der Region Schwanden, bei dem alle aktiven Feuerwehrleute Mitglied sind, hat 203 Mitglieder, die einen tollen Beitrag für die Sicherheit der Gemeinde leisten. ● wie Michaela Ernst: Ab 1. August 2020 Leiterin GLKB-Kreditfabrik und Mitglied der Geschäftsleitung. (Foto: zvg) Mit Michaela Ernst gewinnt die Glarner Kantonalbank eine umsetzungsstarke Führungspersönlichkeit mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Finanzbranche und in der IT. Sie übernimmt die Leitung der GLKB- Kreditfabrik und wird Mitglied der fünfköpfigen Geschäftsleitung. Die GLKB-Kreditfabrik betreibt die Business-to-Business-Aktivitäten der Bank, welche die Softwareentwicklung sowie die Hypothekenver - waltung für die GLKB und für die zahlreichen Kreditfabrikkunden verantwortet. Die 51-jährige Michaela Ernst arbeitete in den vergangenen neun Jahren bei SIX, zuletzt als Head Shared Services & Logistics. Sie war Mitglied des Management Committees des CFO und war unter anderem für das Robotics Competence Center, das Real Estate Management und das Shared Service Center verantwortlich. Michaela Ernst ist gelernte Bankkauffrau und Diplom-Volkswirtin. Sie lebt seit 19 Jahren in der Schweiz und ist in Zürich wohnhaft. ● pd. INSERATEANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch

Donnerstag, 16. Januar 2020 | Seite 13 Besitzerwechsel bei der Apotheke Moor AG, Glarus Apotheke Glarus Nach über 30 Jahren im Besitz der Familie Moor und engagierter Tätigkeit für die Gesundheit der Glarner Bevölkerung übergab Reto Moor per 1. Januar 2020 die Apotheke Moor am Landsgemeindeplatz in Glarus an Dr. Oliver Kuonen. Schlüsselübergabe von Reto Moor (in der Mitte links) zu Dr. Oliver Kuonen mit Team. (Foto: zvg) «Zusammen mit meinem Team durfte unsere Familie die Kundschaft in allen Zeiten begleiten und unterstützen», so Reto Moor. «Ich denke gerne an schöne Gespräche und Begegnungen zurück. Für die langjährige Treue bedanke ich mich bei allen von ganzem Herzen.» Der neue Besitzer, Dr. Oliver Kuonen, führt aus: «Für das grosse Vertrauen, welches mit der Übergabe der Apotheke einhergeht, bedanke ich mich bei Reto Moor. Unser beider Ziel ist es, dass auch in ferner Zukunft eine öffentliche Apotheke in Glarus exis tieren wird und wir 2038 das 200-jährige Bestehen feiern können. Wir sind die erste Anlaufstelle bei medizinischen Fragestellungen, die Sicherung der lokalen Arbeitsplätze geniesst Priorität. Ich bin sehr froh, dass das bewährte Team mit vielen langjährigen Mitarbeitenden der Apotheke erhalten bleibt und dass Verwalterin Regula Ries die Apotheke weiterhin leiten wird.» Dienst an der Kundschaft «Als Inhaber und Apotheker habe ich mir einen qualitativ hochstehenden Dienst am Kunden, die individuelle Beratung und ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement auf die Fahne geschrieben», so Dr. Kuonen weiter. «Wir wollen ein verlässlicher Partner in allen Bereichen der Gesundheit sein und Kundinnen und Kunden sowohl mit Schulmedizin, Komplementärmedizin und Ernährungsberatung fit halten. In einer Landapotheke sind Menschen keine anonymen Kunden, man kennt sich und vertraut ein- ander.» Glarus und insbesondere das Militärspital kennt Dr. Kuonen aus seiner Dienstzeit; als geborenem Walliser gefallen ihm speziell die Glarner Berge. Das Pharmazie- Studium absolvierte er an der ETH Zürich, wo er seine Doktorarbeit schrieb. Kuonen verfügt über breite Erfahrung in leitenden Positionen bei Novartis in verschiedenen therapeutischen Bereichen. «Vor fast fünf Jahren übernahm ich die Höfner Apotheke in Wollerau und kenne daher die Bedürfnisse der Bevölkerung für eine lokal verankerte Apotheke.» Etabliertes Angebot – neuer Name Für die Mitarbeiter und beim Produktportfolio von weit über 10 000 Artikeln bleibt alles wie bisher. «Auch die beliebten Hausspezialitäten werden wir weiterhin selber in der Apotheke herstellen.» Neu wird der Name: Apotheke Glarus tritt an die Stelle des bisherigen Namens Apotheke Moor, der stark mit der Inhaberfamilie verbunden war. «So soll sich unsere Verankerung in der Region auch im Namen widerspiegeln.» Auf Wunsch der Kunden wird die Apotheke Glarus neu auch am Donnerstag offen sein. Sie soll sich, so Dr. Kuonen, als niederschwellige Anlauf- und Beratungsstelle für alle Belange von Gesundheit, Krankheit, Ernährung und Schönheit etablieren. Als breit aufgestelltes Gesundheitszentrum bietet sie, neben Beratung und Abgabe von Arznei- und Naturheilmitteln, vermehrt medizinische Dienstleistungen wie Allergie-Check, Herz-Check, die Messungen von Blutzucker, Blutfetten und Blutdruck an sowie – sobald die Bewilligung dafür da ist – auch Impfen und Impfberatung. Ein spezialisiertes Team wird zum Thema Ernährung beraten und betreuen. ● pd. Apotheke Glarus, Zaunplatz 2, 8750 Glarus, Tel. 055 640 10 30, E-Mail: apothekeglarus@ ovan.ch oder www.apothekeglarus.ch. Lesung und Flamenco in der Buchhandlung Baeschlin Elvana lässt in ihre Seele blicken «Was läuft falsch in der Schweiz?» Das fragt sich Autorin und Flamencotänzerin Elvana Indergand in ihrem Buch «Leben mit 20 Franken im Tag». Es handelt vom Abstieg des Schweizer Mittelstandes. Ein Thema, welches die Bevölkerung in der Schweiz täglich beschäftigt. Ihr zweites Buch «Wüstenwind» ist eine Reportage zur Entwicklung von Sharm-el-Sheikh im Sinai der 1990er-Jahre. Darin erzählt die Autorin von Erfahrungen und Erlebnissen im Wüstenstaat Ägypten. Flamenco im Blut: Elvana Indergand präsentierte ihre Werke bei Buchhandlung Baeschlin in Glarus. (Foto: hasp.) Viel Publikum folgte der Einladung zu Baeschlin nach Glarus an den unterhaltsamen Abend mit der profunden Ägyptenkennerin, Buchautorin und Flamencotänzerin Elvana Indergand unter dem Motto «WorTTanz» (Worte und Tanz). Indergand wohnt in Luchsingen und am Fusse des Moses- Berges im Süd-Sinai und hat neben dem Faible für Ägypten eine grosse Leidenschaft für Ausdruckstänze, vor allem für Flamenco. Soziale Zeitbombe «Armut» In ihrem neuesten Buch «Leben mit 20 Franken im Tag» schreibt sie über den Abstieg des Schweizer Mittelstandes. Darin legt sie zwölf Lebensgeschichten von Menschen auf und ergänzt sie mit Kommentaren. Es handelt sich meist um alleinerziehende Mütter, aber auch um Schweizer- und Ausländerfamilien sowie um einen alleinstehenden Mann. «Zeitzeugen eins neuen Geschehens, das auch mit Globalisierung und Völkerwanderung zu tun hat», so die Autorin. «Armut ist eine soziale Zeitbombe», betont Silvia Kamm, alt Kantonsrätin der Grünen in Zürich, im Vorwort. Sie werde gut versteckt – mit Kleinkrediten und Isolation, was fatale Folgen habe. «Das Geld bleibt ein täglicher Kampf», sagt eine Schweizer Familie auf dem Land. «Ich weiss auch nicht, wo ich noch sparen könnte. Ich leiste mir ja nichts», erzählte eine alleinstehende Mutter. ● Hans Speck

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