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30. Ausgabe 2019 (25. Juli 2019)

Donnerstag,

Donnerstag, 25. Juli 2019 | Seite 6 Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof Glarus/Ennetbühls Masterplan für Teilgebiete vorgestellt Der im Rahmen der Richtplanung 2013 definierte Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Bahnhof Glarus/Ennetbühls umfasst auch die beiden Teilgebiete Kartoni-Areal und Untere Allmeind. Ende Juni 2019 haben die beiden Eigentümervertreter über mögliche Nutzungskonzepte und -varianten für das neu entstehende Quartier informiert. Die Parkierung soll idealerweise in einem guten Verhältnis von über und unter dem Boden realisiert werden. Der Langsamverkehr soll vom Linthsteg her entlang der Linthpromenade bis an das südliche Ende der Be - bauung und von da zur Ennetbühlerstrasse und damit zum Zentrum Ennendas geführt werden. Damit kann der Ortsteil Ennenda/Ennetbühls optimal und attraktiv an das Zentrum von Glarus und den Bahnhof angebunden werden. Kartoni-Quartierfreiraum als Generationen-Treffpunkt Der im Masterplan vorgesehene Kartoni-Quartierfreiraum liegt zwischen den beiden Teilarealen Kartoni und Untere Allmeind. Er soll einen neuen, für das soziale Zusammen - leben der Bewohner des Ortsteils Ennetbühls wichtigen Treffpunkt bilden. Der Masterplan koordiniert dabei die Fuss- und Radwegeführung, wie auch den Linthsteg mit der Arealentwicklung. Nächster Schritt: Qualitätssicherndes Verfahren Der Masterplan wird gegen Ende des Sommers 2019 abgeschlossen sein. Die nächste Phase beinhaltet die Durchführung eines qualitätssichernden Verfahrens (Studienauftrag, Wettbewerb, Fachgruppen-Coaching), in welchem die dem Masterplan zugrundeliegende Entwicklungskonzeption überprüft und gegebenenfalls angepasst wird, sodass Grössenordnung Ende 2021der Überbauungsplan finalisiert werden kann. Die Realisierung einer ersten Bauetappe erfolgt frühestens ab Frühling 2022. ● Spitex im Kanton Glarus Berufsbegleitende Ausbildung in der Pflege unterstützt Die vier Basisorganisationen der Spitex im Kanton Glarus (Spitex Glarus Süd, Sernftal, Glarus und Glarus Nord) bieten für fünf Lernende Fachfrau/-mann Gesundheit (FaGe) und einer Studierenden Pflege, der höheren Fachschule (HF), Praktikumsplätze an. Die Praktika sind Teil der Ausbildung am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales (BZGS) in Glarus, welche mit der Praxis eng zusammenarbeitet. Masterplan. Hohes Entwicklungspotential und grosse Bedeutung für Glarus Die Gemeindeversammlung Glarus hat im Rahmen der Richtplanung 2013 das Gebiet Bahnhof Glarus/Ennetbühls als Entwicklungsschwerpunkt (ESP) definiert. Innerhalb der im September 2016 ebenfalls durch die Gemeindeversammlung verabschiedeten Gesamtrevision der Nutzungsplanung wurde das Teilgebiet Untere AllmeindderdreigeschossigenWohn - zone zugewiesen und das benachbarte Kartoni-Areal in eine Mischzone Wohnen und Arbeiten umgezont. Die beiden Areale stellen damit heute ein zusammenhängendes Gebiet mit nicht nur sehr hohem Entwicklungspotential, sondern auch von grosser Bedeutung für Glarus dar. Masterplan bietet Grundlage für weitere Entwicklung Am 8. März 2018 hat der Gemeinderat Glarus die Erarbeitung eines Masterplans die beiden Teilgebiete Untere Allmeind und Kartoni-Areal betreffend in Auftrag gegeben. Ziel des Masterplans ist es, auf Basis des Gemeinderichtplans die grundlegenden Absichten und Rahmenbedingungen für die Arealentwicklung auf - zuzeigen und damit die Grundlage für das Richtprojekt und den Überbauungsplan zu schaffen. Der Masterplan für das Kartoni- Quartier wurde durch eine breit angelegte Begleitgruppe erarbeitet. Vertreter des Gemeinderats, der kantonalen und kommunalen Behörden sowie Fachexperten haben sich an fünf Workshops mit der Entwicklung des Areals auseinandergesetzt. Parallel zu diesem Planungsprozess, der stark auf die Themen Raumplanung, Verkehr, Erschliessung und Einordnung fokussiert, fanden verschiedene Workshops mit lokalen Vertretern aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus, Detailhandel, Medizinische Versorgung, Politik, Raumplanung und Architektur sowie Kultur zur Frage der zukünftigen Nutzungsbedürfnisse insbesondere auf dem Kartoni-Areal statt. Ende Juni 2019 haben die beiden Eigentümervertreter, die Gemeinde Glarus und die Sutter Projects GmbH, die direkten Nachbarn des Kartoni- Areals zu einem Informations- und Austauschanlass eingeladen. Dabei wurde Anwohnern, Eigentümern und Liegenschaftsverwaltern der Masterplan und damit mögliche Nutzungskonzepte für das neu entstehende Kartoni-Quartier vorgestellt. Geschichte und Kultur verbunden mit modernem Leben Der Masterplan sieht für den nörd - lichen Teil des Kartoni-Areals als mögliche Variante die Bewahrung der kulturell und geschichtlich wichtigen Bebauungsstruktur vor. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes wird geprüft, ob Arbeiterhaus, historische Hallen und Hänggi-Turm erhalten bleiben. (Foto: zvg) Im Gebiet sollen Wohn- und Gewerbe - nutzungen wie insbesondere auch kulturelle Nutzungen möglich sein. Die sich im südlichen Teil befindenden Werkhallen sollen abgebrochen und durch eine attraktive Struktur mit einem vielseitigen Angebot für Wohnen und Arbeiten ersetzt werden. Keine Konkurrenz zu privaten Wohnbauaktivitäten Für das Gebiet Untere Allmeind lässt der Masterplan für die Ausrichtung und Gestaltung der Überbauung noch einen grossen Spielraum. Die städtebaulichen Vorgaben für die Über - bauung sollen im Rahmen eines qualitätssichernden Verfahrens und des darauf aufbauenden Richtprojekts erarbeitet und im Überbauungsplan umgesetzt werden. Damit wird sicher - gestellt, dass eine attraktive, quali tativ hochwertige Überbauung mit einem hohen Wohn- und Aufenthaltswert realisiert werden kann. Da in der Gemeinde aktuell eine rege Bautätigkeit herrscht und die Gemeinde private Bauvorhaben nicht konkurrenzieren will, erhält die Er - arbeitung des Richtprojekts und des Überbauungsplans für dieses Teil - areal keine Priorität. Parkierung und Linthsteg miteinbeziehen Die Erschliessung durch den moto - risierten Verkehr soll unter anderem vom «Kronen»-Platz her erfolgen. Daria Landolt (links) und Michaela Rüdisüli (rechts). Alle drei haben die Lehrabschlussprüfung FaGe erfolgreich bestanden. Herzliche Gratulation! Monika Frei. (Fotos: zvg) Lehrabschlüsse 2019 Dieses Jahr haben bei der Spitex Glarus Nord zwei FaGe-Lernende ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Sie gehörten zum letzten Jahrgang, der gemäss der altrechtlichen Bildungsverordnung von 2010 aus - gebildet wurde. Ausserdem schloss ebenfalls erfolgreich, in der Spitex Glarus Süd, eine FaGe ab, welche am BZGS die FaGe-Ausbildung für Erwachsene absolvierte. Diese Ausbildung steht Erwachsenen offen, welche gerne das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als FaGe erlangen möchten und bereits eine fünfjährige Arbeitserfahrung (davon mindestens drei Jahre je 100% im Pflegebereich) nachweisen können. Im Gegensatz zu den üb - lichen FaGe-Lehrgängen sind diese im Betrieb angestellt und wechseln somit den Praktikums- und Arbeitsort nicht. Es handelt sich um eine berufsbegleitende Ausbildung. Für FaGe (und bei Erfüllung diverser Kriterien auch für Quereinsteiger) besteht an diversen ausserkantonalen Pflegeschulen die Möglichkeit, das Diplom in Pflege HF auf einem berufsbegleitenden Bildungsgang zu erlangen. Aktuell befindet sich in der Spitex Glarus Süd eine HF-Studierende in dieser Weiterbildung (an der Pflegeschule ZAG in Winterthur), welche Modular aufgebaut ist und maximal vier Jahre dauern darf. Ab diesem September bietet auch das BZGS für Personen mit FaGe- Abschluss eine HF-Pflegeausbildung berufsbegleitend an. Dies hat den Vorteil, dass im Vergleich zu anderen Pflegeschulen die Schultage fest - gelegt und die Lerninhalte sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Dies stellt bei den modularen Bildungsgängen oft eine grosse Herausforderung für die Studierenden dar. Aufgrund der vorgegebenen Struktur ist die Dauer der Weiterbildung auf drei Jahre festgelegt. Auch hier sind die Studierenden im Betrieb angestellt. ● Elena Hizal, Ausbildungsverantwortliche Spitex

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