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33. Ausgabe 2019 (15. August 2019)

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Donnerstag, 15. August 2019 | Seite 10 Informationsabend ERZUB in Braunwald Jetzt beginnt die Zukunft Die Tödihalle in Braunwald war am Mittwochabend, 7. August, mit wohl über 200 Interessierten bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Kanton hatte kurzfristig zu einer Information eingeladen – Thomas Rageth, Gesamtprojektleiter für die Erneuerung Zubringer Braunwald (ERZUB), präsentierte die Varianten, die geprüft werden. Die IG Braunwald nutzte den Abend, um die Vorteile ihrer Lösung «Gondelbahn mit Güterstrasse» aufzuzeigen. Reto Glarner von der IG Braunwald plädiert für den Lösungsansatz der IG. Die beiden Regierungsmitglieder – Landammann Dr. Andrea Bettiga, als Verwaltungsratspräsident der Braunwald Standseilbahn AG, und Regierungsrat Kaspar Becker, als Vorsteher des Departementes Bau und Umwelt – hatten fürwahr keinen leichten Stand. Doch obwohl die Bevölkerung sich in der Fragestunde sehr kritisch artikulierte, gewann man den Eindruck, dass es mit der Erneuerung der Braunwaldbahn tatsächlich vorwärts geht. Umfassende Variantenprüfung Dazu beigetragen hatte die Präsen - tation von Thomas Rageth, welche die vier von der Steuerungsgruppe verfolgten Varianten gleichwertig präsentierte. Zudem hat diese Gruppe im Juni beschlossen, auch die Idee der IG Braunwald auf ihre Machbarkeit und Finanzierbarkeit hin zu prüfen. Diese sieht für den ÖV-Anschluss von Braunwald eine Umlaufbahn als 10er-Gondelbahn vor. Damit sollen Personen und leichte Tagesgüter bis zu einer Tonne transportiert werden. Schwerere Güter sollen über eine zirka 2,5 Kilometer lange Güterstrasse (Kombivariante Strasse – Tunnel) ab dem Wegmacherrank der Klausenstrasse bis Brächalp-Unter - stafel transportiert werden. Dort werden die Güter in einer Umschlaghalle zwischengelagert und mit der be stehenden Logistikin - frastruktur von Braunwald verteilt. Die weiteren Varianten sind jeweils eine Luftseilbahn oder eine Standseilbahn, welche entweder das Dorf Braunwald an der heutigen Berg - station oder den Hütten berg erschliessen sollen. Sie alle beheben die derzeitigen Komfortmängel der Braunwaldbahn. Für diese Vari anten konnte Rageth bereits Kostenschätzungen präsentieren: Am güns tigsten schneidet die Erneuerung der Standseilbahn mit Beibehaltung Linienführung sowie Neubau Bergstation und Umbau Talstation ab, was 26,4 Mio. Franken kosten soll. Eine Standseilbahn mit Bergstation Hütten berge kostet 37,1 Mio. Franken, eine neue Luftseilbahn 38,2 Mio. Franken. Derzeit prüfen zwei spezialisierte Ingenieurbüros die Variante der IG Braunwald. Aus Sicht des Ingenieurs seien, so Rageth, alle Varianten möglich. Entscheidend sei es, eine Variante zu finden und weiter zu verfolgen, die von allen akzeptiert werde, die finanzierbar sei und die auch bewilligt werden könne. Dies die drei Standpfeiler jeder geprüften Variante. (Foto: FJ) Die Diskussion Die dornenreiche Geschichte der vergangenen Jahre zeigte ihre Auswirkungen vor allem in der Diskussion. Wer aber unvoreingenommen hinschaut, kann tatsächlich Morgenluft wittern. Denn wenn die Tiefen - entwässerung erfolgreich ist, so wird sich die Naturgefahrensituation entschärfen und man kann – wenn das der politische Wille ist – weiterhin die Bergstation im Dorf Braunwald behalten. Zudem wird auch die Variante der Opposition auf ihre Machbarkeit überprüft – auch das ein Pluspunkt. Da aber – so oder so – an Anlagen und Bauten Instandhaltungsmassnahmen von 8 bis 10 Mio. Franken getätigt werden müssen, damit 2035 die Konzession erneuert werden kann, ist es entscheidend, die politische Diskussion jetzt zu führen. Drei Foren zur Partizipation mit 16 Anspruchsgruppen und Organisationen aus Braunwald führen die Diskussion, beurteilen die Erschliessungsvarianten. Sie sollen der Steuerungsgruppe ERZUB am 22. September 2019 eine Variante empfehlen. Natürlich brauche es dazu, so Kaspar Becker auf eine Frage von Fridolin Walcher, die Akzeptanz auf der Stufe Kanton. Die Basis dafür dürfte allerdings sein, dass die Braunwalderinnen und Braunwalder sich einig sind. Die IG Braunwald wies auf einige wichtige Punkte hin. So wollte Ursina Kappeler wissen, was geschieht, wenn die Bahn während der Erneuerung 10 Wochen lang still steht. Man forderte auch Sicherheit und ein re - dundantes Erschliessungssystem mit Bahn und Strasse. Auf den Punkt brachte es Patrik Vogel, Gastgeber im Hotel Bellevue. Es gehe darum, das Gemeinwohl von Braunwald vor die Eigeninteressen zu stellen. Ob das gelingt? Die kommenden Monate werden es weisen. ● FJ Leserfoto So schön ist unsere Natur Gletscherseeli am Clariden-Höhenweg. (Bildbericht: Isabella Hefti-Illien, Schwanden) Polizeimeldungen SCHWANDEN: VERKEHRSUN- FALL. Am Mittwoch, 7. August, um 19.50 Uhr ereignete sich im Wyden in Schwanden ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Der Lenker eines Personenwagens passierte den Bahn - übergang Wyden. In der Folge verlor der 22-Jährige aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug, was zu einer Kollision mit einem Metallzaun am linken Strassenrand führte. Beim Unfall wurde niemand verletzt. Das Auto wurde total beschädigt und am Zaun entstand Sachschaden. MOLLIS: SCHWERER VER- KEHRSUNFALL MIT TODES- FOLGE. Am Freitag, 9. August, um zirka 19.55 Uhr ereignete sich auf der Bahnhofstrasse in Mollis ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad. Eine 35-jährige Personenwagenlenkerin fuhr auf der Rüfistrasse in Richtung Bahnhofstrasse. Dort angekommen hielt sie am Stoppsignal an. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass sie ihre Fahrt fortsetzen konnte, be - absichtige sie geradeaus in die Kanalstrasse zu fahren. Gleichzeitig näherte sich auf der Bahnhofstrasse ein 22- jähriger Motorradlenker, welcher in Fahrtrichtung Näfels fuhr. Trotz einer Vollbremsung des Motorradlenkers kam es auf der Strassenkreuzung zu einer heftigen Kollision. Aufgrund des Aufpralls und einer Lenkbewegung der beteiligten Personenwagenlenkerin kam es auf der Kanalstrasse zu einer kleinen Folgekollision mit einem dort eingespurten Personen - wagen. Privatpersonen kümmerten sich unverzüglich um den schwer verletzten Motorradlenker. Die weitere Be - treuung wurde von der Ambulanz des Kantonsspitals und durch die rega- Crew übernommen, welche den Patienten in eine Spezialklinik flog, wo er in der vergangenen Nacht verstorben ist. Am Motorrad und an den beteiligten Personenwagen entstand grosser Sach schaden. Weiter im Einsatz standen das Care-Team, die Feuerwehr Näfels-Mollis, die Staatsanwaltschaft und mehrere Funktionäre der Kantonspolizei. NIEDERURNEN: VERKEHRS- UNFALL. Am Samstag, 10. August, um zirka 12.30 Uhr ereignete sich auf der Wiesenstrasse in Niederurnen ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Rollstuhl. Eine 47-jährige Personenwagenlen - kerin fuhr vom Parkdeck der Migros- Filiale in Richtung Wiesenstrasse. Dabei übersah sie einen im Rollstuhl sitzenden Mann, welcher mit seinem Gefährt vom Fussgängerstreifen oder vom dortigen Radstreifen kam. Infolge dessen kam es zur Kollision zwischen dem Personenwagen und dem Rollstuhl. Der Rollstuhlfahrer fiel auf den Asphalt und zog sich unbestimmte Verletzungen zu. Die Ambulanz wurde beigezogen. GLARUS: VERKEHRSUNFALL. Am Sonntag,11.August, um 22.15 Uhr ereignete sich auf der Pfrundhausstrasse in Glarus ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Die Lenkerin eines Personenwagens war von Riedern herkommend auf der Eichenstrasse unterwegs. Bei der Verzweigung zur Pfrundhausstrasse kam es zur Kollision mit einem parkierten Auto, welches dadurch gegen einen Elektrokasten geschoben wurde. Nach kurzer Weiterfahrt kollidierte die 50-Jährige am rechten Strassenrand seitlich mit einer Grundstückmauer, bevor sie bei der Verzweigung zur Oberdorfstrasse von einem Motorradfahrer angehalten wurde. Bei der Lenkerin wurde in der Folge eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Der Fahrausweis wurde ihr abgenommen. Es wurde niemand verletzt. An den Fahrzeugen und am Elektrokasten entstand Sachschaden. GLARUS: VERKEHRSUNFALL. Am Montag, 12. August, um zirka 17.50 Uhr ereignete sich auf der Schweizerhofstrasse in Glarus ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Fussgängerin. Der18-jährige Lenker eines Personen - wagens fuhr mit seinem Personen - wagen von den Parkplätzen vor dem Bahnhofgebäude weg und beabsichtigte in die Schweizerhofstrasse einzubiegen. Dabei übersah der Lenker eine 51-jährige Fussgängerin, welche gleichzeitig von rechts herkommend den Fussgängerstreifen überquerte. Der Personenwagen touchierte die Fussgängerin woraufhin diese auf den Boden stürzte. Die Fussgängerin zog sich dabei leichte Verletzungen zu und wurde mit der Ambulanz zur Kontrolle und Behandlung ins Kantonsspital Glarus überführt. Am Fahrzeug entstand geringer Sachschaden. MOLLIS: VERKEHRSUNFALL. Am Dienstag, 13. August, um zirka 07.30 Uhr ereignete sich auf der Oberrütelistrasse in Mollis ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Fahrrad. Die 59-jährige Lenkerin eines Personenwagens fuhr auf der Erlenstrasse und beabsichtigte in die Oberrütelistrasse einzufahren. Dabei übersah die Lenkerin infolge Unachtsamkeit einen 26-jährigen Fahrradlenker der auf der Oberrütelistrasse vortrittsberechtigt in Richtung Netstal unterwegs war. Bei der Kollision zwischen beiden Fahrzeugen kam der Fahrradlenker zu Fall und stürzte auf die Fahrbahn. Beim Sturz zog sich dieser Schürfungen und Prellungen zu. An beiden Fahrzeugen entstand geringer Sachschaden. ● Dachsanierungen F. Hösli, 8762 Schwanden Telefon 055 64410 06 www.f-hoesli-ag.ch

Donnerstag, 15. August 2019 | Seite 11 Glarner Landwirtschaft aktuell Direktzahlungen für die Ökoprogramme des Jahres 2020 Elektronische Anmeldung Die Anmeldung für a) den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN), für die b) Produktionssystembeiträge: – besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme (BTS) – regelmässiger Auslauf im Freien (RAUS und RAUS Weide) – biologischer Landbau (Bio) – graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) – extensive Produktion von Getreide (Extenso) sowie für die c) Ressourceneffizienzbeiträge: – schonende Bodenbearbeitung von Hauptkulturen (z. B. Direktsaat, Streifensaat oder Mulchsaat) für das kommende Beitragsjahr (2020) ist bis spätestens am Samstag, 31.August, einzureichen. Diese Meldungen können im agri - portal – www.agriportal.gl.ch – in der Zeit zwischen Donnerstag,15.August, und Samstag, 31. August, erfasst werden. Für Landwirte ohne PC steht die Geschäftsstelle des Glarner Bauernverbandes wieder zur Verfügung. Landwirte, die keine An- oder Abmeldung machen wollen, müssen im agriportal keinen Eintrag machen. ● Gartengottesdienst im Buchholz in Glarus Eindrücklich und gehaltvoll Der Gartengottesdienst des Vereins Freizeitgärten Glarus und der reformierten Kirche Glarus-Riedern beim Oberstufenschulhaus Buchholz in Glarus war am Sonntag, 11. August, bei Sonnenschein und blauem Himmel wie gewohnt sehr gut besucht. 89 Personen aller Altersgruppen waren erschienen. Lieber (böser) FRIDOLIN Leserbrief «Sommer in der Stadt» Wer «Sommer in der Stadt» in Glarus nicht besucht hat, ist selber schuld. Wie sagte doch Friedrich Nietzsche: «Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.» Da ich nicht alle Abende in Glarus besuchen konnte, kann ich nur ein Urteil über den Samstag und den Montag abgeben. Was an diesen Abenden geboten wurde, war wieder einmal Live-Musik vom Feinsten. Ob am Samstag Glarner Mundart-Rock mit Pepi Hug mit seinen Mannen oder am Montag mit «Glarus West». Man kann wirklich sagen, dass die Live- Bands in unserem Kanton noch nicht ausgestorben sind. Die Country- und Western-Band mit dem «Fiddler Gugger» muss man nicht speziell vorstellen, die kennt eh jeder, da Pepi seit Jahren mit seinem Bruder George auf Tour ist. Und was bei «Glarus West» mit dem Sänger Res Schlittler, die am Montag spielten, erstaunt, dass ihr Rock- Blues-Repertoire breit gefächert ist. Da gibt es nicht nur die CCR- Nummer «Die Prüde Mary», sondern auch noch den Gassenhauer von einst «Just a Gigolo» usw. Man könnte noch seitenlang über die verschiedenen Events bei «Sommer in der Stadt» schreiben ... Fakt ist: Ihr habt es wieder einmal super gemacht. Danke Glarus Events. ● Walti Grämer, Niederurnen Ein idealer Ort für den Gartengottesdienst: die Südseite des Schulhauses Buchholz in Glarus. Pfarrer Sebastian Doll sagte, «der Garten brauche Zeit, Zuwendung und Raum und wenn man im Leben glücklich sein wolle, dann schaffe man sich einen Garten an.» Sebastian Doll erwähnte eine eindrückliche Begegnung von Matthias Claudius zusammen mit seinen Kindern mit einem Bauern auf dem Feld. Quintessenz daraus: Gott und der Mensch tragen dazu bei, dass alles wächst und gedeiht. Daraus entstanden ist das aus 14Strophen bestehende Kirchenlied «Wir pflügen und wir streuen». Lara Schaffner begleitete und untermalte die Feier mit dem E-Piano mit ihrem grossen Können. (Foto: R.E.) Gemeinsames Mittagessen Den Teilnehmern des eindrücklichen Gottesdienstes offerierten die Organisatoren anschliessend ein feines Mittagessen. Heber und Leger waren hier Vereinspräsident Roli Gisler zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern und freiwilligen Helferinnen und Helfern. ● R. E.

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