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37. Ausgabe 2018 (13. September 2018)

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Donnerstag, 13. September 2018 | Seite 6 Aus dem Regierungsrat Kanton Glarus Departement Bau und Umwelt Leistungsvereinbarungen mit Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung und der BTS Glarnerland Die Leistungs- und Beitragsverein - barungen für 2019 mit den vier anerkannten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Kanton Glarus (Fridlihuus, glarnersteg, Menzihuus, Teen Challenge Schweiz) werden verabschiedet und budgetierte Kantonsbeiträge von 7,223 Mio. Franken (Vorjahr: ebenfalls 7,223 Mio. Fr.) genehmigt. Anstelle einer Defizitdeckung werden die Betriebsbeiträge pauschal (inkl. Investitionsanteil und Auflage zur Bildung eines Schwankungsfonds) und auf Personen bezogen ausgerichtet. Alle Glarner Einrichtungen liegen innerhalb des Kennzahlen vergleichs (Benchmark) der SODK Ost+ZH- Kantone. Der Verein Teen Challenge gliedert seine zwei Liegenschaften Hochwart und Rössli per 1. Januar 2019 in eine Immobilien - gesellschaft aus. Dies führt zu einem höheren Mietaufwand, wobei auf eine Anpassung der Pauschalen vorläufig verzichtet wird. Der Regierungsrat genehmigt die Beitragsvereinbarung mit der Stiftung Beratungs- und Therapiestelle Glarnerland BTS, welche weiterhin eine finanzielle Abgeltung von 220 000 Franken vorsieht. Ausserdem stellt der Kanton Glarus der BTS zweckmässige Räumlichkeiten im Eigentum des Kantons unentgeltlich zur Verfügung. Arbeitsvergebungen Folgende Arbeiten werden vergeben: • Baumeisterarbeiten für die Hang - sicherung am Fulenchopf an der Klöntalerstrasse an die Marti AG, Matt; • Baumeisterarbeiten für die Bushaltestelle an der Badstrasse in Niederurnen an die Walter Hösli Strassenbau AG, Glarus. Beiträge Denkmalpflege und Energiefonds An die Sanierung der katholischen Kirche in Linthal werden Kantonsbeiträge von maximal 79 600 Franken sowie Gemeindebeiträge von maximal 53 000 Franken gewährt. An die energetische Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Haslen wird aus dem Energiefonds ein Kantonsbeitrag von 19 400 Franken und ein globalbeitragsberechtigter Beitrag von 77 600 Franken, total ein Beitrag von 97 000 Franken zugesichert. Personelles Der Regierungsrat gratuliert zu folgenden Dienstjubiläen: • Thomas Ortega, Glarus, Kantonsschullehrer, 10 Jahre; • Susanne Konrad, Flums, Abteilung Landwirtschaft, 10 Jahre. ● Holzfeuerungskontrolle im Kanton Glarus Zweite Kontrollperiode läuft Nach dem ersten Turnus für die Holzfeuerungskontrolle in den Jahren 2016/17 läuft 2018/19 die zweite Kontrollperiode Seit Anfang 2016 werden von den Gemeinden des Kantons Glarus, wie auch der anderen Ostschweizer Kantone, Sichtkontrollen von Holzfeuerungen durchgeführt, um den Ausstoss an Luftschadstoffen zu vermindern. Der Bundesrat hat im Frühling 2018 zudem eine generelle, schweizweite Pflicht für derartige Kontrollen festgelegt. In der Ostschweiz erfolgt die Kontrolle in der Regel durch den Kaminfeger. Alternativ und zu höheren Kosten kann auch der Gemeindekontrolleur zugezogen werden. Verantwortlich für die Durchführung der Kontrolle ist der Betreiber bzw. die Betreiberin einer Holzfeuerung. Er oder sie muss dem Kaminfeger den Auftrag erteilen, zusammen mit den Kaminfegerarbeiten alle zwei Jahre die Kontrolle durchzuführen, einen 83. Musikwoche Braunwald Toller Schlusspunkt entsprechenden Rapport auszufüllen und diesen dem Gemeindekontrolleur zu senden. In den Jahren 2016 und 2017 hat der erste Turnus der Kontrollen statt - gefunden. In diesem Zeitraum hätten alle Holzfeuerungen einmal kontrolliert werden müssen. Wegen Anlaufschwierigkeiten war dies nicht überall möglich, muss aber nachgeholt werden. In den Jahren 2018 und 2019 läuft nun der zweite Turnus, während dem die zweite Kontrolle stattfinden muss. Es empfiehlt sich darum für die Feuerungsbetreiber, schon im kommenden Winter dieser Pflicht nach - zukommen und eine Kontrolle zu veranlassen. Für nähere Auskünfte stehen die Gemeinden oder die Gemeinde-Feuerungskontrolleure zur Verfügung. ● Die Organisatoren der Musikwoche Braunwald unter Präsident Hans Brupbacher können mit Begeisterung und Freude auf eine geglückte 83. Ausgabe dieses hochklassigen Festivals zurückblicken. Junge und arrivierte Künstlerinnen und Künstler der Topklasse, hervor - ragende Referate und ein ausgezeichneter Schlusspunkt mit dem Chor und dem Orchester der Musikwoche: Unter dem Thema «Und jetzt?» ging eine grossartige 83. Musikwoche Festtagsartikel zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag Fragen zu «Gott und die Welt» Auch die evangelisch-reformierte Kirche von Niederurnen aus dem Jahr 1659 lädt zur bettäglichen Besinnung ein. (Foto: FJ) Fragen zu «Gott und die Welt» be - wegen uns Menschen immer wieder. Beim Ringen um diese Fragen braucht es schon eine gehörige Portion Res pekt, Andersdenkende und -glaubende so zu nehmen wie sie nun mal sind. Den Eidgenössischen Dank-, Bussund Bettag möchte ich deshalb zum Anlass nehmen, meine Augen auf den zu richten, der in der Vergangenheit immer wieder trennte, uns aber im Kern seines Wesens einen möchte. Und wie könnte das besser gelingen als mit einer Erzählung, einer von Leo Tolstoi geschriebenen, die mir diesen Blick eröffnet. Denn Gott zu schauen, zu ihm ein Verhältnis zu haben, ist etwas, das nur mit Augen möglich ist, die meine antrainierte Sichtweise durchbrechen. Hier nun die Erzählung: In einem fernen Lande lebte einst ein König, den am Ende seines Lebens Schwermut befallen hatte.«Schaut», sprach er, «ich habe in meinem Glarner Kantonalbank Zurück an das Kantonsgericht des Kantons Glarus Die Schadenersatzklage der Glarner Kantonalbank gegen ehemalige Organe geht zurück an das Kantons - gericht des Kantons Glarus. Weder die Glarner Kantonalbank noch die Beklagten ziehen das Urteil des Obergerichts des Kantons Glarus an das Bundesgericht weiter. In seinem Urteil vom 6./29. Juni 2018 wies das Obergericht die Schaden - ersatzklage der Glarner Kantonalbank gegen ehemalige Organe an das Kantonsgericht (Erstinstanz) zurück. ● pd. Braunwald zu Ende. Die Organi - sierenden bedanken sich bei allen Künstlerinnen und Künstlern, Sän - gerinnen und Sängern für 14 be - reichernde Konzerte sowie bei dem Referenten, dem Moderator und den Podiumsteilnehmerinnen und Podiumsteilnehmern am Forum. Dank gilt dem ganzen Vorstand der Musikwoche, allen Helferinnen und Helfern, dem Hotelierehepaar und dem Hotelpersonal, den Hauptpartnern, Partnern, Konzertpartnern, Medienpartnern, Gönnern und Inserenten für die grosszügige fachliche und finanzielle Unterstützung sowie allen weiteren Personen, die einen Beitrag zum guten Gelingen geleistet und auch allen Institutionen, welche der Musikwoche Gastrecht gewährt und diverses Material ausgeliehen, transportiert und installiert haben. Eine steigende Zahl von neu gierigen und aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern beehrtete die vielfäl - tigen Konzerte. Alle Berichte und zahlreiche Fotos werden bald unter www.musikwoche. ch aufgeschaltet. Die 84. Musikwoche Braunwald wird vom Samstag, 31. August, bis zum Freitag, 6. September 2019, statt - finden. Reto Cuonz wird die Chorwoche vom Sonntag, 1., bis zum Freitag, 6. September 2019, leiten. ● eing. Leben alles, was nur ein Sterblicher erleben und mit den Sinnen erfassen kann, erfahren, vernommen und geschaut. Nur etwas habe ich nicht schauen können in meinen ganzen Lebens jahren. Gott habe ich nicht gesehen. Ihn wünschte ich noch wahrzunehmen!» Und der König befahl allen Macht - habern, Weisen und Priestern, ihm Gott nahezubringen. Schwerste Strafen wurden ihnen angedroht, wenn sie das nicht vermöchten. Der König stellte eine Frist von drei Tagen. Trauer bemächtigte sich aller Be - wohner des königlichen Palastes, und alle erwarteten ihr baldiges Ende. Genau nach Ablauf der drei - tägigen Frist um die Mittagsstunde liess der König sie vor sich rufen. Der Mund der Machthaber, der Weisen und Priester blieb jedoch stumm, und der König war bereit, in seinem Zorn das Todes urteil zu fällen. Da kam ein Hirte vom Feld, der des Königs Befehl vernommen hatte, und sprach: «Gestatte mir, o König, dass ich deinen Wunsch erfülle.» «Gut», entgegnete der König, «aber bedenke, dass es um deinen Kopf geht.» Der Hirte führte den König auf einen freien Platz und wies auf die Sonne. «Schau hin», sprach er. Der König erhob sein Haupt und wollte in die Sonne blicken, aber der Glanz blendete seine Augen, und er senkte den Kopf und schloss die Augen. «Willst du, dass ich mein Augenlicht verliere?» sprach er zu dem Hirten. «Aber König, das ist doch nur ein Ding der Schöpfung, ein kleiner Abglanz der Grösse Gottes, ein kleines Fünkchen seines strahlenden Feuers. Wie willst du mit deinen schwachen, tränenden Augen Gott schauen? Suche ihn mit anderen Augen!» Der Einfall gefiel dem König; er sprach zu dem Hirten: «Ich erkenne deinen Geist und sehe die Grösse deiner Seele. Beantworte mir nun meine nächste Frage: Was war vor Gott?» Nach einigem Nachsinnen meinte der Hirte: «Zürne mir nicht wegen meiner Bitte: Beginne zu zählen.» Der König begann: «Eins, zwei ...». «Nein», unterbrach ihn der Hirte, «nicht so; beginne mit dem, was vor eins kommt.» – «Wie kann ich das? Vor eins gibt es doch nichts.» – «Sehr weise gesprochen, o Herr. Auch vor Gott gibt es nichts.» Diese Antwort gefiel dem König noch besser als die vorhergegangene. «Ich werde dich reich beschenken; vorher aber beantworte mir noch eine dritte Frage: Was tut Gott?» Der Hirte bemerkte, dass das Herz des Königs weich geworden war. «Gut», entgegnete er, «auch diese Frage kann ich beantworten. Nur um eins bitte ich dich: Lass uns für ein Weilchen die Kleider wechseln.» So legte der König die Zeichen seiner Königswürde ab und kleidete damit den Hirten. Dann legte er sich selbst den unscheinbaren Rock des Hirten an und hängte sich die Hirtentasche um. Der Hirte setzte sich nun auf den Thron und ergriff das Zepter und wies damit auf den an den Thronstufen mit seiner Hirtentasche stehenden König: «Siehst du, das macht Gott: Die einen erhebt er auf den Thron und die anderen heisst er heruntersteigen!» Daraufhin zog der Hirte wieder die eigenen Kleider an. Der König aber stand versonnen da. Das letzte Wort dieses schlichten Hirten brannte in seiner Seele. Plötzlich erkannte er sich und mit Freude sprach er: «Jetzt schaue ich Gott!» Nur eine Erzählung? – Schauen Sie mal, ob Sie Gott mit solchen Augen sehen möchten und manches dann anders betrachten als bisher. ● Pfarrer Matthias Peters, Niederurnen General Bachmann Gesellschaft Markus Somm in Näfels Martin Laupper, seit diesem Jahr wieder Präsident der General Bachmann Gesellschaft, lädt am Samstag, 15. September, im Namen des Generalrats zum traditionellen «Bettagsbot» in den Freulerpalast. Markus Somm. (Foto: zvg) Als Referent konnte er den bekannten Publizisten Markus Somm verpflichten. Somm, Jahrgang 1966, weist eine beachtliche journalistische Karriere auf. So schrieb er für den «Tages- Anzeiger» als Inlandredaktor mit Schwerpunkt Sozialpolitik und Wirtschaftspolitik, und er amtete auch als Bundeshausredaktor für die gleiche Zeitung. Nationale Aufmerksamkeit erhielt der Vollblutjournalist, als er 2010 zur «Basler Zeitung» wechselte, wo er seit 2014 auch als Verleger tätig ist. Nebst seiner journalistischen Arbeit verfasste er auch verschiedene Publikationen, wie beispielsweise je ein Buch zu General Guisan und Christoph Blocher. Somm ist oft in politischen Talksendungen als pointierter und belesener Historiker zu sehen. Thema des hochkarätigen Referenten zum Bettagsbot ist die frühere Regierungsform, der alte Staat, das sogenannte Ancien Regime. Seine Betrachtungen zum Zustand der heutigen Schweiz versprechen spannende Unterhaltung und Aufklärung zugleich. Am Samstag,15.September, von 17.00 bis 19.00 Uhr Referat im Freulerpalast in Näfels. Der Anlass ist öffentlich. ● pd.

Donnerstag, 13. September 2018 | Seite 7 BDP des Kantons Glarus Parolen gefasst Ja zum «Bundesbeschluss über die Velowege», Stimmfreigabe zur «Fair- Food-Initiative» und einstimmig Nein zur Volksinitiative «Für Ernährungssouveränität» lauten die Abstimmungsempfehlungen der erweiterten Parteileitung der BDP des Kantons Glarus zu den eidgenössischen Volksabstimmungen vom 23. September. Man war sich einig, der direkte Gegenentwurf zur zurückgezogenen «Velo-Initiative» ist der richtige Weg, die Velowege in die Verfassung aufzunehmen. Die Ergänzungen in Artikel 88 der Bundesverfassung stellen die Velowege – was das Engagement des Bundes betrifft – auf die gleiche Stufe wie die Fuss- und Wanderwege. Dies unter Wahrung der Zuständigkeit der Kantone. Ausgiebig wurde über die «Fair-Food- Initiative» – die von Landrat und Bauernpräsident Fritz Waldvogel vorgestellt wurde – diskutiert. Unbestritten war, dass die Forderungen nach guter Qualität unter Einhaltung einer umweltschonenden und tierfreund - lichen Herstellung der Lebensmittel in der Schweiz erfüllt sind. Für die Befürworter der Initiative ging es deshalb vor allem um eine genauere Deklaration bei Lebensmitteln aus dem Ausland und die Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung (Food Waste). Die Gegner der Initiative sehen aufgrund der strengeren Vor - gaben Konflikte bei bestehenden Freihandelsabkommen. Auch der Einkaufstourismus dürfte bei einer Annahme der Initiative – so die Meinung der Gegner – eher zunehmen. Letztendlich einigten sich die Anwesenden auf Stimmfreigabe zur «Fair-Food- Initiative». Ein einstimmiges Nein resultierte aus der Diskussion über die Initiative «Für Ernährungssouveränität». Einerseits sind viele Anliegen der Initianten bereits umgesetzt – aus dieser Sicht ist die Initiative überholt. Andererseits fordert die Initiative einen verstärkten staatlichen Eingriff in die Agrarwirtschaft, der die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Landwirte stark einschränkt. Für die BDP ist dies definitiv kein gangbarer Weg! ● pd. Grüne des Kantons Glarus Überzeugtes Ja zur Fair-Food-Initiative Die Grünen des Kantons Glarus sagen Ja zur Fair-Food-Initiative und zum Bundesbeschluss über die Velowege. Die Ernährungssouveränitäts-Initiative wird trotz grosser Sympathien abgelehnt. Lebensmittel von guter Qualität, die ressourcenschonend, umwelt- und tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, sind das Ziel der Fair-Food-Initiative. Einstimmig stellen sich die Mit - glieder der Grünen Glarus hinter diese Initiative, auch angesichts von Klimawandel und Lebensmittelverschwendung. Regionale und saisonale Produkte werden gefördert, was die Eidg. Volksabstimmung vom 23. September 2018 Wahlempfehlungen bedürfen eines Inserates. Gerne unterstützt Sie unser Verkaufsteam entweder online unter fridolin@fridolin.ch oder am Schalter in Schwanden. Für Sie offen Montag bis Freitag, von 07.30 bis12.00 und von13.00 bis17.30 Uhr. Danke für Ihr Verständnis Ihr FRIDOLIN-Team Abstimmungsforum 23. September 2018 Vielfalt und Auswahl vergrössert und weniger Transporte zur Folge hat. Importprodukte aus nachhaltiger Produktion werden ebenfalls gefördert, beispielsweise durch die Vergabe von Importkontingenten, ohne dass dabei internationale Verträge gefährdet werden. Die Initiative setzt somit nicht wie vielerorts behauptet auf Verbote, sondern schafft Anreize für fair produzierte Lebensmittel im In- und Ausland. Es findet auch keine Be - vormundung der Konsumenten statt: Die Entstehungsbedingungen bei Lebensmitteln sollen klar deklariert werden, sodass die Konsumentinnen bewusst Kaufentscheide fällen können. Die Grünen des Kantons Glarus überzeugt des Weiteren, dass die Ini tiative das grosse Problem Lebensmittelverschwendung angehen will. Sympathien für die Ernährungssouveränitäts-Initiative, aber dennoch ein Nein Insbesondere die angestrebte öko - logische Ausrichtung der Initiative weckt bei den Grünen grosse Sympathien. So gefallen die beabsichtigte stärkere Förderung von kleineren Betrieben, was für die Biodiversität wohl positive Folgen hätte, oder das Gentech-Verbot. Für eine Mehrheit der Grünen jedoch geht die damit verbundene Abschottung der Schweizer Landwirtschaft zu weit, die Initiative wird abgelehnt. Klares Ja für die Velowege Zum Bundesbeschluss über die Velowege beschliesst die Versammlung einstimmig die Ja-Parole. Dieses Ja fördert den Langsamverkehr, der in der Schweiz in vielen Kantonen nach wie vor stiefmütterlich behandelt wird. Der ausgewogene Kompromiss - vorschlag – der ja ein Gegenvorschlag zur Velo-Initiative ist – trägt zu einer höheren Verkehrssicherheit bei, von der jeder Verkehrsteilnehmer profitieren wird. ● pd. SP des Kantons Glarus 3xJa Die SP des Kantons Glarus traf sich im «Glarnerstübli» in Glarus, um die Parolen für die nationalen Abstimmungen vom 23. September zu fassen, und empfiehlt zu allen drei Vorlagen ein Ja. Bei der Volksinitiative für Er - nährungssouveränität durfte die Ver - sammlung von den Ausführungen des Präsidenten des kantonalen Bauernverbandes, Fritz Waldvogel, Kenntnis nehmen, zur «Fair Food»-Initiative referierte Landrätin Zarina Friedli. Beide Themen wurden anschliessend intensiv diskutiert. Auch wenn es sich dabei um Verfassungsinitiativen handelt, welche durch das Parlament zu verfeinern sind, punkteten die Initiativen mit ihrer Grundausrichtung, mehr auf Lokales, Ökologie und Nachhaltigkeit zu setzen. Der neue Fraktionspräsident, Landrat Christian Büttiker, präsentierte der Versammlung den Gegenentwurf der Volksinitiative zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege. Auch hier stimmte die Versammlung klar zu, da ja insbesondere auch im Kanton Glarus die Qualität der Radwege schlecht ist und der Regierungsrat unter nationalem Druck zu einem Ausbau der Radwege bewogen werden kann. ● pd. SVP des Kanton Glarus 3 x Nein Für die «Fair-Food»- und für die «Ernährungssouveränitäts»-Initiative setzte sich Frau Landrätin Dr. Priska Müller-Wahl ein, vor allem bezugnehmend auf die Förderung von regionalen Produkten oder die Mass - nahme gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Wogegen aber Nationalrat Marcel Dettling überzeugend konterte und sich vehement für ein Nein aussprach. Die zur Umsetzung der Initiative nötigen Kontrollen seien nicht umsetzbar und enorm teuer, ja sogar ein Eigengoal könnte daraus resultieren und die Bauern würden sogar Marktvorteile verlieren. Die «Fair-Food»- und die «Ernäh - rungssouveränitäts»-Initiative hätten ähn liche Ziele und Folgen. Die Mit - glieder beschlossen einstimmig für beide Ini tiativen die Nein-Parole. Den Bundesbeschluss zur Förderung der Velowege betrachtete Landesstatthalterin Marianne Lienhard aus Sicht des Kantons und plädierte aus föderalistischen Gründen für ein Nein. Zwar verspreche der Bund eine Mitfinanzierung, mache aber auch Auflagen. Die Versammlung fasste auch hier die Nein-Parole. Gleich mitbehandelt wurde die sogenannte Hornkuh-Initiative. Veterinär Jakob Hösli informierte aus der Praxis über den Prozess des Enthornens oder über Verletzungen mit Horn- Kühen. Nationalrat Marcel Dettlin sagte, man müsse sich grundsätzlich die Frage stellen, ob dies auf Ver fassungsebene geregelt werden müsse. Ob mit oder ohne Horn soll jeder Bauer selber entscheiden können. Auch dazu beschloss die Versammlung die Nein-Parole. ● pd. Reformierte Kirche Schwanden: Die Chilchämuus, der Fridolin und das Wunder des Lebens Am Samstag, 15. September, um 16.00 Uhr treffen sich der Fridolin und die kleine Chilchämuus in der reformierten Kirche in Schwanden mit ihren Freunden. Dieses Mal beschäftigen wir uns mit dem Wunder des Lebens. Die Chilchämuus geht dem Wunder des Lebens auf den Grund. (Foto: zvg) Wieso gibt es so viel verschiedene Sorten von Äpfeln. Was machen wir mit ihnen, um sie möglichst lange geniessen zu können? Hast du Ideen oder Fragen zu diesem Thema oder bist du gespannt, von welchen Wundern Fridolin und die Chilchämuus erzählen werden, dann komm auch du vorbei und lerne alle kennen. Dazu singen wir Lieder und erleben fröhliche und besinnliche gemeinsame Momente. Haben wir dich neugierig gemacht? Dann bis am Samstag, wir freuen uns schon! Diese ökumenische Kinderfeier ist für unsere Kleinen (zirka 3 bis 6 Jahre) in Begleitung ihrer Mamis, Papis, Geschwister, Grosseltern und Freunde geeignet. Vielleicht hat es auch einige Mamis oder Papis, die Lust haben, uns bei der Organisation zukünftiger Kinder - feiern zu helfen. Dann meldet euch oder kommt vorbei. ● pd.

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