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37. Ausgabe 2019 (12. September 2019)

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37. Ausgabe 2019 (12. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 37 Donnerstag, 12. September 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 22–24 37 Haustüren? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Blache, Banner: PVC-Müll Erfunden wurden sie, um zum Beispiel die Ladung auf Lastwagen zu schützen – die schweren Kunststoffblachen aus Polyester. Bedruckt werden sie zu Werbebannern, die inzwischen nicht nur auf der Autobahn für die Transportunternehmung werben, sondern auch viele Um- und Neubauten zieren. Da sie langlebig sind, können vor allem Gewerbebetriebe ihre Banner von Baustelle zu Baustelle mitnehmen und mehrmals damit werben. Am Schluss kann man aus ihnen sogar noch Rucksäcke und Taschen nähen. So weit, so gut! Warum sollte man den Raum am Baugerüst auch nicht für die Kommunikation nutzen? Es braucht dort oft sowieso eine Blache, welche Passanten vor Staub und Steinen schützt. Doch findige Selbstvermarkter haben es schon lange entdeckt: Das Glarnerland hat noch eine ganze Reihe von freien Zäunen, Brüstungen und Fassaden, viele davon entlang der Hauptstrasse. Man braucht nur den entsprechenden Eigentümer zu fragen, schon hat man seine ganz persön - liche Plakatsäule, direkt vor den Augen aller. An Brücken, Zäunen und Bäumen tauchen die Plastik - plakate auf – rund um die Wahlen sowieso, aber inzwischen eigentlich während des ganzen Jahres. Und weil sie billig gekauft werden können und weil das Aufhängen je nachdem fast gratis ist, werden Banner gedruckt auf Teufel komm raus – nicht nur für langfristige Zwecke, wo sie Sinn machen, sondern auch für einmalige Anlässe wie Oktoberfeste oder Oldtimertreffen. Das sind pro Anlass jeweils einige Kilogramm Polyester und PVC-Beschichtung, die nach ein paar Werbe - wochen auf den Müll gehen. Denn so richtig recyceln bringt bei Kunststoff – mit Ausnahme von PET- Flaschen – zu wenig Nutzen. Die meisten dieser Blachen werden also verbrannt. Doch nicht bei der Klima jugend: Sie bringt den Plastik nicht zur Verbrennung, sondern vermeidet ihn gleich ganz – auch bei der Kommunikation. Vorbildlich werden die Welt-retten-Transparente auf Karton und Papier gemalt. So können sie mit dem Altpapier entsorgt werden. Hoffentlich macht dieses Beispiel Schule. Wer einen Banner drucken lässt, prüfe, wie lange er die Kunststoffblache zu nutzen gedenkt und ob das wirklich die nachhaltigste Art der Kommuni - kation ist. Schliesslich gibt es für die Werbung ja auch die gute alte Zeitung. Sie wird gelesen, von den Vereinen gesammelt und als wertvoller Rohstoff erneut eingesetzt. Das spült Geld in die Vereinskasse und sichert Arbeitsplätze. ● FJ Brot und Zopf werden in der Bäckerei getrocknet und als Paniermehl wieder verwendet. «Food Waste» im Glarnerland Nutzen statt verschwenden (Foto: FJ) Das Schlagwort ist in aller Munde: «Food Waste», also Essensverschwendung. Ein Drittel aller Nahrungsmittel, die in der Schweiz produziert werden, geht auf dem Weg zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet – fast die Hälfte davon in den Haushalten, die mehr einkaufen als sie essen. Sind Früchte und Gemüse erst einmal geerntet, kommt es auf Geschwindigkeit an. Renato Häfliger, Geschäftsleitung, Gebr. Gentile AG, bringt es so auf den Punkt: «Das Problem ‹Food Waste› bekämpfen wir mit dem schnellen Umschlag: Heute rein, heute raus! Etwa die Hälfte unserer Früchte und Gemüse stammt aus Schweizer Produktion, das holen wir morgens ab und liefern es möglichst gleichentags, im Durchschnitt lagern Früchte und Gemüse bei uns unter einem Tag.» Wiederverwerten und verteilen Auch beim Gewerbe ist das Bewusstsein hoch. «Wir haben uns sehr intensiv mit dem Thema ‹Food Waste› beschäftigt – vor drei Jahren organisierten wir dazu einen Kadertag mit den Filialleitungen», sagt Koni Gabriel, Geschäftsführung Bäckerei Gabriel. «Wir haben aber auch das, was man Warendruck nennt. Gewisse Artikel müssen wir bis abends, also bis Ladenschluss, in unseren Filialen anbieten – so etwa Brot, Sandwiches, Salate oder Birchermüesli. Deshalb gibt es immer Retouren. Brot wird dabei zu 100 Prozent wieder verarbeitet – zu Paniermehl, das wir z. B. für Füllungen verwenden.» Zudem backen die Filialen Brote erst bei Bedarf fertig und tauschen sich sofort aus, wenn an einem Ort zu viel da ist. Wenn etwas übrigbleibt, so können die Mitarbeitenden es am Folgetag gratis verzehren. Bei Volg Oberurnen können die Mitarbeitenden überschüssige Lebensmittel auch mal mitnehmen. Christoph Müller, Geschäftsführer, arbeitet zudem neu mit einer jungen Glarner Foodsharing-Organisation zu - sammen. Freiwillige holen jeweils dienstags ab, was der Volg übrig hat. «Ich finde es gut, dass sie etwas gegen ‹Food Waste› tun, das hilft uns allen.» Chefsache Bei allen angefragten Betrieben ist der Kampf gegen «Food Waste» Chef - sache und dieser Kampf beginnt schon beim Einkauf. So sagt Vreni Netzer- Schnyder von der Molki Netstal Milch und Fleisch AG: «Weil ich schon so lange hier bin und alles im Griff habe, werfen wir nicht viel weg. Aber man muss das selber machen als Chef, ich bestelle so viel, wie wir benötigen. Wenn wir zu viel Nidel haben in der Molki, so machen wir daraus Butter oder Sauerrahm. Wenn es nach dem Schlachten viele Koteletts gibt, so machen wir eine Aktion.» Der Käse wird viergeteilt und vakuumiert. «Danach muss man schauen, dass man ihn jeweils von verschiedenen Seiten anschneidet. Ich halte alle dazu an, darauf zu achten. Ich finde es verrückt, am Ende der Lebensmittelkette etwas wegzuwerfen – das mache ich schon der Umwelt zuliebe nicht.» Nur so viel wie nötig Bei Gewerbebetrieben, Restaurants und letztlich auch für den privaten Haushalt ist wegwerfen teuer. Deshalb gilt es, nur so viel zu produzieren und zu kochen, wie man auch braucht. Bei Grossküchen – wie etwa jener der Alters- + Pflegeheime Glarus Nord – werden z. B. am Freitag Mahlzeiten für Samstag, Sonntag und Montag produziert. Harald Klein, Geschäftsführer, sagt: «Wir haben einen grossen Vorteil: Wir produzieren die Mahlzeiten vor und schockgefrieren sie. Je nachdem, wie viele Mahlzeiten dann benötigt werden, wird rege - neriert und geliefert.» Bei anderen Lebensmitteln, etwa Brot, greife man auf Rezepte von früher zurück, wie z. B. Brotrösti. «Einzig, was die Bewohnenden nicht essen, weil sie keinen Appetit haben oder schon satt sind, das wird gesammelt und zur Biogasherstellung abtransportiert.» Ähnlich kann der Privathaushalt vorgehen. Eine kluge Menüplanung für die Woche verhindert «Food Waste». So weiss man, was man kochen will und kauft nur das ein, was man braucht. Reste werden aufgewärmt und gegessen, Rüstabfälle kompos - tiert. Neu ist die Glarner Aktion Foodsharing. Sie sammelt überschüssige Waren ein und verteilt sie an Bedürftige. Im Rahmen von Begegnungen im Volksgarten bietet diese Aktion am Sonntag,15.September, ab 13.00 Uhr im Volksgarten Glarus kostenfrei schmackhafte Foodshare- Menüs an. Mehr auf Seite 8. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 14. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 15. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 14./15. Sept. Dr.med. Dagmar Pillunat Jägerweg 22, Rapperswil-Jona Telefon 055 210 2171 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 14./15. Sept. Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48 New Kia ProCeed GT, 204PS ab CHF 39’900.– New Kia ProCeed GT-Line, 140PS ab CHF 36’900.– Immatrikulation Prämie CHF 1’500.–

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