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38. Ausgabe 2018 (20. September 2018)

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38. Ausgabe 2018 (20. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 38 Donnerstag, 20. September 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 38 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Perspektive wechseln Wer von Mettmen Richtung Norden schaut, für den liegen Glarus, die Linthebene und der Ricken in weiter Ferne; wer auf dem Hirzli steht, für den ist die Linthebene vor der Haustür, ebenso wie der Walensee, das Zürichseegebiet und der Ricken. Zwar liegen nur etwa 24 Kilometer zwischen den beiden Aussichtspunkten, aber die Perspektive ist eine völlig andere. Noch einmal ganz anders ist die Perspektive zuhinterst im Tierfehd oder am Klöntalersee; aber wer im gebirgigen Kanton Glarus eine weitsichtige Perspektive bekommen will, der kommt nicht darum herum, in die Höhe zu gehen. Dort weitet sich der Horizont, die steilen Bergwände weichen zurück und das Glarnerland wird in seiner Einbettung in die Schweizer Landschaft sichtbar. Das Faszinierende an diesen erhöhten Standpunkten: sie rücken das vermeintlich Ferne in die Nähe. Was im Tal fast unendlich weit entfernt scheint – so wie Schwanden von Ziegelbrücke – wird von Mettmen aus zu einer Handbreit. Ganz ähnlich kann es einem beim Blick auf die Glarner Bildungslandschaft gehen. Natürlich sind etwa die Kaufmännische Berufsschule oder die Kantonsschule wichtige und grosse Player im Bildungsplatz. Doch dort, wo das Glarnerland schon immer international war, in Industrie und Gewerbe, kann die Perspektive nicht die zentrale Lage der Schule im Kantonsgebiet sein. Vielmehr gilt es hier, sich regional gut anzubinden und seine Vorteile und Chancen im Schweizer Bildungsmarkt zu ergreifen. Natürlich ist das Kantonsspital Glarus aus Sicht des Kantons für die gesamte Bevölkerung am richtigen Standort gelegen. Doch wenn es um die Bildung im Pflegebereich geht, so liegen etwa Spitalstandorte wie Walenstadt, Lachen, Einsiedeln und Uznach – ja sogar Wattwil, Richterswil und Horgen im Einzugsgebiet unseres Kantons. Denn auch hier will man den Pflegenotstand möglichst mit Fachkräften aus der Region decken. Die Pflegeschule Glarus ging in den vergangenen zehn Jahren richtiggehend durch die Decke. 2009 waren es 60 Fachleute, heute sind es 160 Fachleute, die ausgebildet werden. In der Pflege steckt Potenzial und in der Pflegeausbildung ebenso – wenn es gelingt, die richtige, also die regionale Perspektive im Auge zu be - halten. Das ist den Glarnerinnen und Glarnern bisher bereits oft gelungen. Denn sie können die Perspektive wechseln: vom engen Tal zum Berggipfel, wo sich der Horizont auftut. ● FJ Am Berufsfachschul-Standort Ziegelbrücke werden die Köche aus der gesamten Region ausgebildet. Gewerblich-industrielle Berufsfachschule Ziegelbrücke (GIBGL) 40 Jahre voraus (Foto: Archiv) Vor genau 40 Jahren begann in Ziegelbrücke der Berufsschulunterricht, nachdem – vor 45 Jahren – die Landsgemeinde sich weitsichtig für den Bau einer regionalen Schule in Ziegelbrücke entschieden hatte. In dieser Legislaturperiode will der Regierungsrat in Ziegelbrücke einen Schritt weitergehen, um die Berufsbildungsangebote zu optimieren und das Glarner land wettbewerbsfähiger zu machen. Ein Rück- und Ausblick. Das Wort Bildungslandschaft trifft es recht gut, wenn man die Frage stellt: Wo denn Bildung in der Landschaft steht. Manch einer wird sich noch an die Diskussionen vor der Lands - gemeinde 1973 erinnern, als man – nach dem Standort Glarus für die Kantonsschule – entschied, die Berufsschule nicht in Schwanden, sondern in Ziegelbrücke zu bauen. Schon damals war man der Gewissheit, dass es für eine gute Berufsbildung im Glarnerland eine regionale Perspektive braucht. Das Fazit dieser Entscheidung: Während die Kantonsschule in Glarus fast ausschliesslich Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton selber ausbildet, werden am grössten Glarner Berufsschulstand - ort, in der GIBGL, jedes Jahr 800 Berufslernende aus dem Kanton Glarus, aber auch aus der gesamten Region bis Zürich, Sargans und ins Toggenburg unterrichtet. Dieser erfreuliche Zuzug ist für die Glarner Berufslernenden nicht nur die Chance, sich mit Berufskollegen aus der Region aus - zutauschen – nein, sie erlaubt es der Berufsfachschule, eine breite Palette mit vielfältigen Ausbildungen und Kursen anzubieten, was sie – ohne die Auswärtigen – nicht finanzieren könnte. Berufe der Maschinenindus - trie, des Bau-, Elektro- und Auto - mobilgewerbes, der Gastronomie sowie Fachleute Bewegungs- und Gesundheitsförderung und Coiffeure/ Coiffeusen werden hier angeboten, insbesondere auch die wichtigen überbetrieblichen Kurse. Zudem sind in Ziegelbrücke schon jetzt die Brücken- und Integrationsangebote angesiedelt. Chancen für die Zukunft Grosses Marktpotenzial für den Kanton Glarus besteht im Bereich Höhere Fachschule HF: Seit diesem Sommer führt die ibw Höhere Fachschule Südostschweiz in Ziegelbrücke die Kurse diplomierte Techniker/-in HF Systemtechnik und Informatik sowie diplomierte Techniker/ -in HF Holztechnik und Schreinerei – auch das ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Industrie und Gewerbe. Denn aktuell verfügt nur jeder fünfte Glarner über einen Abschluss auf der so genannten Tertiärstufe, also überFachausweis/Berufsprüfung,eine höhere Fachprüfung, eine Meisterprüfung oder einen Universitäts - abschluss. Die Chance des Kantons Glarus in Ziegelbrücke ist es, den Berufsbildungscampus im Laufe der kommenden Jahre zu einem regio - nalen Zentrum der höheren Berufsbildung auszubauen. Das gibt jungen Glarnerinnen und Glarnern bedeutend verbesserte berufliche Perspektiven in der Region und wird das derzeit im Vergleich zu anderen Kantonen tiefe Bildungs - niveau anheben und den Kanton auch wirtschaftlich wettbewerbsfähiger machen. Weichen stellen Derzeit behandelt der Landrat eine Vorlage, welche die kantonalen Berufsbildungsstrukturen neu gestalten will und dazu einen Kredit für den Architekturwettbewerb und das Vorprojekt zum Ausbau in Ziegelbrücke beantragt. Denn nach 40 Jahren stossen die Schulgebäude der Glarner Berufsschulen an ihre Grenzen. Läuft alles wie vorgesehen, hat die Glarner Bevölkerung an der Lands - gemeinde 2021 die Möglichkeit, die Weichen zu stellen und den Berufslernenden, vor allem aber auch jenen, die sich weiterbilden oder auch beruflich neu orientieren wollen, einen Campus zu bieten, der weit über das Glarnerland hinausstrahlt. Schon beim 10-Jahres-Jubiläum in den Achtzigerjahren stellte niemand mehr den Schritt nach Niederurnen/ Ziegelbrücke in Frage. Heute aber ist die Berufsfachschule in Ziegelbrücke der Trumpf schlechthin, wenn es darum geht, gute Berufsleute, höhere Fachkräfte, Projektleiterinnen und Projektleiter für die gesamte Region auszubilden. Denn in Ziegelbrücke ist nicht nur der Anschluss an den Verkehr gegeben, es ist auch genügend Raum da, um den Campus an die Bedürfnisse der Zukunft anzupassen. Das werden alle Interessierten beim 40-Jahre-Jubiläum oder anlässlich eines Besuches in Ziegelbrücke mit Freude feststellen. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 22. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 23. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 22./23. Sept. Dr.med. Riad Derzi Seestrasse 115, Wädenswil Telefon 044 783 96 46 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 22./23. Sept. Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. New Kia Ceed Classic 1.4 CVVT man. ab Fr. 19 950.– New Kia Ceed Trend 1.4 Turbo GDI man. ab Fr. 26 950.–

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