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38. Ausgabe 2018 (20. September 2018)

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Donnerstag, 20. September 2018 | Seite 6 General Bachmann Gesellschaft Näfels Blitzgescheit und bescheiden Mit der Verpflichtung von Historiker und Journalist Markus Somm ist Präsident Martin Laupper ein Wurf gelungen. Am Samstagabend, 15. September, be - geis terte der Chefredaktor der «Basler Zeitung» im Freulerpalast auch jene Skeptiker, die einzig von Amtes wegen in den ehrwürdigen Rittersaal ge kommen waren. Brillanter Referent: Markus Somm im Rittersaal. Mut zur Verpflichtung Der gebildete, durch seine Bescheidenheit geprägte fünffache Familienvater Somm machte gleich klar, dass er über sich selbst lachen kann, und nahm Journalisten wie Chefredak - toren aufs Korn. Erste Lacher erntete Somm, als er Martin Laupper zu seinem Mut beglückwünschte, ihn überhaupt verpflichtet zu haben. Der blitzgescheite Feingeist weiss, dass er zuweilen zum Jünger Blochers (die «BAZ» gehörte diesem früher) deklassiert wird. Schon möglich, dass sich deswegen einige Amts- und Würdenträger schriftlich für die Nicht teilnahme entschuldigten. Nun SP zum Anschluss Schulhäuser Glarus Süd Fragen zum Glasfasernetz (Foto: zim) – sie haben etwas verpasst: Markus Somm begeisterte mit seinem profunden Hintergrundwissen genauso wie mit seiner angenehmen Rhetorik. Den Bezug vom Ancien Régime zur Gegenwart vermittelte er verständlich und ohne dabei sein persönliches poli - tisches Gedankengut einzubringen. Wie wohltuend, in einer Zeit, wo sich Politiker im nationalen Wahlkampf in den Medien breitschlagen lassen. Viel mehr ist man geneigt, Markus Somms Bücher über General Guisan und Marignano zu lesen, um das Wissen über den Kanton Glarus zu vertiefen. Denn Markus Somm weiss mit Sicher heit sehr viel über die Geschichte von Glarus und General von Bachmann, so auch, weshalb sich Bachmann einst in die Dienste der Burgunder stellte und wie erfolgreich dieser die Eidgenossen, namentlich Glarus (die Bezeichnung Kanton gab es damals noch nicht), vertrat. Denn Bachmann war nicht nur General, er war auch wirtschaftlich ein kluger Stratege und wusste die Beziehung zu Frankreich gewinnbringend zu nutzen. So kam er in einer Zeit, als die Schweiz noch keine Rheinsalinen besass, zu Salz für die Käse- und Zigergewinnung. Wechsel zur Gegenwart So interessant Somms freie und lebendige Ausführungen zum fürstlich-adeligen Régime, so spannend waren seine Ausführungen zur Ge - gen wart. Zwar habe die Eidgenossenschaft den Adel vertrieben und die Obrigkeitshörigkeit halte sich in Grenzen, analysierte Somm. Dennoch gebe es unter der Bevölkerung eine Elite, die sich zu Höherem berufen fühle. Er benannte Städte wie Bern und Solothurn (die Ambassadoren- Stadt), die von Familien aus der «von»-Zeit angeführt werden. Diese hätten noch Einfluss auf die Bevöl kerung wie im Ancien Régime. Man spreche eine eigene Sprache, verheirate sich untereinander und bediene sich mit Informationen, die der Öffent lichkeit nicht zugänglich sind. Parallelen zog Somm zur Verwaltung, die Parlamentariern kiloschwere Dossiers zum Studium vorlege, wohl wissend, dass vielen die Zeit und das Verständnis für die Inhalte fehle. Weiter falle ihm auf, dass sich die Bevölkerung der damaligen Elite angleicht: im Äusseren, im Vokabular und im Verhalten. Markus Somm gratulierte zur Glarner Landsgemeinde, bekundete jedoch wenig Verständnis für die Gemeindefusion, das beschneide die Demokratie der einzelnen Orte. Der Weg zur Zentralisierung habe noch nie zum Erfolg geführt. ● zim Die SP Glarus Süd – schreibt Jacques Marti dem Gemeinderat – habe erfahren, dass die Gemeinde Glarus Süd Verwaltungsstandorte und Schulen an das neue Glasfasernetz, welches von Schwanden bis nach Linthal führt, anschliesst respektive anschliessen möchte. Man habe in Erfahrung bringen können, dass vorerst nur die Schulstandorte Schwanden und Linthal angeschlossen werden sollen. Ausschreibung Buslinien Glarner Unter- und Mittelland Gemeinsame Offerte abgelehnt Der Regierungsrat des Kantons Glarus und das BAV haben sich bei der Ausschreibung der Buslinien im Glarner Unterund Mittelland gegen die gemeinsame Offerte von BUS Ostschweiz AG und Autobetrieb Sernftal AG entschieden. Die Absage gegenüber dieser Glarner Lösung wird sehr bedauert. Zudem wirft der geplante Zuschlag an PostAuto Schweiz AG angesichts des Postauto-Skandals diverse Fragen auf. Gemeinsam haben der Kanton Glarus und das Bundesamt für Verkehr (BAV) Anfang 2018 den künftigen Betrieb des Busliniennetzes im Glarner Mittel- und Unterland öffentlich ausgeschrieben. Für die «Glarner Offerte» haben sich die BUS Ostschweiz AG als verantwortliche Konzessionärin und die Autobetrieb Sernftal AG als Transportbeauftragte vor Ort zusammengeschlossen und eine attraktive Offerte eingereicht. Umso über raschender ist es, dass die Offerte von PostAuto Schweiz AG offenbar deutlich tiefer ausgefallen ist. Gerade angesichts der mit dem Postautoskandal zu Tage getretenen Verhaltensweisen von PostAuto in ähnlichen Vergabeverfahren in der Vergangenheit stellen sich dementsprechend einige Fragen. BUS Ostschweiz AG und Autobetrieb Sernftal AG sind über die Vergabe absicht an PostAuto sehr enttäuscht. Die Vergabe wird nun analysiert und nach Vorliegen der Vergabeverfügung über allfällige weitere Schritte entschieden. Angesichts der offenen Fragen wird zu gegebenem Zeitpunkt eine Beschwerde gegen die Vergabe geprüft. ● pd. Im Zusammenhang mit dem geplanten Anschluss der Schulen von Glarus Süd ans Glasfasernetz stellt Jacques Marti namens der SP-Sektion Glarus Süd deshalb dem Gemeinderat mehrere Fragen. Die SP befürchtet, so Marti, dass durch den Anschluss von nur zwei Schulstandorten an das Glas fasernetz eine Ungleichheit zwischen den Schülerinnen und Schülern von Glarus Süd entsteht, und fragt sich deshalb, warum nur Schwanden und Linthal ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen. Gleichzeitig will die SP wissen, wann die übrigen Schulhäuser angeschlossen werden und wie hoch die Kosten für diese zusätzlichen Anschlüsse sind. Sie fragt sich, ob in den Schulhäusern die Vorgaben des Lehrplans 21 erfüllt werden können, solange diese nicht an geschlossen sind. Denn der Lehrplan 21 verlangt auch, dass die Informatik kenntnisse vermehrt gefördert werden. ● eing./red. FEUERWEHR TELEFON 118 Die BUS Ostschweiz AG ist ein Dienstleistungsunternehmen im öffentlichen Verkehr. Jeden Tag reisen über 23 000 Fahrgäste mit den komfortablen Bussen zwischen Bodensee und Walensee sowie in der Region Wil. Die Unternehmung tritt mit den Marken WilMobil, RTB Rheintal Bus und BUS Sarganserland Werdenberg auf. Der Ursprung des heutigen Unternehmens geht ins Jahr 1897 zurück. Damals nahm die elektrische Strassenbahn Altstätten – Berneck ihren Betrieb auf. Heute transportiert das moderne Unternehmen jährlich über 8,4 Millionen Fahrgäste und beschäftigt 252 Angestellte. www.busost. ch. Die Autobetrieb Sernftal AG entstand durch die im 1905 gegründete Sernftalbahn AG und besteht in der heutigen Form als Autobetrieb seit 1969. Der Betrieb ist ein öffentliches Verkehrsunternehmen, welches die zur Gemeinde Glarus Süd zusammengeschlossenen Orte bedient. Die Firma betreibt unterschiedlich ausgerichtete Linien von rein touristischen Linien (Schwanden – Kies oder Elm – Obererbs im Sommerhalbjahr) bis zu reinen Pendlerlinien (Schwanden – Linthal). Das Unternehmen beschäftigt 23 Angestellte. www.sernftalbus.ch. Kanton Glarus Interpellation zur Verkehrsüberlastung im Kanton Glarus Gestützt auf Artikel 82 der Landratsverordnung reichen wir die folgende Interpellation zur Verkehrsüberlas - tung im Kanton Glarus ein. Jeden Tag plagen sich von 06.30 bis 08.00 Uhr und vor allem ab 16.30 Uhr viele Glarnerinnen, Glarner und Auswärtige mit ihren Fahrzeugen durch den Kanton. Die Folgen sind allen bekannt, nur wenig (ein Unfall, eine Tagesbaustelle usw.) ist nötig, um den Verkehrsfluss so zu verlang - samen, dass man mit dem Auto von Schwanden nach Näfels gleich lange hat wie von Niederurnen bis an den Stadtrand von Zürich. Die Brennpunkte sind allen bekannt, dazu gehört sicher der Kreisel in Netstal, der Kreisel beim Krumm in Näfels und auch die Kreuzung beim Friedheim in Netstal. Für die SP besteht der Eindruck, dass der Kanton Glarus sich in dieser Frage äusserst passiv verhält und lediglich darauf hofft, dass die Umfahrungsstrasse schnell gebaut wird. Daher gelangen wir mit folgender Anfrage an den Regierungsrat: 1. Welche konkreten Problempunkte verortet der Regierungsrat auf der Strecke Glarus – Näfels? Kanton Glarus Interpellation zur Schutzraumkontrolle durch die Abri Audit AG Gestützt auf Artikel 82 der Landratsverordnung reichen wir die folgende Interpellation zur Schutzraumkontrolle durch die Abri Audit AG im Kanton Glarus ein. Wir haben festgestellt, dass die Abri Audit AG (eine Kapitalgesellschaft nach privatem Recht, mit Sitz am Amselweg 17 in 8750 Glarus) Schreiben mit dem Logo des Kantons Glarus versendet. Mit diesen Schreiben wurde gegenüber den Grund - eigentümern eine Schutzraumkontrolle angekündigt. Daher erlauben wir uns, einige Fragen zum Vorgehen im Zusammenhang mit der Kontrolle der Schutzräume im Kanton Glarus zu stellen, und ge - langen mit folgender Anfrage an den Regierungsrat: 1. Wie kann es sein, dass die privat - rechtliche Aktiengesellschaft mit dem Logo des Kantons Glarus Schreiben versendet? Abstimmungsforum 23. September 2018 SLB Kanton Glarus Nein, Ja, Nein So lauten die Parolen der SLB (Sozial- Liberale Bewegung) Kanton Glarus für die eidgenössische Volksabstimmung vom 23. September 2018. 2. Was unternimmt oder plant der Regierungsrat, um den Verkehrsfluss auf der Hauptstrasse zu verbessern? 3. Bis wann sind allfällige Massnahmen umgesetzt und was verspricht sich der Regierungsrat davon? 4. Gibt es eine Planung für den Fall, sollten die Umfahrungsstrassen nicht verwirklicht werden? Wenn ja, wie sieht der aus? Wenn nein, warum nicht? 5. Sieht der Regierungsrat allenfalls auch zusätzliche Massnahmen im ÖV vor, um die Verkehrsspitzen und die Verkehrsprobleme auf der Strasse zu entlasten? 6. Welche positiven und negativen Auswirkungen auf den Verkehr im Glarnerland erwartet der Regierungsrat nach der Realisierung von Stichstrasse und Spange Netstal? Wir danken dem Regierungsrat für die Beantwortung unserer Fragen und verbleiben mit vorzüglicher Hochachtung. ● Im Namen der SP-Fraktion: Jacques Marti, Landrat Christian Büttiker, Fraktionspräsident 2. Wie lautet der Auftrag der Abri Audit AG? 3. Welches Volumen hat dieser Auftrag? 4. Auf welche gesetzliche Normen stützen sich diese Kontrollen? 5. Wie weit ist der Kanton Glarus mit der Umsetzung von Artikel 14 des Einführungsgesetzes zum Bundes gesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz? 6. Kennt jeder Glarner seinen Schutzplatz? Wenn ja, wo kann dies nachgeschaut werden? Wir danken dem Regierungsrat für die Beantwortung unserer Fragen und verbleiben mit vorzüglicher Hochachtung. ● Im Namen der SP-Fraktion: Jacques Marti, Landrat Christian Büttiker, Fraktionspräsident Nachdem an der Landsgemeinde der Memorialsantrag «Änderung des Rad - routengesetzes» abgelehnt wurde, ist es wohl kaum sinnvoll, den vor - liegenden Bundesbeschluss über die Velowege usw. jetzt anzunehmen. Die Kantone und Gemeinden haben sich der Velowege bis jetzt sehr gut an - genommen. Es wird einstimmig ein Nein empfohlen. Die Volksinitiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair her - gestellte Lebensmittel (Fair-Food- Initiative)» gab zu Diskussionen Anlass. Natürlich wollen die Konsumentinnen und Konsumenten immer mehr Lebensmittel, die unter mit - welt-, tierfreundlichen und fairen Bedingungen produziert und in Verkehr gebracht werden. Ihr Markt - verhalten steuert bereits das Angebot recht gut. Daher scheint eine Ver - ankerung in der Verfassung nicht unbedingt notwendig. Letztlich wurde doch mehrheitlich die Ja-Parole beschlossen. Der Titel der Volksinitiative «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle» spricht wohl vielen aus dem Herzen. Beim näheren Hinsehen würde die Annahme dieser Initiative aber eine neue, nicht zu verantwortende Flut von Vorschriften bringen, die der Landwirtschaft nochmals zusätzliche Fesseln anlegen würde. Inwieweit die kleine Schweiz den Welthandel «gerecht» machen kann, lässt sich nur schwer abschätzen, der Einfluss dürfte aber doch sehr klein sein. Auch hier geht das Konsumverhalten von immer mehr Mitmenschen in die richtige Richtung, sodass auf diese Ergänzung der Verfassung verzichtet werden kann. Es wird einstimmig ein Nein empfohlen. ● pd.

Donnerstag, 20. September 2018 | Seite 7 Metzgerei Berwert, Oberurnen 2. Rang bei SwissSkills Sie strahlt auch noch am Ende des Tages: Nicole Geisser von der Metzgerei Berwert in Oberurnen. An den SwissSkills 2018 gewann sie am letzten Samstag die silberne Platte im «Fleischplatten legen». Nicole Geisser von der Metzgerei Berwert, Oberurnen, mit ihrer Trophäe von der Schweizer Meisterschaft. Dätwyler Intercoiffure Weltmeisterlich Die 21-jährige Victoria Diener wurde an der Friseurwelt - meisterschaft vom Sonntag, 9.September, von OMC in Paris, Weltmeisterin im Ladies Commercial Cut und holte sich mit dem Team auch den Weltmeistertitel. Bereits im 2008 holte sich Andrea Bärtsch an den Weltmeisterschaften in Chicago einen Weltmeistertitel in der Kategorie «Ladies Junior Fashion Trend Cut» und holte sich mit der Mannschaft ebenfalls Gold in der Team - wertung. 10 Jahre später feiert Victoria Diener wiederum einen Grosserfolg. Victoria, welche seit fast zwei Jahren Mitglied der schweizerischen Nationalmannschaft ist und durch Enzo Di Giorgio und sein Trainerteam trainiert wird, hat während eines Jahres auf viel Freizeit verzichtet und intensiv trainiert. Dieser Einsatz, Fleiss und Verzicht wurden nun belohnt. «Es ist immer wieder schön zu er leben, wenn junge Menschen sich so für ein Ziel ein - setzen und auf vieles verzichten. Was mich sehr freut und mit Stolz erfüllt, ist die Tatsache, dass es uns gelungen ist, nach 10 Jahren und weiteren grossen Erfolgen dazwischen, wieder eine Weltmeisterin im Team zu haben», sagt Theres Dätwyler. Die ganze «Dätwyler Intercoiffure»-Familie beglückwünscht mit grosser Freude und Dankbarkeit Victoria zu ihrem grossartigen Erfolg. ● pd. (Foto: FJ) Noch vor wenigen Jahren ging Nicole Geisser aus Oberurnen in die Kantons schule, jetzt arbeitet sie bei der Metzgerei Berwert. An der Berufsschule in Chur bereitet sie sich in der dreijährigen Lehre auf den Lehrabschluss als diplomierte Fleischfachfrau Fachrichtung Veredelung Victoria Diener, Weltmeisterin 2018. mit EFZ und auf die Berufsmaturität im Sommer 2019 vor. Ihre Leidenschaft gehört der Arbeit mit dem Messer, dem Ausbeinen. Ein weiteres Talent von Nicole Geisser ist das «Fleischplatten legen». In dieser Berufsdisziplin konnte sie 2017 an der mefa, der Fachmesse für Fleischwirtschaft und Lebensmittelproduktion, in Basel den 2. Rang erreichen. Am letzten Samstag nahm sie an den SwissSkills 2018 in Bern teil. Zum Thema «Sardona» hatten sie und ihr Team mit Borretschblüten, Schiefer und Glarnertüechli eine Fleischplatte mit Tschingelhörner-Dekoration geschaffen, welche im Gruppenwett - bewerb mit 299 von 300 möglichen Punkten auf den 2. Platz kam. Im Einzelwettbewerb schaffte es Nicole Geisser in den Final und wurde dort Zweite. Damit ist sie qualifiziert für die Berufsmeisterschaft der besten Lehrabgänger, welche an der OLMA 2019 stattfinden wird. «Mein Ziel», so die selbstbewusste Oberurnerin, «ist ein Sieg bei den Schweizer Meisterschaften im 2019 an der OLMA, welcher mich für die Europameisterschaften qualifizieren würde.» Ihr Maturitätsabschluss und ihre Berufsausbildung öffnen Nicole den Weg an die Fachhochschule und zur Karriere in der Lebensmittelproduktion. Ihr Wunsch für die Zukunft: «Es gibt noch freie Lehrstellen in unserem Beruf und mit sieben Aus - zubildenden ist unsere Berufsschulklasse sehr klein. Es wäre schön, wenn wir mehr wären.» ● FJ (Foto: zvg) Mitlödi: Telefon 055 644 40 81, Glarus: Telefon 055 640 22 11, Horgen: Telefon 044 725 44 04. In memoriam Kurt Müller-Heussi 1947–2018 Kurt Müller-Heussi. (Foto: zvg) Kurt Müller-Heussi war das erste Kind vor zwei Knaben und vier Mädchen. Diese Leadposition begleitete ihn all sein Lebtag in Familie und Beruf. Geboren wurde er am 11. April 1947. Seine Eltern: Kurt und Johanna Müller-Giger. Nach der Primar- und Klosterschule folgte die Elektrikerlehre beim EW Näfels. Seine Laufbahn war zielstrebig und geprägt von ständiger Weiterbildung. Er war Swissair- Flugzeugelektriker, Chefmonteur beim EW Niederurnen und machte die Meisterprüfung. Weiteres Rüstzeug holte er sich am Institut für Technische Ausbildung in Zürich, an der Kaderschule KLZ Zürich und in Berufsschul- Methodikkursen. Schon 1973 war er Fachlehrer in Zürich. Haupt - beruflich entwickelte er sich bei Schibli AG in Zürich (230 Mit - arbeiter) zum Elektroplaner, stellvertretenden Abteilungsleiter der Ingenieurabteilung, dann zu deren Chef und zum Lehrlingsausbilder, Leiter von Lehrlingslagern und Praktika. Gefragt waren seine Bei - träge in der Hauszeitschrift. 1983 zurückgekehrt ins Glarnerland, wurde er zur gefragten Institution. Er war Kursleiter für Elektrik - ausbildung an der Berufsschule Niederurnen für den Verband der Elektrounternehmen Linthgebiet und Oberland (V.E.L.O.), gleich - zeitig nebenamtlicher Fachlehrer. Er leitete Weiterbildungskurse, Kurse für die Meisterprüfung, war Elektroplaner und Starkstrom - kontrolleur. Als er sich in seiner Entwicklungsmöglichkeit immer mehr eingeengt sah, wechselte er 2002 an die Technische Berufsschule Zürich als Fachlehrer, wirkte auch planerisch und bot eine breite Weiterbildungspalette an. Sein Abgangszeugnis zum Ruhestand war exzellent. Weiterhin rief man ihn für Stellvertretungen. Danach stellte er seine Erfahrung der Morach-Technik AG zur Verfügung. Familiär entsprossen seiner ersten Ehe die Tochter Franziska, der zweiten Ehe mit Ursula Heussi, die ihn liebevoll bis zu Tod begleitete, die beiden Söhne Michael und Kevin. Wegen seiner Fachkompetenz wurde er von der Gemeinde Näfels in die EW-Kommission berufen. Militärisch war er Wachtmeister bei der Übermittlungstruppe (Na Kp 72). Politisch unterstützte er als Umweltsschutzfachmann die Grünen. 2013 wurde er erfolgreich wegen einer Hauterkrankung operiert. Leider kam diese 2018 wieder zu - rück. Nach vernichtender Diagnose und rund vier Monaten Leidenszeit erlöste ihn ein gütiges Schicksal. Er starb am 16. August im Kantons - spital Glarus. Für mich war Kurt ein gradliniger, hilfsbereiter Kollege an der Berufsschule Ziegelbrücke wie auch in der EW-Kommission. Als passionierter Pfeifenraucher verbreitete er Ruhe und Gemütlichkeit. Kurt war eine sehr aufgeschlossene, gradlinige, aber auch sehr sensible Persönlichkeit. Als Lehrer ein grosser Förderer und Ermunterer, als Zukunfts - visionär litt er unter unvernünftigen Argumentationen, scheute aber hartnäckige Diskussionen nicht. Sein Gerechtigkeitssinn und seine Vorbildlichkeit bleiben mit seinem Andenken verbunden. ● Fridli Osterhazy

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