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38. Ausgabe 2019 (19. September 2019)

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Donnerstag, 19. September 2019 | Seite 10 Kanton Glarus Staatskanzlei Bettagsmandat 2019 der Glarner Regierung Klimawandel verlangt nach Verantwortung und Verzicht Der vom Menschen verstärkte Treibhauseffekt führt zu einer Erderwärmung. Diese lässt sich nicht mit natürlichen Klimaschwankungen erklären. Die Folgen: Es steigen nicht nur die Temperaturen, auch die globale Schnee- und Eismasse schrumpft. Der Meeresspiegel steigt an. In der Schweiz und eben auch im Kanton Glarus schwinden die Gletscher. Permafrostböden tauen auf, was zu vermehrten Murgängen und Steinschlägen führt. Flora und Fauna verändern sich, die Schutzfunktion der Wälder wird beeinträchtigt. Szenenwechsel: Im August 2018 setzt sich die Schülerin Greta Thunberg vor den schwedischen Reichstag und beginnt einen Schulstreik. Sie fordert eine Verstärkung der Klimaschutzbemühungen weltweit. Dieser Streik einer einzelnen Schülerin entwickelt sich zu einer weltweiten Bewegung. Auch in der Schweiz finden seither an Freitagen Klimademos statt. Im Kanton Glarus werden Unterschriften für eine Klima-Landsgemeinde gesammelt, parlamentarische Vorstösse werden eingereicht. Individueller Beitrag jedes Einzelnen ist Basis für besseren Klimaschutz Eine Wirkung hat die Debatte allemal. Welche, ist offen. Die Forderungen sind zahllos. Offenkundig ist, dass für die Jugendlichen – die Treiber der Bewegung – nicht allein die Zukunft des Planeten im Fokus steht. Sie ärgern sich über die Masslosigkeit in verschiedenen Lebensbereichen und wollen nicht länger hinnehmen, dass die älteren Generationen auf ihre Kosten leben. Dies thematisieren sie geschickt im Kontext des Klima - wandels. Der Dank-, Buss- und Bettag bietet Gelegenheit, um sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es liegt in unser aller Verantwortung, künftigen Generationen gepflegte, natürliche Lebensgrund - lagen zu sichern. Es kann Mensch, Flora und Fauna nur guttun, wenn dies stärker ins Bewusstsein rückt. Adressiert sind die Forderungen hauptsächlich an die Politik. Der Fächer reicht von ambitionierten Zielen zur Reduktion von Treibhausgasen über Lenkungsabgaben und neue Steuern bis hin zu Verboten. Zu kurz kommt hingegen das Besinnen auf die Eigenverantwortung, das Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens. Ökologische Massnahmen können zudem – wie alle anderen politischen Entscheidungen – nur dann nachhaltig sein, wenn sie auch sozial und wirtschaftlich vertretbar sind. So wirken sie, so lassen sie sich finanzieren, so werden sie akzeptiert und sind damit generationengerecht. Die Basis für mehr Klimaschutz bildet folglich der Beitrag jedes Einzelnen an eine gut funktionierende Gesellschaft und an eine gesunde Wirtschaft. Beides ermöglicht uns den Wohlstand, dank dem wir auch einen wirksameren Umweltschutz finanzieren können. Zu Gesundheit und Stärke findet eine Wirtschaft, indem sie möglichst viele Freiräume bekommt, aber auch selbstkritisch die Grenzen ihres Wachstums respektiert. Wir sollten hier ansetzen: Bei Eigenverantwortung und bei der ausserordent - lichen Innovationskraft der Menschen und Unternehmen in unserem Land. Rückbesinnung auf das Wesentliche und Achtung vor der Schöpfung sind gefragt Es geht letztlich also darum, dass Einzelne ihr Verhalten überdenken. General Bachmann Gesellschaft «Was die Schweiz zusammenhält» Auf Einladung der General Bachmann Gesellschaft referierte der schweizweit bekannte Politikwissenschafter, Geograph und Universitätsdozent Michael Hermann zur Einstimmung auf den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag im Freulerpalast in Näfels. Nebst Ständerat Dr. Thomas Hefti und Nationalrat Martin Landolt durfte der Präsident nebst den Gesellschaftern diverse interessierte Gäste begrüssen. Direkte Demokratie, Machtteilung und Machtbegrenzung, kleinteiliger Fö de ralismus, Mehrsprachigkeit, «Willens nation», Milizkultur, Bodenständigkeit und natürlich Sonderfall sind die gängigen Schlagworte, wenn es darum geht die Schweiz erklären zu wollen, so der Referent. Michael Hermann gelang es auf interessante und spannende Weise, dem aufmerksamen Publikum einen Einblick aus ungewöhnlicher Perspektive in das mehrdimensionale Funktionsgefüge eines faszinierenden Landes zu geben. Sein Vortrag baute er auf seinem 2016 veröffentlichen Buch «Was die Schweiz zusammenhält» auf. Die präzisen Ausführungen untermauerte er mit Beispielen aus Geschichte und Gegenwart und entwarf ein höchst interessantes und spannendes Gesamtbild des schweizerischen Zu - sammenhalts. Dabei zeigte er nicht nur die positiv verstärkenden Effekte für den Zusammenhalt auf, sondern wies auch kritisch auf Schwächen hin. Eigentümliche Nationalität und Identität, Konfession und Sprache, Stadt- Land-Gegensatz, waren u. a. genauso thematisiert wie beispielsweise das polarisierende Land, die eigentüm - liche Parteienlandschaft mit teilweise sektenähnlichen Ansätzen, der Reform starre und dem Strukturerhalt. Die Zuhörer erhielten ein sehr be - eindruckendes erhellendes Referat, das zum Nachdenken und zur Dis - kussion einlud. ● mfl Sicherheit zu Hause Rotkreuz-Notrufsystem Das Rotkreuz-Notrufsystem ermöglicht älteren, kranken und behinderten Menschen, selbstständig und unabhängig in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. 031 387 71 11• notruf@redcross.ch Wer seelisch ernährt und gesättigt ist, wird auch ohne neue Vorschriften auf unnötigen Konsum verzichten, weil er weiss: Der Verzicht nimmt nicht, er gibt. Auch die Unternehmen werden erkennen, dass sie nachhaltiger werden müssen. Übermässiger Konsum und Produktion auf Teufel komm raus ruinieren hingegen. Sie sind verbunden mit einer geistigen Verwahrlosung der Gesellschaft, die zur Zerstörung unserer materiellen Lebensgrund - lagen führt. Die aktuelle Klimakrise ist auch eine Krise des Denkens und des Geistes. Der Dank-, Buss- und Bettag ist deshalb Anlass, das Wort der Bibel «Macht euch die Erde untertan» neu zu verstehen. Es darf in unserem Verhältnis zur Natur nicht um eine Herrschaft über diese gehen. Ein solches Verständnis läuft auf die weitere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen hinaus. «Untertan machen» heisst nicht «unterwerfen», sondern «achten» und «treuhänderisch regieren». Niemand soll aber das Gefühl haben, er müsse oder könne die Welt im Alleingang retten. Die Menschheit taugt nicht als alleinige Hoffnungsträgerin, sie verursacht die Katastrophe ja gerade. Die Menschen haben jedoch einen starken Verbündeten. Die Bewahrung der Schöpfung ist nämlich auch Chefsache. Gott hält die Welt und die Zeit in seinen Händen. Gefragt sind angesichts der aktuellen Situation eine Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Achtung vor der Schöpfung. Es braucht weder Alarmismus noch Lethargie, sondern verantwortungsvolle Freiheit im Bewusstsein des Privilegs, auf einem einzigartigen Planeten leben zu dürfen. Es ist Aufgabe der heutigen und künftigen Generation, eine Lebensart zu entwickeln, die massvoll und wandlungsbereit ist. Dies verlangt auf allen Ebenen der Gesellschaft Einsicht, Mut, Fantasie und den Willen, einen vorbildlichen Klimakurs ein - zuschlagen. ● Glarner Natur- und Vogelschutzverein Wer fliegt durch die Nacht Der Glarner Natur-und Vogelschutzverein (GNV) lädt in Zusammenarbeit mit dem Fledermausschutz Glarus am Freitag, 20. September, zum Nacht - spaziergang im Chli-Gäsitschachen ein. Treffpunkt: 19.00 Uhr, Parkplatz Vrenelisbrücke (Gäsistrasse), Weesen. Gut getarnte Eule. (Foto: Reto Oswald) Beim abendlichen Rundgang werden das Gebiet und seine Bewohner den Teilnehmenden näher vorgestellt. Spezielles Augenmerk wird auf die Fledermäuse und Eulen gelegt. Mit aufmerksamen Sinnen und tech - nischen Hilfsmitteln beobachten wir ihre nächtlichen Flugbewegungen. Der Anlass findet nur bei trockener Witterung statt. Die Telefonnummer 055 622 21 80 gibt am Freitag ab13.00 Uhr Auskunft über die Durchführung. Dauer: zirka 1 1 ⁄2 Stunden. Teilnahme: kostenlos, Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. Leitung: Monica Marti, Reto Oswald und Beat Briggen. ● pd. Weitere Informationen unter www.gl-nvv.ch. Einberufung des Landrates Der Landrat des Kantons Glarus versammelt sich am Mittwoch, 25. September, um 08.00 Uhr im Rathaus Glarus zur Behandlung der folgenden Geschäfte: 11. Memorialsantrag SP des Kantons Glarus «10 Prozent des verfüg baren Einkommens für Krankenkassenprämien sind genug»; Zulässig- und Erheblicherklärung (Bericht Regierungsrat, 25. Juni 2019) 12. Memorialsantrag GLP des Kantons Glarus «Biodiversität im Kanton Glarus»; Zulässig- und Erheblicherklärung (Bericht Regierungsrat, 13. August 2019) 13. Änderung der Verordnung über die Prämienverbilligung (Berichte Regierungsrat, 4. Juli 2019; Kommission Gesundheit und Soziales, 30. August 2019) 14. Legislaturplanung 2019 – 2022; Zurückgewiesene Massnahmen betreffend Querspange und Wassergesetz (Bericht Regierungsrat, 10. September 2019) 15. Motion Christian Marti, Glarus, und Unterzeichnende «Anpassung Artikel 51 Absatz 7 Raumentwicklungs- und Baugesetz des Kantons Glarus (Änderung in der Praxis betreffend Dienstbarkeitsverträge in Baubewilligungsverfahren)» (Bericht Regierungsrat, 20. August 2019) 16. Postulat SP-Fraktion «Einführung 1. Ausbildungsjahr HF-Lehrgang Pflegefachperson» (Bericht Regierungsrat, 23. April 2019) 17. Postulat Mathias Zopfi, Engi, und Mitunterzeichner «Überprüfung der Zuteilung der Landratsmandate auf die Wahlkreise als Folge der unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung in den drei Gemeinden» (Bericht Regierungsrat, 13. August 2019) 18. Postulat FDP-Fraktion «Förderung der politischen Bildung im Kanton Glarus» (Bericht Regierungsrat, 13. August 2019) 19. Interpellation Grüne-Fraktion «Auswirkungen der Ökologisierung der Motorfahrzeugsteuer» (Bericht Regierungsrat, 11. Juni 2019) 10. Interpellation Pascal Vuichard, Mollis, und Unterzeichnende «Klimapriorität im Kanton Glarus» (Bericht Regierungsrat, 4. Juli 2019) 11. Interpellation SVP-Fraktion «Ersatzwahlen in den Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank» (Bericht Regierungsrat, 11. Juni 2019) 12. Interpellation SP-Fraktion «Ausmass und Wirkung vom geplanten Systemwechsel der Eigenmietwertbesteuerung auf Steuereinnahmen und lmmobilienpreise im Kanton Glarus» (Bericht Regierungsrat, 27. August 2019) ● Der Präsident: Peter Rothlin, Oberurnen SVP Glarus Süd Tourismus im Fokus Trotz wolkenverhangenem Wetter herrschte im Berghotel Mettmen emsiges Treiben. Schnell zeigte sich, so Präsident Toni Gisler, dass dieses Haus ein touristisches Vorzeigebeispiel sei. Die herzliche Gastfreundschaft und das behagliche Ambiente machten die fehlende Sonne wett. Hansjürg Kessler, Präsident der IG Braunwald, bei den Erläuterungen. Im vollen Saal zog die Referentin Gabriela Heer, Geschäftsführerin von Braunwald-Klausenpass Tourismus, alle Register. Sie erklärte in beeindruckender Weise ihren persönlichen Werdegang und den Weg hin zur Geschäftsleiterin von Braunwald Klausenpass Tourismus. Sie liebt und lebt ihre Aufgabe, und ihre Erzählungen begeisterten. Ihr Engagement, die Identifikation und das Herzblut für Braunwald und Glarus Süd waren deutlich zu spüren. Und genauso beherzt und entschlossen, setzt sie sich für die Erschliessung von Braunwald ein. Gabriela Heer ist eine vielversprechende Persönlichkeit, eine authentische Kämpfernatur. Gleich so der Auftritt von Hansjürg Kessler, dem Präsidenten der IG Braunwald. Er beschäftigt sich seit längerer Zeit intensiv mit dem Thema Erschliessung und damit der Zukunft seines Wohnorts Braunwald. Nebst engagierten Voten und einer beeindruckenden Präsentation, gab es von ihm auch exakte Zahlen und Kostenvergleiche. Und, es gehe nicht nur (Foto: zvg) um den Tourismus, vielmehr gehe es um Existenzen und die Bevölkerung des sonnigen Terrassendorfes. Der Kosten vergleich Standseilbahn versus Gondelbahn beeindruckte die Gäste. Die Variante Erschliessung mit einer einspurigen Strasse für den Transport von grossen Gütern, hat er anschaulich erklärt. Dies sei die erste von mehreren geplanten Veranstaltungen der IG, welche heute 250 Mitglieder zählt. Als Vertreter der Ferienregion Elm referierte Martin Baumgartner. Er wurde an der letzten General - versammlung in den Vorstand gewählt. Zurzeit absolviert er eine Ausbildung im Bereich Marketing, was ihm auch im Tourismus hilfreich erscheint. Weiter werde er sich für eine lösungsorientierte Kommunikation zwischen den Akteuren bemühen. Er zeigte sich begeistert und hoch - motiviert, und liess damit die Funken überspringen. Im Schlusswort bedankte sich Präsident Toni Gisler für das Engagement für den Tourismus in Glarus Süd. ● pd.

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