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38. Ausgabe 2019 (19. September 2019)

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Donnerstag, 19. September 2019 | Seite 38 Aus dem Bulletin des Gemeinderates News aus Glarus Süd Erteilung Gastgewerbebewilligung Der Gemeinderat Glarus Süd erteilt Stefan Freuler, Linthal, die Bewilligung zur Führung von «Freuler’s Race Cafe» (Bistro) an der Hauptstrasse 6 (vormals Möbel Bosshart) in Linthal. Rücktritt von Landrat Jacques Marti Mit Schreiben vom 23. August 2019 erklärt Jacques Marti, Diesbach, seinen Rücktritt per 30. September 2019 aus dem Landrat des Kantons Glarus. Diesem gehört Jacques Marti als Vertreter der Sozialdemokratischen Partei seit 2012 an. Die Wiederbesetzung während der Amtsdauer erfolgt durch das Nach - rücken derjenigen Person, die auf der entsprechenden Parteiliste am meis - ten Stimmen auf sich vereinigt hat. Verzichtet eine Kandidatin bzw. ein Kandidat auf das Mandat, rückt die nächste Person mit der nächsthöheren Stimmenzahl nach. Auf der Liste Nr. 01 der SP Glarus Süd vereinigt Martha Schegg mit 275 Stimmen am meisten Stimmen der Ersatzleute auf sich. Sie erklärt den Verzicht auf ein Nachrücken. Mit 274 Stimmen ver einigt Rahel Nassim Isenegger, Schwanden, am zweitmeisten Stimmen auf sich. Rahel Nassim Isen egger hat die Annahme der Wahl bestätigt. Somit erklärt der Gemeinderat Glarus Süd als zuständige Wahlbehörde Rahel Nassim Isenegger, Schwanden, als gewählt. Der Gemeinderat dankt Jacques Marti für seinen Einsatz und seine Unterstützung zugunsten der Gemeinde Glarus Süd. Einfachturnhalle Schwanden soll für 865 000 Franken saniert werden Die Turnhalle in Schwanden wurde im Jahr 1972 mit einem Flachdach erbaut. Im Jahr 1996 wurde infolge Platzmangels in den Schul - zimmern des Oberstufenschulhauses eine Etage auf die Turnhalle auf - gebaut. Die dadurch entstandenen Schulzimmer sind unabhängig von der Turnhalle erschlossen. Seit dem Bau der Turnhalle wurden im Gebäudeinnern keine nennenswerten Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Dies zeigt sich an den zum Teil stark sichtbaren Abnützungen. Einzig die Mädchen- und Jungengarderoben und die dazugehörenden Duschen wurden zum Teil umfangreich saniert. Die Organisation und Anordnung der Räume in der Turnhalle funktioniert auch heute, nach über 40 Jahren Betrieb, für den Schul- und Vereinssport einwandfrei. Die Sanierung betrifft hauptsächlich das Gebäudeinnere. Einzig der Ersatz der Fensterfront an der Westfassade wird von aussen erkennbar sein. Im Innern wurden bei der Projektvorbereitung sämtliche Bauteile auf deren Zustand und Gebrauchsfähigkeit überprüft. Aufgrund des Baujahres wurden mögliche asbesthaltige Materialien auf deren Zusammensetzung untersucht. Die Proben zeigten zum Teil positive Werte in Bezug auf den Asbestgehalt an, wodurch die Garderoben, Duschen und WCs durch eine Fachfirma saniert werden müssen. Die Hallendecke und der Hallenboden zeigen sich in einem guten Zustand und werden von der Sanierung grösstenteils ausgeklammert. Der Garderoben- und Duschbereich wird komplett erneuert und die Feuchteschäden behoben. Die Lüftung der Nassräume wird saniert und die gesamte Elektroinstallation wird ersetzt. Die heute geltenden Vorschriften in Bezug auf Sicherheit und Brandschutz müssen bei der Sanierung selbstverständlich berücksichtigt und umgesetzt werden. Die Halle muss für die Sicherheit der Benutzer mit einer Notbeleuchtung ausgestattet werden. Die Brüstungen und Geländer werden den heute geltenden Normen an - gepasst. Die WC-Anlagen und die Lehrergarderobe werden ebenfalls komplett saniert. Die Arbeiten sollen im Sommer 2020 durchgeführt werden. Die sechs Wochen Schulsommer - ferien reichen für die Arbeiten aber nicht ganz aus. Es wird eine Bauzeit von neun Wochen veranschlagt. Dieses Geschäft wird der Gemeindeversammlung vom Freitag, 22. November 2019, zur Beschlussfassung unterbreitet. ● Alpinwanderweg von der Leglerhütte zum Chli Kärpf Wanderweg wieder offen Die Sperrung des Alpinwanderweges von der Leglerhütte zum Chli Kärpf wird aufgehoben. Der Weg ist ab sofort wieder begehbar. Nach verschiedenen Meldungen, dass sich unterhalb vom Chli Kärpf beim Alpinwanderweg eine Felsspalte öffnet, nahm der Naturgefahrendienst der Gemeinde Glarus Süd zusammen mit der kantonalen Fachstelle Naturgefahren einen Augenschein vor Ort vor. Dabei ging man davon aus, dass sich ein Teil des Felsens bewegen und zum Absturz gelangen könnte. Die Naturgefahrenkommission der Gemeinde entschied daraufhin, den Wegabschnitt zwischen Leglerhütte und Chli Kärpf zu sperren und die Bewegungen in diesem Gebiet zu überwachen. Wenige Tage später wurden die routinemässigen alljährlichen Laserscan- Messungen am Gross Kärpf durch - geführt. Diese dienen dazu, die Bewegungen seitlich vom Kärpftor zu messen. Bei diesen Laserscans wurde auch die Südwestflanke des Chli Kärpf vermessen. Mit Hilfe dieser Messungen konnte festgestellt werden, dass sich der besagte Felsen nicht bewegt hat und ein erneuter Augenschein vor Ort zeigte, dass sich nicht der Felsen bewegt, sondern die Steine und Blöcke im Spalt und in der Nordflanke des Chli Kärpf. Ursache hierfür könnte tauender Permafrost im Felsspalt oder schmelzendes Eis in der Stein- und Blockschutthalde sein. Die Nordflanke des Chli Kärpf war früher vergletschert. Aufgrund dieser Gegebenheit besteht für Alpinwanderer keine ausserordentliche Gefährdung mehr. Die Sperrung des Alpinwanderweges von der Leglerhütte zum Chli Kärpf wird per sofort aufgehoben. Die Sperrzone unterhalb vom Gross Kärpf bleibt aber weiterhin bestehen. Der betroffene Wegabschnitt des blau-weiss markierten Alpinwanderweges wurde mit zusätzlichen Bügeln und Ketten passierbar gemacht. Die Benützer von Alpinwanderwegen müssen trittsicher, schwindelfrei und in sehr guter körperlicher Verfassung sein und das Überwinden von Kletter - stellen unter Zuhilfenahme der Hände beherrschen. Sie müssen die Ge - fahren im Gebirge kennen. ● Medikamente: Erst denken, dann schlucken. EDUARD-AEBERHARDT-STIFTUNG ZUR FÖRDERUNG DER GESUNDHEIT Aus den Beschlüssen des Gemeinderates vom 12. September 2019 News aus Glarus Vernehmlassung zum kantonalen Gesetz über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen (IDAG) Hinter dem Gesetz über die Infor - mation der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen (IDAG) steht das Öffentlichkeitsprinzip, dessen Einführung an der Landsgemein - de 2018 im Grundsatz beschlossen worden ist. Der Gemeinderat be - wertet bereits heute das Transparenz- Anliegen als hoch. Auf kommunaler Ebene besteht deshalb nach Ansicht des Gemeinderates kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Bereits im heutigen Rahmen der gesetzlichen Vor - gaben wird eine aktive und offene Informations- und Partizipationspolitik gepflegt. Die Einführung des Öffentlichkeits - prinzips bringt in der Beurteilung des Gemeinderates Glarus auf kommunaler Ebene aktuell keinen praktischen Mehrnutzen. Vor einer Herausgabe von spezifischen Informationen, Daten und Unterlagen käme es immer zu einem Abwägen zwischen Öffentlichkeitsprinzip und Persönlichkeitsrechten, Individualrechten von Bürgerinnen und Bürgern und/oder betroffenen öffentlichen Interessen. Diese Abwägung würde einen er - heblichen administrativen Aufwand auslösen. Der Gemeinderat setzt sich dafür ein, dass die Gemeindeautonomie im Umgang mit Informationen und Daten gewahrt wird und die Gemeinden selbstständig über die Einführung des Öffentlichkeitsprinzips entscheiden können. Der Gemeinderat erachtet das Beispiel des Vorgehens des Kantons Graubünden als einen sinnvollen Ansatz. Der Nachbarkanton hat das Öffentlichkeitsprinzip auf Kantons - ebene eingeführt und gleichzeitig den Gemeinden die Entscheidung über die Einführung des Öffentlichkeits - prinzips überlassen. Der Gemeinderat erlässt den Überbauungsplan Riedernstrasse in Glarus Der Überbauungsplan Riedernstrasse in Glarus ermöglicht die Sanierung von bestehenden Gebäuden und eine Nachverdichtung, wie es im Nutzungsplan der Gemeinde vorgesehen ist. Der Überbauungsplan erfüllt zudem die gesetzlichen Anforderungen bezüglich der Gestaltung und Ein fügung ins Ortsbild und wertet Glarner Seniorenverband Reise an den Gardasee Die Seniorenreise des Glarner Seniorenverbandes nach Rovereto (I) und an den Gardasee war ein tolles Erlebnis. Begrüssung von den Adeligen in Ala. Beat Anderegg (Tödi-Reisen) brachte die 35 Glarner Senioren wohlbehalten nach Rovereto in der Nähe des Gardasees. Übernachtet wurde immer im gemütlichen Hotel Rovereto. Besucht wurden viele sehenswerte typische Städte und Dörfer im Trentino und am Gardasee. Einige tragen das Prädikat Seniorinnen und Senioren von Golf Glarnerland Ausflugsturnier in Nuolen (Foto: Paul Aebli) Am Montag, 9. September, trafen sich 19 frohgelaunte Seniorinnen und Senioren zum Ausflugsturnier in Nuolen. Frohgelaunte Seniorinnen und Senioren in Nuolen. (Foto: zvg) den Aussenraum auf. Der Planerlass untersteht dem fakultativen Referendum. Sanierung Linthwur Mühlefuhr in Ennenda Durch die Hochwasserabflüsse im August 2019 kam es an den Wuhrmauern im Mühlefuhr in Ennenda zu lokalen Ausbrüchen. Zur Verhinderung von Folgeschäden sind Sofortmassnahmen geplant. Die Sanierung der Schadstellen findet vom Mittwoch, 18., bis Freitag, 20. September, statt. Während den Sanierungsarbeiten ist die Strasse Mühlefuhr – Uschenriet für Personenfahrzeuge und Last - wagen gesperrt. Eine Verkehrsum - leitung wird eingerichtet. Der Durchgang für Fussgänger und Zweirad - fahrer ist während den Bauarbeiten mit Einschränkungen gewährleistet. Fussgänger und Zweiradfahrer werden gebeten die Anweisungen des Baupersonals zu befolgen. Trainingsflüge der Patrouille Suisse Die Formation Patrouille Suisse wird am Montag, 23. September, zwischen 10.00 und 11.00 Uhr ein Training auf dem Flugplatz Mollis durchführen. Die Verantwortlichen bitten um Verständnis und sind darum bemüht, den Lärm bei den Trainingsflügen auf ein Minimum zu beschränken. ● UNESCO-Kulturerbe. Und dies zu Recht! Sind doch diese Dörfer wunderschön und sehr sauber. Ganze vier Tage begleitete uns die sehr versierte einheimische Reise leiterin. Es war eine Reise mit vielen Über - raschungen und gefüllt mit spannenden Informationen. Ein privates Schiff brachte die Senioren auf dem Gardasee nach Limone, Malcesine und Torri. Lokale Produkte wurden präsentiert und gekostet. Die Fabri - kation von Käse (Parmigiano), Öl, Fleisch und Limoncello wurde gezeigt. Natürlich kam auch der Wein zu seinen Ehren. Besonders eindrücklich war der Besuch des Städtchens Ala, der wunderschöne Park Sigurta in Mantua mit den Lotusblumen und der Burgabend des Hotels mit Musik und feinem Essen in der hoteleigenen Burg Noarna. Musikalische Unterhaltung beim Burgabend Unglaublich, was alles im Arrangement inbegriffen war! Für Kurzentschlossene findet am nächsten Montag, 23., bis Freitag, 27. September, die beinahe identische Reise noch einmal statt. Es sind noch einige Plätze frei! Melden Sie sich bei Paul Aebli, Telefon 055 644 27 89. ● ae Der Wettergott hatte einsehen mit uns, und so konnten wir um 10.00 Uhr bei schönen und angenehmen Tempera - turen den Kanonenstart der 5Flyts starten. Um 12.00 Uhr traf man sich zum Mittagessen im Clublokal. Die zweite Runde wurde dann um 13.40 Uhr im 10-Minuten-Abstand gestartet, so dass um 15.30 Uhr alle zurück waren. Danach nahm das Rechnungsbüro seine Arbeit auf und anschliessend konnte man zum Rangverlesen übergehen. Tagessieger in der Nettowertung wurde bei den Herren Werner Hausherr und bei den Damen Evi Schläpfer. Ein Hole-in-one gelungen Einem glücklichen Teilnehmer gelang ein Hole-in-one, was dann auch gefeiert wurde. Herzliche Gratulation! An dieser Stelle möchte ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für diesen schönen und kameradschaft - lichen Tag danken. Freue mich auf das nächste Treffen. ● Euer Kapitän: Robert Kundert

Donnerstag, 19. September 2019 | Seite 39 Dorfkommission Niederurnen Neu-Niederurner begrüsst Am Freitag, 30. August, organisierte die Dorfkommission Niederurnen die Begrüssung der neu in Niederurnen wohnhaften Personen des letzten Jahres. Beim Jakobsblick in Niederurnen startete eine Führung durch den Rebberg. Information im Rebberg. Urs Seliner von der Burgweg-Rebberg-Korporation erklärte die Arbeiten im Rebberg und lieferte viele Informationen zur Geschichte des Rebberges, zu den Trauben und Reben sowie zu den Winzerarbeiten. Anschliessend begab man sich zum Apéro an der Chilbi beim Zelt der offenen Bühne. Dort hatten sich bereits weitere Neu-Niederurner und TV Oberurnen Auf sportlicher Mission in der Innerschweiz «Der frühe Vogel fängt den Wurm», hiess es am Wochenende vom 14./15. September für die Oberurner Turner. Um 06.00 Uhr bestiegen 23 Teilnehmer der diesjährigen Turnfahrt gut gelaunt den Reisecar. Die Mountainbiker des TV Oberurnen überwanden insgesamt 1450 Höhenmeter. An der Talstation Sattel-Hochstuckli nahmen die Ehrgeizigen den Weg zur Bergstation mit dem Mountainbike in Angriff und überliessen den Gondelplatz den weniger Trainierten. Rund 400 Höhenmeter weiter oben in - spizierten die Fussgänger den «Raiff - eisen»-Skywalk, während die Drahteselfraktion auf die Haggenegg und von dort rasant nach Seewen SZ hinunter fuhr. Weiter ging die Reise nach Schattdorf zur Talstation Haldi: Auch hier strampelten die Velofahrer 850 Höhenmeter hoch, die Übrigen stiegen in die Gondel. Beim Ski- und Berghaus Oberfeld genossen alle das verdiente Mittagessen. Am Nachmittag jasste man und genoss die Sonne auch langjährige Bewohner des Dorfes getroffen. Auch die fleissigen Blumengiesser, welche das Niederurner Ortsbild diesen Sommer pflegten, konnten begrüsst und ihnen für ihr Engagement gedankt werden. Nach erster Stärkung beim Apéro, welcher von den Landfrauen Niederurnen präsentiert wurde, empfing Gemeindepräsident Thomas Kistler alle und die Rundsicht auf die Urner Berg - landschaft. Abends im Tal wartete eine erfrischende Dusche auf die Turner und nach Nachtessen und Schlummertrunk verkrochen sie sich in die Federn. Nur einige hartgesottene Junge machten beim Ausgang in Altdorf die Nacht zum Tag. Am Sonntag besuchten alle in Amsteg den NEAT-Basistunnel. Highlight war der Blick durch ein Tunnelfenster auf die Durchfahrt eines Personenzuges mit über 200 km/h. Dann ging es an die frische Luft nach Oberarth zum Mittagessen und nach Einsiedeln, wo die Organisatoren Daniel Hunold und Martin Stucki die Turner in die Obhut (Foto: zvg) Anwesenden mit einem offiziellen Grusswort. Danach gab es Gelegenheit, die anwesenden Vereine näher kennenzulernen. Und es blieb auch genug Zeit für den Austausch zwischen der langjährigen Bevölkerung und den neu in Niederurnern wohnhaften Personen. Umrahmt wurde der Anlass auf dem Chilbigelände mit Handorgelmusik von Kurt Zwicky. ● (Foto: zvg) von Instruktor Roman Stöckli übergaben. Auf der «Simon Ammann»- Schanze (77 m) durften sie sich im Airboarden versuchen. Einigen gelang dies erstaunlich gut. Die Mutigen wechselten auf die «Andreas Küttel»- Schanze (117m). Markus Weber stellte mit 96 km/h den Tagesrekord. Bei der Führung über die Schanzenanlage brachte Martin Müller sein Skisprung-Wissen an den Mann. Als Abschluss hätte Sohn Pascal Müller die Turner mit einem Flug von der «Andreas Küttel»-Schanze über - raschen wollen. Da er verhindert war, sprang dafür Pascal Noser dreimal spektakulär von der 28-m-Schanze. ● Martin Stucki Bestätigung der Effizienz der Gemeinde Glarus Nord Kosten- und Ertragsanalyse Der Gemeinderat Glarus Nord analysierte seit seiner Konstituierung am 1. Juli 2018 die Organisation sowie die Aufgaben der Gemeinde in Anbetracht der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Daraus zieht der Gemeinderat verschiedene Schlussfolgerungen: Die Ausgaben der Gemeinde sind weitgehend gebunden. An den wenigen Orten, wo der Gemeinderat frei entscheiden kann und entsprechend Sparpotenzial vorhanden wäre, entscheidet er sich vorläufig in den meisten Fällen aus verschiedenen Gründen dagegen. Der Gemeinderat beschäftigte sich in den vergangenen 365 Tagen nicht nur mit der Beratung und Entscheidung der ordentlichen Gemeindegeschäfte. Vielmehr traf sich das Gremium zu drei sogenannten Retraiten, an denen grundsätzliche strategische Themen ausführlich besprochen werden konnten. Erste Ergebnisse liegen vor, nun informiert der Gemeinderat die Stimmberechtigten. Sehr geringer Spielraum bei den Ausgaben Der Gemeinderat führte in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung in den vergangenen Monaten eine umfassende Analyse sämtlicher Aus - gaben und Einnahmen durch. Hierbei bestätigte sich die bereits früher durch ein externes Büro erarbeitete Analyse, dass der finanzielle Handlungsspielraum bei den Ausgaben für die Gemeinde sehr gering ist. Die meisten Aufgaben haben eine gesetzliche Grundlage, sodass sehr wenige Ausgabenpositionen existieren, bei denen die Gemeinde wirklich frei entscheiden kann. Bei jenen Aufgaben, welche die Gemeinde derzeit erbringt und bei denen keine gesetzliche Pflicht besteht, kommt der Gemeinderat zum Schluss, dass diese grösstenteils trotzdem erbracht werden sollen. Dies aus jeweils unterschiedlichen Gründen. So beispielsweise bei der Vereinsunterstützung, der Führung von Bibliotheken, aber auch bei der Finanzierung von Kinderkrippen. All diese Ausgaben tragen aktiv zur Standortattraktivität der Gemeinde bei, sodass eine Ein - sparung in diesen Bereichen kontraproduktiv wäre. Potenzial zur Ergebnisverbesserung sähe der Gemeinderat letztlich noch auf der Einnahmenseite in der An - passung der verschiedenen Gebühren, was jedoch ebenfalls nicht zur Attraktivität der Gemeinde beitragen würde und daher gegenwärtig ab - zulehnen ist. Kontinuierliche Überprüfung und mittelfristige Optimierungen Der Gemeinderat erachtet die Überprüfung und Verbesserung der Auf - gaben, Strukturen, Prozesse und Abläufe als wichtig und daher als kontinuierliche Aufgabe. Ebenso liegt der Fokus zunehmend auf mittelfristigen Optimierungen, da verschiedene Projekte, wie beispielsweise die allfällige Zentralisierung der Werkhöfe, mit Planungszeit und Initialkosten verbunden sind. Die entsprechenden Projekte sind von den Stimmberechtigten auf dem politischen Weg zu beraten und letztlich auch zu entscheiden. ● Mehrwertabgaben und Baulandverfügbarkeit Regelung und Sicherung Nach eidgenössischem und kantonalem Recht sind Gemeinden verpflichtet, ihre Bauzonen anzupassen und für erstmalig eingezonte Flächen eine Mehrwert - abgabe einzuführen. Beide Vorgaben setzt Glarus Nord im Rahmen der Nutzungs planrevision (NUP II) um. Grundeigentümer von betroffenen Flächen wurden bereits über die neue Regelung ausführlich informiert. Im haushälterischen Umgang mit Boden und im Sinne einer nachhal - tigen Entwicklung gibt es künftig nur kleinere Reserveflächen, die sich im nicht weitgehend überbauten Gebiet befinden. Wo genau diese Flächen geschaffen werden sollen, wird anhand von objektiven Kriterien festgelegt. Diese Flächen werden im Nutzungsplan II (NUP II) ausgewiesen und sind Bestandteil einer optimalen Siedlungs- und Bauplanung zur Erhaltung der Lebensqualität und des Lebensraumes Glarus Nord. Liegt eine Fläche innerhalb des so - genannten weitgehend überbauten Gebietes, gehört diese Fläche bereits zum gesetzeskonformen Siedlungsgebiet. Eine Einzonung dieser Flächen ist aufgrund des Gesetzes geboten. Flächen ausserhalb des weitgehend überbauten Gebiets, die jedoch gemäss NUP II einer Wohn-, Misch- und Zentrumszone zugeordnet werden, werden gemäss Raum - planungsgesetz erstmals konform eingezont. Das Bundesrecht verlangt, dass bei erstmaligen Einzonungen sicher - gestellt werden muss, dass dieses Land dann auch innert nützlicher Frist überbaut und nicht gehortet wird. Flächen, die ausserhalb des weit - gehend überbauten Gebiets erstmalig RPG-konform eingezont werden, sollen daher nur zeitlich befristet eingezont werden. Wann wird die Mehrwertabgabe fällig? Für diese erstmalig eingezonten Flächen hat der Grundeigentümer gemäss dem seit 1. Juli 2018 geltenden neuen kantonalen Raument - wicklungs- und Baugesetz (RBG) eine Mehrwertabgabe zu entrichten. Der Mehrwert wird im Moment der erstmaligen Einzonung berechnet, also per Datum der entsprechenden beschlussfassenden Gemeindeversammlung. Die Mehrwertabgabe ist aber erst dann geschuldet, wenn die Fläche entweder überbaut oder veräussert wird. Parzellen, welche ähnliche Voraussetzungen aufweisen, jedoch in der NUP II nicht einer Wohn-, Misch- und Zentrumszone zugeordnet werden, werden in der Regel der Zone für künftige bauliche Nutzung zugeteilt. Diese haben erst dann eine Mehrwertabgabe zu entrichten, wenn diese Flächen später einmal eingezont und entsprechend bebaut oder veräussert werden. In Glarus Nord sind gemäss NUP-II- Entwurf 40 Parzellen von einer all - fälligen Mehrwertabgabe betroffen. 35 dieser Parzellen sind ausserhalb des weitgehend überbauten Gebietes und sollen nur befristet eingezont werden. Die Gemeinde hat die be - troffenen Grundeigentümer bereits ausführlich über den aktuellen Stand der NUP II und die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben vorinformiert. ● Ihr Herz schlägt für Sie – tun Sie ihm Gutes: z.B. auf persönliches Normalgewicht achten. Wir haben noch mehr gesunde Ideen: Schweizerische Herzstiftung · Telefon 031 388 80 83 www.swissheart.ch · Spendenkonto PC 30-4356-3

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