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39. Ausgabe 2018 (27. September 2018)

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39. Ausgabe 2018 (27. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 39 Donnerstag, 27. September 2018 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+7 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 21– 24 Aus dem Linthgebiet 39 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Mehr als Top Five Als Manuel Rickenbach am Donnerstag, 13. September, im «Lihn» bei seinem Referat verkündete, man wolle das Glarnerland unter die besten fünf Destinationen der Schweiz bringen, eben in die Top Five, fragte man sich: Ist das noch Zweckoptimismus oder schon Übermut? Denn es erscheint nicht nur realitätsfern, sich mit Destinationen wie St. Moritz, Zermatt, Zürich, Luzern oder auch nur Engelberg zu messen, Top-Listen führen beim sorgfältigen Blick ins Glarnerland auch in die Irre. Es dreht sich nicht alles um Elm und Braunwald, also um die Schwer - gewichte im Tourismus-Poker. Gerade hier, wo kleinere und Kleinstdestinationen einen Grossteil des Tourismuskuchens ausmachen, sind es nicht nur die Riesen, sondern auch die Zwerge, welche gute Werbung verdienen. Warum nicht einmal vom Skigebiet Schilt sprechen? Von der Seilbahn ins Morgenholz, von den Weissenbergen, von Mettmen, vom Kerenzerberg? Einige dieser «Zwerge» schaffen es nämlich, schwarze Zahlen zu schreiben und mit fantasievollen Anlässen die Touristen aus nah und fern ins Glarnerland zu locken. Eine gute Dachmarke müsste gerade für sie hilfreich sein – nicht für die «Riesen», deren Namen man in der Schweiz schon mal gehört hat. Dass man die Vielfalt des Kantons unter der Dachmarke «Glarnerland» präsentiert, ist sicher nicht falsch. Dass sich die wichtigsten Mitspieler im Tourismus auf eine Absichts - erklärung und Beiträge geeinigt haben, darf man mit gutem Ge - wissen als Meilenstein bezeichnen. Tatsächlich aber ist es in erster Linie der Realitätsbezug, der bei den Verantwortlichen gewahrt bleiben sollte. Als Kanton vor den Toren Zürichs braucht das Glarnerland nicht nach den Sternen des Engadins, des Wallis oder der bekanntesten Schweizer Städte zu greifen. Viel eher vergleichbar mit dem Glarnerland sind das Säntisund Alpsteingebiet, die Rigi oder das Hoch-Ybrig. Es ist schön, wenn Elm und Braunwald sich die Hand reichen. Aber es darf nicht sein, dass diese beiden jetzt den Ton angeben, während die Kleinen sehen müssen, was für sie abfällt. Und es ist Augen - mass für das Sinnvolle gefragt. Braucht zum Beispiel der Klön - talersee im Sommer noch Werbung, wo eh alle Parkplätze von Grillitariern belegt sind? Das Glarnerland bietet eine Reihe von sinnvollen Alternativen, und die Herausforderung besteht nicht so sehr in der Schaffung neuer Angebote, sondern in der nachhaltigen Verteilung auf bewährte touristische Perlen. ● FJ Gehört mit zum Package von Glarus Süd: das Bad im Pool der lintharena sgu in Näfels. Glarner Tourismusorganisation Ein Dach, ein Pool, ein Nenner (Fotomontage: FRIDOLIN) In ihrer Medienmitteilung vom Donnerstag, 13. September, beschreibt die Kontaktstelle für Wirtschaft des Departements Volkswirtschaft und Inneres, wie die Glarner Tourismusorganisation in Zukunft aufgebaut werden soll. Zwar wird dies im Landrat und an den Gemeindeversammlungen noch debattiert, doch die Tourismuswirtschaft hat den Aufbau der neuen Trägerschaft vorausschauend schon einmal an die Hand genommen. Wenn alles glatt geht, will man am 1. Januar 2019 bereit sein. Eine humorvolle Betrachtung. Wenn jetzt verkündet wird, Elm und Braunwald seien unter einem Dach, so beginnt der Volksmund in Glarus Süd zu spotten. Manche stellen sich da gleich ein mit Schindeln bedecktes Dach vor, welches wahlweise von Elm über Schwanden und von dort hinauf nach Braunwald führt oder – quasi in der Direttissima – über den Richetlipass gebaut wird. Mit einem solchen Bauwerk hätten – so die Spötter weiter – die Dachdecker und Schindelmacher ausgesorgt, weil es daran immer etwas zu reparieren gäbe, und man berechnet bereits, ob jetzt der Zwerg-Bartli-Wald in Braunwald oder der Riesenwald in Elm für dieses Bauwerk zur Rettung des Glarner Tourismus geopfert werden soll. Natürlich ist aber mit dem Dach die Dachmarke Glarnerland gemeint, unter der die neue Organisation den gesamten Kanton vermarkten will. Einmal abgesehen von der Frage, ob und wie sich der Gesamtkanton vermarkten lässt, ist ein Meilenstein erreicht: Denn alle Beteiligten mit Schlüsselfunktion – es sind dies die drei Gemeinden, die vier Tou - rismusorganisationen und wichtige Leis tungsträger – etwa die grössten Bergbahnen – wollen das neue Trägerschaftsmodell gemeinsam unterstützen und die Tourismusorganisationen des Kantons haben dazu auch schon eine konkrete Leistungsvereinbarung unterzeichnet. In diesem Sinne ist die Behauptung von Elm und Braunwald unter einem Dach also symbolisch zu verstehen. So eine Dachmarke kostet aber unter Brüdern etwa eine halbe Million Franken und ist ein Signet, das dann auf jedes Produkt und jede Dienstleistung und auf jeden Faltprospekt gedruckt wird. Das dürfte die Werbewirtschaft freuen. Im Geld schwimmen Um den Worten auch Taten folgen zu lassen, liess man unter den Beteiligten auch den Hut herumgehen, man hat also die Gelder «gepoolt». Insgesamt wirft die Tourismuswirtschaft dafür 350 000 Franken auf. Die rest - lichen 750 000 Franken sollen über Leistungsaufträge des Kantons – dieser soll 350 000 Franken aufwerfen – und der drei Gemeinden – sie sollen kumuliert 400 000 Franken beisteuern – der neuen Organisation zufliessen. Im Hut liegt also schon etwas, der Pool ist schon einmal zu einem Drittel gefüllt. Schwimmen kann man darin zwar noch nicht, aber die Füsse baden. Das ist insofern erfreulich – oder eben ein Meilenstein –, weil es ein gemeinsames finanzielles Engagement bedeutet. Die bestehenden Organisationen steuern von sich aus etwas bei. Und man kann dann aus diesem Pool eben Geld holen gehen, wenn man Leute anstellen oder Agenturen beauftragen will. Wobei grosse Agen - turen natürlich auch gerne viel Geld nehmen und wichtige Leute auch grössere Löhne einfordern – da hat man gleich zwei Felsen, um die man mit der zukünftigen Organisation navigieren muss oder in die man prallen kann. Der gleiche Nenner Ob am Schluss tatsächlich auch die Gemeindeversammlungen und der Landrat auf denselben Nenner kommen, steht noch in den Sternen. Die Debatte im Landrat ist auf November 2018 terminiert; der Plan, im Januar 2019 zu beginnen ist daher – gelinde gesagt – sportlich. Als Lösungsmöglichkeit liege es nahe, die Umwandlung der bestehenden Touristinfo Glarnerland GmbH in eine Aktien - gesellschaft zu prüfen, schreibt der Kanton. Die Projektgruppe hat damit Manuel Rickenbach, Inhaber der Elysator in Bilten, beauftragt. Er soll seine Erfahrungen im Aufbau von Organisationen in die neue Organi - sation einbringen. Es wäre nun wirklich ein Schelm, wer nach wie vor nicht daran glaubt, dass das neu zu bauende Schiff, wenn es – an welchem 1. Januar auch immer – vom Stapel läuft, den Hafen nicht auch verlassen und in See stechen kann. Fehlt eigent - lich nur noch eine Kapitänin oder ein Kapitän, der es – mit vertrauens - vollem Blick – durch die Wogen der touristischen Berg- und Talfahrten manövriert. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 29. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 30. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 29./30. Sept. Dr.med. Dagmar Pillunat Jägerweg 22, Rapperswil-Jona Telefon 055 210 2171 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 29./30. Sept. Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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