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39. Ausgabe 2018 (27. September 2018)

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Donnerstag, 27. September 2018 | Seite 10 Interview mit Tina Hauser: Fokussiert und präzise Sie ist Unternehmerin und experimentiert als Gewürzsommelière und Erfinderin in ihrem Atelier in Mühlehorn. Der FRIDOLIN hat sie dort besucht und erfahren, wie Tina Hauser arbeitet und in welchen Bereichen sie sich engagiert. schon seinen Reiz hat. Der Kontrast zwischen der atlantischen Landschaft in Verbindung mit dem Romanischen. Das ist fast wie bei uns – wir haben eine herbe Landschaft, aber einen Einfluss von Italien her, das spüren wir deutlich. Braunwald-Klausenpass Tourismus Saisonkarten-Vorverkauf Der aussergewöhnliche Sommer mit zahlreichen Spitzentagen lässt die Ver - antwortlichen der Destination Braunwald motiviert und voller Vorfreude auf die kommende Wintersaison mit Start am Samstag, 15. Dezember, blicken. Tina Hauser experimentiert im Food-Bereich: In der Hand hält sie eine Dose ihres neuen Getränks «Rose’s Water». Sie sind engagiert, vielseitig interessiert und omnipräsent. Was treibt Sie an? Die Neugier. Neues kennenlernen und neuen Dingen eine Form geben. Deshalb besuche ich Messen und Städte, um die neuen Eindrücke und Inputs, die ich dort bekomme, in meine Erfindungen einfliessen zu lassen. Diese Neuerfindungen sind ganz unterschiedliche Dinge. Ich frage mich dabei jeweils, was zum Sortiment des Kunden passt. Ich lasse mir das Sortiment des Kunden durch den Kopf gehen und biete ihm neue Artikel dazu an oder schlage ihm Variationen seiner Artikel vor, wo ich Trends und neue Aspekte aufnehme. Ich lese auch alles, was mir in die Hände kommt – alles wird durchgeblättert und meist entdecke ich dabei etwas. Ihre Meinungen und Anliegen finden Gehör. Wie schaffen Sie das? Ich verzettle mich nicht in viele Dinge, sondern übernehme aus - gewählte Aufgaben, auf die ich mich fokussiere. Dort lege ich meine Meinung so präzise wie möglich dar – sei es in der Kulturkommission, beim Glarner Industrieweg oder im Beruf als Gewürzsommelière und Erfinderin. Bei allen diesen Aufgaben ist es wichtig, neue Lösungen anbieten zu können. Dazu brauche ich den frischen Blick auf die Situation und kann dann unterstützend einwirken. Welches Ihrer vielschichtigen Projekte liegt Ihnen besonders am Herzen? Beruflich ist es mein Start-up unter dem Namen «Appliq Food», welches ich in der Fachwelt weiterbringen will. Das ist meine Hauptaufgabe. Ein weiteres Projekt ist es, mich in meiner Funktion beim Glarner Industrieweg weiter einzubringen. Dazu gehört es, dass er aktiv im Bewusstsein ist – bei jenen, die in den Kanton Glarus zu Besuch kommen. Dass der GIW noch bekannter wird. Wer, wie Sie, öffentlich die eigene Meinung sagt, braucht Mut. Was noch? Gute Argumente, die überraschen, sodass die Zuhörenden es aktiv auf - nehmen. Wenn ich mit langweiligen Aspekten komme und wiederhole, was alle schon wissen, hole ich niemanden ab. Ich kann dann begeistern, wenn ich neu überlegte Aspekte zur Sprache bringe. (Foto: FJ) Sie haben in der Wirtschaft vieles bewegt und gestaltet. Gibt es noch Pendenzen? Da muss ich zurückkommen auf das Unternehmen, welches ich habe. Dass ich meine Inputs einbringe, die Kunden von diesem Potenzial begeistere und ihren Mut zum Neuen fördern kann. Neue Aspekte reinbringen und Mut machen, die alten Bahnen zu verlassen. Denn die Innovationen, die wir heute umsetzen, sind das Tages - geschäft von morgen, und es ist ein Teil der Wertbeurteilung einer Firma, wie sie Innovationen umsetzen kann. Wenn Sie Gemeindepräsidentin von Glarus Nord wären, würden Sie ...? Es geht immer wieder um die Architektur. Ich würde ein Augenmerk darauf legen, das Dorfbild, den Kern der Dörfer zu nutzen. Ihn nutzen, aber auch in Verbindung mit der Ästhetik bringen und dabei qualitativ hoch - stehende Architektur fördern. Das Hauptaugenmerk würde ich also auf die Verbindung von Nutzen und guter Architektur legen, sodass es mit der Wahrung des Dorfbildes einhergeht. Als Politikerin würde ich die Umnutzungsplanung fördern, sodass be stehende Strukturen einfacher um - genutzt werden und so historische Gebäude erhalten werden können. Damit die Historie mit Innovation verbunden werden kann, ist die Kooperation der Gemeinde wichtig. Sind Sie eine typische Glarnerin? Ja. Mit zunehmendem Alter bemerkt man, dass das immer prägnanter wird. Wenn man jung ist und reist, macht man sehr viele Erfahrungen, aber man stellt immer deutlicher fest, wie sehr man von den eigenen Wurzeln geprägt ist – auch wenn diese Tatsache nicht immer bequem ist. Als ich länger in Deutschland lebte, zeigte sich dieses zunehmende Bedürfnis nach unserer Natur, nach dem Schnee, nach der Wasserqualität. Unsere Wurzeln zeigen sich auch darin, dass wir manchmal sehr direkt sind. Wir haben weniger Schnörkel, als sie zum Beispiel zur romanischen Art gehören. Das Alemannische ist bei uns ausgeprägt, obwohl wir vom Süden her beeinflusst sind. Wenn nicht in Mühlehorn, wo würden Sie gerne wohnen und warum? Am Atlantik. Wegen des Meeres und der Wellen und wegen der Leute. Dieser Kontrast ist es, der für mich Wie begeistern Sie auswärtige Freunde und Bekannte für das Glarnerland? Mit dem Walensee, ganz klar. Wenn ich Bekannte zu Besuch habe, etwa aus Frankfurt, sind sie begeistert vom Walensee und der Voralpenregion – und zwar sommers wie winters. Dabei nutze ich die Landschaft kantonsübergreifend, die Walenseeregion mit ihren guten Verbindungen: man kann am gleichen Tag schnell in Chur, Rapperswil-Jona, Glarus und Zürich sein. Die nahen Distanzen erlauben es, die offensichtlichen kulturellen Unterschiede dieser Orte zu präsentieren. Es sind faszinierende Unterschiede und sie sind wirklich deutlich. Einmal waren wir am selben Tag in «Frau Gerolds Garten» in Zürich, am Streetfood Festival in Chur und am Markt in Rapperswil-Jona – das waren drei völlig unterschiedliche Stimmungen. Welchen Rat erteilen Sie den nachfolgenden Generationen bezüglich Wohnen, Leben und Arbeiten in Glarus Nord? Neugierig sein und neugierig bleiben und das ins Arbeitsleben und ins Zusammenleben reinbringen. Denn Gleichgültigkeit ist – glaube ich – die grösste Gefahr für unser soziales Zusammenleben. Und das Anderssein zulassen. Sobald etwas anders ist, wird es oft als negativ angeschaut. Ich finde es ganz wesentlich, dass wir Anderssein zulassen. ● FJ FEUERWEHR TELEFON 118 Buchvorstellungen mit Peter Meier Nicht stören – ich lese ... ... was darf es denn sein? Am Donnerstag, 4. Oktober, soll mit dem Vorstellen verschiedenster Kinderbücher ein klein wenig Klarheit im unübersehbar grossen Angebot geschaffen werden. Eine Strassenbahn nimmt einen auf die Reise mit. Räuber Ratte beweist, wie böse es endet, wenn blindlings drauflos geklaut wird. Über ein ab - solut glückliches Leben wird be - richtet. Was ein Knuffelchen wirklich ist oder wie sich Opa und Kaspar mit dem Monsterhecht rumschlagen. Und die allesfressende Ziege hat grausam starke Bauchschmerzen, weil ... Dr. Brumm, ein fanatischer Fernsehgucker, hat fast unlösbare Probleme mit seinem Pantoffelkino. Franz Hohler macht mit seinen Kinder - versen Lust aufs eigenständige Dichten. Wie es dem Herrn Rumpel pumpel in seinem Häuschen, das ein riesiger Sturmwind auf einen fernen Berg geblasen hat, wirklich ergeht, ist andernorts zu erfahren oder dass Frau Igel mit einer Pistole den Fuchs wegjagt und dem frisch zugezogenen Hasen nachhaltig hilft, ist ebenfalls zu vernehmen. Vorlesende, Kinder, Geschichten - erfinder – alle sind gleichermassen herzlich zu diesem Begegnen in der Buchhandlung Baeschlin in Glarus eingeladen. Peter Meier wird auf ausgewählte Bücher hinweisen und am Donnerstag, 4.Oktober, um 19.00 Uhr alle in ein besonderes, eher selten gewordenes Vergnügen einstimmen. ● pd. Jetzt gibt es den Vorverkaufsrabatt für das Braunwalder Wintervergnügen. Die im vergangenen Jahr eingeführten Partnerangebote bei kantonalen Freizeitanbietern konnten dieses Jahr um einen weiteren Partner ergänzt werden. Saisonkarteninhaber pro - fitieren wiederum von 20 Prozent Rabatt auf den Eintritt in die Kletterund Boulderhalle sowie ins Hallenbad der lintharena sgu und auf den Eintritt in die GLKB Arena, Kunsteisbahn Buchholz, in Glarus. Neu darf dieses Jahr dazu im Chalet der VISTA- Bar in Näfels ein feines Gössi-Fondue oder -Raclette à discrétion vergünstigt genossen werden. «Familien-Geschenk» und Rabatte Bereits zum dritten Mal findet sich Ausstellung im Seedamm-Center in Pfäffikon SZ Schätze Madagaskars (Foto: zvg) das beliebte «Familien-Geschenk» im Angebot. Pro Erwachsenen-Saisonkarte fährt ein Kind oder Enkelkind unter 9 Jahren gratis auf Braunwalds Pisten. Kinder bis zum 6.Lebensjahr erfreuen sich generell kostenlos am Wintersportspass in Braunwald. Bis Ende Oktober können Familien von 15 Prozent Rabatt und Einzel - personen von 10 Prozent Rabatt auf die Saisonkarte profitieren. Im November betragen die Rabatte noch 10 bzw. 5 Prozent. ● pd. Bestellformular unter www.braunwald.ch/ saisonkartenvorverkauf. Beratung telefonisch unter 055 653 50 30 oder via E-Mail an info@braunwaldbahn.ch. Die Sonne entfaltet ihre grösste Macht in der Nähe des Äquators und befeuert ein tropisches Treibhaus der Natur. Die Ausstellung im Seedamm-Center in Pfäffikon SZ, welche bis am Samstag, 20. Oktober, dauert, will den Fokus auf Madagaskar richten! Gratis-Publikumsführungen täglich um 11.00 und 14.00 Uhr (ausser Samstag, 20. Oktober). Im Seedamm-Center sind 25 tropische Tierarten zu bestaunen – wie dieser Blattschwanzgecko. (Foto: zvg) Madagaskar zählt zu den artenreichs - ten Gebieten der Erde. Die Ausstellung will einen kleinen Ausschnitt dieser faszinierenden Vielfalt zeigen. Mit 25 präsentierten Tierarten werden nicht nur Tiere aus Madagaskar gezeigt, tropisch sind sie jedoch alle. Nirgends bricht der Tag so schnell an, wie in der Nähe des Äquators. In der Ausstellung kann man sehen, dass sich unter den klimatischen Be - dingungen Riesenformen entwickeln konnten. Zu bestaunen sind Riesentausendfüsser, Höhlenlaubfrösche, Vogelspinnen und farbenfrohe Insekten aus der Zuchtstation von Entomologe Christian Schweizer, dem Organisator der Ausstellung. Ein weiteres Highlight: die Blattschwanzgeckos, die nur in Madagaskar zu Hause sind. Schweizer ist es gelungen, diese faszinierenden Tiere zu züchten. Noch nie an einer Ausstellung gesehen, werden im Seedamm-Center aus der Familie der Blattschwanzgeckos verschiedene Arten – darunter auch der grösste der Welt – vorgestellt. Die Blattschwanzgeckos gehören sicher lich zu den skurrilsten Kreaturen der Erde. Tagsüber hängen sie kopfüber an Baumstämmen oder im trockenen Laub von Sträuchern und Büschen und sind somit im diffusen Licht der Regenwälder beinahe nicht sichtbar. Nachts jedoch klettern sie katzengleich mit riesigen Augen durch das Geäst auf der Suche nach Nahrung. Schweizer will einem möglichst breiten Publikum die Wunder der Natur nahebringen. Betreut wird die Ausstellung im Seedamm-Center von fachlich ausgewiesenem Personal, welches den Besuchern jederzeit für Fragen zur Verfügung steht. ● pd. Anmeldung zu zusätzlichen Führungen für Schulen und Kindergärten in der Seedamm- Center-Verwaltung, Telefon 055 417 30 60, oder Mail: management@seedamm-center. ch.

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