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39. Ausgabe 2018 (27. September 2018)

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Donnerstag, 27. September 2018 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates «Visit Glarnerland» – Neues Trägerschaftsmodell Tourismus und Freizeit Glarnerland – Finanzierungsbeschluss Dem Landrat wird beantragt, vom neuen Trägerschaftsmodell Tourismus und Freizeit Glarnerland («Visit Glarnerland») Kenntnis zu nehmen. Weiter wird ihm beantragt, einem Finanzierungsbeschluss zuzustimmen, welcher Einlagen von je 350 000 Franken in den Tourismusfonds für die Jahre 2019 – 2021 als Kantonsbeitrag an die Trägerschaft von «Visit Glarnerland» vorsieht. Damit soll der Kantonsbeitrag an die Trägerschaft von «Visit Glarnerland» finanziert werden. Ausgangslage Im Januar 2016 genehmigte der Landrat die Tourismusstrategie 2016 – 2019. Er bewilligte für die Jahre 2016 – 2019 je 500 000 Franken als Einlage in den Tourismusfonds und zusätzlich je 100 000 Franken in den Jahren 2016 und 2017 für das Produktmanagement Glarnerland. Hauptbestandteile der Tourismusstrategie 2016 – 2019 bilden die Infrastrukturförderung und die Überführung des momentan im Mandat ausgeführten Produktmanagements Glarnerland in eine gefestigte orga - nisatorische Struktur. Zudem verlangte der Landrat, eine Lösung für den Glarner Tourismus bereits vor dem Ende der Strategieperiode (also vor Ende 2019) zu schaffen. Das Departement Volkswirtschaft und Inneres setzte in der Folge eine breit abgestützte Projektgruppe ein, der alle wichtigen Betroffenen (Tourismusorganisationen, Sportbahnen Elm und Braunwald, Gemeinden und Kanton) angehörten. Begleitet wurde die Gruppe durch ein externes Be - ratungsbüro, auch das Produktmanagement nahm mit beratender Stimme teil. Die Projektgruppe erarbeitete ein breit abgestütztes neues Trägerschaftsmodell samt Finanzierung. Trägerschaftsmodell Eine klare Strukturierung der neuen Organisation ist das zentrale Element des neuen Modells. Aufgaben und Zuständigkeiten werden den einzelnen Akteuren im Tourismus wie folgt zugewiesen: – Gründung einer Kernorganisation «Visit Glarnerland» als private Trägerschaft – Strukturierung der Zuständigkeiten für die Vermarktung von Tourismus und Freizeit im Glarnerland auf drei Ebenen: – • «Visit Glarnerland» (kantonal) – • lokale Tourismusorganisationen auf Gemeindeebene – • touristische Leistungserbringer (lokal) Für das neue Trägerschaftmodell gelten folgende Zuständigkeiten: – Markenversprechen durch die neue kantonale Organisation «Visit Glarnerland»: «Visit Glarnerland» koordiniert das gesamte Tourismusund Freizeit angebot im Kanton Glarus. Die Promotion erfolgt unter der Marke «Glarnerland» mit den entsprechenden Produkten und gemein samen Angeboten. Wich - tigste Aufgabe ist die Absatzförderung in allen Stamm- und Neu - märkten und die Sicherstellung des hohen Freizeitwertes des Glarnerlandes für die einheimische Be - völkerung. – Produkteversprechen durch die Leistungsträger und Tourismus - organisationen (Bergbahnen, Hotellerie, Parahotellerie, Veranstalter, Tourismusorganisationen): Alle Leistungsträger pflegen und bauen ihre eigenen Produkte und In - frastrukturen selbstständig aus. Die lokalen Tourismusorganisationen koordinieren die Partner vor Ort, stellen die Gästebetreuung vor Ort sicher und organisieren Veranstaltungen. Die Marketingaufgaben treten sie mittels Leistungsaufträgen an die kantonale Organisation «Visit Glarnerland» ab. – Finanzversprechen durch Kanton und Gemeinden: Kanton und Gemeinden definieren mittels Leis - tungsaufträgen die im öffentlichen Interesse liegenden und von «Visit Glarnerland» zu erfüllenden Auf - gaben. Als Abgeltung dafür stellen sie die erforderlichen finanziellen Mittel bereit, überwachen den Einsatz der eingesetzten Mittel und messen deren Wirksamkeit. Rechtsform Zu Beginn wurden eine gemischtwirtschaftliche Trägerschaft (AG, Verein oder ähnliches) mit Beteiligung von Kanton und Gemeinden und eine rein privatwirtschaftliche Trägerschaftslösung mit Beteiligung der Tourismuswirtschaft und weiterer Stakeholder aus allen Kreisen, aber ohne Beteiligung von Kanton und Gemeinden geprüft. Für den Regierungsrat überwogen die Vorteile einer privatwirtschaftlichen Lösung klar. Er beauftragte im August 2018 das DVI, zusammen mit den Gemeinden und weiteren Partnern den Aufbau eines neuen (privatwirtschaftlichen) Trägerschaftsmodells auszuarbeiten. Dazu wird die bestehende Touristinfo GmbH, welche die Infostelle an der Raststätte betreibt, die Umwandlung in eine AG prüfen. Die jetzigen Gesellschafter würden eine solide und breit abgestützte Basis der Tourismuswirtschaft darstellen. Finanzierung Das ursprüngliche Finanzierungs - modell für «Visit Glarnerland» sah vor, dass drei Viertel des anvisierten Jahresbudgets von damals total 1,4 Mio. Franken aus Beiträgen der Gemeinden (550 000 Franken) und des Kantons (500 000 Franken) und nur in einem Umfang von 350 000 Franken durch Drittbeiträge (Tourismuswirtschaft) getragen werden sollen. Der Regierungsrat wollte prüfen lassen, ob und wie sich der Anteil der Tourismuswirtschaft erhöhen liesse. Bisher beteiligen sich die grössten Leis - tungsträger aus der Tourismusbranche. Diese noch stärker einzubinden, erscheint aufgrund von deren finanziellen Situation nicht angebracht. Der Einbezug von weiteren Akteuren kann nur willkürlich erfolgen; es ergeben sich Abgrenzungsschwierigkeiten bezüglich der Frage, wer von den Leis tungen von «Visit Glarnerland» in welchem Mass profitiert. Die als Alter native geprüfte Einführung einer Tourismusförderungsabgabe vermochte ebenfalls nicht zu überzeugen. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Regierungsrat zwar für das ursprüngliche Finanzierungsmodell. Er reduzierte den Kantonsbeitrag jedoch von 550 000 auf 350 000 Franken. Der Kanton würde somit gleich viel zum Budget von «Visit Glarnerland» beitragen, wie die Tourismuswirtschaft. Durch diesen Entscheid reduzieren sich auch die Gemeinde - beiträge von 550 000 auf 400 000 Franken. «Visit Glarnerland» wird somit über ein Budget von 1,1 Mio. Franken verfügen. Dieses setzt sich aus folgenden Beiträgen zusammen: – Kanton: Sockelbeitrag von 100 000 Franken und Fr. 6.25 pro Einwohner: – Total 350 000 Franken – Gemeinden: Sockelbeitrag von je 50 000 Franken und Fr. 6.25 pro Einwohner: – Total 400 000 Franken – • Gemeinde Glarus Süd: 112 500 Franken – • Gemeinde Glarus: 125 000 Franken – • Gemeinde Glarus Nord: 162 500 Franken Eidgenössische Volksabstimmung vom 23. September: Abstimmungsresultate des Kantons Glarus Bundesbeschluss über die Velowege sowie die Fuss- und Wanderwege Gemeinde Stimm- Eingelangte Ausser Betracht In Betracht Ja Nein Anteil Stimmberechtigte Stimmzettel fallende Stimmzettel fallende Ja- beteileere ungültige Stimmzettel Stimmen ligung Glarus Nord 11 590 3 035 15 12 3 008 1 934 1 074 64,3% 26,2% Glarus 7 856 2 313 12 8 2 293 1 528 765 66,6% 29,4% Glarus Süd 7 029 2 218 18 5 2 195 1 264 931 57,6% 31,6% Total 26 475 7 566 45 25 7 496 4 726 2 770 63,0% 28,6% Volksinitiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel (Fair-Food-Initiative)» Gemeinde Stimm- Eingelangte Ausser Betracht In Betracht Ja Nein Anteil Stimmberechtigte Stimmzettel fallende Stimmzettel fallende Ja- beteileere ungültige Stimmzettel Stimmen ligung Glarus Nord 11 590 3 033 15 11 3 007 917 2 090 30,5% 26,2% Glarus 7 856 2 315 12 8 2 295 828 1 467 36,1% 29,5% Glarus Süd 7 029 2 219 13 6 2 200 722 1 478 32,8% 31,6% Total 26 475 7 567 40 25 7 502 2 467 5 035 32,9% 28,6% Volksinitiative «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle» Gemeinde Stimm- Eingelangte Ausser Betracht In Betracht Ja Nein Anteil Stimmberechtigte Stimmzettel fallende Stimmzettel fallende Ja- beteileere ungültige Stimmzettel Stimmen ligung Glarus Nord 11 590 3 027 20 12 2 995 660 2 335 22,0% 26,1% Glarus 7 856 2 311 23 8 2 280 641 1 639 28,1% 29,4% Glarus Süd 7 029 2 215 21 5 2 189 566 1 623 25,9% 31,5% Total 26 475 7 553 64 25 7 464 1 867 5 597 25,0% 28,5% – Aus der Tourismuswirtschaft via Leistungsaufträge: Proportional zur touristischen Wertschöpfung gemessen an den Kurtaxen des Jahres 2017: – Total 350 000 Franken – • Ferienregion Elm: 105 000 Franken – • Braunwald Klausenpass Tourismus: 120 000 Franken – • Glarus Service: 30 000 Franken – • Glarus Nord Tourismus: 95 000 Franken Die finanziellen Auswirkungen dieser Vorlage sind umfassend und gesamtheitlich zu betrachten, zumal die Landsgemeinde 2017 einen Rahmenkredit von 12,5 Mio. Franken zur Mitfinanzierung von Kern infrastrukturen bewilligt hat. Dies ist bei der Dotation des Tourismusfonds im Finanzplan zu berücksichtigen. Im Budget 2019 und im Finanzplan 2020 – 2023 sind folgende Mittel für die Dotation des Tourismusfonds vorgesehen: Finanzplanung Tourismusfonds (Gesamtdotation Fonds, d. h. inkl. Trägerschaftsmodell: 2019: 850 000 Franken 2020: 700 000 Franken 2021: 700 000 Franken 2022: 700 000 Franken 2023: 700 000 Franken Mit allen vier Ferienregionen wurden in der Zwischenzeit mittels Leis - tungsvereinbarungen die oben genannten Beiträge vertraglich rechtsgültig für die ersten drei Jahre (2019 – 2021) gesichert. Ausstehend sind nun noch die Zustimmung des Landrates und der drei Gemeinde - versammlungen (welche aktuell vorbereitet werden). Mehrjahresprogramm Hochbauten 2019 –2023 Dem Landrat wird beantragt, das Mehrjahresprogramm für Hochbauten für 2019 zu genehmigen und für 2020 – 2023 zur Kenntnis zu nehmen. Überblick Das Mehrjahresprogramm dient als Planungsinstrument dem Erhalt der kantonalen Hochbauten in den nächs - ten 25 Jahren. Nicht Bestandteil des Mehrjahresprogramms sind Beiträge an Investitionen Dritter wie beispielsweise an das Kunsthaus, an die linth - arena sgu oder an den Werkhof Biäsche. Es handelt sich dabei nicht um kantonale Bauten, sondern um Bauten im Eigentum Dritter. Für das Jahr 2019 werden 4 815 000 Franken für die Instandhaltung und die Instandsetzung budgetiert, davon sind allerdings 600 000 Franken wertvermehrend (Wettbewerb Pflegeschule). Gemäss der Gebäudesoftware Stratus sind 2019 für die Instandhaltung und die Instandsetzung 3 599 000 Franken notwendig, d. h. es sind gut 600 000 Franken mehr budgetiert als eigentlich notwendig. Dies hilft Rückstände der vergangenen Jahre abzubauen. Von 2019 bis 2023 sind insgesamt 22 962 000 Franken notwendig. Berücksichtigt man die Budgetierung 2019 und die Finanzplanung 2020 – 2023 sind derzeit 20 043 000 Franken eingestellt, zuzüglich 16 590 000 Franken für wertvermehrende Investitionen. In diesen fünf Jahren entsteht ein Rückstand von 2 919 000 Franken zur Vorgabe gemäss Stratus. Mit dem vorliegenden Budget 2019 und dem Finanzplan 2020 – 2023 sind knapp genügend Mittel eingestellt, um den guten baulichen Zustand zu erhalten. Hochbauprogramm 2019 Gewerbliche Berufsfachschule in Ziegelbrücke; 250 000 Franken Im Trakt B müssen diverse Lüftungsanlagen saniert werden. Die der - zeitigen Abluftanlagen sind kaum steuerbar, besitzen keine Wärmerückgewinnung und genügen den gesetzlichen Bestimmungen nicht. Die Lüftungsgeräte müssen ersetzt werden, teilweise sind zusätzliche Lüftungskanäle erforderlich. Neubau Berufsschulareal in Ziegelbrücke; 600 000 Franken Der Landrat blockierte 2016 die budgetierten Mittel für eine Erweiterung der Schule am Standort Ziegelbrücke. Nach der Klärung des Standortes und der Genehmigung des Raum - programms muss ein Architekturwettbewerb veranstaltet werden. Im Anschluss sind die Kosten zu ermitteln und die Landsgemeindevorlage ist vorzubereiten. Angestrebt wird, eine Vorlage vor die Landsgemeinde 2021 zu bringen. 600 000 Franken sind der Anteil für das Jahr 2019 des Kredits von 940 000 Franken. Die verbleibenden 340 000 Franken werden 2020 eingestellt. Kantonsschule, allgemein, Winkelstrasse in Glarus; 500 000 Franken Die Sanierung des Innenausbaus im Trakt B, inkl. der beiden Hörsäle (Lüftung, Decke), wird umgesetzt. Im Rahmen der laufenden Sanierung des Innenausbaus sind Teppiche, Beleuchtung und Elektroanlagen zu ersetzen. Rathaus, in Glarus; 100 000 Franken 2019 werden die Heizung und die HV Elektro umgebaut und Planungsarbeiten für die Sanierung des Landratsaals ausgelöst. Alte Stadtschule, Hauptstrasse 60 in Glarus; 150 000 Franken Es sind der Lift und eine Lüftungs - anlage zu ersetzen. Haus 3, Asylstrasse 3 in Glarus; 200 000 Franken Durch einen Umbau auf der Westseite des Untergeschosses werden zwei zusätzliche Büros eingebaut. Dabei ist die Umgebung leicht abzusenken. Die Öffnungen sind zu vergrössern. Dadurch können gut belichtete, hochwertige Arbeitsplätze gewonnen werden. Die Heizungssteuerung für das ganze Gebäude muss ersetzt werden. Asylunterkunft, Rösslistrasse 40 in Näfels; 70 000 Franken Das Dach und die Fassade des nörd - lichen, tiefer liegenden Teils werden saniert. Die Jahresrechnung wird dadurch nicht belastet. Der Betrag wird jeweils Ende Jahr über das Konto Asylwesen ausgeglichen. Asylunterkunft, Landstrasse 4 in Glarus; 350 000 Franken Die Umbauarbeiten wurden im August 2018 in Angriff genommen. Die Sanierung des Innenausbaus, inkl. des Ersatzes der ganzen Haustechnik, wird über den Winter 2018/ 2019 fortgeführt. Der nördliche, zweigeschossige Anbau wird ab - gebrochen und neu aufgebaut. Das Dachgeschoss wird vollständig ausgebaut, die Lukarnen werden ersetzt, das Dach wird mit einer Wärmedämmung versehen. Die Jahresrechnung wird dadurch nicht belastet. Der Betrag wird jeweils Ende Jahr über das Konto Asylwesen ausgeglichen. Zeughaus, Landstrasse 38 in Glarus; 600 000 Franken 2019 werden die Erneuerung der Kanalisationsleitungen ausserhalb der Gebäude und die Sanierung der Beläge für 300 000 Franken umgesetzt. Weitere 300 000 Franken werden benötigt für den Bau von 25 bis 30 Parkplätzen bei der Einfahrt zum Zeughaus. Sanierung Reitbahn, Reitbahnstrasse 24 in Glarus; 100 000 Franken In enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei wird die Sanierung der Kantonalen Notrufzentrale am neuen Standort im Obergeschoss der Reitbahn geplant. Es sind umfang - reiche Überlegungen zur Haustechnik in Abstimmung mit der Technik der Zentrale erforderlich. Strassenverkehrsamt, Mühlestrasse 17 in Schwanden; 120’000 Franken Die Tore der Prüfhalle müssen nach gut 20 Jahren saniert werden. Im Winter gibt es durch die jetzigen Tore grosse Wärmeverluste und Zugs - erscheinungen. Ebenfalls muss die Beleuchtung ersetzt werden. Dabei wird neu eine LED-Beleuchtung in die vorhandenen Leuchten eingebaut. Fortsetzung auf Seite 7

Donnerstag, 27. September 2018 | Seite 7 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Fortsetzung von Seite 6 Verpflichtungskredit Landwirtschaftliche Beratung Dem Landrat wird beantragt, für die landwirtschaftliche Beratung in den Jahren 2019 – 2022 einen Kredit von 664 000 Franken (inkl. Mehrwertsteuer) zu gewähren. Ausgangslage Der Landrat gewährte im Dezember 2014 für die landwirtschaftliche Beratung in den Jahren 2015 – 2018 einen Kredit von 773 280 Franken. Der Regierungsrat schloss im März 2015 eine Leistungsvereinbarung (LV) mit dem Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Plantahof für die landwirtschaftliche Beratung der Glarner Landwirtinnen und Landwirte ab. Sie ist bis 31. Dezember 2018 befristet. Nun ist ein neuer Verpflichtungskredit zur Finanzierung einer neuen LV für die Jahre 2019 – 2022 zu beantragen. Nutzung des Beratungsangebotes Die Glarner Landwirtschaft macht durchaus von diesem Beratungsangebot Gebrauch. Das entsprechende Bedürfnis besteht. Bereits in der Berichterstattung 2017 an den Landrat zeigte sich aber, dass insbesondere die Erträge deutlich hinter den Erwartungen und den Forderungen des Landrates (Kostendeckungsgrad von durchschnittlich 44%) zurückgeblieben sind. Deckten die Erträge im Jahre 2015 nur gerade 14 Prozent des Gesamtaufwandes ab und stieg dieser Wert im Jahre 2016 auf 30Prozent, so sank er im vergangenen Jahr wieder auf 18 Prozent ab. Es ergibt dies im Durchschnitt und ge messen an den bisherigen Gesamtaufwänden/-erträgen lediglich eine Deckung von 25 Prozent. Zudem waren personelle Wechsel auch nicht gerade hilfreich für die Institutionalisierung des An - gebotes. Daher wurden verschiedene Alternativen (Neuausschreibung des Mandates, anderer Verrechnungsschlüssel, Zusammenarbeit mit anderen landwirtschaftlichen Schulen) erwogen, aber wieder verworfen. Neue Leistungsvereinbarung Die landwirtschaftliche Beratung im Kanton Glarus ist zweckmässigerweise über eine neue LV mit dem Plantahof sicherzustellen. Die Erfahrungen führen allerdings dazu, diese LV gänzlich auf eine neue Grundlage zu stellen: Die LV geht neu von einem Bedarf aus, der mit einer 80-Prozent-Stelle abgedeckt werden kann und einen Kostendeckungsbeitrag von 30 Prozent vorsieht. Die Kostendeckungsbeitragsrechnung berücksichtigt auch die Ferienabwesenheit, Weiterbildungen und weitere nicht verrechenbare Leistungen, wie telefonische Auskünfte durch die Berater unter einer halben Stunde sowie die Durchführung von Informationsanlässen. Neu wird noch mit maximalen Bruttokosten (inkl. Mehrwertsteuer) von rund 166 000 Franken pro Jahr gerechnet bzw. 664 000 Franken für die Jahre 2019 – 2022. Bei einem vertraglich festgelegten Kostendeckungsbeitrag von 30 Prozent sind pro Jahr Gebühreneinnahmen von rund 46 000 Franken anzustreben, für die gesamte Laufzeit 164 000 Franken. Nicht mehr enthalten ist die Herdenschutzberatung. Arbeitsvergebung Die Ingenieurleistungen zur Planung der Lärm - sanierungsprojekte in Glarus Süd werden der Firma dBAkustik GmbH, Pfäffikon, vergeben. Personelles Als Mitglieder der Natur- und Heimatschutzkommission werden für die Amtsperiode 2018 – 2022 gewählt: • Katja Dürst, Betschwanden, (Subkommission Natur- und Landschaftsschutz); • Dr. Marion Sauter, Root, (Subkommission Ortsbildschutz und Denkmalpflege). Der Regierungsrat gratuliert zu folgenden Dienstjubiläen: • David Gutzwiller, Mollis, Berufsschullehrer, 20 Jahre; • Martin Trümpi, Glarus, Ingenieur Hochbau, 10 Jahre; • Reto Zogg, Walenstadt, Soziale Dienste, 10 Jahre; • NinaSchlotterbeck,Netstal,Schulsozialarbeit, 10 Jahre. Vom Rücktritt von Alda Städler, Kaltbrunn, als Berufsschullehrerin an der Gewerblichindustriellen Berufsfachschule in Ziegelbrücke, per 31. Oktober 2018, wird unter Verdankung der geleisteten Dienste Kenntnis genommen. ● Kanton Glarus Staatskanzlei Polizeimeldungen Abteilung Informatikdienst Elektronische Umzugsmeldung Glarnerinnen und Glarner können Umzüge seit Kurzem online melden. Mit dem sogenannten eUmzug wird ein von der Bevölkerung häufig nachgefragter Online-Service bereitgestellt. Ein Umzug ist anspruchsvoll, zeitaufwendig und manchmal auch nervenaufreibend. Neben dem Organisieren, Packen und eigentlichen Zügeln sind viele administrative Dinge zu regeln. Dazu gehören die Abmeldung bei der Wegzugsgemeinde und die Anmeldung bei der Zuzugsgemeinde. Umzug neu online melden Glarnerinnen und Glarner können Umzüge online und damit jederzeit bequem von zu Hause aus melden, der persönliche Gang zum Schalter entfällt. Die Erfassung der Meldung beansprucht nur wenige Minuten. Alle nötigen Informationen und Dokumente werden in einem einzigen Schritt elektronisch an die Weg- wie die Zuzugsgemeinde übermittelt – vorausgesetzt, Letztere verfügt über die eUmzug-Lösung. Die Sicherheit ist dabei gewährleistet, da die Daten verschlüsselt übermittelt werden. Auf der kantonalen Website unter eServices und auf den Websites der Gemeinden findet sich der Link auf die Internetplattform von eUmzugCH – www.eumzug.swiss. Hier können Umziehende die Abmeldung in ihrer aktuellen und die Anmeldung in ihrer künftigen Wohngemeinde oder eine Adressänderung innerhalb der Gemeinde in einem Schritt erledigen. Auch die Verwaltung profitiert von diesem neuen Service. Sie kann die online erfassten Umzugsmeldungen elektronisch in die Einwohnerregister übernehmen und medienbruchfrei weiterverarbeiten. Der Aufwand für die Datenerfassung ist geringer, gleich - zeitig verbessert sich die Qualität. eUmzugCH bereits in einigen Kantonen im Einsatz Die in Glarus eingeführte Lösung eUmzugCH ist bereits in acht weiteren Kantonen im Einsatz. Es handelt sich um ein Projekt von E-Government Schweiz; die meisten Kantone planen die Einführung dieses Angebotes bis Ende 2019. Umzüge können damit in Zukunft auch über Kantonsgrenzen hinweg in der gesamten Schweiz elektronisch gemeldet werden. Alle Nachbarkantone haben den eUmzug schon eingeführt. Glarus ist der sechste Kanton, der diesen Dienst für alle seine Gemeinden anbietet. Die Digitalisierung der Verwaltungsarbeit und die Einführung von E- Government ist ein wichtiges Ziel von Kanton und Gemeinden in den nächsten Jahren. Federführend bei der Einführung war der Informatikdienst des Kantons. In enger Zusammen - arbeit mit der Abteilung Migration, der Glarus hoch 3 AG, den drei Glarner Gemeinden und der Schweize - rischen Informatikkonferenz führte er den Dienst nach dem Startschuss im Oktober 2017 diesen Herbst ein. ● NETSTAL: VERKEHRSUNFALL. Am Mittwoch, 19. September, um 09.30 Uhr ereignete sich beim Einkaufszentrum Wiggispark in Netstal ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Der Lenker eines Personen - wagens beabsichtigte an einem manövrierenden Lastzug vorbeizufahren. Als der 79-Jährige an der Front des Lastwagens vorbeifuhr, lenkte er sein Auto nach rechts unter die sich verengende Fussgängerrampe, wo der Wagen eingeklemmt wurde. Beim Unfall wurde niemand verletzt. Am Auto entstand Totalschaden. Als Folge des Unfalls und der Fahrzeugbergung kam es auf dem Areal des Einkaufszentrums Wiggispark kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen. FILZBACH: VERKEHRSUN- FALL. Am Mittwoch, 19. September, um 15.30 Uhr ereignete sich auf der Talalpstrasse in Filzbach ein Verkehrsunfall. Die Lenkerin eines Trottinetts fuhr talwärts in Richtung Filzbach. Aus noch ungeklärten Gründen verlor die 67-Jährige die Kontrolle über ihr Fahrzeug und stürzte. Dabei zog sie sich eine Kopfverletzung zu. Die Verunfallte wurde mit der rega ins Kantonsspital St. Gallen geflogen. Am Trottinett entstand Sach schaden. Der Unfall - hergang wird untersucht. GLARUS: VERKEHRSUNFALL. Am Freitag, 21. September, um zirka 17.40 Uhr ereignete sich auf der Kantonsstrasse in Glarus, Höhe Rathaus, eine Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen. Der Lenker eines Personenwagens war in Richtung Schwanden unterwegs. Der 47-jährige Lenker bemerkte infolge Unaufmerksamkeit zu spät, dass ein vor ihm fahrender Personenwagen vor dem Fussgängerstreifen die Geschwindigkeit stark verlangsamte. In der Folge kam es zu einer Auffahrkollision. Der Lenker im vorderen Fahrzeug erlitt durch den Aufprall leichte Verletzungen. Es entstand geringer Sachschaden. BILTEN: VERKEHRSUNFALL. Am Freitag, 21. September, um zirka 18.30 Uhr ereignete sich auf der Schäniserstrasse in Bilten ein Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen. Ein 77-jähriger Lenker war mit seinem Personenwagen auf der Autobahn-Ausfahrt A3 Bilten Fahrt - richtung Zürich unterwegs. Er be - absichtigte von der Ausfahrt Bilten nach Schänis abzubiegen. Infolge Unaufmerksamkeit sowie Müdigkeit übersah dieser einen von links kommenden Personenwagen. Durch die Wucht des seitlichen Aufpralles wurde der Personenwagen auf der Schäniserstrasse in die Luft geschleudert, überschlug sich und landete schliesslich im Brückengeländer auf der Gegenfahrbahn. Personen wurden keine verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen. NIEDERURNEN: VERKEHRS- UNFALL AUF DER AUTOBAHN A3. Am Montag, 24. September, um 07.20 Uhr ereignete sich auf der Auto bahn A3 in Niederurnen ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Die Lenkerin eines Liefer - wagens mit Anhänger war in Fahrt - richtung Chur unterwegs. Bei einem Bremsmanöver verlor die 37-Jährige die Kontrolle über die Fahrzeugkombination. Diese kollidierte mit der rechten Leitplanke und kam quer zur Fahrbahn zum Stillstand. Beim Unfall wurde niemand verletzt. Am Fahrzeug und an der Strasseneinrichtung entstand Sachschaden. Als Folge des Unfalls und der Räumungsarbeiten kam es zu Verkehrsbehinderungen. NIEDERURNEN: BRANDFALL. Am Montag, 24.September, um 09.45 Uhr ereignete sich beim «Schlössli»- Wald in Niederurnen ein Brandfall. Am Waldrand oberhalb des Rebbergs beabsichtigte ein 59-jähriger Mann einen Asthaufen zu verbrennen, als das Feuer ausser Kontrolle geriet und am Hang auf angrenzende Sträucher und Bäume übergriff. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Einsatz eines Helikopters löschen und so ein weiteres Ausbreiten verhindern. Der Helikopter flog den Brandplatz dazu vier Mal mit Wasser an. Von Feuerwehr und Polizei standen 8 Personen im Einsatz. NÄFELS: VERKEHRSUNFALL. Am Dienstag, 25. September, um 10.30 Uhr ereignete sich in an der Hauptstrasse in Näfels ein Verkehrsunfall. Der Lenker eines Personen - wagens beabsichtigte beim Schönegg rückwärts auf die Hauptstrasse ein - zubiegen. Dabei übersah der 36- Jährige einen Fussgänger und es kam zu einer Kollision. Der 69-jährige Mann zog sich beim Sturz auf die Strasse eine Hüftverletzung zu. Die Ambulanz brachte ihn ins Kantonsspital Glarus. Der Unfallhergang wird untersucht. ●

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