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39. Ausgabe 2019 (26. September 2019)

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Donnerstag, 26. September 2019 | Seite 6 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Bundesgesetz über Überbrückungs - leistung für ältere Arbeitslose – Regierungsrat sagt ja, ortet aber Anpassungsbedarf Der Regierungsrat unterstützt im Grundsatz das Bundesgesetz über Überbrückungsleistung für ältere Arbeitslose. Allerdings ortet er Mängel in der Koordination mit den Leistungen der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleistungen. Dieses Verhältnis muss mit einer Über - arbeitung der Gesetzesvorlage geklärt werden. Vorschlag des Bundesrates Zweck der geplanten Überbrückungsleistung (ÜL) ist es, Menschen, welche ausgesteuert und über 60 Jahre alt sind, eine Vorruhestandsleistung auszurichten. Es soll aber explizit nicht mehr verlangt werden können, dass sie sich für Arbeitsstellen bemühen. Ältere Menschen finden auf dem Arbeitsmarkt häufig keine Arbeitsstelle mehr. Nach Ausschöpfung der Leistungen der Arbeitslosenkasse haben Menschen ohne ausreichende 2. und 3. Säule meist keine Ansprüche mehr gegenüber Versicherungen, sondern sind zum Gang auf das Sozialamt gezwungen. Die Invalidenver - sicherung ihrerseits prüft allerdings auch Gesuche von Personen über 60 Jahre. Nach dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» ist sie dazu verpflichtet, auch diesen Personen Eingliederungsmassnahmen zu gewähren und die Ausrichtung einer Rente in Erwägung zu ziehen, nachdem zumutbare Eingliederungsmass - nahmen nicht zum Ziel führen. Vernehmlassung des Regierungsrates Der Regierungsrat unterstützt im Grundsatz den Entwurf zum Bundesgesetz über die Überbrückungsleis - tungen und erachtet die Stossrichtung als richtig. Die Vorlage weist jedoch erhebliche Mängel auf, die noch behoben werden müssen. Der Zugang zur ÜL ist bei Personen, die in der Vergangenheit IV-Renten bezogen haben, beschränkt, wenn diese Menschen bei Erreichen des 60. Altersjahres in der ALV ausgesteuert sind oder später ausgesteuert werden. Sie laufen Gefahr, trotz zuletzt ausreichendem Einkommen und grundsätzlich 20-jähriger Versicherteneigenschaft sich nicht für die ÜL zu qualifizieren. Ausserdem stellt die ÜL seit Jahren verfochtene Grundpfeiler der Invalidenversicherung in Frage, soweit sie versicherte Personen über 60Jahre betreffen. Eine entsprechende Koordination fehlt. Die Rolle der Invalidenversicherung bei Personen über 60 Jahren muss grundlegend überdacht werden. Es muss aufgrund des Ge - setzesentwurfs davon ausgegangen werden, dass zwischen den beiden Leistungen Wahlfreiheit herrscht. Es bleibt unklar, inwieweit von der Invalidenversicherung weiterhin auch Eingliederungsbemühungen nach dem 60.Altersjahr (politisch) verlangt werden. Fehlanreize hinsichtlich der Eingliederungsbemühungen solcher Menschen und der Eingliederungs - bereitschaft der Arbeitgeber sind möglichst tief zu halten. Auch ist es nicht einsehbar, weshalb ÜL im Gegensatz zu EL ins Ausland exportiert werden können. Kanton Glarus und rega regeln die Rettung aus der Luft Der Regierungsrat schliesst eine Leis - tungsvereinbarung mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht über die Luftrettung im Gebiet des Kantons Glarus ab. Für eine schnelle und professionelle Rettung von verunfallten oder kranken Personen, braucht es gerade in Bergkantonen oft Hilfe aus der Luft. Während der Kanton Glarus für die bodengebundene Hilfe dem Kantonsspital Glarus und der Alpinen Rettung Leistungsaufträge erteilt hat, fehlt bisher eine solche Regelung für die Luftrettung. Der Regierungsrat hält die bisherige gute Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht rega nun in einer Leis - tungsvereinbarung fest. Gute Zusammenarbeit zwischen rega und Kanton Glarus Im Kanton Glarus bringen alleine die Rettungshelikopter der rega rund 230 Patienten pro Jahr die dringend benötigte medizinische Hilfe aus der Luft. Die meisten der geretteten Patienten fliegt die rega zur weiterführenden Behandlung nach Notfällen in das Kantonsspital Glarus, das eine umfangreiche medizinische Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellt. Jeder zweite Glarner Einwohner ist Gönner der rega. Leistungen der rega gegenüber dem Kanton Glarus • Alarmbereitschaft jederzeit bei Ereignissen der normalen, besonderen und ausserordentlichen Lage. • Betrieb einer Einsatzbasis im Kanton Glarus (Mollis) im heutigen Umfang, mit dem Ziel die Betriebsdauer und -zeiten auszuweiten. • Disposition, Koordination und Führung aller Luftrettungsmittel und Luftrettungseinsätze, wobei dies auch die Disposition von Luft - rettungsmitteln anderer Luftrettungsbetreiber einschliesst. • Durchführung aller Arten von Einsätzen wie Primäreinsätze, dringende Sekundäreinsätze, Suchflüge, Transporte von hochinfektiösen Patienten, Lawineneinsätze oder Evakuationen. • Notfallmedizinische Behandlung und Sozialbetreuung von Notfall - patienten. • Betreuung der Spitäler im Zusammenhang mit luftfahrtspezifischen Infrastrukturen und Prozessen. Für ihre Dienstleistungen erhebt die rega beim Kanton keine Kosten. Die Aufwendungen werden im Rahmen des Stiftungsauftrages der rega erbracht. Einsatzkosten werden im Rahmen der vereinbarten Tarife mit den Kranken- und Unfallversicherern sowie Spitälern abgerechnet. Leistungsvereinbarung bringt Vorteile Zwar würde die rega auch ohne den Abschluss einer Leistungsverein - barung weiterhin im Kanton Glarus Rettungseinsätze durchführen, da sie dem Stiftungszweck und ihren Gönnern verpflichtet ist. Eine Leistungsvereinbarung wie sie Glarus als erster Kanton abschliesst, sichert die Luft - rettung aber verbindlicher. Die rega verpflichtet sich explizit zur Luftrettung im Kanton Glarus und definiert ihre (Vorhalte-)Leistungen, was der gesamten Bevölkerung zugute kommt und nicht nur den Gönnern. Die fehlende Verbindlichkeit wurde in der Vergangenheit – nicht zuletzt politisch – bemängelt. In den Verhandlungen erklärte sich die rega zudem bereit, den Betrieb einer Einsatzbasis im Kanton Glarus auf Jahre hinaus zu garantieren. Schliesslich garantiert die rega dem Kanton auch die Unterstützung bei Ereignissen der besonderen oder ausserordentlichen Lage, die der Kanton aus eigener Kraft nicht bewältigen könnte. Regierungsrat genehmigt Projekt einer neuen Notrufzentrale Der Regierungsrat genehmigt die Detailprojektierung für die Realisierung einer neuen Kantonalen Notrufzentrale. Der bisherige Standort der Kantonalen Notrufzentrale im Dachgeschoss des Mercierhauses in Glarus erfüllt die heutigen Anforderungen an eine moderne, leistungsfähige Anlage nicht mehr. Es bestehen Defizite im räumlichen und technischen Bereich. Sie soll an einem geeigneten neuen Standort aufgebaut werden, damit der Kanton Glarus wieder auf Jahre hinaus eine sichere Notfall- und Ereignisdisposition gewährleisten kann. Die entsprechende Planung wurde vor einigen Jahren eingeleitet. Der Regierungsrat genehmigt nun das vorgeschlagene Bauprojekt. Bauprojekt Eine Machbarkeitsstudie von 2018 zeigte auf, dass sich das Obergeschoss des Reitbahngebäudes in Glarus gut für die Unterbringung der Kantonalen Notrufzentrale sowie eines Führungsraumes und Büros eignet. Im Erd - geschoss befinden sich seit 2018 bereits umgebaute Räumlichkeiten für die Polizei. Die komplett stützenfreie Konstruktion des Obergeschosses ermöglicht im Innern eine flexible Raumaufteilung. Zum Ausbaustandard gehören Disponenten-Arbeitsplätze, eine Videowand und ein Einsatzleitsystem. Die Kosten des Projekts betragen 5 205 000 Franken. Diese teilen sich auf in die Umbau - kosten von 1900 000 Franken und die technischen Kosten von 3 305 000 Franken. Der Umbau soll im August 2020 beginnen und bis Frühling 2021 abgeschlossen sein. Vielfältige Aufgaben Die Kantonale Notrufzentrale ist die Anlaufstelle der Glarner Bevölkerung bei polizeilichen Anliegen und in Notfällen (Verkehrsunfälle, Gewaltübergriffe, häusliche Gewalt, Raubüberfallalarme, Einbruchsalarme, Schlägereien etc.). Sie steht während 24 Stunden an 365 Tagen zur Verfügung. Die nationalen Notrufnummern 117 (Polizei) und 118 (Feuerwehr) werden dort von den Disponenten entgegengenommen, die daraufhin die notwendigen Hilfsmassnahmen einleiten. Für das Bundesamt für Strassen überwacht und steuert die Notruf - zentrale zudem die Tunnelanlagen auf der Autobahn A3 und unterstützt die nationale Verkehrsmanagementzentrale. Nicht von der Kantonalen Notrufzentrale betrieben wird die Notrufnummer 144 für medizinische Notfälle. Hiermit ist vom Kantonsspital Glarus seit 1. Juli 2012 die kantonale Notruf- und Einsatzzentrale des Kantons St. Gallen beauftragt. Erfolgreiche Massnahmen zur Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen werden ausgebaut Der Regierungsrat genehmigt die Zusatzvereinbarung zur Umsetzung der Integrationsagenda Schweiz im Rahmen des kantonalen Integrations - programms und bewilligt Stellen - anpassungen. Im April 2015 stimmte der Regierungsrat des Kantons Glarus befristet dem Aufbau der Koordinationsstelle Integrationsförderung Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Per - sonen (KIF) zu. Er bewilligte für das Job-Coaching und die Leitung/Administration total 180 Stellenprozente bis Ende 2020. Der Bund erhöht nun die Integrationspauschale von 6 000 auf 18 000 Franken, wenn die Kantone sich damit auch für die Umsetzung der IAS verpflichten. Umsetzung der Integrationsagenda Schweiz im Kanton Glarus Bund und Kantone wollen anerkannte Flüchtlinge und vorläufig auf - genommene Personen schneller in die Arbeitswelt integrieren – und damit auch deren Abhängigkeit von der Sozialhilfe reduzieren. Zu diesem Zweck einigten sich die Konferenz der Kantonsregierungen und der Bundesrat auf eine erweiterte gemeinsame Integrationsagenda, welche erhöhte Investitionen, konkrete Wirkungsziele sowie einen für alle Akteure verbindlichen Integrationsprozess vorsieht. Das von den kantonalen Fachstellen erarbeitete Umsetzungskonzept knüpft an den bestehenden Angeboten und Strukturen an. Es ersetzt das bestehende Konzept zur Förderung der beruflichen und sprach - lichen Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen im Kanton . Kernpunkte im neuen Konzept • Der Kanton Glarus nimmt seit 2018 am Pilotprogramm «Frühzeitige Sprachförderung» des Bundes teil und schloss einen Subventionsvertrag ab. • In einem Bildungskonzept werden die kantonalen Bildungsangebote für erwachsene Flüchtlinge, vor - läufig Aufgenommene und Asyl - suchende bis zum Übertritt in eine Lehre, in berufsvorbereitende Programme oder den Eintritt in den Arbeitsmarkt geregelt. Definiert werden Zielsetzungen, Aufbau und Inhalte der Deutschkurse und die Qualitätssicherung. • Erwartet wird von den Kantonen eine durchgehende Fallführung. Um diese sicherzustellen, entwickelt die Koordinationsstelle ein Case- Management-Tool. Dieses enthält die Kursangebote und Arbeits - einsätze der Zielgruppe und er - möglicht einen Überblick über den gesamten Integrationsprozess von Asylsuchenden und Flüchtlingen seit Beginn der Zuständigkeit des Kantons Glarus. • Die Potenzialermittlung soll künftig laufend aufgrund der Rückmel - dungen aus den Sprachkursen und Arbeitseinsätzen wie Praktika, Integrationsvorlehre oder Berufsausbildung erfolgen. Die Rückmeldungen aus der Praxis sind entscheidend für die Beurteilung der Ausbildungsund Arbeitsmarktfähigkeit. • Das Konzept zeigt auf, wie der Kanton Glarus die vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlinge darin unterstützt, am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde und im Kanton teilzunehmen und sich im Rahmen der Interessen und Möglichkeiten zu engagieren. Mit sogenannten Lebensweltworkshops werden diese Menschen mit den Gegebenheiten und Verhältnissen im Kanton Glarus vertraut gemacht. Nötige Anpassungen für eine wirksame Integrationsförderung Das Umsetzungskonzept zur Integrationsagenda für den Kanton Glarus bildet die Grundlage für die künftige Tätigkeit der Koordinationsstelle. Bisher standen für die Administration, Leitung und das Job-Coaching 180 Stellenprozente zur Verfügung, be - fristet bis zum 31. Dezember 2020. Dazu kommen neu 40Stellenprozente für eine Bildungsbeauftragte. Die Fallbelastung wird durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) als zu hoch bewertet. Eine fallführende Person sollte gemäss ihrer Empfehlung nicht für mehr als 70 Personen zuständig sein (Richtgrösse bei einem 100%-Pensum). Deshalb werden im Kanton Glarus bei Bedarf quali - fizierte externe Anbieter für das Job- Coaching in Anspruch genommen. Zudem wird auf die Befristung der Stellen verzichtet. Im Budget 2020 und der Finanz - planung 2021 bis 2024 sind der Aufwand für die Umsetzung der Integrationsagenda sowie die Weiterführung der Koordinationsstelle enthalten. Integration sehr erfolgreich Die Investition in die Förderung der Integration zahlt sich aus: Bei den anerkannten Flüchtlingen hat der Kanton Glarus aktuell mit 62 Prozent gesamtschweizerisch die höchste Erwerbsquote (gesamtschweizerischer Durchschnitt: 35%). Auch bei den vorläufig Aufgenommenen bewegen sich die Zahlen im Kanton Glarus mit 62 Prozent deutlich über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 43 Prozent. ● Weitere Informationen unter www.gl.ch. Die Vorstände vom Gewerbeverband Kanton Glarus, von Swissmechanic und der Glarner Handelskammer unterstützen die bewährten bürgerlichen Vertreter im eidgenössischen Parlament in Bern. Wählen Sie im Herbst die Ständeräte Thomas Hefti · FDP Werner Hösli · SVP Nationalrat Martin Landolt · BDP

Donnerstag, 26. September 2019 | Seite 7 AKTUELL: O’ZAPFT IS! feine, hausgemachte Weisswürstli, Bockwürstli, Füürtüüfeli AKTUELL: hausgemachte Gerstensuppe Schweinsfilet im Blätterteig METZGEREI & PARTYSERVICE Oberurnen Telefon 055 61019 30 www.berwert-metzgerei.ch «O’Zapft is!» knackige Weisswurst Haxen vom Grill knusprige Bierbrezel würziges Weizen-Bier Gesundes FLEISCH vom METZGER aus der REGION Hager In Ihrer Nähe! Metzgerei & Supermarkt 8753 Mollis, Telefon 055 622 20 30 AKTUELL: Glarner Alplammfleisch Gigot-Koteletts-Voressen von Familie Oswald Metz, Näfels WILD ZEIT Gems-, Reh- und Hirsch-Pfeffer Hirsch-Schüblig Hirsch-Cervelat Hirsch-Mostmöckli Hirsch-Rohwurst Gems-Mostmöckli 100% GLARNER JAGD! Auto-P vor dem Laden ›Sonntags‹-Vögel Ein erstklassiger Fleischvogel mit: – EXTRA-FÜLLUNG – EXTRA-GRÖSSE (!) – EXTRA-PREIS Stück4.80 NEU: GEKOCHT Stück 6.90 • TOP: Steinpilz-Burger gefüllt: Schweinsplätzli • HIT: Hubertus-Steaks Speck · Zwiebeln · Pilzli Rollschinkli+Schüfeli vom ALP-SCHWEIN Gruss vom Oktoberfest: AKTUELL Münchner Weisswürstel offen oder VAC Paar (160 g) … dazu Bierbrezel ›ORIGINAL‹ 3.80 ENNENDA FON 055 640 30 30 Uhre Doggter ® Reparaturä vu Uhrä Simon Schwitter eidg. dipl. Uhrmacher 8750 Glarus 055 640 78 20 Spezialisiert auf Restaurierungen und Anfertigung fehlender Teile Teppiche Bodenbeläge W. Fäh, 8750 Glarus Burgstr. 75, Tel. 055 640 5110 Teppiche, Bodenbeläge, Vorhänge, Parkett und Parkettversiegelungen Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 27. September, 16.00 Uhr, bis Freitag, 4. Oktober, 16.00 Uhr O. Müller, Garage, Schwanden

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