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40. Ausgabe 2018 (4. Oktober 2018)

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40. Ausgabe 2018 (4. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 40 Donnerstag, 4. Oktober 2018 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6–9 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 22–24 37 Maler- und Tapezierergeschäft 8783 Linthal Telefon 079 636 3148 jacques_schaerer-ag@bluewin.ch Das Malergeschäft für sämtliche Malerarbeiten und Isolationen! Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Signale nach aussen Man darf zu Recht stolz sein in Glarus Nord. Man hat etwas angerissen, man hat etwas bewegt und man hat mit dem Beschluss zur lintharena sgu ein Signal gesendet, das auf - horchen lässt. Von aussen gesehen wurde es dafür auch langsam Zeit. Lange genug war das Projekt verpolitisiert, bis alle Parteien schliess lich ihre Opposition auf - gaben. Lange genug hatte man sich auf die «Innensicht» beschränkt. Damit dieses mutige Signal nicht verpufft, gilt es jetzt, die Signalwirkung für den Aufschwung Glarnerland mitzunehmen. Glarus Nord ist dank seiner Lage an der Grenze zu den Kantonen St. Gallen und Schwyz privilegiert für gute Botschaften nach aussen. Diese müssen zuerst in den Anrainergemeinden der Region ankommen – in Schänis und Weesen, in Reichenburg und am Walensee. Denn dort sitzen jene Partner, welche sich beim Schwimm betrieb der lintharena sgu für ihre Schüler engagieren könnten. Auch die benachbarten Tourismusregionen Heidiland und Rapperswil-Jona sowie Zürcher Oberland werden sicher prüfen wollen, ob es sich für sie lohnt, ihren Gästen das ausgebaute Hallenbad von Näfels als Ausflugsziel zu empfehlen. Zudem will die lintharena sgu eine Eventlocation für wichtige Gross - anlässe in der Region sein. Zusätzlich zur Glarner Messe und zum Frauenärztekongress wird ein neuer Betreiber – wer auch immer dies einmal sein mag – weitere publikums - trächtige Anlässe anziehen wollen. Dannzumal auch in Zusammenarbeit mit der Tourismusorganisation, welche jetzt aufgebaut wird. Denn die Ausbauten, die jetzt zusätzlich zur Sanierung beschlossen wurden, sollen dem gesamten Glarnerland einen touristischen Mehrwert bescheren. Was die lintharena sgu dazu brauchen wird, ist in allererster Linie einen markanten Kopf, ein sympathisches Gesicht, eine Vermarkterin. Gesucht ist eine Hotel- und Sportmanagerpersönlichkeit, die berufliche Erfahrung mitbringt. Diese Persönlichkeit sollte neben grossem unternehmerischem Elan und dem bedingungslosen Einsatz für die Sache der lintharena sgu über ein tragfähiges Netzwerk verfügen. Für eine nach haltige positive Entwicklung ist natürlich auch der gute Draht zu den Entscheidungsträgern in möglichst vielen Sportdisziplinen matchentscheidend. Ja, die linth arena sgu hat das Zeug, in die Schweiz hinaus zuleuchten, wenn Leuchten diesen Leuchtturm be treiben. Und dazu gehört es, diese Leuchten zu durchleuchten, bevor man sie in den Führerstand befördert. ● FJ Die Kreditsumme von 42,9 Millionen Franken geteilt durch die schätzungsweise 600 Ja-Stimmenden ergibt pro gelbe Karte auf dem Bild 70 000 Steuer-Franken. (Foto: FJ) Nach der ausserordentlichen Gemeindeversammlung zur lintharena sgu kommt Der schweisstreibende Teil Es war wie beim Fussball: Nach 90 Minuten hatten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Freitagabend, 28. September, in Glarus Nord alles klargemacht. Doch wie geht es weiter? Der FRIDOLIN stellt die unternehmerischen Fragen. Wohl noch nie dürfte sich ein Gemeindepräsident so über 600 gelbe Karten gefreut haben, wie bei der Zustimmung zum Verpflichtungskredit von 42,9 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung der linth - arena sgu. Jede der hochgehaltenen Karten gibt der Gemeinde 70 000 Franken Steuergelder, mit denen sie nun das Riesenprojekt in Angriff nehmen kann. Nach dem Spiel ... Doch – alte Fussballerweisheit – nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Denn mit der Landsgemeinde und der Gemeindeversammlung sind gerade mal die ersten beiden Partien gewonnen. Der Rest der Saison liegt noch vor dem Gemeinderat und der Genossenschaft lintharena sgu. Und diese Saison dauert mehr als einen Sommer – geplant ist der Bau von Frühling 2020 bis Herbst 2021. Oder beginnt man schon 2019? So oder so bedeutet es wohl: zwei Jahre ohne Hallenbad, zwei Jahre Umbauten. Was bedeutet das für die Fussballer, für die Volleyballer, für die Vereine? Was bedeutet es für die Bade- und Hotelgäste und Restaurantbesuchenden? Was für das Schulschwimmen der Jahrgänge, die dann schwimmen lernen sollten? Was bedeutet es für die Mitarbeitenden der lintharena sgu? Und vor allem: Was bedeutet es für die Genossenschafter? Nachdem die beiden Mannschaften Gemeinde und Genossenschaft bis jetzt vereint im Doppelpassspiel die Bälle versenkten, sieht ihre Zukunft doch sehr unterschiedlich aus. Die Gemeinde hat jetzt die Qual der Wahl: Sie darf millionenschwere Aufträge vergeben. Das sollte sie auch können, denn ohne Wortmeldung wurden die geforderten 2 Prozent Steuer - erhöhung gutgeheissen. «Wir wollen nicht, dass die Kindeskinder für die Entscheidung von heute bezahlen müssen», sagte Gemeindepräsident Thomas Kistler noch im August am runden Tisch mit den Medien. Sein Ziel einer linearen, statt der üblichen degressiven Abschreibung wurde ebenfalls mit fast 600 gelben Karten bestätigt. «Wir wollen ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Sportzentrum, das ein breites Publikum anspricht», legte Kistler fest. Jetzt hat der Gemeinderat das nötige Okay der Versammlungsteilnehmer, die einen Bruchteil der Steuerzahlenden ausmachten. Die Anzeigetafel Die Zeiten der Politik sind also vorbei, jetzt braucht es Unternehmertum. Konkret fragt sich, welche Unternehmer ihren Namen auf die Bautafel schreiben dürfen. Es ist ja nicht wie bei der Tafel in der Kletterhalle, wo die Namen Sponsorenbeiträge be - deuten. Es ist eher wie beim Fischen, wo es darum geht, den dicken Auftrag an Land zu ziehen. Wer also kommt zum Zug? Welche Aufträge werden nach dem Submissionsgesetz an den günstigsten Anbieter vergeben werden müssen? Sind bereits Glarner Unternehmen und ARGEs in den Startlöchern? Wer macht die Architektur? Oder hat man die Pläne bereits in der Schublade? Welche Planer setzen die Erdbebensicherheit und die Schneelastertüchtigung um? Und wie wird die Finanzlast, welche mit dem Entscheid nun auf der Gemeinde ruht, verteilt? Wie kommuniziert man mit finanzstarken Neuzuzügern? Und vor allem: Was geschieht mit der Genossenschaft? Neben dem Spielfeld «Wir zählen 696 Genossenschafter und 915 Freunde der lintharena sgu (Stand 2018). Den Genossenschaftern und Freunden gemeinsam ist die Wohlgesinnung zur lintharena sgu und zur Förderung des Sports und der Gesundheit der Bevölkerung.» So heisst es vollmundig auf der Homepage. Entsprechend aktiv intervenierten die Mitglieder des Verwaltungsratsausschusses im Vorfeld und wäh rend der Versammlung für das Ausbauprojekt. Doch welche Rolle spielt die Genossenschaft noch? Eine Vorlage für den Betrieb beziehungsweise eine neue Leistungsverein - barung ist auf November 2019 angekündigt. «Der Gemeinderat geht davon aus, dass die heutige Genossenschaft am Ende der Bauzeit in die Gemeinde überführt wird», heisst es im Bulletin auf Seite 12. Was be - kommen die Genossenschafter dabei für ihr Kapital? Gibt es Bade- oder Sauna-Gutscheine vom neuen Be - treiber? Das alles und noch viel mehr ist derzeit offen. Erst jetzt zeigt sich, was die Verantwortlichen beim Gross - projekt «lintharena sgu» unternehmen. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 6. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 7. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 6./7. Oktober Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 6./7. Oktober Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Ihr Partner für Badumbauten

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