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40. Ausgabe 2018 (4. Oktober 2018)

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Donnerstag, 4. Oktober 2018 | Seite 14 Generalversammlung Sportbahnen Elm Wieder schwarze Null Am Samstag, 29. September, trafen sich 129 Aktionäre, welche 41,5 Prozent aller Aktien vertraten, im Bergrestaurant Ämpächli in Elm zur jährlichen Generalversammlung. Und rieben sich die Augen: Denn ob Schnee oder nicht, das Resultat bleibt eine schwarze Null. Die 129 Aktionäre im «Ämpächli» erteilten dem Vorstand Entlastung. Wer dem Jahresbericht von Hansjürg Rhyner, Präsident des Verwaltungs - rates, genau zuhörte, erfuhr, dass wohl fast jedes Wetter eine Herausforderung für die Umsatzzahlen ist. War die Saison 2017/18 nach drei aufeinanderfolgenden schneearmen Wintern auch schneereich, so schlug sich der Schneesegen von insgesamt 6,30 m doch nicht in den Büchern nieder. Denn von 111 Betriebstagen waren gerade 24 schön, nur dreimal folgten sich zwei schöne Tage. Das Wachstum von Verkehrs- und Gastronomieertrag investierte man in die Abschreibungen, die doppelt so hoch waren wie im Vorjahr. Für die Aktionäre gab es neben einem schönen Herbstausflug zur GV also keine Dividende, sondern ein Fleischkäsevesper aus der Küche des «Ämpächli». Umso mehr dürften sie sich über Rhyners aktive Werbung für das Skigebiet Verbier gefreut haben, wo Besitzer der Elmer Saisonkarte sechs Gratis-Skitage – also fast eine Woche Schnee auf sicher – geniessen können. Denn je mehr Saison - karten die Destination verkauft, umso sicherer die Umsatzbasis. Den kleinen Bilanzgewinn – es waren 5213 Franken und 28 Rappen bei einer Bilanzsumme von 28 Millionen Franken – schrieb die Generalversammlung auf die neue Rechnung vor. Der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung wurden genehmigt, und dem Verwaltungsrat wurde Entlastung erteilt. Bernet & Lehner Treuhand AG wurde für ein weiteres Geschäftsjahr als (Foto: FJ) Revisionsstelle gewählt. Insoweit alles «courant normal». Mut machten die Worte von Regierungsrätin Marianne Lienhard: «Das Stimmvolk anerkennt die Leistung der Sport bahnen Elm und Braunwald. Wir konnten den Schwung der Lands - gemeinde vorlage mitnehmen, und der Regierungsrat konnte eine Touris - mus vorlage verabschieden.» Nun habe man eineinhalb Jahre Zeit, um die Zusammenarbeit mit allen Touris - tikern im Kanton aufzubauen. Zum Schluss dankte Hansjürg Rhyner den Banken und seinem Geschäfts - leiter Bruno Landolt-Anderson, welcher – als aktiver Touristiker – bereits seit 15 Jahren die Geschicke der Sportbahnen Elm unternehmerisch vorantreibt. ● FJ Gemeinderatssitzung vom 26. September Beschlüsse Vernehmlassung Änderung des Publikationsgesetzes Der Gemeinderat nimmt zur geplanten Änderung des kantonalen Publikationsgesetzes Stellung. Er unterstützt die Vorlage im Grundsatz. So begrüsst der Gemeinderat die Digitalisierung des Amtsblatts, weist jedoch darauf hin, dass das Amtsblatt ent - gegen der Vorlage auch in Zukunft in gedruckter Form in einem an alle Haushalte verteilten Zeitungsorgan erscheinen soll. Generell hätte sich der Gemeinderat bei der Änderung des Publikationsgesetzes eine breitere Auslegeordnung in Bezug auf die Bedürfnisse der Bevölkerung gewünscht. Umbau Schulhaus Oberbilten: Erstellung von zwei Schulzimmern und einem Gruppenraum Der Schaffung von zwei zusätzlichen Schulzimmern und einem Gruppenraum im Schulhaus Oberbilten stimmt der Gemeinderat zu. Die Umbau - kosten belaufen sich auf 300 000 Franken. Das ehemalige Gemeindehaus wird im Parterre bereits seit August 2017 als Kindergarten genutzt. Nun tritt dieser Klassenzug im August 2019 in die Primarstufe ein, was zu zusätz - lichem Schulraumbedarf führt. Die Räumlichkeiten im 1. Obergeschoss reichen für zwei Schulzimmer, einen Gruppenraum sowie für die notwendigen Toiletteneinrichtungen. Der Gemeindeversammlung wird beantragt, das Gebäude Schulhaus Oberbilten für 1,7 Mio. Franken vom Finanzvermögen ins Verwaltungs - vermögen zu überführen, da es inskünftig für den Schulbetrieb verwendet wird. So wird die Gemeindeversammlung vom Freitag, 23.November 2018, über einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 2,0 Mio. Franken befinden, obschon sich die effektiven Ausgaben für die Erweiterung auf 300 000 Franken belaufen. Nachtrags- und Verpflichtungskredit Sanierung Turnhallenboden Schulhaus Büel Niederurnen Der Gemeinderat bewilligt den Nachtrags- und Verpflichtungskredit in der Höhe von 45 000 Franken für die Sanierung des Bodens der Turnhalle Büel Niederurnen. Aufgrund der intakten Unterkonstruktion kann auf eine Totalsanierung verzichtet werden. Vielmehr wird neuer Belag auf den bestehenden Boden gegossen. ● Historischer Verein des Kantons Glarus Archäologie im Glarnerland Am Samstag, 29. September, hielt der Historische Verein des Kantons Glarus im «Glarnerhof» in Glarus seine Jahresversammlung ab. Im Anschluss sprachen Maja Widmer von der Glarner Denkmalpflege und Alissa Cuipers über Archäologie im Kanton Glarus. Kantonale Herbstviehschau Glarus 2018 Gross- und Kleinvieh auf dem Zaunplatz Zum dritten Mal in Folge treffen sich am Samstag, 13. Oktober, Gross- und Kleinviehzüchter zusammen auf dem Zaunplatz in Glarus. Die Ruine Sola gehört zu den wenigen Glarner Orten, wo bisher Ausgrabungen stattgefunden haben. (Foto: zvg) «Miss Original Braunvieh» 2017 «Vulkana» von Albin Fischli-Schnellmann mit den Ehrendamen Stefanie Krieg (links) und Yvonne Thoma (rechts). (Foto: zvg) Braunviehzüchterinnen und -züchter präsentieren die schönsten Tiere ihres Stalles, welche unter anderem nach den attraktiven Spezialkategorien: Mutter-Tochter, Schöneuter, «Miss Genetik», Wirtschaftlichkeitsstar, «Miss Original Braunvieh» oder dem Tageshöhepunkt, der Wahl zur «Miss Glarus», rangiert werden. Auf dem Platz und im Ring haben auch Kleinviehzüchter mit ihren schönsten Schafen und Ziegen ihre Auftritte. Die bewährten Schafrassen WAS, BFS, SBS und Texel werden von Fachleuten rangiert, bei den Ziegen wurde 2017 gar ein Wanderpreis für die «alte Dame» vergeben, bevor auch hier eine «Miss Glarus» erkoren wurde. Auch heuer darf man sich also auf einen abwechslungsreichen Tag in Glarus freuen. Mit viel Züchterstolz und Tierliebe bereiten auch viele aktive Jungzüchterinnen und -züchter ihre Tiere auf diesen besonderen Tag vor. Weiter laden auch Marktfahrer mit ihren Ständen und der Festwirt mit seinem bewährten Team herzlich zum Verweilen ein. Abendprogramm Der unterhaltsame Showblock, bei dem am Abend das schönste Rind des Tages erkoren wird, hat sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut. Dass beim Wettbewerb «Das schünscht Rind vum Tag» jede und jeder mitmachen kann, animiert zur kritischen Begutachtung der Tiere. Denn mit unter gibt es auch dieses Jahr wieder attraktive Preise zu gewinnen. Die Organisatoren von Braunvieh Glarus und der Glarner Kleinviehzüchter freuen sich auf viele Be - sucherinnen und Besucher an der traditionellen Glarner Herbstviehschau auf dem Zaunplatz in Glarus. ● Barbara Bäuerle-Rhyner Archäologie ist Aufgabe der Kantone. Archäologische Funde gehören der Allgemeinheit. Bis in die Siebzigerjahre wurden archäologische Aus - grabungen vor allem aus wissenschaftlichem Interesse vorgenommen. Heute handelt es sich meist um Not- und Rettungsgrabungen, wenn archäologisches Kulturgut – in der Regel durch geplante Bauvorhaben – unmittelbar von der Zerstörung bedroht ist. Seit 2013 ist eine einzige Stelle im Kanton für Archäologie zuständig. 2016 startete der Kanton ein Projekt, um einen umfassenden Überblick über alle Fundstellen im Kanton zu gewinnen. Mit Recherchen in der Literatur, bei Dienststellen, Museen, Archiven, bei Vereinen und Privat - personen wurden Informationen über Grabungen und Funde zusammen - getragen. Ziel ist das Definieren von archäologischen Zonen, damit die Kantonsarchäologie bei Bauvorhaben frühzeitig eingeschaltet werden kann. Diese Zonen sollen nach Fertigstellung des Inventars auf dem Geoportal des Kantons einsehbar sein. Mittlerweile geht man von 281 Fundstellen aus; 125 befinden sich in Glarus Nord, 50 in Glarus und 105 in Glarus Süd. Manchmal ist die Anzahl bekannter Fundstellen eine Folge gezielter Nachforschungen. So wurden im Gebiet von Glarus Nord bei der Linthkorrektion Anfang des 19. Jahrhunderts zahlreiche bemerkenswerte Objekte gefunden. Deshalb wurde die Linthsanierung 2000 archäologisch begleitet. Zu den Fundstellen in Glarus Süd zählen auffallend viele Alpwüstungen. Eine Ursache dafür ist, dass Archäologen lange Zeit systematisch Alpwüstungen ausgegraben haben. Über die Talsiedlungen wissen wir hingegen kaum etwas. Von den Fundstellen stammen 18 aus der prähistorischen, 27 aus der römischen Zeit, 68 aus dem Mittelalter und 94 aus der Neuzeit. Die Referentinnen illustrierten ihre Ausführungen mit zahlreichen Beispielen. ● Veronika Feller-Vest

Donnerstag, 4. Oktober 2018 | Seite 15 Glarner Landwirtschaft aktuell Glarner Genossenschaft für Viehabsatz Nächster Schlachtviehmarkt Dienstag, 23. Oktober, 11.00 Uhr bei der Brückenwaage in Glarus Anmeldungen sind mit Angabe der TVD-Nummer (Ohrenmarke) und Gattung bis zu nachstehendem Termin zu richten an: Glarner Genossenschaft für Viehabsatz, Ygrubenstrasse 9, 8750 Glarus, Telefon 055 640 98 20 oder E-Mail: geschaeftsstelle@bvgl. ch, oder sind über die Homepage www.bvgl.ch einzugeben. Anmeldetermin: bis Montag, 15. Oktober, 10.00 Uhr. Anmeldungen nach Anmeldeschluss können je nach Aus - lastung eventuell nicht mehr berücksichtigt werden. Melden Sie Ihre Tiere frühzeitig an. Sammeltransporte führt Samuel Jenny, Trogseite, 8762 Sool, Telefon 055 644 37 08, aus. Nächster Schlachtviehmarkt: Dienstag, 20. November. ● Fischerverein Mollis «Bachbutzetä» in Mollis Anlässlich des Arbeitstages für die Bäche ist erneut aufgefallen, dass sich viele Anlieger an den Bächen schwertun, der Wuhrpflicht nachzukommen. Es heisst: Bis Mitte Bach gehört zum Grundstück, demzufolge wuhrpflichtig, also müsste danach gehandelt und auch kontrolliert werden, da passiert aber rein gar nichts. Ein bisschen Spass muss sein ... Zuständig für die Umsetzung wäre der Kanton? Und die Gemeinde? Wie schon mehrmals erwähnt, sollten die Fischer mehr Freiraum haben für kleinere «Eingriffe», sprich Steine ein bringen, um den Geschiebetransport durch Verändern der Fliess - geschwindigkeit zu verbessern, was damit zu tun hat, die natürliche Ver - laichung der Forellen und Äschen zu verbessern; nur auf kiesigem Untergrund, nicht im Schlamm, ist die natürliche Verlaichung möglich. Es geht nicht an, dass für jeden «Handgriff» bei der Verwaltung eine Rütelibach nachher. (Fotos: zvg) Be willigung zu beantragen ist. Mit einer stattlichen Anzahl Mit - gliedern und Jungfischern wurde die traditionelle «Bachbutzetä» durch - geführt. Das Wetterglück spielte mit, gut gelaunte Helfer, was will man mehr. Es wurden viele Stauden und viel Gestrüpp zurückgeschnitten, aber auch welche stehen gelassen, als Unterstände zum Schutz vor «fischfressenden Vögeln»; auch da wäre Handlungsbedarf. Zudem wurden auch die überwucherten und verlandeten Bachläufe wieder in Ordnung gebracht. Positiv zu werten ist aber, dass weniger Abfall in den Molliser Bächen zu finden ist als noch vor einem Jahr. Besten Dank dafür. Für das leibliche Wohl sorgte der vom Verein offerierte Znüni, und mit den Getränken, vom Restaurant Bären gesponsert, eine runde Sache. Alle diese Arbeiten sind nicht machbar ohne Fahrzeuge welche dieses Jahr durch Maik Pietsch mit privatem PW und Anhänger der Firma Rauner AG, Plattenbeläge, Netstal/Luch - singen, zur Verfügung gestellt wurden. Herzlichen Dank. Danken möchte ich für die Unterstützung der Gemeinde Glarus Nord mit ihren Mitarbeitern Walter Mettler und Fritz Kornbinder. Allen nicht genannten Helfern und Chrampfern, welche an der «Bachbutzetä» mitgeholfen haben, möchte ich an dieser Stelle meinen besten Dank aussprechen. ● Bruno Denzler

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