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41. Ausgabe 2018 (11. Oktober 2018)

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41. Ausgabe 2018 (11. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 41 Donnerstag, 11. Oktober 2018 Schatzchäschtli 11 Treffpunkt 14 –16 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17–20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Lebenslanges Lernen Wer kann schon wissen, wie die Wirtschaftsstruktur in 10 oder 20 Jahren aussehen wird? Wer kennt schon die Anforderungen der Zukunft? Genau deshalb ist es nicht möglich, zu definieren, in welchem Sektor die Glarner Berufsbildung den grössten Nachholbedarf hat. Man kann auch niemandem eine Garantie für einen Beruf geben, in dem er sein Leben lang ohne Weiterbildung ein sicheres Auskommen haben wird. Worüber man sich heute aber relativ einig ist: Die Arbeitswelt wird komplexer, die Anforderungen an die Arbeitnehmer steigen, und das Tempo, in dem sich Wandel vollzieht, nimmt von Jahr zu Jahr zu. Beispiele aus der Biologie zeigen, dass jene Lebensformen, die sich an sich ändernde Umweltbedingungen am besten anpassen, am Ende überleben, während andere aussterben wie die Dinosaurier. Aber es gibt auch Lebensformen, die sich seit Jahrmillionen kaum angepasst haben und die trotzdem noch leben – etwa das Krokodil oder der Hai. Auch der Mensch unterliegt diesen biologischen Zwängen und ist sterblich, doch er kann sich so schnell wie kaum ein anderes Wesen an geänderte Situationen anpassen. Er kann neue Wege gehen, an einen neuen Ort umsiedeln und er kann – bis ins hohe Alter – Neues lernen. Es gibt einen guten Grund, warum die Benutzung von Bibliotheken fast kostenlos ist und warum alle Schulen und Turnhallen barrierefrei zugänglich sein müssen: Die heutige Gesellschaft will, dass alle Zugang zu Wissen und Bildung haben – ungeachtet von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder persön - licher Einschränkung. Niemand kann heute mehr das Wissen für sich selbst horten. Doch wie frei auch immer der Zugang zur Bildung noch werden wird, eines bleibt gewiss: Der Antrieb, etwas Neues zu lernen, wird in jedem und jeder Einzelnen geboren, sei es aus Neugier oder aus Not. Will man sich den Veränderungen des Arbeitsmarktes anpassen? Oder bleibt man wie der Schuster bei seinem Leisten? Die Entscheidung für das lebenslange Lernen ist eine persönliche. Doch – und es ist das wirklich Tröstliche am Lernen – dass man im Lernprozess immer weitergeht, kann niemals falsch sein. Mag sein, dass manches auf einen Umweg führt oder dass man – neben dem vielen Nützlichen – auch so manches Unnötige mitbekommt. Was macht das schon aus? Allein die Tatsache, dass man beim Lernen und Üben viele Areale seines Hirns aktiviert und trainiert, spricht dafür, ein Leben lang damit weiterzu - machen.● FJ Mit der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz hat der Kanton einen perfekten Partner für Angebote der höheren Berufsbildung gefunden; davon ist Patrick Geissmann, Hauptabteilungsleiter Höheres Schulwesen und Berufsbildung, überzeugt. (Foto: FJ) Ein wettbewerbsfähiges Glarnerland braucht Bildung und Erfindergeist Neben Erfindergeist brauchen erfolgreiche Innovatoren eine solide Tertiärausbildung in ihrem Berufszweig, einen Campus, wo sie sich austauschen und vernetzen können, und Cluster von Betrieben in der Umgebung – all das macht Ziegelbrücke für das Glarnerland und die Region interessant. «Bergkantone verbessern relative Position.» – Mit diesem Zwischen titel beschönigt der Kantonale Wettbewerbsindikator (KWI) der UBS vom August 2018 die Tatsache, dass sich das Wachstumspotenzial seit Jahren rund um die Städte Zug, Zürich und Basel konzentriert. Doch während sich der nahe Kanton Schwyz vom 8. auf den 5. Rang verbessert hat, verharrt Glarus auf Rang 22. Glarus weise – so die Studie – traditionell ein relativ moderates Wachstumspotenzial auf. Wobei auf der Karte dann zu sehen ist, dass Nord und Mitte solides Potenzial haben. Doch während der Kanton Glarus – laut KWI – bei den Staatsfinanzen und beim Kostenumfeld überdurchschnittlich abschneidet, sind da bei den Säulen «Innovation» und «Humankapital» Defizite. Humankapital verbessern Obwohl man solche Studien mit Vorsicht geniessen sollte, trügt der Eindruck nicht. «Der Kanton Glarus ist im interkantonalen Vergleich mit Abstand das Schlusslicht bei den vorhandenen Tertiärausbildungen», sagt Patrick Geissmann, Hauptabteilungsleiter Höheres Schulwesen und Berufsbildung beim Kanton. «Zudem haben wir auffallend viele Erwachsene ohne Lehrabschluss. Das sind schlechte Voraussetzungen im Hinblick auf lebenslanges Lernen.» Viel besser sieht es zum Glück bei Lehrabschluss, Kanti und FMS aus: «Dank dem grossen Engagement der Glarner Lehrbetriebe schaffen wir es bei den Sekundarstufe-2-Abschlüssen unserer Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf einen Spitzenplatz.» Gegensteuer geben Die Legislaturplanung 2019 – 2022 der Regierung nennt Ziele und Mass - nahmen: Damit in Informatik und Gesundheitswesen mehr Fachkräfte ausgebildet werden können, wurde als Investitionsvorhaben die Erweiterung der Berufsfachschule Ziegelbrücke mit dem Einzug des Bildungszentrums Gesundheit und Soziales de finiert. Zudem sollen ein Lehr - betriebsverbund für Informatiker EFZ aufgebaut und der Bildungsgang HF Informatik eingeführt werden. Zur Steigerung des Bildungsniveaus wird das heutige Berufsinformations zen - trum neu konzeptioniert und eine Strategie für Karriereberatung sowie Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen erarbeitet. Am richtigen Ort Der Kanton Glarus hat das Glück, mit dem Berufsschulareal in Ziegelbrücke einen verkehrstechnisch für Bildungsangebote perfekt gelegenen Standort zu haben. Das Einzugsgebiet ist gross, und damit besteht die Möglichkeit, dank ausserkantonalen Teilnehmern in Zukunft auch im Tertiärbereich Angebote bereitzustellen. Patrick Geissmann erklärt aber: «Es gibt praktisch keine Ausbildung im Bereich der höheren Berufsbildung, in welchem man ausschliesslich mit Glarnerinnen und Glarnern eine Klasse füllen könnte.» Das bestätigt Unternehmer Alex Abart, Präsident VSSM Sektion Thur-Linth: «Als St. Gallen 2014 die Schreiner-Lernenden See und Gaster nach Flawil zur Berufsschule schicken wollte, standen die Kurse in Ziegelbrücke auf der Kippe. Nach zähen Verhandlungen mit VSSM und Amt für Berufsbildung St. Gallen konnten die St. Galler aus der Region weiter in Ziegelbrücke zur Schule gehen.» Dass jetzt die ibW dort Fertigungsspezialisten sowie Pro jektleitende Schreinerei und weiterführend Techniker und Schreinermeister ausbildet, ist für Abart ein weiterer Pluspunkt. «Es gilt jetzt, der Bevölkerung die neuen Angebote bekannt zu machen, welche die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz in unserem Kanton anbietet», sagt Patrick Geissmann. Um in Sachen Innovation aufzuholen, braucht es – so wieder die UBS-Studie – Branchencluster, die ein optimales Umfeld für Innovationen bilden. Wer im Umkreis von Ziegelbrücke auf die Suche geht, findet in den Industrie- und Gewerbegebieten von Bilten, Schänis, Weesen, Nieder- und Oberurnen und Näfels- Mollis eine Reihe von Start-ups und innovativen Unternehmen. Auch das gibt Anlass zur Hoffnung auf einen besseren KWI-Rang. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 13. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 14. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 13./14. Oktober Dr.med. Julia Kolodjaschna Roseneggweg 10, Ziegelbrücke Telefon 055 617 40 30 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 13./14. Oktober Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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