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5. Ausgabe 2020 (30. Januar 2020)

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Donnerstag, 30. Januar 2020 | Seite 26 Jodelklub Glärnisch Glarus Dirigentin gewählt An der 68. Hauptversammlung des Jodelklubs Glärnisch Glarus am Freitag, 24. Januar, wurde die Jodlerin und Komponistin Silvia Bürgi zur Dirigentin gewählt. Sie löst Ehrendirigent Willy Walter ab. Willy Walter, Ehrendirigent (links), und Silvia Bürgi, Dirigentin. Nun ist es beschlossene Sache: Mit Frauenpower an der Spitze marschiert der Jodelklub Glärnisch in die Zukunft. Präsidentin Sandra Bühler leitete gekonnt durch die Versammlung, an der die musikalische Leitung neu zu bestimmen war. Ehrendirigent Willy Walter hatte angekündigt, dass er als Dirigent ad interim per Ende 2019 zurücktreten werde. Er und Näfelser «Rössli»-Wirtin Olgy Jutzeler hört auf (Foto: zvg) Silvia Bürgi teilten bereits 2019 die Probenarbeit unter sich auf. Die grossen Verdienste von Willy Walter wurden von der Präsidentin sowie von Ehrenpräsident Hermann Noser gewürdigt. Die Wahl von Silvia erfolgte einstimmig. Die Versammlung verdankte die Verdienste von Willy mit warmem Applaus; genauso begrüsste sie die Dieser Tage ging im «Rössli» in Näfels eine Ära zu Ende. Seit 1938 führte die Familie Jutzeler das Gasthaus mit Metzgerei am Fusse des Fahrtsplatzes. Ab 1958 wirtete Mutter Olga mit ihrer gleichnamigen Tochter Olgy. Ab 1979 führte Olgy das legendäre «Rössli» selbstständig 41 Jahre lang. Nun musste sie es altershalber und aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Wahl von Silvia zur neuen Dirigentin. Die von allen Aktiven und sieben Ehrenmitgliedern besuchte Versammlung startete nach dem Nachtessen im Hotel Stadthof in Glarus. Speditiv konnten die statutarischen Geschäfte abgewickelt werden. Der Vorstand wird in gleicher Besetzung die Leitung des Jodelklubs Glärnisch Glarus besorgen, nämlich mit Sandra Bühler als Präsidentin, Marco Fischli, Ueli Zweifel, Bruno Dürmüller und Hanspeter Figi. Kassier Bruno Dürmüller konnte von einem erfreulichen Jahres - ergebnis berichten. Dazu haben die guten Besuche der Kirchenkonzerte in Mollis und Glarus sowie der Publikumsaufmarsch am Weihnachtsmarkt auf dem Zaunplatz in Glarus bei - getragen. Der Jodelklub Glärnisch Glarus sucht dringend Sängerinnen und Sänger in allen Stimmlagen. Musikalisch will sich der Jodelklub auf die Kirchenkonzerte am Samstag, 7. November, in Mollis und am Sonntag, 15. November, in Glarus konzentrieren. Eingeplant sind Auftritte am GlaBü-Schwingfest am Pfingstmontag, 1. Juni, in Mollis und am Sonntag, 18. Oktober, am Brunch der Sar - ganserländer Musikanten in Flums. Ein jodlerisch-musikalisches Begegnungsfest ist am Samstag, 15.August, am Glarner Chilbitag im «Schützenhaus» in Glarus vorgesehen. ● Albert Iten Jodelklub Glärnisch Glarus: Präsidentin Sandra Bühler, Telefon 079 655 14 91, E-Mail: info@jodelklubglaernisch.ch. Proben jeweils am Donnerstag, 20.00 Uhr, Alterssiedlung Volksgarten, in Glarus. Grüne des Kantons Glarus Voller Tatendrang Am Januar-Treff der Grünen des Kantons Glarus im «Gesellschaftshaus» in Ennenda starteten gut 40 Mitglieder gesellig und voller Zuversicht ins Politjahr 2020. Leserfoto Zauber der Seifenblase Wenn Jürg Grünenfelder aus Niederurnen Seifenblasen fotografiert, lässt er diese zuerst gefrieren. Das Resultat ist atemberaubend. In einem kurzen Video zeigt Grünenfelder, wie die Blase gefriert. Um das Video vom Gefrieren anzuschauen: «Fridolin+»-App downloaden, über dieses Foto halten und Button «Scannen» drücken. (Text: red./Foto: Jürg Grünenfelder/Musik: www.frametraxx.de) Niederurner Papercraft Harmonie der Medien Es braucht nicht viel Geld, bloss Zeit, Fingerfertigkeit und etwas Leim: Romy Zinniker aus Niederurnen hat alte Zeitungen zu ihrem Hobby gemacht. Aus alten FRIDOLIN-Ausgaben gemacht: Regal (links) und Fliegenvorhang. (Foto: Romy Zinniker) Die legendäre «Rössli»-Wirtin Olgy Jutzeler mit einem «Herrschäftler». (Foto: zvg) Olgy wurde am 7. Juli1937 als ältestes Kind und einzige Tochter von Beda und Olga Jutzeler-Frick geboren. Ihr folgten noch sechs Buben: Beda, Peter, Paul, Hans, Bruno und Werner. Leider erkrankte Vater Beda an Multi - pler Sklerose und verstarb bereits 1960. Die Söhne Peter und Paul, später Peter allein, führten den Metzgereibetrieb weiter. Das beliebte Gasthaus Rössli wurde durch Mutter und Tochter weitergeführt. Ab 1979 übernahm es Tochter Olgy und führte es 41 Jahre lang bis vor wenigen Tagen. Olgy, liebevoll als «kleinste Wirtin der Welt» betitelt, könnte Bücher über die vielen Ereignisse im «Rössli» schreiben. Im «Rössli»-Saal fanden Vereinsversammlungen, Parteiversammlungen, Vorträge, Ausstellungen, Tanzanlässe und einmal im Jahr am «Oberseemarkt» die «Gemeinderatssitzung extra muros» mit Alpvergebung statt. Jeweils an der Näfelser Fahrt ging es von früh bis spät hoch zu und her. Legendär und urgemütlich waren die Abende und Wochenenden, namentlich an der Fasnacht, als Maschgeren noch «in» war. Die einheimischen Stammgäste, Jasser, aber auch regelmässig Heimweh-Näfelser kehrten hier ein. Bei vielen Klassenzusammenkünften war ein Besuch im «Rössli» ein Muss. Früher fanden hier häufig Tauf-, Hochzeits- und Leidmahle statt. Olgy genoss grosse Sympathie und war als humorvolle und smarte Wirtin sehr beliebt. Dass sie bis ins 83. Alters jahr als Wirtin wirkte, ist eh eine Ausnahmeerscheinung. Kürzlich war ihr eine spezielle Fernsehsendung gewidmet, die grossen Anklang fand und hohe Einschaltquoten brachte. Leider machte ihr ein Rückenleiden zu schaffen; mehrere riskante Ope - rationen waren unumgänglich. Nach den jüngsten ärztlichen Eingriffen musste sie nun schweren Herzens ihren Beruf aufgeben. Das Bedauern ist gross, und heitere Erlebnisse an die «Rössli»-Zeit gibt es viele. Wer sie kennt und wer selber «Rössli»-Erlebnisse hatte, bedauert das Ende dieser einmaligen Ära, die ein Stück Näfelser Dorfgeschichte und Lebensqualität bleiben. Möge Olgy sich von ihrem Leiden erholen und rasch genesen! Der herzliche Dank vieler begleitet sie in ihren Ruhestand. ● Fridli Osterhazy Ständerat Mathias Zopfi in seinem Element. (Foto: zvg) Mathias Zopfi erzählte Erlebnisse aus den ersten 30 Tagen im Ständerat. Ebenso informierte er über die drei Kommissionen, denen er angehört, und über erste Begegnungen mit Kollegen im Rat. Nach dem Pasta-Essen berichteten die Co-Präsidentinnen Priska Müller Wahl und Regula Keller vom erfolgreichen Polit- und Wahljahr 2019. Ein Highlight des letzten Jahres war die Aktion für die Gletscher-Initiative am Landsgemeinde-Flohmarkt mit Sammelrekord. Zudem waren die Grünen Frauen Glarus bei der Gründungsfeier des Netzwerkes Grüne Frauen Schweiz am 16.März 2019. Am Frauenstreiktag am 14. Juni 2019 im Volksgarten in Glarus hatten die Co-Präsidentinnen ein Referat. Mit über 700 Unterschriften wurde eine Petition an den Glarner Regierungsrat übergeben. Beim Natureinsatz in Glarus Süd wurden 45 Säcke voll Neophyten eingesammelt. Die Grünen empfehlen am 9. Februar ein doppeltes Ja, zur Volksinitiative für mehr bezahlbaren Wohnraum und zur Erweiterung des Antirassismus- Gesetzes. An der Landsgemeinde kommen erste für den Klimaschutz wichtige Gesetze zur Abstimmung: Das ÖV-Gesetz und das Energiegesetz haben die sieben Grünen im Landrat mitgeprägt, sie werden es an der Hauptversammlung am Mittwoch, 1. April, breit diskutieren. ● Verena Berchtold Romy Zinniker hat Zeit, viel Zeit. Damit ihr die Decke nicht auf den Kopf fällt, hat sie mit Basteln begonnen. Ihr Material sind Zeitungen und Zeitschriften – von den «Glarner Nachrichten» über die «LandLiebe» bis zum FRIDOLIN. Während andere daraus mit Schnur ein Bündel machen, das sie in die nächste Papiersammlung geben, entstehen bei ihr aus den teilweise inhaltlich ganz unterschiedlich positionierten Medien harmonisch schöne Kunstwerke. Vom Fliegenvorhang für die Balkon - türe bis zum kleinen Regal – ihre kleinen Kunstwerke kommen bei Alt und Jung an. «Wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat, kann das jede und jeder», sagt Zinniker. «Ich habe auch Fotorahmen, Papierkörbe und Bleistiftkörbchen gemacht. Ehrlich gesagt, ich bin schon richtig süchtig und bastle fast jeden Tag mit Zeitungen.» Gelernt hat sie selbst die Technik auf YouTube-Videos zum Thema Papercraft. Sie ist aber gerne bereit, jenen, die das auch lernen möchten, die Tricks und Kniffs zu zeigen. Bis jetzt hat sie die meisten ihrer Werke an Bekannte und Freunde verschenkt, doch kann man natürlich, wenn man das will, bei ihr auch einen Vorhang oder ein Regal, einen Stifthalter oder einen Lampenschirm bestellen und kaufen. ● FJ Wer Interesse hat, kann Romy Zinniker an - rufen, am besten mobil unter 079 721 34 81. Zur Eidg. Volksabstimmung vom 9. Februar 2020 FDP des Kantons Glarus Parolen gefasst Die FDP des Kantons Glarus fasste an ihrer ausserordentlichen Delegiertenversammlung in Mollis die Nein-Parole zur Mieterverbands-Initiative und die Ja-Parole zum Diskriminierungsverbot. Nein zur Mieterverbands-Initiative FDP-Ständerat Thomas Hefti stellte die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» vor. Grundsätzlich sei die Frage nach preisgünstigem Wohnraum berechtigt. Die Initiative mit einer flächendeckenden Lösung über die ganze Schweiz sei aber die falsche Antwort. Diese regionalen und lokalen Bedürfnisse würden von der Initiative nicht berücksichtigt. Sie führe zudem zu deutlich mehr Bürokratie. Hingegen trete bei Ablehnung der Vorlage automatisch der Gegenvorschlag des Bundesrates in Kraft und der gemeinnützige Wohnungsbau werde dann mit 250 Mio. Franken zusätzlich gefördert. Die Delegierten fassten darauf einstimmig die Nein- Parole zur Mieterverbands-Initiative. Knappes Ja zum Diskriminierungsverbot Marco Baumann, Präsident freisinnige Fachgruppe RADIGAL, setzte sich für die Erweiterung der Rassismusstrafnorm ein. Diese sieht vor, dass Menschen künftig nicht nur aufgrund ihrer Ethnie, Rasse oder Religion vor Diskriminierung geschützt werden sollen, sondern zusätzlich auch bezogen auf ihre sexuelle Orientierung. Laut Marco Baumann nehmen homophobe Hassund Hetzschriften in sozialen Netzwerken stark zu. Dies dürfe nicht straffrei bleiben und die Gesetzeslücke solle deshalb geschlossen werden. Ganz anderer Meinung war Kontra-Referent Roger Stettler, Vorstandmitglied der liberalen Un - abhängigkeitspartei UP. Mit der Erweiterung des Gesetzesartikels würden die Menschen in Gruppen eingeteilt. Homosexuell sein sei nichts Aussergewöhnliches. Es brauche daher keine Sonderrechte für Schwulen und Lesben. Nach einer intensiven Diskussion beschlossen die Dele - gierten die Ja-Parole zur Gesetzes - erweiterung. ● pd.

Donnerstag, 30. Januar 2020 | Seite 27 Zur Eidg. Volksabstimmung vom 9. Februar 2020 Leserbrief Wo bleibt die Zivilcourage?! Wollen wir demnächst ein Diskri - minierungsgesetz für Mobbingopfer oder andere ausgegrenzte Leute in die Gesetzesbücher schreiben? Wir haben ausreichende Gesetze, um Verleumdung, Drohung, Diskriminierung, Ehrverletzung usw. klar zu bestrafen. Die Richter müssen sie einfach klar und konsequent anwenden. Indem wir weitere Randgruppen unter angeblichen Schutz stellen, ist ihnen nicht geholfen. Wir müssen wieder lernen, viel mehr Zivilcourage im Alltag zu zeigen. Das nützt den ausgegrenzten Personen viel mehr als geschriebene Worte im Gesetz. Zivilcourage im Alltag zeigen, indem man aufsteht im Bus, im Zug, im Verein, am Arbeitsplatz, in der Schule usw. und Leute offen und klar zurechtweist, wenn sie andere Mitmenschen ausgrenzen. Zivilcourage kann von jedem Mitbürger jeden Tag ehrlich praktiziert werden. Persönliches Rückgrat zeigen und haben. Da gibt es kein Gesetz dagegen. ● Konrad Rüegg, Benken SG Leserbrief Subventionierter Wohnungsmarkt? Den Wohnungsmarkt auch noch massiv mit zusätzlichen Steuergeldern subventionieren?! Steuergelder, die der Staat dem Mieter zuerst aus der Tasche nimmt, um sie danach grosszügig wieder zu verteilen? Als angebliche soziale Unterstützung? Dabei ist es eine reine Umverteilung. Wie überall im Wettbewerb, ob in Wirtschaft, Sport, Wissenschaft oder Politik, gilt Angebot und Nachfrage. Wer viel Geld in der Stadt verdienen will, soll selbstverständlich auch mehr Miete für die Wohnung in der Stadt bezahlen als jemand, der auf dem Land lebt und mit weniger Lohn auskommen muss. Auf dem Land hat es genügend freie Wohnungen. Setzen wir eine Gegenbewegung in Gang und hetzen nicht alle fremd - geleitet in die Zentren. Es ist auch auf dem Land lebenswert, und eine Arbeit findet man auch ausserhalb der Stadt. ● Konrad Rüegg, Benken SG BDP , des Kantons Glarus 1x Nein und 1x Ja Die Parteileitung der BDP (Bürgerlich- Demokratische Partei) des Kantons Glarus fasste für die eidgenössische Volksabstimmung vom 9. Februar klare Parolen: Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» wird ab gelehnt, während die Erweite - rung des Anti-Rassismus-Artikels im Strafgesetzbuch und im Militärstraf - gesetz vollumfänglich befürwortet wird. Keine flächendeckende Lösung für regionale Herausforderungen Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» adressiert ein Problem, das tatsächlich vorhanden ist und Lösungen erfordert. Allerdings besteht die Problematik insbesondere in spezifischen Regionen und nicht landesweit. Gerade deshalb schiesst die flächendeckende Initiative am eigentlichen Ziel vorbei. Und sie trägt dem Föderalismus nicht Rechnung. Es stehen nämlich primär diejenigen Kantone und Regionen in der Pflicht, welche tatsächlich mit dem Problem konfrontiert sind. Hass ist keine Meinung Die Bundesverfassung untersagt die Diskriminierung aufgrund der Lebens form, jedoch besteht bei der strafrechtlichen Verfolgung von Aufrufen zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung von Menschen eine Gesetzeslücke. Das Parlament hat deshalb entschieden, den Anti-Rassismus-Artikel im Strafgesetzbuch und im Militärstrafgesetz entsprechend zu erweitern. Dagegen ist das Referendum ergriffen worden. Die Glarner BDP unterstützt diese Erweiterung und betrachtet sie als überfällig. Die Meinungsfreiheit wird nicht eingeschränkt, weil Hass keine Meinung ist. Zudem geht es um das öffentliche Aufrufen zu Hass oder Diskrimi - nierung. Witze am Stammtisch sind davon nicht betroffen, auch wenn sie deswegen nicht besser werden. ● pd. Postulat BDP/glp-Fraktion «Mehr Solarstrom im Winter» Gestützt auf Artikel 81 der Landratsverordnung reicht die BDP/glp-Fraktion dem Landrat des Kantons Glarus folgendes Postulat ein. Antrag Der Regierungsrat wird beauftragt, zu prüfen, inwiefern eine Unterstützung für PV-Anlagen mit überdurchschnittlichemWinterertrag (VerhältnisWinterzu Sommerstromproduktion mussüberdurchschnittlich sein) im Rahmen des Energiefonds umsetzbar wäre. Begründung Die Energiestrategie 2050 wurde vom Volk klar angenommen. Darin enthalten ist auch die Abkehr vom Atomstrom und der Ausbau lokaler erneuerbarer Energie. Die Schweiz besitzt dazu ideale Voraussetzungen: In den Alpen erreichen wir für die Solarenergie mit bis zu 1600 kWh/m 2 spanische Verhältnisse. Solarstrom in den Alpen ist aber nicht nur sinnvoll wegen den sehr hohen Einstrahlungswerten, sondern vor allem auch wegen den hohen Er - trägen im Winter. Das neuste Projekt der Axpo ist ein Beispiel dafür. PV-Anlagen im Mittelland unterliegen starken saisonalen Schwankungen. Im Sommer erzeugen sie in der Regel mehr Strom als der Markt benötigt, währendem sie im Winter nur noch halb so viel Strom produzieren wie im Sommer. Die Gründe dafür sind die geringeren Tageslichtstunden, Nebel sowie niedrige Stratuswolken, die häufig vor allem in tiefen Lagen die Sonneneinstrahlung behindern. Um den Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen, muss die Überkapazität im Sommer für die Nutzung im Winter zwischengespeichert werden. Dies ist derzeit vor allem mit Pumpspeicherkraftwerken in grossem Umfang möglich, es fehlt aber noch weitere Kapazität. Aus diesem Grund ist es sinnvoller, im Winter mehr Solarstrom zu erzeugen, denn in den Alpen lässt sich im Winter aufgrund der vielen nebelfreien Tage gleich viel Strom produzieren wie im Sommer. Zudem kann die vom Schnee reflektierte Sonneneinstrahlung noch zusätzlich zur Stromerzeugung genutzt werden. Mehr vom besonders wertvollen Winterstrom liefern Anlagen in Ost- oder Westausrichtung sowie vertikal installierte Module. Diese sind an vielen Orten möglich, z. B. in der Nähe von Bergbahnen, wo der Stromanschluss schon vorhanden ist. ● Landrat Pascal Vuichard GLP Kanton Glarus Ja und Stimmfreigabe Die GLP Kanton Glarus beschloss ein klares Ja zum Schutz vor Diskrimini erung aufgrund der sexuellen Orientierung. Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» wurde intensiv diskutiert und dazu schliesslich die Stimmfreigabe beschlossen. Die Initiative «Für mehr bezahlbare Wohnungen» benennt zwar ein wichtiges Problem, welches im urbanen Raum viele Menschen bewegt. Sie ist ,Grüne des Kantons Glarus 2xJa Ja zu mehr bezahlbaren Wohnungen und Ja zum Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Das beschlossen die Grünen des Kantons Glarus kürzlich an ihrer Mitglie - der versammlung in Glarus einstimmig. Landrätin Regula Keller stellte klar, wieso es diese Volksinitiative für mehr bezahlbaren Wohnraum jetzt brauche. Denn die Mieten sind in den letzten 15 Jahren um rund 18 Prozent ge - stiegen, im Grossraum Zürich noch viel stärker. Diese Initiative will Gegensteuer geben. 10 Prozent der neu erstellten Wohnungen sollen gemeinnützig sein. Dies ist wichtig für Mieter mit mittleren und kleineren Einkommen. Die Grünen Glarus unter stützen dieses Ziel voll und ganz. Auch die vorgeschlagenen Zur Eidg. Volksabstimmung vom 9. Februar 2020 Mass nahmen stossen bei den Grünen auf Zustimmung: So dürfen etwa vom Staat mitfinanzierte energetische Sanierungsmassnahmen nicht zu einer Verteuerung der Mieten führen. Ja zum Diskriminierungsverbot Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung nimmt auch in der Schweiz zu, beispielsweise in den sozialen Medien. Die Grünen bekennen sich klar zu Toleranz und Meinungsfreiheit. Deshalb sagten sie einstimmig Ja, nachdem Vorstandsmitglied Verena Berchtold aufzeigte, wieso die Ausweitung dieses Schutzes auf homound bisexuelle Menschen notwendig und rechtens sei. Unter Strafe stehen öffentliche und vorsätzliche Diskriminierung sowie Aufruf zu Hass an der Gruppe, weil dies die Gefahr zu mehr Tätlichkeiten erhöht. ● pd. aber zu starr und nicht für das ganze Land sinnvoll umsetzbar. Zudem hat das Parlament mit der Aufstockung des Fonds de Roulement den ge - meinnützigen Wohnungsbau deutlich gestärkt. Andererseits haben viele Ältere, Alleinerziehende, Dienstleis - ter und Sozialhilfebezüger Mühe, eine für sie bezahlbare Wohnung zu finden. Hut ab vor der Gemeinde Glarus, die zurzeit gleich für zwei Projekte in Netstal und Glarus Boden für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellt. Die Initiative kann ein schneller Weg sein, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Nach Diskussionen wurde Stimmfreigabe beschlossen. Für die Grünliberalen ist Hass keine Meinung. In Zukunft sollen gleich - geschlechtlich Liebende vor kollek - tiver Verunglimpfung, Herabwürdigung und Hetze effektiv geschützt werden. Die Meinungsäusserungsfreiheit bleibt dabei gewahrt. Wir Grünliberalen werden uns weiter da für einsetzen, dass Trans- und Intermenschen ebenfalls vor schmerzvoller Diskriminierung geschützt werden. ● pd.

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