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6. Ausgabe 2019 (07. Februar 2019)

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6. Ausgabe 2019 (07. Februar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 6 Donnerstag, 7. Februar 2019 Aus dem Regierungsrat 6 Aus dem Landrat 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 –20 Aus dem Linthgebiet 31 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Teamwork, Teamfreude Wenn das OK der «Blächtätscher» jeweils seinen «Chämibrand» organisiert, dann müssen alle in die Hosen. Denn damit Hunderte von Gästen nach Matt zum Feiern kommen können, braucht es eine gute Organisation, professionelle Bauten, und danach – während der Party – müssen alle Hände servieren, Bier zapfen, die Garderobe besorgen, Eintritte verkaufen, die Show moderieren und vieles mehr. Zwar sind die «Blächtätscher» eigentlich eine Guggenmusik, aber an ihrem eigenen Anlass lassen sie allen anderen Musiken den Vortritt und haben selbst keinen Konzertauftritt. Dazu wäre schlicht und einfach nicht genug Zeit, und die Gruppe hätte auch nicht genügend Ressourcen, um neben dem Einsatz für die Gäste auch noch auf die Bühne zu treten. Doch wie schafft es die kleine Gruppe von Mitgliedern und Helfern, diesen grossen Anlass überhaupt zu bewältigen? Die Antwort liegt in einem einzigen kleinen Wort: Freude. Man hat ein gemeinsames Ziel: Auch im Chlytal sollen die Leute einen Fasnachtsanlass haben, der sich zeigen darf – ihn zu organisieren bedeutet für jene, die mitmachen, neben viel schweiss - treibender Arbeit auch Freude. Freude daran, mit den anderen im Team etwas zu leisten. Freude daran, selber mit anzupacken. Freude daran, seinen Gästen etwas bieten zu können. Das ist während der Fasnacht im Glarnerland nicht nur im Chlytal, sondern an vielen Orten so, von Linthal und Braunwald bis nach Bilten, Niederurnen und Mühlehorn: Man will, im positiven Wettbewerb, seine Kreativität, seine Leistungskraft und sein Organisa - tionstalent zeigen und schafft es, originelle Feste für Jung und Alt auf die Beine zu stellen. Und siehe da, an solchen Partys kommen auch ganz andere Gäste. Von den Golden Girls über die Feuerwehrjungs bis zu den Ballon-Ladys und zum Kostüm aus Jasskarten – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Sicher, auch hier geht es hoch zu und her. Denn die Fasnacht soll ja eine Urgewalt sein; hier soll etwas ans Tageslicht kommen, was sonst wenig Raum hat in den eng gezurrten Regeln der Gesellschaft. Aber dadurch, dass sich viele der Gruppen kennen, ist auch im Fröhlichsein und Feiern immer noch soziale Kontrolle da. Nicht so sehr, weil man die anderen kontrollieren will, sondern weil man sich gegenseitig schützt und mit den anderen befreundet ist. Und zu dieser Freundschaft gehören eben Anstand, Augenmass und auch Hilfsbereitschaft. ● FJ Am «Chämibrand» in Matt sorgten die «Tümpelgumper» aus Linthal für gute Stimmung. Glarner feiern 5. Jahreszeit «Chämibrand» in Matt (Foto: Andi Graf) Es sind gerade mal 18 Personen, welche alle zwei Jahre den «Chämibrand» in Matt organisieren. Nichtsdestotrotz ist dieser Maskenball ein grosser und verrückter Anlass, der die Fasnacht nach Glarus Süd und dort insbesondere ins Chlytal bringen will. «Bei uns steht die Fasnacht im Vordergrund – und natürlich der Kontakt zu anderen Guggenmusiken, wir machen es aus Freude an der Sache», sagt Edith Schuler, OK-Präsidentin und Mutter. «Wir stemmen das mit 18 Mitgliedern und einigen Helferinnen und Helfern, 20 haben aufgebaut, 17 waren beim Abbau dabei, das ist schon cool, dass das funktioniert.» Ebenfalls im OK dabei ist Ehemann Christian «Chrigl» Schuler, der sich um die Finanzen und das Sponsoring kümmert. Für die Schulers ist Fasnacht eine Familienangelegenheit. Die beiden Jüngsten können zwar noch nicht mitmachen. Aber Sohn Manuel ist bei Umzügen schon dabei und half mit seinen acht Jahren beim Aufbau vom «Chämibrand» mit. «Manuel war etwas enttäuscht, dass er abends dann nicht mit an die Party durfte.» Doch auch hier ist Familie das A und O. «In so einem Moment ist man froh um gute Grossmütter», sagt Edith Schuler. Freche Idee Das Zwei-Jahre-System hat sich beim «Chämibrand» bewährt. «So wird die Vorfreude grösser und es wird nicht zur Routine!» Auf den Namen «Chämibrand» sei man vor 14 Jahren bei einem Brainstorming gekommen. «Es gab früher im ‹Adler› in Engi einen Maskenball, und als wir nach einem Namen suchten, hatte sich gerade ein Chämibrand in Engi ereignet. Aber manchmal gibt es mit dem Namen schon Missverständnisse. So mussten auch dieses Jahr die Sicherheitsvorkehrungen in der Mehrzweckhalle in Matt durch einen Experten der glarnerSach abgenommen werden. Der reagierte am Telefon etwas verwundert, als man ihm sagte, er könne den ‹Chämibrand› jetzt etwas früher abnehmen, weil man mit dem Aufbau schon fertig sei.» Vorkommnisse habe es aber keine gegeben. «Die Securitas war da, musste aber meines Wissens nicht eingreifen, es lief alles sehr ruhig ab.» Masken und Musik Freuen dürfen sich auch Sonja Stauffacher und Angela Bertini, die als Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer mit einem echten Feuer - steinmobil vorfuhren und den 1. Preis beim Maskenball gewannen. Sie waren nicht die Einzigen. Wer die perfekt geschminkten Gesichter betrachtet, wer die aufwendigen Masken studiert und wer die prächtigen Kostümierungen bewundert, kann sich vorstellen, wie viele Stunden der Freizeit die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler investiert haben müssen. Um akustisch zu brillieren, üben die «Chäller Rattä» aus Näfels, die «Tümpelgumper» aus Linthal, die «Hunghäfä» aus Schwanden und die «Wiggisschränzer» aus Netstal Feierabende lang ein aktuelles und schräg klingendes Repertoire – die «Tümpel - gumper» haben sich dieses Jahr auch ein neues, alpines Kostüm in Blau- Weiss zugelegt. Am diesjährigen «Chämibrand» waren sie alle zu Gast wie auch die «Rapperswiler Schloss - hüüler», weil die «Blächtätscher» gleichzeitig ihr 40-jähriges Bestehen feiern. «Wir sind die einzige Gugge aus dem Chlytal», sagt deren Präsident Martin Zentner, «und wir bleiben dort.» Bei der Gründung vor 40 Jahren ging es als Gruppe an die Fasnacht, aber «schon der erste ‹Chämibrand› aus Anlass des 25-Jahr-Jubiläums war so erfolgreich, dass wir einen Verein gründeten». Die «Blächtätscher» be - ginnen jeweils im Oktober mit Proben und üben dann ab dem 11. 11. im Wocherhythmus. Die Familiengugge bleibt meist im Glarnerland, während andere, wie Zentner sagt, inzwischen «in einer anderen Liga spielen». Erfolg verpflichtet Für einen so kleinen Kanton ist die Fasnacht im Glarnerland gross geworden. Die meisten Glarner Guggen spielen auf hohem Niveau und haben mehr als 30, teilweise sogar bis zu 50 Mitglieder. Sie alle sind eingeschworene Gruppen, die jetzt zu Hochform auflaufen. Denn in den zwei Wochen vom 23. Februar bis zum 10. März, oder, fasnächtlerisch gesprochen, von der «Alöschetä» in Näfels bis zum grossen Umzug in Glarus, gipfelt das wilde Treiben in bunten Anlässen von Mittag bis Mitternacht. Und es sind Jahr für Jahr mehr Besuchende da, welche die Fasnacht im Glarnerland zu einer tollen 5. Jahreszeit machen. Impressionen auf Seite 16. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 9. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 10. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 9./10. Februar Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 420 19 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 9./10. Februar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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