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8. Ausgabe 2020 (20. Februar 2020)

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Donnerstag, 20. Februar 2020 | Seite 12 Fortsetzung von Seite 1 Von Umkehrritualen und Zeitreisen glarnerSach Fasnacht ohne Feuerschäden Bald beginnt das fasnächtliche Treiben mit lauten Tönen und bunten Kostümen. Bunte Gewänder und Dekorationen bestehen oft aus leicht entflammbaren Kunsttextilien, die schnell Feuer fangen. Die glarnerSach empfiehlt, folgende Sicherheits-Tipps zu beachten. In eine andere Rolle tauchen – als Krabbe, Seepferdchen, Spielerin oder Eichhörnchen. Doch während des Molimo-Festes kippt das System der Ituri-Pygmäen aus den Fugen: «Befremdlich erscheint die Tatsache», schrieb ein Völkerkundler, «dass auf dem Höhepunkt der Molimo-Feier die bislang ausgeschlossenen Frauen nicht nur zum Fest zugelassen werden, sondern sogar wichtige Funktionen übernehmen dürfen.» Vielfach gefielen solche Sitten den Herrschenden gar nicht. In Athen warf Appolonius von Tyana im1.Jahrhundert n. Chr. den Bürgern vor, dass sie sich alle Jahre wieder «als Frauen verkleideten und sich Ausschweifungen hin gaben»; 1613 verboten die Luzerner Behörden das Tragen von Frauen kleidern, weil «diese Mezen bei Frömbden und Heimischen grosses Ergerniss verursachen». Unter anderem wurde die Fasnacht nach der Reformation in Bern verboten, weil «heidnisch und unsittlich»; erst seit 1982 findet in Bern wieder eine grosse Fasnacht statt. Einmal Urzeit retour, bitte In der westlichen Welt hat sich die Vorstellung von der «Zeit als eine fortschreitende Linie» durchgesetzt, und wer im Glarnerland zur Fasnachtszeit um die Häuser zieht, verschwendet keinen Gedanken daran, durch sein Verhalten «die Zeit um - zukehren» – aus der Sicht eines modernen Menschen eine primitive Vorstellung. Inzwischen aber melden sich Forscher zu Wort, die behaupten, alles, was bisher über die Zeit gesagt worden ist, sei falsch. Nicht, dass sie die Rückkehr zur Pendel-Zeit propagieren möchten, aber das Bild vom «Strom der Zeit» widerspricht nach ihrer Ansicht ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Schon Albert Einstein hatte zwar im Zusammenhang mit seiner Relativitätstheorie gesagt, dass Zeit und Raum eine untrennbare Einheit (die Raumzeit) bildeten und dass sich beide, Zeit und Raum, strecken oder stauchen liessen. Einstein war jedoch davon überzeugt, dass eine Grösse unverändert bleibe: Nie könne sich etwas schneller ausbreiten oder ausdehnen als das Licht. Wäre dem nicht so, meinte Einstein, könnte der (Fotos: FJ) Mensch theoretisch in die Zukunft blicken. Offenbar aber schliessen einige Wissenschafterinnen und Wissenschafter inzwischen sogar Zeitreisen in Zukunft und Vergangenheit nicht aus. «Ohne letzten Endes zu verstehen, was sie tun», so der Wissenschaftsjournalist Stefan Klein, «vermessen die Physiker plötzlich Erscheinungen, die alle Züge des Paranormalen tragen: Laserlicht, das sich überlichtschnell ausbreitet, Teilchen, die den Ausgang einer Röhre verlassen, bevor sie am Eingang hineinfliegen. Könnten Zeitreisen dereinst so alltäglich werden wie das Fahren mit der U-Bahn?» – «Gott bewahre», denkt sich der Schreiber. Sonst könnte es ja sein, dass die Leserinnen und Leser des FRIDOLIN diesen Artikel schon gelesen hätten, noch bevor er geschrieben war ... ● Martin Leutenegger Der «Fasnachtskalender Glarnerland – Fahrplan durch die rauschende Fasnacht im Bergtal» kann in vielen Geschäften gratis bezogen werden. Infos zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.fasnachtskalender.ch. Die glarnerSach wünscht eine unfallfreie «Fünfte Jahreszeit». (Foto: zvg) «Makers im Zigerschlitz» Ein Nest im Bahnhof Kostüme aus synthetischen Materialien geraten besonders schnell in Brand. Tragen Sie deshalb ausschliess - lich Fasnachtskleidung aus schwer entflammbaren Stoffen. Brandschutzmittel für Textilien bieten ebenfalls einen guten Schutz. Die Dekorationen dürfen gemäss den schweizerischen Brandschutzvorschriften nicht zu einer Gefahren - erhöhung führen. Bei Veranstaltungen ist es untersagt, Flucht- und Rettungswege durch Gegenstände zu versperren. Die Signalisationen von Fluchtwegen müssen jederzeit sichtbar bleiben. Die Sicherheit von Personen darf zu keiner Zeit beeinträchtigt werden. Sicherheitstipps für Fasnächtler • Für Kostüme und Dekorationen nur schwer brennbare Materialien verwenden. • Auf Tüll- und Nylonstoffe verzichten. Diese Stoffe schmelzen bei grosser Hitze und können schwere Hautverletzungen verursachen. • Stoffe mit Brandschutzmittel imprägnieren und so sicherer machen. Erhältlich in Drogerien oder bei der glarnerSach. Sicherheitstipps für Veranstalter • Fluchtwege wie Treppen, Korridore oder Ausgänge freihalten. • Kein offenes Feuer in Laternen oder Fackeln als Dekoration verwenden. • Schwer brennbare Dekorationen verwenden oder das Dekorationsmaterial mit Brandschutzmittel vorbehandeln. • Für Notfälle immer einen Eimer Wasser, eine Löschdecke oder einen Feuerlöscher bereithalten. Wenn es trotz aller Vorsichtsmassnahmen zu einem Brand kommt, dann heisst es: Alarmieren (Feuerwehr 118) – Retten – Löschen. ● pd. Bei Fragen stehen die Präventionsexperten der glarnerSach, Telefon 055 645 61 61, gerne zur Verfügung. Am Freitag, 14. Februar, um 20.00 Uhr trafen sich die Mitglieder der «Makers im Zigerschlitz», einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Glarus Nord, zur 5. Mitgliederversammlung im neuen Vereinslokal, der «MakerStation» im Bahnhof Näfels-Mollis. Glarner Kammerorchester Mit dem Instrument Am Montag, 10. Februar, trafen sich die Aktivmitglieder des Glarner Kammerorchesters (GKO) zur Hauptversammlung im Hotel Glarnerhof in Glarus. Freude über ein musikalisches reiches Vereinsjahr 2019 und Aufbruchstimmung zum nächsten Projekt prägten die Versammlung. Neumitglieder sind im Glarner Kammerorchester herzlich willkommen. Im Jahresbericht blickte Präsidentin Swantje Kammerecker auf drei Konzerte im Jahr 2019 zurück und thematisierte die Vielfalt der Spielmöglichkeiten auf einem Streich - instrument mit dem Zitat von Robert Schumann: «Wer nicht mit seinem Instrument spielt, der spielt es nicht.» Spielerisch bleibt die Musik stets (Foto: zvg) frisch und lebendig. Wichtig sei auch, Neues ins Spiel zu bringen und sich aus der Routine zu wagen. Etwa, wenn vom Donnerstag, 5., bis Sonntag, 8. November, die Opern - aufführungen von «Fiorina o la fan - ciulla di Glaris» stattfinden, an denen das Glarner Kammerorchester, der Glarner Kammerchor und der Glarner Singverein beteiligt sind. Die Oper von Carlo Pedrotti wird anlässlich des 100. Geburtstags der Kulturgesellschaft Glarus aufgeführt. Der erste von drei Probenblöcken ist absolviert, die Musik gefällt dem Orchester. Allerdings war die Erstellung von Notenmaterial aus einem alten Manuskript aus Neapel eine gewaltige Arbeit. Derzeit probt das Glarner Kammerorchester an einem Projekt mit der Glarner Musikschule: Am Samstag, 9. Mai, erklingen im Gemeindehaussaal in Ennenda zu - sammen mit acht jungen Solistinnen und Solisten (Jahrgänge 2002 – 2005) Werke von Barock bis zur Romantik. Wer ein Streichinstrument spielt und noch mitmachen möchte: Die Proben finden jeden Montag von 19.45 bis 22.00 Uhr im Singsaal des Erlenschulhauses in Glarus statt. Die Jahresrechnung 2019, präsentiert durch Kassierin Deborah Schmid, verzeichnet aufgrund grosszügiger Spenden ein leichtes Plus. Im Vorstand gab es keine Mutationen. Abschied nehmen musste das GKO 2019 von zwei langjährigen Mitgliedern: Johanna Beglinger, Konzertmeisterin und Vorstandsmitglied bis 2005, sowie Reinhard Morf, der zeitweilig auch als Stimmführer und Zuzüger mitgewirkt hatte. Ihnen wird ein ehrendes Andenken bewahrt. ● eing. Mehr Informationen unter www.gko.ch. Troubleshooting am LED-Würfel in der neuen «MakerStation». (Foto: zvg) Aufmerksamen ÖV-Nutzern ist sicher - lich aufgefallen, dass Leben in die Schalterhalle und das Gepäcklager der SBB am Bahnhof Näfels-Mollis kommt. Inventar wurde angeschafft, Material verstaut, Schränke beschriftet, Beamer montiert, viel Holz ins Untergeschoss zum Einrichten der Holzwerkstatt getragen und Informationsdisplays aufgestellt. Nun hatte man dort Versammlung. Mike Zweifel führte als Vereinsprä - sident durch den Abend. Durch die ideelle und finanzielle Unterstützung des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit konnte ein detailliertes mehrjähriges Budget erarbeitet werden. Damit wird der Aufbau des Makerspace realisiert, wo der Umgang mit Technologie und Handwerk für alle Altersstufen gefördert werden soll. Ende Dezember 2019 wurden die Schlüssel zu den Räumlichkeiten in Empfang genommen – seither entwickelt sich der Makerspace täglich weiter. In zwei Anträgen wurden die Statuten angepasst. Zweifel betonte, dass der Makerspace vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder lebt. Mit den JuniorCoders und Junior - Makers sollen wöchent liche Kurse für Kinder und Jugend liche stattfinden, wo MINT-Projekte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) erarbeitet werden. Bereits ist ein praxisorientierter Kurs zur Bewältigung der täglichen E-Mail-Flut ausgeschrieben. Des Weiteren werden Einführungskurse zum Löten, 3D- Drucken, 3D-Konstruieren, Lasern und Plotten angeboten, und wöchentlich kommt man in der MakerStation zu Freitags-Chlüttertreffs zusammen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen. ● pd. Aktuelles Kursangebot unter https://events. zigerschlitzmakers.ch.

Donnerstag, 20. Februar 2020 | Seite 13 Glarner Landwirtschaft aktuell Lokaler Marktbericht Resultate Schlachtviehmarkt vom 18. Februar in Glarus Total wurden 27 Tiere aufgeführt Kategorien Anzahl Handel C H T A X MT Muni, ungesch. 1 5.20 MA Muni, übrige 1 4.60 OB Ochsen 2 5.20 4.95 RG 5 5.45 5.35 4.25– Rinder, 4 Schaufeln 4.75 RV Rinder, Jungkühe 1 4.40 VK 17 3.85– 4.05– 3.20– Kühe 4.65 4.15 3.50 JB Jungvieh (erzielte Preise in Franken/kg Lebendgewicht) Nächster Schlachtviehmarkt: Dienstag, 17. März, in Glarus. Glarner Bauernverband Hauptversammlung Samstag, 29. Februar, 09.30 Uhr, lintharena sgu Näfels Der Vorstand freut sich auf ein zahlreiches Erscheinen. ● Primarschule Linthal «Stöck, Wys, Stich» … … oder auch «gschobe», hiess es bereits zum 9. Mal an der Primarschule Linthal. Traditionell findet das Jassturnier in Linthal immer Anfang Februar statt. Spielen mit Köpfchen bereitet Freude und Spass: Der diesjährige Gewinnerpokal ging an Pat und Janis aus der 4. Primarklasse Linthal. (Foto: zvg) Zwischen den Weihnachts- und Sportferien wird jeweils mit der Unterstützung von erfahrenen Jasserinnen und Jassern fleissig für den Cup trainiert. Aus dem benachbarten Altersheim kamen dieses Jahr ein paar Helferinnen zur Unterstützung in die Schule. Bestimmt ist es auch diesen freiwil - ligen Helfern zu verdanken, dass das Niveau von Jahr zu Jahr steigt. Die Kinder waren durch die An - wesenheit der «Profis» doppelt motiviert und der Lerneffekt war umso grösser. Von den Erwachsenen konnten nicht nur viele Tricks und Spielzüge gelernt werden, denn da die Schülerinnen und Schüler sich keine Blösse geben wollten, wurden auch Durchhaltewillen und Frustrations - toleranz trainiert. Ausserdem spornte die Anwesenheit von den Erwachsenen zum schnellen Kopfrechnen an. Die Lehrpersonen hoffen, dass im nächsten Jahr wiederum mit zusätz - lichen Jasserinnen und Jassern gerechnet werden darf. Alle sind herzlichst willkommen. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich bereits auf den nächsten Januar. ●