Aufrufe
vor 4 Monaten

8. Ausgabe 2020 (20. Februar 2020)

  • Text
  • Glarus
  • Telefon
  • Februar
  • Glarner
  • Nord
  • Schwanden
  • Gemeinde
  • Niederurnen
  • Kanton
  • Inhaber

Donnerstag,

Donnerstag, 20. Februar 2020 | Seite 14 Kanton Glarus Vorstoss Zweite Imagebefragung «Wiä findsch ds Glarnerland?» Fünf Jahre nach der letzten Umfrage zum Glarner Kantonsimage sollen Ver - änderungen durch eine erneute Befragung gemessen werden. Während Gäste das touristische Glarnerland als freundlich wahrnehmen, sind Einheimische kritischer (Resultat Imagebefragung 2015). «Wie nehmen Sie das Glarnerland wahr?» Zweite Umfrage zum Kantonsimage gestartet. (Foto: Samuel Trümpy) Zwei Studierende der Universität St. Gallen (HSG) und der Hochschule Luzern (HSLU) verfassten 2015 ihre Masterarbeit zum Glarner Kantons - image. Das Resultat ihrer unabhän - gigen Online-Umfragen und Interviews zeigte den Verantwortlichen von Politik und Verwaltung auf, dass sich die Anstrengungen für eine positivere Wahrnehmung und Ausstrahlung gelohnt haben. Denn einige Jahre zuvor zeigten sich deutlich negativer besetzte Signale in der Aussenwahrnehmung des Glarnerlandes. Start zur zweiten Imagebefragung Nach fünf Jahren soll nun mit einer erneuten Befragung gemessen werden, in welche Richtung sich bei Einheimischen und Gästen die Wahrneh- Gemeinde Glarus und Wiesbaden-Biebrich 30 Jahre Städtefreundschaft mung der Identität des Glarnerlandes verändert hat. Dazu wurde auf Basis der Umfragen 2015 eine neue Be - fragung ausgearbeitet. Themen, Vorgehen und Methode wurden grösstenteils von 2015 adaptiert. Zielgruppe ist die Deutschschweizer Bevölkerung ab 16Jahren, wobei auch Personen aus dem Ausland die Möglichkeit haben, an der Befragung teilzunehmen. Leben, Arbeiten und Freizeit im Glarnerland Teilnehmer der Online-Umfrage unter www.gl.ch können bei der Beantwortung der kurzen Fragen aus mehreren Antwortmöglichkeiten auswählen (multiple choice). Dabei geht es um Themenkreise wie Wohnen, Arbeiten, Umwelt, Verkehr, Kultur und Freizeit, Tourismus, Familie oder Leben im Alter. Der Kanton Glarus möchte künftig die Chancen der Digitalisierung gezielt nutzen, er hat dazu ein entsprechendes Projekt lanciert. Folglich wurde die aktuelle Imageumfrage mit Fragen zu diesem Themenkreis ergänzt. Wettbewerb Gefragt werden Glarner und Nicht- Glarner auch, wie sie die Attribute innovativ, familienfreundlich, lebendig, teuer und dienstleistungsbereit – mit dem Glarnerland verbinden. Die Umfrage wird inner- und ausserhalb des Kantons Glarus publik gemacht und beworben. Die Teilnahme ist kostenlos und kann anonym oder mit Namensnennung erfolgen. Wer will, kann an einer Verlosung mit diversen touris tischen Wettbewerbs - preisen teilnehmen. ● Seit den Sechzigerjahren besteht zwischen Glarus und Wiesbaden-Biebrich eine partnerschaftliche Verbindung, welche 1990 erstmals offiziell beurkundet wurde. In all den Jahren ist ein starkes Band der Verbundenheit und Freundschaft gewachsen, was die vielseitigen Kontakte untereinander zeigen. Grüne des Kantons Glarus Postulat betreffend «Klimaschutz bei den Motorfahrzeugsteuern» Gestützt auf Artikel 81 der Landratsverordnung reichen die Grünen des Kantons Glarus dem Landrat das folgende Postulat zur Überweisung an den Regierungsrat ein. Antrag Der Regierungsrat wird beauftragt zu prüfen, wie die Bemessung der Motorfahrzeugsteuer zu ändern ist, damit sie wirksam dazu beiträgt, den gesamten Treibstoffverbrauch und den CO 2 -Ausstoss der im Kanton Glarus immatrikulierten Motorfahrzeuge markant zu senken. Insbesondere sind folgende Massnahmen zu prüfen: • Bemessung nach Leergewicht und CO 2 -Ausstoss oder nur nach CO 2 - Ausstoss • Aufhebung der Saldoneutralität • Möglichkeit der Ausgestaltung als Lenkungsabgabe mit Rückerstattung an die Bevölkerung Begründung Der Verkehr (ohne Flugverkehr) verursacht in der Schweiz 32 Prozent der Treibhausgase. Die Klimaschädigung führt gerade auch im Kanton Glarus zu Veränderungen im Lebensraum und in der Landschaft, welche das Gebot der Nachhaltigkeit grob ver - letzen. Wir halten die Politik darum für verpflichtet, die notwendigen Mass nahmen zu ergreifen, damit der Kanton Glarus seinen Anteil an der Lösung des Klimaproblems leistet. Mittel- und längerfristig müssen wir auf eine Ablösung der fossilen Brennund Treibstoffe hinarbeiten. In der Übergangszeit muss der Verbrauch von fossilen Brenn- und Treibstoffen massiv gesenkt werden. Die Antwort des Regierungsrates vom 11. Juni 2019 auf die Interpellation der Grünen-Fraktion hat klar ergeben, dass die Änderung der Motorfahrzeugsteuer von 2012 die erhofften Resultate hinsichtlich CO 2 -Ausstoss nicht gebracht hat. Damals wurde ein Bonus-Malus-System eingeführt, basierend auf dem Hubraum und der Energieetikette des Bundes. Auch die Höhe der Steuerbeträge wurde an - gepasst. Man muss zum Schluss kommen, dass weder das Bonus-Malus- System noch die Änderung der Steuerbeträge gegriffen haben. Es ist nicht nur der Anteil an energieeffizienten Fahrzeugen im untersuchten Zeitraum gesunken, sondern der Anteil der besonders schädlichen Fahrzeuge hat sogar zugenommen. Ebenso stösst im Kanton Glarus die Gesamtheit aller Fahrzeuge pro Kilometer mehr CO 2 aus als vor 8 Jahren. Der Regierungsrat soll darum prüfen, welche Kriterien am ehesten zu einem deutlichen Rückgang des CO 2 -Ausstosses pro Fahrzeug-Kilometer und im gesamten Ausstoss führen. Die anderen Kantone wenden eine Vielzahl von Kriterien an. Als mögliche Varianten sehen wir beispielsweise die Kriterien, welche der Kanton Basel-Stadt anwendet: Leergewicht und CO 2 -Emission. Am konsequen - testen bewirkt wohl die Bemessung nach CO 2 -Ausstoss die Reduktion des Treibhausgases. Wir glauben auch, dass die 2012 noch geforderte Saldoneutralität der Steuer aufgehoben werden muss. Sie verhindert eine griffige Differenzierung der unterschiedlichen Schädlichkeitskategorien. Zu prüfen ist deshalb, ob es rechtlich möglich ist, die Abgabe für die Motorfahrzeuge als Lenkungsabgabe mit einer (teilweisen) Rückerstattung an die Bevölkerung zu gestalten. Dies würde einer Erhöhung der Fiskalquote vorbeugen, die Akzeptanz einer Neugestaltung verbessern und eine verursachergerechte Belastung der Motorfahrzeuge erleichtern. ● Karl Stadler, Fraktionspräsident Mathias Zopfi, Landrat Tiefbau und Werke Datumskorrektur Datenkorrektur für die Strassensammlung Alteisenabfuhr Nidfurn bis Linthal und Sool. In den Abfuhrplänen 2020 der Dörfer Nidfurn bis Linthal und Sool schlichen sich bei den publizierten Daten der Metall- und Alteisensammlungen Fehler ein. Die korrekten Daten für die Metallund Alteisenabfuhr sind: • Samstag, 14. März 2020, in Nidfurn bis Linthal (anstatt 11. März 2020) • Freitag, 13. März 2020 in Sool (anstatt 10. März 2020). Die Abfuhrdaten vom November 2020 sind korrekt und bleiben so bestehen. Die betroffene Bevölkerung ist gebeten, die Daten entsprechend zu korrigieren. Die Gemeinde bedankt sich für das Verständnis und die Kenntnisnahme. ● Von links: Wolfgang Gores, Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände e. V.; Bruno Bernhard, Ehrentellerträger; Christian Marti, Gemeindepräsident Gemeinde Glarus; Fridolin Marti, Ehrentellerträger, und Kuno Hahn, Ortsvorsteher Biebrich. (Foto: zvg) Anlässlich des Neujahrsempfangs am 12.Januar 2020 im Biebricher Schloss wurde das 30-Jahr-Jubiläum der vielseitigen Städtefreundschaft würdig gefeiert. Dabei wurde der langjährige Vorsitzende der Arbeitsgruppe Biebricher Vereine und Verbände e.V. – Günter Noerpel – mit dem Ehren - vorsitz ausgezeichnet. Er gab sein Amt nach 36 Jahren an seinen Nachfolger Wolfgang Gores weiter. Gleichzeitig wurde in einem feier lichen Akt zwei weiteren Glarnern – Bruno Bernhard und Fridolin Marti – der Biebricher Ehrenteller verliehen. Es handelt sich dabei um die höchste Auszeichnung, welche die Arbeits - gemeinschaft verleiht. Bereits im Besitz des Bie bricher Ehrentellers sind Alfred Brönnimann (1990), Dr. Heinrich Aebli (1990), Mathias Jenny (2008), Andrea R. Trümpy (2011) und Paul Bättig (2019). ● Glarus glarus@winterhilfe.ch | PC 87-1103-7

Donnerstag, 20. Februar 2020 | Seite 15 Vortrag in der Volkshochschule in Glarus Zukunft der Zeitung Am Donnerstag, 27. Februar, hält Dr. phil. Martin Beglinger aus Glarus auf Einladung der Volkshochschule um 19.30 Uhr im Hotel Glarnerhof in Glarus einen Vortrag zum Thema «Wie lange gibt es noch Zeitungen?». Am nächsten Donnerstag im «Glarnerhof» in Glarus: Dr. phil. Martin Beglinger. (Foto: © Nathalie Taiana) Die lange Vorschau zu diesem Vortrag beginnt mit diesem kurzen Dialog: «Kürzlich geht es am Stammtisch hoch zu und her, als einer in die Runde wirft: ‹Übr 400 Schtutz für ds Abo - nämaa, viel z’tüür! Ha-si gad abbschtellt!› Dann wird die Glarner Presse nach Strich und Faden durchgenommen. Das Thema wechselt, als ein anderer entgegnet: ‹Z’tüür? Nää, wänn ds Ummätuä nuch rächnisch und di hüttigä Lüü, isch ä Franggä und Rappä im Taag ja nüüt meh!› Ein Junger beteiligt sich nicht am Gespräch; er tippt auf seinem Smartphone.» Soweit die Situation, wie die Edelfeder aus dem Rautidorf sie schildert. Dann erinnert sich der hochadlige Nord-Bürger an die Zeit, als sein Vater zu Hause ungestört die Zeitung lesen wollte, und rekapituliert die Entwicklung der Printmedien im Glarnerland. All das haben Sie wahrscheinlich selber noch erlebt, aber was Sie nicht wissen: Der vom hochbetagten Chropfschlitzer erfundene «Junge» im obigen Dialog, der sich nicht am Lamentieren der Alten beteiligt, liest gerne Asterix und den FRIDOLIN. Augmented Reality für unbeugsame Gallier Was FRIDOLIN und Asterix miteinander zu tun haben? Beide handeln von gallischen Dörfern, die – trotz übermächtiger Gegner – nicht aus - gestorben sind und sich den Römern standhaft widersetzen. Ob es Dr. phil. Martin Beglinger am Vortrag gelingt, es zu erklären, wissen wir nicht. Wir vom FRIDOLIN drucken zuerst einmal das, was Sie uns selber schreiben. Dann das, wovon wir denken, dass es Sie anregt oder beim Lesen erfreut, mit schönen Bildergalerien und ab und zu einem kleinen Video oder einem kurzen Schnipsel Musik. Musik und Bild? Ja! Denn seit knapp einem Monat gibt es im FRIDOLIN sogenannte Augmented Reality – man kann sein Handy auf ein Bild halten und bekommt dafür eine Galerie zu sehen. Oder ein Video. Oder es «hand - örgelet» einem aus der Zeitung entgegen. Kurz: Die Realität der Zeitungsseite 2020 wird um das Smartphone des jungen Mannes erweitert – er kann sich, wenn er will, einen Mehrwert herausholen. Das ist so ähnlich wie damals 1959, als Uderzo und Goscinny ihre lustigen Geschichten der Gallier nicht einfach mit einem trockenen Text erzählten, sondern sie in einem Comic-Strip mit Bildern darstellten. Disruption überleben «Beglinger erlebt den Übergang von den traditionellen Printmedien zum sich atemberaubend schnell und global verbreitenden Internet an der Front», so unsere Edelfeder. Der FRIDOLIN ist also vom Internet umstellt wie damals das kleine gallische Dorf von den Römern. Vor 500 Jahren – 1500 Jahre nach den Römern – kam der Buchdruck, der sich disruptiv verhielt. Genauso geht das heute mit dem Smartphone – es ist ein gescheites Fernsprecher-Fernseherchen, das in den letzten etwa 15Jahren unsere Welt umgestürzt hat. Würde man den alten Säcken am Stammtisch glauben, so dürfte es den FRIDOLIN schon zweimal nicht mehr geben. Erstens, weil er als Gratis-Zeitung von Spenden lebt und nur von Auswärtsglarnern Abogebühren verlangt; andererseits, weil – wie überall beklagt wird – die Abwanderung der Inserate in die Elektronikmedien galoppierend ist und gleichzeitig Löhne und Porti die Zeitungen verteuern. «Verleihnix» und gescheite Plakate «Wird die Lebensdauer der Zeitungen von der Lebensdauer der Traditions - leser abhängig sein?», fragt sich der Vorschau-Autor. Was er sich nicht fragt, warum ein Text wie dieser überhaupt gelesen wird. Dabei ist das doch ganz einfach: Weil er spannend ist und, wie es so schön auf den Plakaten der VHSGL heisst, der «Dummheit schadet». Drollig eigentlich. Man müsste das gescheite Plakat nur auf die eigenen Texte anwenden. Aber manchen Zeitungsfritzen geht es wie dem Fischhändler Verleihnix. Der bezieht seine Fische direkt aus Paris – und nicht aus dem Meer der Bretagne. So verlieren sie auf dem Weg etwas von ihrer Frische. Genauso stauben globale Eilmel - dungen auf dem Weg in die Redaktion ein. Vielleicht wären sie aktueller, wenn sie aus der Region kämen. ● FJ SaNa-Kurs Februar 2020 Alle erfolgreich Mit grosser Freude durfte das SaNa-Instruktoren-Team Glarnerland 41 Teil - nehmer am SaNa-Kurs (Sachkunde-Nachweis Fischerei) willkommen heissen, welche am Schluss allesamt die Prüfung erfolgreich abschliessen konnten. Fischen erlebt bei Jung und Alt einen Boom. Der zweitägige Kurs beinhaltet theoretische und praktische Module; kompetente Instruktoren vermitteln den Teilnehmern das verlangte Wissen praxisnah – vom Üben von Knoten über den Umgang mit der Rute, das Ausnehmen eines Fisches bis zur Führung durch die kantonale Fischbrutanstalt und das Fischerei- Museum. Im Theorieteil werden Kenntnisse zu den Fisch- und Krebsarten und ihrem Lebensraum, Bio - logie und Besonderheiten vermittelt und die diversen Probleme in diesen Bereichen aufgezeigt. Die Kursteilnehmer waren bunt gemischt, von Jung bis Alt, Männlein und Weiblein, Paare und Einzelne – denn Fischen erlebt zurzeit wahrlich einen Boom. Umso wichtiger ist es (Foto: zvg) für das Instruktoren-Team, allen den nachhaltigen Umgang mit Tier und Natur in diesen Kursen näherzubringen. Das positive Feedback der Teilnehmer und die hohe Erfolgsquote bestätigen den eingeschlagenen Weg des SaNa-Instruktoren-Teams. Der Austausch mit den Teilnehmenden war erfreulich, die Verpflegung und Betreuung im «Trigonella» in Ennenda war top. Da die Teilnehmer im Vorfeld gut gelernt hatten und die Prüfung schnell absolvierten, konnten sie bereits um 11.00 Uhr glücklich entlassen werden. «Petri Heil!», wünscht das SaNa- Instruktoren-Team Glarnerland. ● eing. Weitere Infos unter www.fischereiverbandglarus.ch/sana.