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9. Ausgabe 2020 (27. Februar 2020)

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9. Ausgabe 2020 (27. Februar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 9 Donnerstag, 27. Februar 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 16 – 20 Aus dem Linthgebiet 35 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Weniger ist mehr Manche Leute müssen es immer übertreiben, wie jener kaum 25- jährige selbsternannte Finanzmagnat, den ich in den 2000er-Jahren einmal zu treffen das eher zweifelhafte Vergnügen hatte. Er hatte damals gerade seine ersten paar Millionen gemacht, und wir alle, die wir vor ihm am Bürotisch sassen, erstarrten vor Bewunderung. So jung und bereits so selbstgemacht reich. Bis er anfing, von seiner Cognac- Marke zu erzählen. Wir sollten ihm damals ein Golfhütchen-Logo gestalten, ähnlich wie das von Roger Federer. Jetzt möchte er sein Bergdorf, das für Mineralwasser berühmt ist, mit einem Hochhaushotel beglücken, wo die Superreichen mit dem Heli direkt vom Zurich Airport anfliegen. Er braucht dazu nur noch die Bewilligung für den Gebirgs - landeplatz. Warum er mir einfällt? Weil wir in Glarus Süd ähnliche Dörfer haben und ähnliche Mineralquellen und ähnlich abgelegen sind – hinter dem Mond oder hoch über dem Alltag. Käme er hierher und würde hier seinen Turm errichten wollen, wer weiss, ob nicht der eine oder die andere ihm folgen würde. Nicht so Fritz, der Maurer, den ich gerade kennengelernt habe. Sein Wahlspruch lautet: «Weniger ist mehr!» Er meint das nicht so, wie die modernen Downsizing-Leute, die sich einen Sport daraus machen, mit weniger als 100 Alltagsgegenständen zu leben. Denn Fritz, der Maurer, scheint einem gewissen Luxus nicht abgeneigt. Er meint es eher in dem Sinn, dass man den Schritt nach seinen Beinen machen soll. Oder dass man die bestehenden Strukturen den modernen Bedürfnissen anpasst. Wenn es – wie jetzt im Glarnerland – zu viele Pflegebetten gibt, aber zu wenige, die darin liegen möchten, dann würde Fritz, der Maurer, halt eine Wand herausreissen, um das Zimmer zu ver - grössern. Er würde Platz für neue An gebote schaffen. Für eine Ärztin oder einen Fusspfleger. Oder grössere Wohnungen, damit die aus dem Dorf, die zwar noch nicht ins Heim wollen, aber doch ein bisschen Pflege brauchen, sich aus eigenem Antrieb von ihrem zu gross gewordenen Haus trennen. Weniger ist mehr! Es macht die Verantwort - lichen aus Glarus Süd sympathisch, dass sie alle drei Standorte bei - behalten wollen. Und auch dass man die Angebote koordiniert und besser aufeinander abstimmt, macht irgend wie Sinn. Vielleicht sollte man sich dann beim ersten Umbau einfach noch an Fritz, den Maurer, wenden, mit seiner Devise: «Weniger ist mehr!» Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. ● FJ Die richtigen Antworten finden: Der Informationsabend in Schwanden zum Wohnen im Alter war sehr gut besucht. Für weitere Bilder: Fridolin+ App downloaden, über dieses Foto halten und Button «Scannen» drücken. Information Wohnen im Alter Glarus Süd «Eine Institution – drei Standorte» (Fotos: FJ) Am Freitagabend, 21. Februar, präsentierte Dr. Rolf Hanimann, Verwaltungsratspräsident Alters- und Pflegeheime Glarus Süd, zusammen mit Gemeindepräsident Mathias Vögeli und Daniel Dobler, Departementsvorsteher Gesellschaft, die neue Vorwärtsstrategie, mit der im Glarner Süden das Wohnen im Alter neu geordnet und möglichst nahe an den wirklichen Bedürfnissen der Pflegebedürftigen organisiert werden soll. Der Publikumsaufmarsch zeigte, wie sehr dieses Thema der Bevölkerung unter den Nägeln brennt. Während man zwei Dörfer weiter vorne auf den Strassen des Haupt ortes den «Fädäli Friitig» feierte, ging es im Gemeindezentrum Schwanden ernst zu und her. Denn die Gemeinde und die Alters- und Pflegeheime Glarus Süd liessen die sprichwörtliche Katze aus dem Sack und verrieten, wie sie sich die Strategie für die Zukunft im Alter vorstellen. Kurz zusammen - gefasst lautet sie: «Eine Institution – drei Standorte». Die Sachzwänge Wer sich die Zahlen anschaut, sieht, dass etwas geschehen muss. Seit 2016 machen die Alters- und Pflegeheime Glarus Süd Verlust, die Belegung an den Standorten Elm und Linthal war 2019 bei nur 73 Prozent – verständlich, dass kein Gewinn herausschauen kann, wenn mehr als ein Viertel der Pflegebetten nicht belegt ist. Gleichzeitig gehört Glarus zu jenen Kantonen, wo die höchste Zahl an wenig Pflegebedürftigen in Altersund Pflegeheimen ist. Sie könnten eigentlich noch zu Hause wohnen, was die Gesundheitskosten des Kantons senken würde. Aber würden sie durch die Spitex betreut, wäre die Auslastung noch schlechter. Hinzu kommen die Trends: Auch im Glarnerland gibt es zwar immer mehr ältere Leute, doch diese wollen, so lange es geht, in den eigenen vier Wänden gepflegt werden. Da immer mehr Wohnungen altersgerecht sind – also über zeitgemässe Nasszellen, einen barrierefreien Zugang und gute Isolation und Heizung verfügen –, ist das in Zukunft auch verstärkt möglich. Wie also können die Alters- und Pflegeheime Glarus Süd da noch konkurrenzfähig sein, insbesondere, da ihre stationären Angebote an den drei Standorten nahezu identisch sind? Schwerpunkte bilden Anstatt Betten abzubauen und Stand - orte zu schliessen, will man sich, so Dr. Rolf Hanimann und Mathias Vögeli, zu einer Institution zusammenschliessen, die an den drei Standorten eine breite, sich ergänzende Palette von Angeboten bereitstellt und im Netzwerk der ambulanten, intermediären und stationären Angebote eng zu - sammenarbeitet. Insbesondere sollen mehr Alterswohnungen geschaffen werden, weitere Angebote im be - treuten Wohnen und im Wohnen mit Dienstleistungen sowie eine spezielle Langzeitpflege, wie zum Beispiel eine Geronto-Psychiatrie. Alle Dienst leistungen kommen koordiniert aus einer Hand. Dazu arbeiten Spitex, Ärzte, Spitäler, die Physio - therapie sowie paramedizinische Angebote und die kantonalen Fachstellen eng zusammen, sodass im gesamten Areal der drei Standorte eine sinnvolle Entwicklung möglich wird, die sich ergänzt und nicht konkurrenziert. Heimvorteil nutzen Dazu sollen Langzeit-Pflegeplätze zu Wohnungsplätzen mit Dienstleis - tungen und/oder mit Heimvorteil entwickelt werden. Gleichzeitig bildet die Institution Alters- und Pflegeheime Glarus Süd an den drei Stand - orten verschiedene betriebliche Schwerpunkte. Schwanden soll – ausgehend von der jetzigen Stärke – zum Kompetenzzentrum für Pflege entwickelt werden. Schwanden ist das Zentrum der Institution, hier wird künftig auch die intermediäre Pflege angeboten. Das ist jene Pflege, wo Rückkehrer aus dem Spital gepflegt werden, bevor sie nach Hause gehen, oder wo jene tagsüber gepflegt werden, die abends von den Angehörigen zu Hause betreut werden. In Elm wird – zusammen mit der Spitex – ein Pflegekonzept entwickelt. (Fortsetzung auf Seite 8) Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 29. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 1. März 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag, 29. Febr./Sonntag, 1. März Dr.med. Dagmar Pillunat Jägerweg 22, Rapperswil-Jona Telefon 055 210 2171 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei - tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag, 29. Febr./Sonntag, 1. März Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 28. Februar, 16.00 Uhr, bis Freitag, 6. März, 16.00 Uhr Auto Eicher AG, Mollis

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