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10. Ausgabe 2020 (05. März 2020)

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10. Ausgabe 2020 (05. März

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.10 Donnerstag, 5. März 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 15 – 20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Wasser – ein Grundrecht für alle Jeder Mensch der Welt hat ein Recht auf Wasser, egal woher er kommt. Das ist deshalb logisch und auch lebenswichtig, weil wir Menschen ohne sauberes Trinkwasser nach drei Tagen sterben. Wir Schweizer und Glarner sind aber bedeutend anspruchsvoller. Wir sind es gewohnt, dass wir jederzeit ausreichend Wasser haben, welches sauber und trinkbar ist und welches uns über ein intaktes Leitungssystem bis in die Wohnung, in die Küche, ins Badezimmer und in den Waschkeller geliefert wird. Wasser ist im Glarnerland an den meisten Orten in Hülle und Fülle vorhanden, es kommt fast überall aus sauberen Quellen und das einfach gratis. Also ist es für manche Menschen vielleicht naheliegend, sich zu fragen, ob denn ein Lebensmittel wie Wasser nicht für alle gratis sein sollte. Ich persönlich bin überzeugt, dass Wasser nicht gratis sein sollte, ja sogar, dass es nicht gratis sein darf, weil die Menschen sonst zu verschwenderisch damit umgehen würden. Wenn die Menschheit nicht umsichtig genug mit dem für uns alle überlebenswichtigen Lebensmittel umgeht, wird es vielleicht bald nicht mehr selbstverständlich sein, genügend sauberes oder überhaupt noch genügend Trinkwasser zu haben. Doch wie viel darf und soll gutes Trinkwasser kosten? Derzeit kostet eine Flasche Elmer Mineral etwa gleich viel wie ein Kubikmeter Wasser aus der Leitung im Glarnerland – das ist also tausendmal so teuer. Bei uns ist Hahnenwasser also nach wie vor billig, auch wenn die Gebühren dafür steigen werden. Trotzdem finde ich es einen guten Gedanken, dort, wo Wasser sehr teuer ist, den Preis dafür zu verringern. Denn erstens gibt es in Drittweltländern viele arme Menschen, die sich das Wasser nicht mehr leisten können – auch deshalb, weil private Gesellschaften die Quellen besitzen. Zudem ist ein Brunnen ein Ort, wo den Menschen mit dem Wasser Leben gespendet wird. Er ist also auch für die Gemeinschaft ein wichtiger Ort. Deshalb finde ich es gut, dass wir im Glarnerland – zum Beispiel an Wanderwegen – überall wieder einen Brunnen finden, wo alle etwas trinken können, ohne dass man dafür bezahlen muss. Das sollte, finde ich, auch in Zukunft so bleiben, und Trinkbrunnen finde ich eines der schönsten Geschenke, das die Entwicklungshilfe in die ärmeren Länder bringen kann. ● Joshua Brian Gurtner Bruno Gallati, Gemeindevizepräsident der Gemeinde Glarus Nord und Ressortleiter Bau und Umwelt. Fürs Videostatement: Fridolin+ App downloaden, über dieses Foto halten und Button «Scannen» drücken. Das Spezielle an der Spezialfinanzierung Damit die Werte bleiben (Foto/Video: FJ) Das Informationsblatt, das die Haushalte 2019 in Glarus Nord mit der Abrechnung bekamen, begründet die höheren Gebühren für Wasser und Abwasser. Doch schon steht die nächste Gebührenerhöhung an. Der FRIDOLIN traf sich mit Gemeindevizepräsident Bruno Gallati, Ressortleiter Bau und Umwelt, und liess sich erklären, wie es dazu kommt. Spezialfinanzierung Rund 800 Millionen Franken beträgt der Wert aller Infrastrukturanlagen in Glarus Nord. Damit sie erhalten bleiben können und man sie am Ende der Lebensdauer wieder erneuern kann, muss die Gemeinde jährlich zwischen 1 und 2 Prozent des Gesamtwertes auf die Seite legen – also zwischen 8 und 16 Millionen Franken. Bei Strassen und Kunstbauten geschieht dies über Steuern. Doch zwei Drittel des Wertes aller Anlagen – nämlich jene 550 Millionen Franken für Wasser und Abwasser – werden über eine Spezial - finanzierung finanziert, d. h. über Grund- und Mengengebühren. «Derzeit konnten wir bei den Infrastrukturprojekten jener Anlagen, wo die Nutzung bereits eingeschränkt ist, weil sie starke Mängel haben, bereits mit Sanierung und Ersatz beginnen», sagt Bruno Gallati. «Derzeit planen wir, längerfristig auch jene Bauten zu sanieren oder zu ersetzen, welche mittlere Mängel aufweisen.» Zugzwang «Wäre es denn nicht möglich», so Joshua Gurtner *, «wenn man über die Steuern finanzierte und mit gewissen Leitungen für Wasser und Abwasser zuwartet?» Die Geschäfte seien, so Gallati, verhängt. «Wenn eine Strasse erneuert wird, so werden Wasser- und Abwasserleitungen ebenfalls erneuert. Zudem können auch Infrastrukturen mit mittleren Schäden schnell abbauen, sodass man sie bald ersetzen muss.» Derzeit steht die Gemeinde Glarus Nord vor dem Problem, dass alle drei Werke mit Spezialfinanzierungen, also Wasser, Abwasser und Abfall, ohne Gebührenanpassung nicht mehr ausreichend finanziert werden können. So steht, gemäss Gallati, beim Abwasser per 2021 eine weitere Gebührenerhöhung von 45 Prozent auf Grund- und Mengengebühr be - vor. Über die Erhöhung beim Wasser wird die Gemeindeversammlung noch befinden müssen, und auch beim Abfall – respektive bei dessen Entsorgung – berät der Gemeinderat über neue Gebühren. Hier sind es vor allem die Spezialabfuhren, also z. B. Grüngut oder Haushaltabfälle, wo bisher über die Grundgebühr finanziert wurde und wo man jetzt verursachergerechter abrechnen will. Ziel ist es, die Grundgebühr leicht zu reduzieren und dafür für Spezialabfuhren eine neue Gebühr zu er - heben. Nicht ganz unschuldig an der Lage ist die Zusammenführung der Gemeinden, wie Bruno Gallati im Videostatement zu diesem Bericht erklärt. Zudem nahm zu Beginn im 2011 die Gemeinde Glarus Nord beim Wasser und Abwasser etwa 15 Prozent weniger Gebühren ein als die ehe - maligen Gemeinden gesamthaft, was die Finanzierung dieser Werke nicht vereinfachte und zusätzlichen Nachholbedarf verursachte. Gerechtigkeit Das Ziel der Gemeinde ist es, bei allen Gebühren die Grundgebühr in einem vernünftigen Verhältnis zur Mengengebühr zu halten. «Wir gingen einst davon aus, dass die Grundgebühr rund ein Drittel der Kosten decken soll, während zwei Drittel über die Mengengebühr bezahlt werden sollen», so Bruno Gallati. «Das ist aber nicht immer so. Die Grund - gebühren sind vielfach im Verhältnis zu hoch.» Letztlich fallen zwar die Kosten so oder so an, doch mit realis - tischeren Mengengebühren wird stärker nach Verursacherprinzip berechnet. Wer mehr braucht, bezahlt auch mehr. «Wir wollen gerechte Grundlagen schaffen», sagt Bruno Gallati. Die Gemeinde steht also vor Herausforderungen im Gebühren bereich, aber – und das dürfte für alle Bürgerinnen und Bürger von Glarus Nord ein Trost sein – mit dem Gebührengeld werden die Werte der Infrastrukturen erhalten, sodass auch die nächsten Generationen auf ein funktionierendes Wasser-, Ab wasser- und Abfallentsorgungs - system bauen können. ● FJ/Joshua Gurtner * Gemeindevizepräsident Bruno Gallati staunte nicht schlecht, als gleich zwei Journalisten vom FRIDOLIN zu ihm kamen. Beim Gespräch mit dabei war der 14-jährige Joshua Gurtner, der als Praktikant und Jungjournalist jene Fragen stellte, welche ihn als jungen Glarus-Nördler bewegen. Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 7. März 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 8. März 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 7. /8. März Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 7. /8. März Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 6. März, 16.00 Uhr, bis Freitag, 13. März, 16.00 Uhr Freihof-Garage AG, Koller, Näfels Ihr Küchenprofi 8867 Niederurnen 055 610 27 33 www.schlittler-kuechen.ch Küchenstudio Ziegelbrückstr. 48, 8867 Niederurnen

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