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11. Ausgabe 2019 (14. März 2019)

11. Ausgabe 2019 (14. März

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.11 Donnerstag, 14. März 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 22–24 39 Fenster? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Mobil sein Was Mobilität bedeutet, erkennen viele erst, wenn sie ihnen abhandenkommt: Senioren, denen die Fahrerlaubnis nach einem ärztlichen Gutachten entzogen wird, oder Verkehrssünder, welche die Regeln missachten und den Führerschein selbstverschuldet abgeben müssen. Doch auch sie können den ÖV benutzen, Fahrdienste in Anspruch nehmen oder mit dem Velo und zu Fuss unterwegs sein. Ob selbst am Steuer oder nicht, wir leben hier - zulande in einem Mobilitätsüberfluss, wie er weltweit einzigartig ist. Alles bewegt sich, zu Land, zu Wasser und in der Luft. Wer sparsam ist, geht zu Fuss oder mit dem normalen Velo. Wer bereit ist, die Ticketpreise zu bezahlen, wählt den ÖV. Auf dem Automarkt gibt es für jedes Bedürfnis und Budget ein Modell. Dank Leasing- und Kreditverträgen bekommt jeder, der möchte, ein Auto, derweil im Bundeshaus die Kredite für den Ausbau von Autobahnen und Strassentunnels gutgeheissen werden. Mobilität auf den Strassen ist wohl die Nummer eins. Noch. Was sich derzeit am Himmel abspielt, lässt erahnen, dass der Flugverkehr in absehbarer Zeit den Strassen- und Schienenverkehr ablösen wird. Die Transport- und Personenflüge heben im Minutentakt ab, Flug - verkehrsleute sind im Dauereinsatz. Und der Flugverkehr soll noch wachsen. Wer es eilig hat, nimmt schon heute den Heli oder den Privatjet. Sportgrössen besitzen Privatflugzeuge, was ihnen gegönnt sei. Ob es wirklich notwendig ist, ist Ansichtssache. Nun ja: Zeit ist Geld, und Geld ist im Überfluss vorhanden. Das Fussvolk jedoch, freiwillig oder nicht, bewegt sich in gemächlicherem Tempo und kommt doch ans Ziel. Vielleicht etwas später, dafür umso entspannter. Die Erfahrung zeigt, dass zu viel Tempo Gefahren birgt. Massenkarambolagen auf Schnellstrassen häufen sich, genauso wie Zug- und Flugverspätungen. Im Stau stehend, kommen viele nicht zur Ruhe, ihre Zeit ist kostbar, die Blockade unumgänglich, die Mobilität ein - geschränkt. Was eine mobile Einschränkung bedeutet, wissen Menschen mit körperlicher Be - einträchtigung. Sie sind auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen, wenn sie sich fort - bewegen möchten. Ein Grund mehr, sich über die mobile Entwicklung ein paar Gedanken zu machen. ● zim Von links oben im Uhrzeigersinn: Glarner Regierung in Pius Holdeners Pferdekutsche; Hans Röschmann (ganz links), Grossvater des heutigen Inhabers – er übernahm die Glarner Garage 1924 –; Zukunft am Glarner Himmel – der neue kopter –; TGV Lyria auf Wolke 7. (Fotos: Archiv FRIDOLIN/Archiv Garage Röschmann/SBB) Unterwegs im Glarnerland Mobilität – gestern und heute Ob zu Fuss, zu Pferd oder mit einem fahrbaren Untersatz; mobil zu sein, war schon immer ein Grundbedürfnis. Das ist auch heute noch so – obwohl sich die Mobilitätsbedürfnisse rasant verändern. Mit dem FRIDOLIN auf dem Streifzug von der mobilen Vergangenheit in die Gegenwart. Schon unsere Grossväter und Ur - gross väter konnten am Genfer Auto- Salon die neuesten Automodelle bewundern. Und kaum waren diese Autos dort vorgestellt, wie etwa 1926 der Schweizer Tourenwagen Martini- Six, konnten sie beim schwersten Berg rennen Europas am Klausenpass die Siege der neu entwickelten Schweizer Fahrzeuge bejubeln. Doch kaum einer von ihnen hätte auch nur davon geträumt, selber ein Auto oder ein Motorrad zu besitzen – wohl nicht einmal der Garagenbesitzer selbst. Wenn ein Schwander Familienvater und seine Söhne nach Engi in den Landesplattenberg oder in die Textilfabrik zur Arbeit gingen, so taten sie das zu Fuss und brauchten pro Weg jeweils fast zwei Stunden. Nach Linthal ging es mit dem Zug und ab September 1905 fuhr die Bahn auch ins Sernftal. Wenn man ein Schulhaus baute, brachten die Fuhrhalter die Steine mit dem Pferdefuhrwerk für 45Rappen pro Kubikmeter heran, und wer seine Schuhe wieder besohlen lassen musste, bezahlte 20 Rappen. Mit der Eisenbahn kam man in nützlicher Frist nach Zürich oder Chur, auch erste Camionetten und Busse verkehrten bereits – doch all das nutzte man noch nicht in dem inten - siven Masse, wie wir dies heute tun. Verkehrswege Das Schienen-, Strassen- und Wegnetz verlief schon damals vielerorts auf dem Trassee, wie wir es heute noch kennen. Schon die Landsgemeinde 1835 beschloss Gelder für die neuen Strassen nach Bilten, von Linthal ins Tierfehd, von Matt nach Elm und von Nidfurn über Leuggelbach nach Hätzingen und auf den Kerenzerberg. Damals gehörten die Strassen noch den Gemeinden; erst nach der Gründung des Bundesstaates 1848 kamen sie unter kantonale Hoheit. Noch heute kann man – wenn man Lust hat – Teile des alten Landesfussweges begehen oder mit dem Velo befahren. Und trotzdem hat sich seit damals fast alles verändert. 36,8 Kilometer legt jede Person heute täglich zurück – eine Zahl, die seit den Neunzigerjahren kontinuierlich zunimmt. 78 Prozent aller Haushalte besitzen Autos, 65 Prozent haben Velos und 57 Prozent haben ÖV-Abos. Von den ein - einhalb Stunden, die man heute täglich im Schnitt unterwegs ist, ent fallen 13,2 Minuten auf den Einkauf, 17,3 Minuten auf die Arbeit und 45,2 Minuten auf die Freizeit. Vorreiterrolle Dabei nimmt das Glarnerland – in ganz verschiedenen Aspekten – eine Vorreiterrolle ein. Einerseits im wörtlichen Sinn, wo Pferde vorgespannt werden. Noch immer werden in Braunwald die Gäste mit der Pferdekutsche gefahren; deren Emissionen sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Auch die Glarner Regierung setzt ein Zeichen, wenn sie sich jeweils an die Näfelser Fahrt kutschieren lässt. Aber auch im übertragenen Sinn: Die Bahnstrecke ins Glarnerland wurde von den SBB modernisiert, die Anschlüsse sind stabil und an einigen Bahnhöfen finden Reisende Sharing-Autos für die Weiterfahrt. Von Heussi in Linthal und Steiger in Elm bis zu Weber in Bilten versorgt ein ganzes Netz von Garagen, welche teilweise seit Generationen die Ortsbilder prägen, das Glarnerland mit modernen, emissionsarmen Fahrzeugen. Darunter auch eine steigende Zahl von Elektrofahrzeugen, welche man mit selbstproduziertem Strom laden kann. Eine Reihe von Bikeshops liefert zweirädrige Tretmaschinen, mit denen man durch Berg und Tal kommt. Auch sie fahren, auf Wunsch, mit Strom und verfügen, dank Handy - anschluss, auch über ein Navigationssystem. Schon bald werden autonome Fahrzeuge einen von zu Hause ab - holen können – doch das ist noch Zukunftsmusik. Aber um die Verkehrswege noch effizienter nutzen zu können, werden diese laufend verbessert und ausgebaut. Dass das Glarnerland auch in der Luftfahrt heute zu den Pionieren gehört, verdankt es kopter mit ihrem neuen Helikopter. Wie zu Grossvaters Zeiten kann man auch heute noch zu Fuss gehen. Ein kleiner Überblick der Neuheiten vom Genfer Auto-Salon ist auf Seiten 42 und 43 in diesem FRIDOLIN abgebildet. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 16. März 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 17. März 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 16./17. März Dr. med. Sylvia Link Bahnhofstrasse 5, Wädenswil Telefon 044 780 84 44 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 16./17. März Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! New KIA PROCEED

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