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12. Ausgabe 2020 (19. März 2020)

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Donnerstag, 19. März 2020 | Seite 14 Historischer Verein Die Glarner Verfassungsrevolution von 1836 Alfonso Hophan stellte in einem fesselnden Vortrag vor dem Historischen Verein die bisher vermisste katholische Sicht betreffend die «Entmachtung» des einst selbstständigen katholischen Landesteils auch mit juristischem Blick vor. Gewerbeverband des Kantons Glarus/Kanton Glarus Bildung und Kultur Information für Lehrbetriebe Der Bundesrat teilte mit, dass der Präsenzunterricht an den obligato rischen Schulen, an der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe untersagt ist. Der Bericht zum Staatsvertrag von Balthasar Hauser. Alfonso Hophan stützte sich unter anderem auf die Handschrift des Näfelser Lehrers Balthasar Hauser, der Zeuge und Mitbetroffener der vor allem seinen katholischen Heimatort hart treffenden liberalen Kantonsverfassung war. Diese hatte der liberale Vordenker Johann Philipp Ludwig Snell als «unstreitig, in mehr als einer Beziehung, die vollkommenste aller schweizerischen Demokratien» bezeichnet. Hauser dagegen wertet sie in seiner «Zernichtung der katholischen Staatsverfassung im Canton Glarus im denkwürdigen Jahre 1837» anders. Er schildert die Ereignisse rund um deren Erlass, die in der militärischen Besetzung von Näfels gipfelten und öffnet damit den bisher in der Geschichtsschreibung vermissten Blick der Katholiken: «Jezt sollte das alte fundamentale System aus Hass u Rachsucht in Thrümmer fallen, u eine neüe Constetution soll die Katholicken niederschlagen, u unter dem Joch der Prodostanten politisch verschmachten. Solche Ungerechtigkeiten fördert der unselige Zeitgeist des Radicalismus.» Hophan setzt sich in seiner mit summa cum laude bewerteten juristischen Masterarbeit mit der Rechtmässigkeit der Aufhebung und mit den zwischen den Konfessionen von 1532 bis 1683 ausgehandelten und bis 1836 geltenden Landesverträgen auseinander. Er zeigt dabei juristische Schwierig - keiten auf zwischen dem Grundsatz, «die Minderheit füge sich der Mehrheit», und dem Prinzip, «Verträge dürfen nicht einseitig geändert werden». Der Landsgemeinde sei hin - gegen nach ihrem ursprünglich körperschaftlichen Verständnis quasi Allmacht zugekommen, sodass sie sich über geltendes Vertragsrecht hinwegsetzte, also willkürlich handelte, handeln konnte, weil sie als über dem Gesetz stehend verstanden wurde. Politische Zweiteilung des Glarnerlandes Die konfessionelle Zweiteilung des Glarnerlandes begründe die Geografie mit. Die «Walenseepforte» musste für die Öffnung nach Osten und Süden im Einflussbereich der Innern Orte bleiben – weshalb die Vogtei Gaster (zwangsweise) sowie Oberurnen und Näfels altgläubig bleiben konnten, hatten sie doch den stärkeren Teil der eidgenössischen Stände auf ihrer Seite; dass dies im Land selbst um - gekehrt war, verhinderte eine konfessionelle Trennung wie in Appenzell. Dazu gab es zwar einen Vorschlag: entlang von Löntsch und Linth, der jedoch die rund 80 Prozent Reformierten quasi eingeschlossen hätte. Nach der Rückkehr zur alten Ordnung nach Helvetik und Mediation sagte die Verfassungs-Urkunde von 1814: «In allem bleibt es bey unseren wohlgebrachten Übungen, Landes-Gesetzen und Landes-Verträgen.» Diese galten den Altgläubigen als unverletzlich; sie hätten, wie die Väter, das Brechen eines geschworenen Vertrags als unmöglich erachtet. Mit der Juli-Revolution von 1830 wurde die Schweiz von einem revolutionären Fieber erfasst. Naturrecht - liche Forderungen wie Volkssouveränität und Rechtsgleichheit wurden zum Wort der Stunde. Die Tagsatzung beschloss, «dass es jedem Stande Kraft seiner Souveränität frei stehe, die von ihm nothwendig und zweckmässig erachteten Abänderungen in der Kantonsverfassung vorzunehmen», und sie werde sich diesbezüglich nicht einmischen. Die Revolutionsbegeisterung wurde im Glarnerland, in dem die Volkssouveränität ja weitestgehend verwirklicht war, vorerst zurückhaltend aufgenommen. Zwar schrieb der reformierte Pfarrer Aebli anonym, dass «auch der Glarner dem Geiste des Lichts, der Vernunft, seine Hände zu bieten» wünsche, und die Glarner Zeitung fragte provokativ: «Wer nur dem lieben Alten traut, dem Zeitgeist keine Hütten baut, und nichts für seine Enkel thut, meint’s der mit seinem Lande gut?», doch blieb die Stimmung noch eher konservativ. Die Reformierten neigten mehr als die Katholiken dem Liberalismus zu, jedoch nicht überall – die katholischen Stände Solothurn, St. Gallen waren liberal / die reformierte Stadt Basel konservativ. Dennoch konfessiona - lisierte sich die Auseinandersetzung, und dies vor allem im Glarnerland mit seiner konfessionell geprägten politischen Organisation. Seit jeher gesetzgebend: die Glarner Landsgemeinde. (Fotos: zvg) Hergang der Ereignisse Das politische System im Glarnerland war komplex: zwei konfessionelle Landsgemeinden und danach eine gemeinsame. Die letztere sei die «souveräne oberste Gewalt», könne alles ändern – meinten die Liberalen resp. die Reformierten. Dem widersprachen die Konservativen resp. die Katholiken: Die Landesverträge «können einzig und allein nach rechtlichem und bis anhin verfolgten Verfahren durch die freie Zustimmung beider konfessionellen Landesteile geschehen». Sie seien «jedoch nicht abgeneigt, unsern vertragsmässigen Rechten ohnbeschadet, Wünsche und Begehren anzuhören». Am 29. Mai 1836 hatte der katholische Landammann Franz Müller die Landsgemeinde zu leiten und bestätigte, dass das «katholische Volk» (11,5% der Einwohner) bereit sei, eine Verfassungsrevision vorzunehmen, aber nur «den Verträgen unbeschadet». Die Memorialsanträge auf Total revision der Verfassung und Aufhebung der Landesverträge zur Abstimmung zu bringen, brachte er nicht über sich. Landesstatthalter Blumer tat es, und die Revision wurde beschlossen. Es kommentierten die Glarner Zeitung: «Ruhm und Ehre dem Glarnervolke!», und Hauser: «Musste nicht jedem redlichen Katholicken das Herz bluten, dieser gränzenlosen Ungerechtigkeit?» Da diese damit als Minderheit über - gangen worden waren, nicht mehr als Vertragspartner galten, riefen sie die Tagsatzung um Schutz an. Zitate aus den folgenden Kreisschreiben beider Konfessionen belegten die gegensätzlichen Haltungen zu diesem Entscheid. – Die Tagsatzung lehnte es aber ab, die katholische Vertretung anzuhören, da jedem Stand nur eine Stimme zustehe. Johann Jakob Escher vom Glas schrieb dazu vorsichtig: Es sei «sehr erklärlich, dass die reformierte Mehrheit jene frühere Ver - fassung nicht mehr ertrug, wenn auch vielleicht die Form, wie die Neuerung entgegen alten Verträgen durchgeführt wurde, dem strengen Rechte nicht entsprach»; also doch nahe einer «Revolution»! Am 2. Oktober 1836 stimmt die Landsgemeinde nach zwei wegen des Wetters verschobenen Landsgemeinden, aber erneut bei strömendem Regen, der «in jeder Hinsicht ge - rechten Verfassung» einhellig zu. Sie wurde im Juli 1837 von der Tagsatzung genehmigt – mit 12 Stimmen von 22 und eine davon von Glarus ... Am 9. Juli 1837 stimmte die ausserordentliche Landsgemeinde 14 «organischen» (Ausführungs-)Gesetzen zu. Näfels und Oberurnen verweigerten die von der neuen Verfassung vor - gesehenen Wahlen. Unter massivem Druck – Androhung einer militärischen Intervention durch Glarner Kontingente sowie die angerufenen Stände Zürich und St. Gallen – beugten sie sich, nahmen die Wahlen vor, wurden aber trotzdem mit militärischer Besetzung bestraft, wenigstens ohne Einsatz der Waffen. Grundfrage, Diskussion Die Grundfrage – kann eine Mehrheit einseitig Vertragsverhältnisse auf - heben, oder kommt der Vorrang dem Vertragsrecht zu respektive der Demokratie oder dem Rechtsstaat? – bleibt, so Hophan, weiterhin zu beantworten. Er schloss sein aus - gezeichnetes Referat mit Zitaten verschiedener damaliger Politiker, so auch von Landammann Cosmus Blumer: «Früher oder später wird alles auf die Frage zurückgeführt: Haben wir das Recht zu tun, was wir wollen, oder kann jede Veränderung bloss auf dem Wege der Unterhandlung erzielt werden?» – Mit oder ohne Recht: Sie hatten getan, was sie wollten. In der rege genutzten und engagierten Diskussion wurde ausgeführt: Das alte Glarus sei eine Art kleine Schweiz gewesen, ähnlich einem Staatenbunde mit den Teilstaaten reformierter / katholischer Landesteil, der späteren Situation des Südtirols vergleichbar; der Verfassungskampf habe ohne Blutvergiessen den Sonderbundskrieg vorweggenommen; die dringende Modernisierung der Kantonsstruktur rechtfertige das Vor - gehen; das Angebot wahrzunehmen, die Änderung vertragsmässiger Rechte miteinander zu besprechen, hätte zwar zu einem nicht einzuschätzenden Ergebnis geführt, bedauerlich, dass es nicht versucht wurde; Schindler, der vor Mit- und Nachwelt als gerecht gelten wollte, hätte alle versöhnlichen Möglichkeiten suchen müssen, ehe er zur Revolution schritt; das Vorgehen wäre nach dem Sonderbundskrieg kaum mehr möglich gewesen, der gesamteidgenössische Kulturkampf hätte die innerglarne - rischen Verhältnisse mit der Klosterund Jesuitenfrage vermischt, und es wäre wohl nicht mehr gleich glimpflich verlaufen; die politische Einheit habe zum Zusammenwachsen des Kantons beigetragen; die Auseinandersetzung sei dem parallel laufenden Stadt-Land-Streit in Basel vergleichbar (dort konservativ / liberal). Hingewiesen wurde zudem auf die Auseinandersetzungen bezüglich des geforderten, ab 1836 wieder gemein - samen Begehens der Näfelser Fahrt, die den Streit ebenfalls anheizte, und dass der grosse Brand von Glarus 1861 das Zusammenstehen förderte. ● Josef Schwitter Lernende mit Berufsfachschule im Kanton Glarus Aus diesem Grund müssen auch alle Berufsfachschulen im Kanton Glarus seit Montag, 16. März, den Präsenzunterricht bis zu den Frühlingsferien einstellen. An den jeweiligen Schul - tagen werden die Lernenden von den Berufsfachschulen mit Unterrichtsund Übungsmaterial beliefert. Am Schultag stehen die Lernenden daher den Betrieben weiterhin nicht für Arbeitsleistung zur Verfügung. Allerdings kann es nützlich sein, wenn die Lernenden dieses Selbststudium im Betrieb absolvieren dürfen, sofern ein entsprechender PC-Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Alternativ machen die Lernenden dies von zu Hause aus. Konkrete Umsetzungsfragen beantwortet die jeweilige Berufsfachschule. Lernende mit Berufsfachschule in anderen Kantonen Auch Berufsfachschulen in anderen Kantonen müssen vom 16. März bis 4. April 2020 auf Präsenzunterricht verzichten. Auch dort wird wahrscheinlich auf Fernunterricht umgestellt, nach dem oben beschriebenen Prinzip. Konkrete Umsetzungsfragen beantwortet die jeweilige Berufsfachschule. Qualifikationsverfahren 2020 Bis jetzt sind keine Terminverschiebungen für die Qualifikationsverfahren geplant. Für die Vorbereitung und Durchführung werden Sonderlösungen geprüft und bei Bedarf separat kommuniziert. Die Lernenden werden von den Berufsfachschulen bestmöglich in der Vorbereitung unterstützt. Überbetriebliche Kurse Ebenfalls betroffen sind die überbetrieblichen Kurse (üK), das heisst, es findet auch dort seit Montag Präsenzunterricht statt. Die Prüfung alternativer Kursmöglichkeiten und die konkrete Umsetzung liegen in der Zuständigkeit der entsprechenden üK-Institution. Dies wird aber in den meisten Berufen naheliegenderweise nicht möglich sein. Die Lernenden stehen also stattdessen den Betrieben für Arbeitsleistung zur Verfügung. Die üK sind nachzuholen. Die üK- Institution wird die Betriebe direkt informieren. Die Lernenden werden durch den Lehrbetrieb, die Schule und den üK informiert. Bei Fragen sich primär an die Schule oder üK wenden. ● pd. Weitere Informationen auch unter www.gl.ch, resp. www.gl.ch/coronavirus. Autobetrieb Sernftal AG Massnahmen «Hygiene» Gemäss Anordnung des Bundesamtes für Gesundheit muss der öffentliche Verkehr auch während einer Epidemie oder Pandemie aufrechterhalten bleiben, da Angebotsreduktionen im öffentlichen Verkehr gravierende Konsequenzen in verschiedenen Lebens- und Wirtschaftsbereichen hätten. Die Autobetrieb Sernftal AG setzt daher per sofort die vom Bundesamt für Verkehr angeordneten Massnahmen um. Für die Fahrgäste sind einige Einschränkungen leider nicht vermeidbar. Im Einzelnen sind dies folgende Punkte: • In den Fahrzeugen der Autobetrieb Sernftal AG werden durch das Fahrpersonal bis auf weiteres keine Billette mehr verkauft. • Die vordere Tür bleibt bei allen Bussen geschlossen. • Der Bereich hinter bzw. neben dem Fahrpersonal wird abgesperrt. Die Kundinnen und Kunden werden gebeten, ihre Billette im Voraus ent - weder online über www.sbb.ch, der SBB-App, der FAIRTIQ-App oder am Automaten am Bahnhof Schwanden oder an allen anderen Bahnhöfen zu kaufen. Anstatt Einzelfahrkarten lohnt sich der Kauf von Mehrfahrtenkarten zum Abstempeln. Billettschalter Engi-Vorderdorf Für jene Kundinnen und Kunden, die keine Möglichkeit haben, ihre Billette online zu kaufen, bietet die Auto - betrieb Sernftal AG seit Montag, 16. März, vorübergehend eine weitere Möglichkeit an: Während der Büro - öffnungszeiten der Direktion können Fahrkarten des Tarifverbunds am Schalter in Engi-Vorderdorf bezogen werden (Eingang Wartsaal). Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 08.00 bis11.30 und 13.30 bis16.00 Uhr. Auf Anordnung des Bundesamts für Verkehr (BAV) können bis auf weiteres keine Extrafahrten, Shuttlefahrten, Verstärkerfahrten durchgeführt oder Skibusse eingesetzt werden. Die Autobetrieb Sernftal AG setzt dies um, hält den Betrieb aber auf den regulären Linien 541 Schwanden – Elm, 542 Schwanden – Schwändi, 543 Schwanden – Sool und 736 Schwanden – Linthal weiter aufrecht. Die Schulbusse verkehren zunächst ebenfalls weiter. Die Autobetrieb Sernftal AG dankt den Fahrgästen für ihr Verständnis in dieser besonderen Situation. ● pd. PRO SENECTUTE GLARUS Unterstützungsbedürftige haben Priorität Trotz der akuten Coronavirus-Situation wird die Geschäftsstelle von PRO SENECTUTE GLARUS den Betrieb zu den üblichen Geschäftszeiten aufrecht - erhalten und sämtliche Anliegen von Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörigen und Bezugspersonen entgegennehmen und bearbeiten. Der Reinigungsdienst wird unter strikter Einhaltung der BAG-Mass - nahmen weitergeführt. Kundinnen und Kunden können zudem von einem kostenlosen Einkaufs-, Post-, Medikamentenservice profitieren. Alle Angebote in den Bereichen Kurse, Kultur, Sport, Freizeitaktivi - täten und Treffs usw. werden mindes - tens bis Ende April ausgesetzt. Ältere Menschen, welche aufgrund der einschränkenden Massnahmen Probleme mit dem Einkauf von frischen Lebensmitteln, Getränken oder Medikamenten haben, können sich telefonisch an die Geschäftsstelle wenden (Telefon 055 645 60 20). PRO SENECTUTE GLARUS ist bestrebt, praktikable Lösungen zu finden. ● pd. PRO SENECTUTE GLARUS, Gerichtshausstrasse 10, Postfach 655, 8750 Glarus, Telefon 055 645 60 20, E-Mail: info@gl.pro enectute.ch oder www.gl.pro-senectute.ch.

STELLENANGEBOTE Donnerstag, 19. März 2020 | Seite 15 Lehrstellenangebot 2020 Wenn Sie gerne etwas dazuverdienen, frühmorgens arbeiten und ein eigenes Auto besitzen, haben wir eine passende Stelle für Sie. Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung zuverlässige, selbstständige und ortskundige Verträgerinnen/Verträger für folgende Ortschaften: Mitlödi, Schwanden, Schwändi, Sool, Weesen, Amden, Reichenburg, Schänis, Kaltbrunn, Benken ALOJOB sucht stunden- und tageweise Arbeit für Erwerbslose und Ausgesteuerte. Telefon 055 64418 84 Interview mit Patrick Faoro Ein GEC-Pionier tritt zurück Vor etwas mehr als zwei Wochen beendete der GEC seine Saison mit dem Ligaerhalt. Patrick Faoro – 20 Jahre Trainer beim GEC. Mit grossen Ambitionen gestartet, entwickelte sich die Spielzeit zu einem Spiessrutenlauf der unangenehmsten Art. Niederlagen und Verletzungen bestimmten die Art des Abschneidens. Erst gegen Ende dieser zähen Prüfung konnten die Glarner ihre Klasse zeigen und überzeugten in mehreren Spielen hintereinander. Da man die Klasse halten konnte, startet die 1. Mannschaft auch nächste Saison in der 3. Liga. Nicht mehr dabei sein wird Trainer Patrick Faoro, welcher mit seiner leidenschaftlichen Art diesen Verein prägte. Sagenhafte 20 Jahre lang stand die Trainerikone auf verschiedenen Stufen an der Bande des GEC. Höchste Zeit, dem «Arno del Curto des Zigerschlitzes» auf den Zahn zu fühlen. Fabio Lutz führte mit ihm ein Interview. Am 29. Februar, um 22.20 Uhr, erklang vorerst zum letzten Mal die Sirene mit Ihnen als Trainer an der Bande. Welches Gefühl hatten Sie da? Es war grundsätzlich ein schönes Gefühl. Ich fühlte mich erleichtert. Erleichtert für mich und die Jungs. Wir hatten nicht in die Abstiegsrunde gehört. Weshalb hatte es aus Ihrer Sicht so weit kommen können? Das ist schwierig zu sagen. Es hatte verschiedene Gründe. Wir konnten viele Male nicht komplett trainieren und auch an den Spielen fehlten oft wichtige Spieler. Dies war zum einen vielen Verletzungen geschuldet, aber auch der Prioritätensetzung der Jungs. Auf jeden Fall war es unter diesem Umstand schwierig, ein gewisses Niveau zu erreichen. Als wir dann einige Male nacheinander unglücklich verloren, gerieten wir in einen Negativstrudel. Projektleiter Sanitär 100% Zur Unterstützung unserer Geschäftsleitung suchen wir einen dynamischen, verantwortungs bewussten und team fähigen Projektleiter. Wir freuen uns über Ihre komplette Bewerbung. Popp Sanitär AG, Eichwiesstrasse 9, 8630 Rüti info@poppsanitaer.ch (Foto: Lukas Landolt) Das waren die Negativpunkte. Was war für Sie positiv? Da möchte ich das Team und seinen Zusammenhalt unterstreichen. Das waren auch die Hauptgründe, weshalb wir jetzt da stehen, wo wir sind. Es hat jeder bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir die Liga halten können, und so waren wir in der Lage, unser Potenzial gegen Ende der Saison abzurufen. Ebenfalls war es ein richtiger und wichtiger Schritt, Junioren ein - zubauen. Sie bringen Drive und eine unbekümmerte Art aufs Eis. Das fördert den Konkurrenzkampf. Als wir beispielsweise in Biasca die Cup- Partie spielten, hatten alle sechs eingesetzten Junioren massgeblichen Anteil an unserem Weiterkommen. 20 Jahre als Trainer beim GEC. Wenn Sie auf diese unglaublich lange Zeit zurückschauen, was nehmen Sie davon mit? (Schmunzelt) Hoppla, das ist natürlich sehr viel. Bleiben werden die vielen Bekannt- und Freundschaften mit Spielern, Eltern und Fans. Ich wage zu behaupten, dass wir über all die Jahre wie eine grosse Familie zusammengewachsen sind. So hatte ich bei meinen Anfängen auf Stufe Piccolo bis zu den Novizen immer mit den gleichen Spielern gearbeitet, welche zum Schluss sogar noch in der 1.Mannschaft unter mir aufliefen. Das hat mir grosse Freude bereitet. Ein weiteres Highlight war die Über - dachung des Eisfeldes der GLKB Arena, wo ich drei Jahre mitarbeitete. Sie hat dem GEC enormen Schub verliehen. Speziell aus dieser Saison möchte ich das Cup-Spiel gegen den EHC Wetzikon aus der 1. Liga erwähnen. Es war für meine Spieler und auch für mich eine sehr spezielle Affiche, auch wenn wir am Schluss chancenlos waren. Mir kommt spontan noch mehr in den Sinn, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Gibt es auch eine lustige Anekdote? Auch hier könnte man ausschweifen. (Lacht laut) Begebenheiten aus Trainingslagern, Turnieren oder Abschlussweekends möchte ich nicht preisgeben. Aber ich bin ja bekannt für meine Sprüche in der Garderobe und dafür, mehrmals den gleichen Namen in meiner Aufstellung auf - zuzählen. Die lustige Anekdote bin wohl ich selbst. Sie werden die Taktiktafel bis auf Weiteres in die Ecke stellen und nicht mehr als Trainer tätig sein. Wie stellt man sich Patrick Faoro ohne Hockey vor? Stopp! Ich werde zwar nicht mehr als Trainer amten, aber weiter bei den Senioren und ab und zu bei einer Plauschmannschaft als Feldspieler auflaufen. Sonst werde ich im kommenden Sommer vermehrt Tennis spielen, jassen und Zeit mit meiner Freundin verbringen. Ich denke, es wird mir nicht langweilig. Falls doch, kann ich immer noch die Spiele meiner ehemaligen GEC-Jungs schauen gehen. Danke für dieses Interview und Ihre Arbeit beim GEC. ● Fabio Lutz Diese Tätigkeit beinhaltet das wöchentliche Vertragen unserer Regionalzeitung FRIDOLIN und diverser Drucksachen. Deutsch in Wort und Schrift erwünscht. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen (per Post oder E-Mail) an: priska.duerst@fridolin.ch Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Priska Dürst gerne von Montag bis Mittwoch Mittag zur Verfügung. Fridolin Druck und Medien Walter Feldmann AG Hauptstrasse 2 • CH-8762 Schwanden Telefon 055 64747 82 (Montag bis Mittwoch) Ingenieurbüro für Planung, Hoch- und Tiefbau Wir suchen je eine/einen Zeichner/-in Fachrichtung Ingenieurbau Zur Erstellung von Schalungs- und Bewehrungsplänen Zeichner/-in Fachrichtung Ingenieurbau Für die Planbearbeitung von Projekten im allgemeinen Tiefbau Weitere Informationen unter: www.tbfmartiag.ch Kantonales J+S-Skirennen in Elm Meisterin und Meister erkoren Die J+S-Meisterin und der J+S-Meister des Kantons Glarus sind erkoren. Am Mittwoch, 11. März, fand das traditionelle J+S-Skirennen in Elm statt. Tagessiegerin Laura Bäbler. Lanciert wurde das Rennen durch die Fachstelle Sport des Kantons Glarus. Die Vreni-Schneider-Ski- und -Rennschule sorgte dank einer tadellosen Organisation und einer – trotz schwierigen Wetterverhältnissen – hervor - ragenden Piste für ein tolles Rennen. Mit rund 80 Teilnehmenden wurden die Erwartungen der Organisatoren erfüllt. Erfreulich zu beobachten, mit welchem Eifer und Können selbst die (Foto: zvg) Jüngsten, mit Jahrgang 2015, diese anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour bewältigten. Zur J+S-Meisterin wurde mit der Laufbestzeit der Mädchen mit 25,79 Sekunden Laura Bäbler aus Linthal erkoren. Tagessieger bei den Knaben wurde mit einer Zeit von 25,51 Sekunden Florian Fässler. ● Ruedi Jenni Ranglisten unter www.gl.ch/verwaltung/ bildung-und-kultur/volksschule-und-sport/ sport/jugendsport.html/598.