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17. Ausgabe 2020 (23. APRIL 2020)

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Donnerstag, 23. April 2020 | Seite 6 Aus dem Regierungsrat Zeugnis der Volksschule. (Foto: © Departement Bildung und Kultur) Coronavirus-Pandemie: Regierungsrat passt Promotionsverordnung an Angesichts der Coronavirus-Pan - demie sind Ausnahmeregelungen für die Promotion im Bereich der Volksschule erlassen und Empfehlungen an die Gemeinden und Lehrpersonen erarbeitet worden. Das Schuljahr gilt trotz Einschränkungen wie Fernunterricht als vollwertig. Eine Flut von schriftlichen Prüfungen wird den Schülern erspart, dafür haben die Lehrer bei der Beurteilung einen grösseren Ermessensspielraum. «... werden am Ende des Schuljahres 2019/2020 Jahreszeugnisse ausgestellt. Das Zeugnis wird mit dem Hinweis versehen, dass im zweiten Semester nur eingeschränkt Präsenzunterricht stattgefunden hat.» So lautet die Sonderbestimmung während der Coronavirus-Pandemie, welche der Regierungsrat nun verabschiedet hat. Nachdem als Folge der Coronavirus- Pandemie in der Volksschule der Präsenzunterricht per 16. März 2020 eingestellt worden war, hat sich die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) auf folgende Grundsätze geeinigt: • Vollwertiges Schuljahr: Das Schuljahr 2019/2020 gilt als vollwertiges Schuljahr, unabhängig davon, wie lange kein Präsenzunterricht stattfindet. • Zeugnisse mit Vermerk: Am Ende des Schuljahres 2019/2020 werden Zeugnisse ausgestellt. Es soll in diesem Zeugnis vermerkt werden, dass während einem Teil des Schuljahres kein Präsenzunterricht stattgefunden hat. • Kantonale Promotionsregelungen: Die Kantone erlassen bis spätestens Ende April 2020 angepasste Bestimmungen für die Ausgestaltung der Zeugnisse sowie für die Promotionsbestimmungen für den Übertritt von der Primarschule in die Sekundarstufe I sowie für den Übertritt von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II. Das Departement Bildung und Kultur hat nun für die Phase des Fernunterrichts ab dem 16. März 2020 bis zum Ende des laufenden Semesters zuhanden der Gemeinden folgende Handlungsanweisungen aufgestellt: • Keine schriftlichen Prüfungen: Bis zum Ende der Phase des Fernunterrichts werden keine schriftlichen Prüfungen durchgeführt. • Formative Beurteilung: Die Lehrperson setzt sich auch im Fernunterricht mit der Lernsituation der einzelnen Schülerinnen und Schüler auseinander und schätzt die Situation im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Unterrichts ein. • Keine Stellwerk-Tests: Aufgrund der ausserordentlichen Bedingungen ist es derzeit nicht möglich, die Schülerinnen und Schüler für Stellwerk-8-Tests anzumelden. • Zurückhaltung bei Promotions - entscheiden: Die Schulen üben sich während der Fernlernphase bezüglich Promotionsentscheiden (Niveau wechseln Sek I, Repetitionen, Versetzung ins Provisorium usw.) in Zurückhaltung. Es soll davon ausgegangen werden, dass bezüglich Schullaufbahn keine einschneidenden Veränderungen nötig sind und die Kinder und Jugend - lichen in ihren angestammten Klassen verbleiben. In eindeutigen Fällen sind hingegen weiterhin und jederzeit Anpassungen zulässig, falls diese zwischen der Schule und den Erziehungsberechtigten ein - vernehmlich zustande kommen. • Einspracheprüfungen möglich: Die Zuweisungsentscheide in die Sekun - darstufe wurden bereits gefällt und behalten ihre Gültigkeit. Die Einspracheprüfungen können durch - geführt werden. Es sind dabei die Hygieneempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit zu beachten. • Jahreszeugnis mit Vermerk: Die Zeugnisse der Volksschule werden am Ende des Schuljahres 2019/2020 – unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts – als Jahreszeugnis ausgestellt und mit einem Vermerk zum ein - geschränkten Präsenzunterricht, als Folge der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie ergänzt. Schüler sollen nicht überlastet werden: Die Promotionsverordnung sieht grund sätzlich eine ganzheitliche Beurteilung und am Ende jeden Semesters ein Zeugnis vor. Für die Ausstellung des Zeugnisses am Ende des zweiten Semesters des laufenden Schuljahres 2019/2020 sind aber aufgrund der besonderen Unterrichts - situation (mehrwöchiger Fernunterricht) sowie aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten zur Durchführung von schriftlichen Prüfungen besondere Regeln für die Ermittlung der Noten aufzustellen. Die Zeugnisnoten bilden die erbrachten schulischen Leistungen während des Berichtszeitraums ab. Leistungen zeigen sich sowohl in Lernkontrollen als auch in Präsentationen, Projekt - arbeiten, Portfolios, Lernjournalen, mündlichen Beiträgen, kooperativen Lernformen und in weiteren Situationen im Unterricht. Unabhängig von der möglichen Unterrichtsform im zweiten Teil des laufenden Semesters werden wohl weniger schriftliche Grundlagen für eine Beurteilung vorliegen. Gleichwohl ist eine Über - lastung der Schülerinnen und Schüler durch eine Prüfungsflut nach der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts zu verhindern. Ermessensentscheide der Lehrpersonen: Die Notengebung soll sich daher in Abweichung zum bestehenden Promotionsrecht auf die Gesamtleistung des ganzen Schuljahres abstützen. Das am Ende des laufenden Schuljahres ausgestellte Zeugnis wird damit zum Jahreszeugnis. Zur Fachnote zählen nebst dem aktuellen Leis - tungsstand auch die im gesamten Berichtszeitraum erbrachten Leistungen. Die Lehrpersonen ziehen Bilanz und fällen professionelle Ermessensentscheide auf der Grundlage von dokumentierten Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Berichtszeitraum. Die Promotionsverordnung ist mit einer zusätzlichen Bestimmung zu ergänzen, welche diese besondere Notensetzung zulässt. Kantonale Pflegeheimliste wird wegen Coronavirus-Pandemie angepasst Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden Bewohner des Alterszentrums Bühli in Ennenda kurzfristig nach Filzbach verlegt. Der Regierungsrat hat nun die Heimbetreiber rück - wirkend ermächtigt, weitere Heimstandorte zu unterhalten. So wird sichergestellt, dass die erbrachten Leistungen von den Krankenversicherungen übernommen werden. Über Ostern 2020 wurden im Zuge der Coronavirus-Pandemie rund 30 gesunde Bewohner des Alterszentrums Bühli von Ennenda vorübergehend in das Seminarhotel Lihn umquartiert. Weil die Leistungsvereinbarungen zwischen den Krankenversicherungen und den Heimen grundsätzlich an bewilligte Standorte gebunden sind, entstand für den Regierungsrat Handlungsbedarf. Er hat entschieden, die auf der Pflegeheimliste aufgeführten Heime bei ausgewiesenem Bedarf und im Rahmen der bewilligten Plätze zu ermächtigen, weitere Standorte zu betreiben. Voraussetzung dafür ist, dass die grundlegenden Anforderungen an den Betrieb eines Pflegeheims gemäss eidgenössischem und kantonalem Recht gewährleistet sind. So kann sichergestellt werden, dass die von den Heimen erbrachten Leis - tungen ordentlich über die Krankenversicherungen abgewickelt werden können. Das Departement Volkswirtschaft und Inneres kann für den Betrieb einzelner Standorte Einschränkungen oder Auflagen erlassen oder diese gänzlich verbieten. Dieser Entscheid tritt rückwirkend auf den 14. April 2020 in Kraft und gilt befristet bis zum 31. Dezember 2020. Kantonale COVID-19-Verordnung wird angepasst Als Folge der schrittweisen Lockerung der Pandemie-Einschränkungen wird die kantonale COVID-19-Verordnung per 27.April 2020 angepasst. Zudem wird ein Schutzkonzept vorbereitet, damit die öffentliche Verwaltung wieder geöffnet werden kann. Aufgrund der epidemischen Entwicklung und gestützt auf Empfehlungen der Wissenschaft beschloss der Bundesrat am 16. April 2020, die Mass - nahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus schrittweise zu lockern. In einer ersten Etappe können Spitäler ab dem 27. April 2020 sämtliche, auch nichtdringliche, Eingriffe vornehmen. Ambulante medizinische Praxen sowie Coiffeur-, Massage- und Kosmetikstudios können ihren Betrieb wieder aufnehmen. Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien dürfen wieder öffnen. Der Schutz des Publikums und der Arbeitnehmenden muss sichergestellt sein. Wenn es die Entwicklung der Lage zulässt, sollen in einer zweiten Etappe am 11. Mai die obligatorischen Schulen und die Läden wieder öffnen. Am 8. Juni sollen dann in einer dritten Etappe Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen. Kantonale Anpassungen: Die Lockerung der Massnahmen bedingt verschiedene Änderungen der kantonalen Verordnung über Mass - nahmen zur Bekämpfung des Corona - virus und dessen Auswirkungen (kantonale COVID-19-Verordnung). Für die erste Etappe (27. April 2020) sind dabei die folgenden Änderungen vorzunehmen: Betreuungsangebote: Kinderkrippen können ihren regulären Betrieb weiterführen bzw. wieder aufnehmen. Dies ist im Hinblick auf die geplanten schrittweisen Lockerungen erforderlich, da viele Arbeitnehmende mit Kindern nicht zur Arbeit gehen können, wenn Kinderkrippen und Schulen geschlossen sind. Schliessung von Betrieben: Der Bundesrat sieht in seiner neuen COVID- 19-Verordnung vor, dass sämtliche Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Organisatoren von Veranstaltungen durch die Erarbeitung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes eine Minimierung des Übertragungsrisikos gewährleisten müssen. Falls kein ausreichendes Schutzkonzept vorliegt oder dieses nicht eingehalten wird, kann die zuständige kantonale Behörde einzelne Einrichtungen schliessen oder einzelne Veranstaltungen verbieten. Die entsprechende kantonale Kompetenz wird dem Departement Volkswirtschaft und Inneres zugeordnet, welches bereits jetzt für entsprechende Ausnahmebewilligungen von Ver - boten zuständig ist. Abweichungen von der Personalverordnung: Die Massnahme gilt analog zu den übrigen Abweichungen vorerst bis am 10. Mai 2020. Geltungsdauer: Die bestehenden Massnahmen werden, falls nicht anders geregelt, analog zum Bundesrecht vorerst bis am 10. Mai 2020 verlängert. Der Regierungsrat wird am 5. Mai 2020 in Kenntnis der vom Bundesrat für den 29. April 2020 angekündigten nächsten Lockerungsmassnahmen über eine weitere Verlängerung bzw. Anpassung befinden. Schutzkonzept und Öffnung der Verwaltung: Gemäss kantonaler COVID-19-Verordnung ist auch die öffentliche Verwaltung verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen, welches eine Minimierung des Übertragungsrisikos für Kundinnen und Kunden sowie die im Betrieb tätigen Personen gewährleistet. Der Regierungsrat hat bereits diverse Mass - nahmen beschlossen und umgesetzt. Diese sind nun zu überprüfen, ge - gebenenfalls zu ergänzen und in einem Schutzkonzept zusammen - zutragen. Im Hinblick auf die vor - gesehene allgemeine Öffnung der Läden per 11. Mai 2020 sollen zudem ab diesem Datum auch die Schalter der öffent lichen Verwaltung wieder zu den regulären Öffnungszeiten erreichbar sein. Es sind angemessene Vorkehrungen zu treffen, um die Einhaltung der Schutzanforderungen gewährleisten zu können. Vorlage der Massnahmen an Landrat und Landsgemeinde: Die kantonale COVID-19-Verordnung wie auch die weiteren vom Regierungsrat beschlossenen Unterstützungsleistungen für die Wirtschaft und den Kulturbereich stützen sich auf die Kantonsverfassung und sind «sobald als möglich» dem Landrat oder der nächsten Landsgemeinde vor - zulegen. Geplant sind zwei Sammelvorlagen; je eine mit den Massnahmen in der Kompetenz des Landrates und der Landsgemeinde. Sie sollen bis Ende Mai 2020 vom Regierungsrat zuhanden des Landrates verabschiedet werden. So wäre es möglich, die Sammelvorlagen in der Landratssitzung vom 24. Juni 2020 zu behandeln und diejenige mit den Massnahmen in der Kompetenz der Landsgemeinde zuhanden der Landsgemeinde vom 6. September 2020 zu verabschieden. Medizinische Versorgung von Kindern soll breiter abgestützt werden Um Versorgungsenpässe in der Pädiatrie zu beheben, genehmigt der Kanton Glarus eine Leistungsvereinbarung mit der Ärzte Netstal AG über 5 Jahre. Aufgrund von Versorgungsengpässen in der ärztlichen Grundversorgung in einzelnen Regionen und Bereichen (Pädiatrie, Psychiatrie) genehmigte die Landsgemeinde 2019 eine Änderung des Gesundheitsgesetzes. Es verankert die Strategie des Regierungsrates des Kantons Glarus zur Förderung der medizinischen Grundversorgung und ermöglicht, dass der Kanton unter definierten Bedingungen einzelne Grundversorgungsangebote mit finanziellen Beiträgen unterstützen kann. Pädiatrische Versorgung wird verbessert: Ausgehend von der ungenügenden pädiatrischen Versorgung im Kanton Glarus, die sich mit einer Praxisaufgabe im November 2017 noch verstärkte, konnte die Ärzte Netstal AG Dr. Kirsten Schiesser für den Aufbau einer pädiatrischen Abteilung ab April 2018 gewinnen. Für die Jahre 2019 – 2021 erwartet die Ärzte Netstal AG einen Verlust von gesamthaft 206 000 Franken. Sie beantragt einen einma - ligen Kantonsbeitrag zur Unterstützung. Der Regierungsrat erachtet den Business plan der Ärzte Netstal AG als grundsätzlich plausibel. Mit der Gewährung eines Kantonsbeitrags übernimmt der Kanton die Investitions - kosten gemäss Planrechnung für den Aufbau des Fachgebiets Pädiatrie der Ärzte Netstal AG weitgehend. Ab 2021 erwartet die Ärzte Netstal AG einen Gewinn, der aber primär dazu dienen soll, die Fremdverschuldung aufgrund der Praxiserweiterungen zu reduzieren. Leistungsvereinbarung: Abgewickelt werden soll die Anschubfinanzierung über eine Leis - tungsvereinbarung mit der Ärzte Netstal AG. Sie orientiert sich inhaltlich an der Leistungsvereinbarung Pädiatrie mit der Kantonsspital Glarus AG von 2017. Sie soll die medizinische Grundversorgung im Bereich Pädiatrie im Kanton Glarus sicherstellen. Die Auftragnehmerin bietet ein ambulantes Betreuungs- und Behandlungsangebot durch eine Facharztperson mit Weiterbildungstitel in Kinderund Jugendmedizin für erkrankte und verunfallte Kinder und Jugendliche im Alter bis 16 Jahre (mit Wohnsitz im Kanton Glarus) an. Definiert sind auch die Leistungen, welche die Ärzte Netstal AG anzubieten hat. Die Entschädigung beträgt auf Basis des Businessplans für die Periode vom 1.Juli 2019 bis zum 31.Dezember 2021 im Sinne einer einmaligen Anschubfinanzierung 170 000 Franken. Sollte die Ärzte Netstal AG während der Vereinbarungsdauer die vereinbarten fachärztlichen Kapazitäten nicht erfüllen können oder anderweitige staatliche Unterstützung erhalten, sind die Beiträge entsprechend zu kürzen. Die Vereinbarung tritt rückwirkend per 1. Juli 2019 (Inkrafttreten der Änderungen des Gesundheits - gesetzes) in Kraft und ist befristet für fünf Jahre gültig. Finanzielle Auswirkungen: Der Kantonsbeitrag von insgesamt 170 000 Franken entspricht über die fünfjährige Laufzeit der Leistungsvereinbarung einem jährlichen Beitrag von 34 000 Franken. Der kantonale Beitrag erfolgt gestützt auf das Gesundheitsgesetz als einmalige Anschubfinanzierung und hilft, die bestehende Unterversorgung in der Pädiatrie zu entschärfen. Im Budget 2020 sind für Beiträge zur Förderung der ambulanten medizinischen Grund - versorgung 250 000 Franken enthalten, die bisher nicht zugesichert sind. Sanierung der Glärnischhütte wird aus dem Sportfonds unterstützt An die Sanierung der Glärnischhütte wird der SAC-Sektion Tödi ein Beitrag von 50 000 Franken zulasten des Sportfonds ausgerichtet. Die Sektion Tödi des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) saniert die Glärnischhütte für rund 2,2 Mio. Franken und beantragte einen Kantonsbeitrag an diesen Umbau. Eine alpine Unterkunft ist der Schlüssel zum sicheren und erfolgreichen Bergsteigen, das zweifellos eine Traditionssportart im Kanton Glarus darstellt. Es ist allerdings unumstritten, dass solche Anfragen grundsätzlich in den Bereich Tourismus gehören. Vor diesem Hintergrund und in Übereinstimmung mit Beschlüssen der letzten Jahre in diesem Bereich bewilligt der Regierungsrat des Kantons Glarus einen Solidaritätsbeitrag an den Umbau der Glärnischhütte in der Höhe von 50 000 Franken. Der Kontostand des Sportfonds beträgt per 1.April knapp 300 000 Franken. Es wird davon ausgegangen, dass infolge der Coronavirus-Pandemie nicht alle bereits zugesprochenen Beiträge benötigt werden. Zudem kann für das Betriebsjahr 2020 mit einer Einlage von rund 450 000 Franken gerechnet werden. ● Weitere Informationen unter www.gl.ch.

Donnerstag, 23. April 2020 | Seite 7 Kanton Glarus Kantonale Führungsorganisation (KFO) Kanton Glarus Coronavirus-Update Aktuelle Coronavirus-Fallzahlen, gemeldet von der Kantonalen Führungs - organisation des Kantons Glarus. Stand Dienstag, 21. April 2020, 13.30 Uhr: 115 bestätigte Fälle, 3 Hospitalisierungen und 6 Todesfälle. Die Zahl der bestätigten Fälle umfasst die seit Coronavirus-Beginn erfassten Personen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden. Bereits wieder genesene Personen sind in diesen Zahlen ebenfalls enthalten. Es ist zu berücksichtigen, dass die genannten Fallzahlen nicht die Realität abbilden. Einerseits treffen Meldungen über bestätigte Fälle schubweise beim Kanton ein. Andererseits ist von einer nicht messbaren Dunkelziffer auszugehen (Personen, die krank sind, aber nicht getestet wurden). • Montag, 20.April,13.00 Uhr:114 bestätigte Fälle, 5 Hospitalisierungen und 5 Todesfälle. • Freitag, 17. April, 13.00 Uhr: 108 bestätigte Fälle, 4 Hospitalisierungen und 3 Todesfälle. • Donnerstag,16.April,13.00 Uhr: 106 bestätigte Fälle, 4 Hospitalisierungen und 3 Todesfälle. • Mittwoch, 15. April, 12.00 Uhr: 105 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Dienstag, 14. April, 13.30 Uhr: 105 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Montag, 13. April, 17.00 Uhr: 91 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Samstag, 11. April, 17.00 Uhr: 91 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Donnerstag, 9. April, 13.00 Uhr: 67 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Mittwoch, 8. April, 13.00 Uhr: 64 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Dienstag, 7. April, 13.00 Uhr: 63 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Montag, 6. April, 13.30 Uhr: 63 bestätigte Fälle, 2 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Freitag, 3. April, 13.30 Uhr: 59 bestätigte Fälle, 5 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Donnerstag, 2. April, 13.30 Uhr: 58 bestätigte Fälle, 5 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Mittwoch, 1.April, 13.30 Uhr: 56 bestätigte Fälle, 5 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Dienstag, 31.März,13.30Uhr: 53bestätigte Fälle, 5 Hospitalisierungen und 2 Todesfälle. • Montag, 30. März, 13.30 Uhr: 50 bestätigte Fälle,1Hospitalisierung und 1 Todesfall. • Samstag, 28. März,13.30 Uhr: 47 bestätigte Fälle, 3 Hospitalisierungen und 1 Todesfall. • Freitag, 27. März 2020, 13.30 Uhr: 44 bestätigte Fälle und 3 Hospitalisierungen. • Donnerstag, 26. März, 13.30 Uhr: 43 bestätigte Fälle und 2 Hospitalisierungen. • Dienstag, 24.März,13.30Uhr: 40bestätigte Fälle und 2 Hospitalisierungen. • Montag, 23. März, 13.30 Uhr: 33 bestätigte Fälle und 3 Hospitalisierungen. Fragen zum Coronavirus Um das Informationsbedürfnis der Glarnerinnen und Glarner zielgerichtet abzudecken, stehen von Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr kantonale Telefonnummern zur Verfügung. Das «Sorgentelefon» ist zusätzlich am Samstag und am Sonntag von 08.00 bis 10.00 und von 16.00 bis 18.00 Uhr offen: Allgemeine Fragen: Telefon 055 645 67 00 E-Mail: hotline@gl.ch Medizin (COVID-19-Praxis), Coronavirus: Telefon 055 646 20 60 Wirtschaft: Arbeitgeber/Unternehmen: Telefon 055 646 66 20 E-Mail: arbeitsamt@gl.ch Selbständigerwerbende/Angestellte: Telefon 055 64811 80 E-Mail: info@svgl.ch Arbeitsuchende: Telefon 055 646 66 70 E-Mail: rav.sekretariat@gl.ch Kultur: Telefon 055 646 63 01 E-Mail: kultur@gl.ch Sport: Telefon 055 646 62 07 E-Mail: sport@gl.ch «Sorgentelefon»: Telefon 055 646 60 50 Mail: koordination.gesundheit@gl.ch ● pd. Auch in der jetzigen Ausnahmesituation Das Rote Kreuz ist für die Glarner Bevölkerung da! Der Entlastungsdienst des Roten Kreuzes Glarus ermöglicht betagten Menschen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie, sicher und gut betreut in ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung zu leben. Zu Hause sein bedeutet für ältere Menschen trotz der aktuellen Situation mit den vielen Einschränkungen, Unsicherheiten und der Angst, mit dem Coronavirus infiziert zu werden, ein wichtiges Stück Lebensqualität. Während diesen Zeiten, in denen gar Angehörige die Besuche bei ihren Liebsten einschränken müssen, ist der Entlastungsdienst des Roten Kreuzes Glarus eine grosse Unterstützung für ältere Menschen und deren Angehörige. Gerne berichten wir Ihnen von einem unserer Einsätze. Um 14.00 Uhr treffe ich bei unserer Klientin Frau Müller (Name ge - ändert) ein. Gemeinsam spülen wir das Essensgeschirr des Mahlzeitendienstes der Spitex. Wir stellen alles in die Box, welche anderntags von der Spitex wieder abgeholt wird, wenn sie gleichzeitig ein neues feines Mittagessen vorbeibringt. Bevor wir «Mensch ärgere dich nicht» spielen, erinnere ich die Klientin daran, die Zähne zu putzen und die Toilette aufzusuchen. Nun bleibt uns beiden eine längere Zeit zum Spielen, Plaudern, um Erinnerungen aufzufrischen oder in Fotoalben zu stöbern. Frau Müller stellt häufig dieselben Fragen. Die vertrauten Bilder sieht sie jedes Mal wieder ganz neu und versucht aus ihren Erinnerungsfetzen ein für sie stimmiges Bild zu schaffen. Zwischen - durch erinnere ich sie daran, zu trinken, und so prosten wir uns regel - mässig mit ihrem Lieblingsgetränk zu. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich blicke in den Kühlschrank. Ist für Frühstück und Nachtessen noch ge - nügend vorrätig oder muss ich allenfalls etwas einkaufen? Sind in der Agenda, welche von der Tochter sorgfältig geführt wird, Termine einge - tragen, an welche ich unsere Klientin erinnern muss? Bereits ist es Zeit, das Abendessen vorzubereiten und Frau Müller dazu einzuladen. Gemeinsam sitzen wir am Tisch und Frau Müller geniesst das Abendessen. Eine kleine Schwierigkeit liegt noch vor mir. Frau Müller benötigt ihre Tabletten, welche sie sehr misstrauisch anschaut und gar nicht weiss, weshalb sie diese nehmen soll. Mit etwas Geduld und viel Einfühlungsvermögen gelingt es mir, sie zu überzeugen, die Medi - kamente einzunehmen. Zum Schluss bleibt mir noch, Frau Müller zum Zähneputzen zu motivieren und sie dabei zu unterstützen, die Einlage zu wechseln, welche sie zur Sicherheit trägt. Nach vier Stunden verabschiede ich mich und freue mich auf den nächsten gemeinsamen Nachmittag. Zögern Sie nicht. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme, wenn wir Sie mit dem Entlastungsdienst des Roten Kreuzes Glarus unterstützen können. ● pd. Alle unsere Angebote finden Sie unter www.srk-glarus.ch.