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18. Ausgabe 2019 (2. Mai 2019)

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18. Ausgabe 2019 (2. Mai

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.18 Donnerstag, 2. Mai 2019 Regierungsrat 4 Landrat 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 36 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Bürger aufs Podium Jahr für Jahr wiederholt sich das selbe Bild: Nachdem der Land - ammann das Wort freigegeben hat, ja meist schon davor, steht die Reihe der Rednerinnen und Redner mit ihren Manuskripten beim Aufgang und liest dann vor dem Mikrofon eine Partei- oder eine Kommissions meinung vor, die irgendeine mehr oder weniger begabte Feder ihnen auf das Papier gekritzelt hat. Dabei wird oft noch einmal der gesamte Sermon her - untergebetet, der bereits ein Jahr lang durch alle Medien geistert. Es kommen kaum noch Anträge, kaum neue Argumente, kaum echte Emotionen und vor allem kaum mehr träfe und spontane Bemerkungen. Das kann es doch nicht sein! Da haben die Bürger das Recht, offen auf einem Podium zu reden und ihre «Mitlandlüüt» sachlich und mit Emotionen zu überzeugen. Sie könnten tatsächlich Abänderungsanträge stellen, Neues einbringen, den Weg der Geschichte ändern. Jede und jeder, ob reich oder arm, ob jung oder alt, dürfte mitreden. Stattdessen lässt man sich dieses Recht von Parteipolitikern und den ewiggleichen Bedenkenträgern wegnehmen, die meinen, sie müssten sich nach der Ratsdebatte auch vor der Landsgemeinde noch einmal verlauten lassen oder ihr persönliches Schicksal vor allen Leuten ausbreiten. Warum sind da nicht öfter neue Gesichter zu sehen? Warum kommen nicht etwas mehr echte Emotionen ins Spiel? Egal, ob nun die Sonne brennt oder ob es schneit, was diese und jede Landsgemeinde bitter nötig hat, das sind Bürgerinnen und Bürger, die für eine Sache brennen. Es ist unmöglich, dass es immer dieselben sind – wo doch die Geschäfte von Jahr zu Jahr ändern. Da stellt sich die Frage: Ist es Gleichgültigkeit? Geht es den Leuten im Kanton zu gut? Oder ist der Respekt vor der Verfassung und den Gesetzen des Landes inzwischen so hoch, dass man sich schon gar nicht mehr traut, etwas dazu zu sagen und sie dort, wo man es will, auch anzupassen? Jahr für Jahr folgt nach jeder Landsgemeinde der Griff zur Fernbedienung: Man schaut sich an, was die Medien aus dem Event gemacht haben. Doch der richtige Moment ist vorher, im Ring, wo der Gott des Augenblicks und der Gott der freien Rede die Geschicke der Landsgemeindedebatte lenken und zu neuen Ufern führen. Fernsehkommentar und Kalberwurst – sie kommen erst danach. Worauf es ankommt, das ist das kühne Wort auf dem Podium. Es kann etwas bewirken und die Zukunft ändern. ● FJ Letzte Vorbereitungen in der «Warteschlange» vor dem Landsgemeinde-Votum. Landsgemeinde 2019 Was wirklich wirkt (Foto: FRIDOLIN-Archiv) Die Traktandenliste zur diesjährigen Landsgemeinde ist kurz – doch die Geschäfte haben es in sich. Ladenöffnungs zeiten, öffentliche Ruhetage, das Steuergesetz und die Förderung der medizinischen Grundversorgung: Es werden Vorlagen behandelt, welche die gesamte Bevölkerung betreffen. Grund genug, das unschätzbare Privileg, im Ring zu mindern und zu mehren, wahrzunehmen und an der Landsgemeinde 2019 die Zukunft mitzubestimmen. Es gibt etwas, worauf alle Ehrengäste – sowohl die des Regierungsrates wie jene des Landrates – ihr besonderes Augenmerk richten: Auf die Art, wie die Glarnerinnen und Glarner im Ring ihre direkte Demokratie leben. Ob Bundeskanzler Walter Thurnherr, der selber, wie kein anderer, das Funk - tionieren der Macht im Bundeshaus kennt, oder der achtköpfige Regierungsrat des Kantons Bern in corpore, dem mit Evi Allemann, Beatrice Simon und Christine Häsler gleich drei politisch erfahrene Frauen angehören, sie schauen genau hin. Auch die Ratsleitung des Landrates Kanton Uri wird mit Argusaugen beobachten, wie die Landsgemeinde abläuft, wer spricht und wie die Mehrheiten entstehen. Interessant sind die beiden militärischen Ehrengäste: So ist mit Divisionär Melchior Stoller der militär politische Berater Chef VBS dabei, also der Berater von Bundesrätin Viola Amherd, und mit Brigadier Germaine J. F. Seewer die Kommandantin der Führungsunterstützungsbrigade 41, also die Vorgesetzte von Landrat, Major und Bataillonskommandant Jacques Marti. Beide einflussreiche Persönlichkeiten, welche die Zukunft unserer Armee derzeit mitbestimmen. Die Macht des Volkes Im Zentrum des Geschehens wird Landammann Dr. Andrea Bettiga die Verhandlung führen – es ist seine vierte und letzte Landsgemeinde als Landammann, deshalb hat der FRIDOLIN ihn für diese Ausgabe interviewt (Seite 8). Doch tatsächlich entscheiden werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf dem Landsgemeindering. Wegweisend dürften die Änderungen des Gesetzes über das Gesundheitswesen sein, denn hier geht es darum, die medizinische Grundversorgung mit einer 5-Säulen-Strategie auch für die Zukunft zu sichern. Mit Blick auf die STAF-Vorlage, welche zwei Wochen nach der Landsgemeinde national zur Abstimmung kommt, können auch die Glarner Anpassungen im Steuerharmonisierungsgesetz schweizweit von Interesse sein. Denn der Kanton Glarus macht seine Steuerpraxis dort bereits jetzt fit für den nationalen und internationalen Steuerwettbewerb. Gleichzeitig sollen die Steuerabzüge für selbstbezahlte Krankenkassenprämien erhöht werden, was das Budget vieler Glarner Haushalte entlastet. Zudem sollen die Gemeinden die Möglichkeiten bekommen, ihre Bauprojekte – wie der Kanton – mit einem Bausteuerzuschlag zu finanzieren, und das Finanzausgleichsgesetz soll dahingehend angepasst werden, dass die Auswirkungen der STAF-Vorlage für alle Gemeinden tragbar bleiben. Gerade die Entscheide bei den Steuer - vorlagen setzen also Signale. Gesellschaftliche Grundwerte Doch auch für jene, denen es an der Landsgemeinde um die Grundwerte der Gesellschaft geht, wird es zwei Vorlagen geben, die ordentlich Zündstoff bergen. Da ist zum einen die vorgeschlagene Änderung des Gesetzes über die öffentlichen Ruhetage, also die diskutierte Aufhebung des Tanzverbotes an hohen Feiertagen. An - gestossen wurde die Diskussion durch einen Memorialsantrag eines überparteilichen Komitees, das dann seinen Antrag zugunsten des von Landrat und Regierungsrat ver - abschiedeten Kompromisses zurückzog. Trotzdem prallen bei diesem Geschäft Wertvorstellungen aufeinander. Um den Schutz der Angestellten im Verkauf geht es beim Memorialsantrag zu den Ladenöffnungszeiten. Er verlangt ein Gesetz, das an Samstagen und an Feiertagen den Ladenschluss um 17.00 Uhr gesetzlich verankert. Auch hier wird die Lands - gemeinde eine Güterabwägung vornehmen – zwischen dem Recht der Verkaufsangestellten auf einen freien Samstagabend und dem Bedürfnis der Bevölkerung, auch zu diesen Zeiten einkaufen zu können. Das Gesamt erlebnis Landsgemeinde wird aber auch dieses Jahr Einheimische und Gäste unter dem freien Himmel von Glarus vereinigen. Schon deshalb darf man sie nicht verpassen. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 4. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 5. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 4./5. Mai Vista Diagnostics Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 225 29 29 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 4./5. Mai Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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