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18. Ausgabe 2020 (30. APRIL 2020)

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18. Ausgabe 2020 (30. APRIL

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.18 Donnerstag, 30. April 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 35 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Reiner Wein Einige der besten Weine sind das, was der Fachmann Assemblage nennt – das heisst, der Kellermeister hat Weine aus verschiedenen Rebsorten zu einem mundgerechten Getränk verfeinert. Ob Bordeaux oder Châteauneuf-du-Pape, ob Chianti oder australische Bin-Weine, ob Rioja oder Dôle – sie alle sind Cuvées oder auf gut Deutsch gesagt: Verschnittweine. Bevor einer also verlangt, dass man ihm reinen Wein einschenken möge, bitte immer daran denken: Der halbe Keller ist Verschnitt und das ist gut so. Was für Weine gilt, das gilt auch für Wasser. Nicht so sehr, dass es viel Wasser braucht, um Wein zu machen, sondern dass das Wasser jedes Dorfes und jedes Brunnens anders schmecken kann. Manche Wasser schmecken flach, andere, etwa wenn sie sehr eisenhaltig sind, bitter, ja es gibt sogar schweflig riechende Wasser oder Quellen, die methanhaltig sind. Ich für mich mag das Wasser, das ich als Kind oft trank – jenes aus dem Brunnenstübli in Glarus, also direkt vom Wasserhahn. Aber seit ich in Mollis wohne, mag ich das Wasser von hier auch – wenn es so schön frisch und klar aus dem Hahn kommt. Wahrscheinlich haben alle ihre eigenen Wasser-Vorlieben, genauso wie beim Wein. Ein bisschen anders ist das zuweilen bei den Informationen: Dort verlangen fast alle, dass ihnen die Medien reinen Wein einschenken. Ob einem dann dieser reine Wein auch schmeckt, ist eine ganz andere Sache. Denn mit dem reinen Wein der Medien ist es genau wie mit sortenreinen Jahrgängen: Manche sind sauer, manche sind flach und manchmal, nach einem schlechten Weinjahr, sind sie ohne Kellertechnik schlicht un - geniessbar. Dass der Jahrgang 2020 ein Virus hat, ist inzwischen wohl zweimal rund um den Weltball gegangen. Auch der beste Medien - keller wird daraus keinen passablen Jahrgang mehr zusammenschütten können. Deshalb könnte ja die Lehre sein, wieder mehr dem eigenen Gaumen zu vertrauen, statt den zusammengeschütteten und schön - gefärbten Sensationen aus aller Herren Länder auf den Leim zu gehen. Wir in der Schweiz mögen es eher demokratisch als diktatorisch. Und wir bereiten uns vor: Die Weinkeller halten noch so manchen guten Jahrgang aus der Vergangenheit bereit. Doch ob sortenrein oder Cuvée: «Jedes Glas Wein, das du trinkst, ist vergossen. Freu dich, du hast es zu Lebzeit genossen», schrieb einst der Basler Dichter Rainer Brambach. Das gilt auch für Wasser und wahrscheinlich sogar für Wahrheiten. ● FJ Matthias Jacober zeigt, wo das Wasser von Näfels und Mollis zusammengeführt wird. Für das Video-Statement Fridolin+ App herunterladen und Foto scannen. (Foto und Video: FJ) Glarus Nord bekommt Trinkwasser Rund 5000 Kubikmeter oder 5 Millionen Liter Wasser benötigen die Dörfer von Mollis bis Niederurnen täglich. Damit jeder Schluck von der Quelle bis zum Wasserhahn kommt, wird derzeit das regionale Generelle Wasserversorgungs projekt (GWP) Mollis bis Bilten Schritt für Schritt umgesetzt. Der FRIDOLIN war mit Matthias Jacober, Fachstellenleiter Ab wasser/ Wasser/Gewässer von Glarus Nord, unterwegs. Sie ist derzeit weit herum zu sehen, die Baustelle des Reservoirs «Paradiesli» oberhalb von Mollis. Und auch über die Unterquerung der SBB- Strecke und der Linth beim Pumpwerk «Erlen» südlich von Näfels und Mollis wurde kürzlich berichtet. Doch wie hängen diese und weitere Mass - nahmen zur Wasserversorgung zusammen und wozu braucht es sie? Zwei Reservoirs auf gleicher Höhe Oberhalb von Niederurnen liegt das moderne Reservoir «Bleiche» mit einem Fassungsvermögen von 2500 Kubikmetern, das von den Quellen aus dem Niederurner Täli gespeist wird und die Hälfte der Talbevölkerung zwischen Niederurnen und Mollis mit Trinkwasser versorgen kann. Die Ortschaft Oberurnen wird schon länger von Niederurnen aus mit Trinkwasser versorgt, und mit dem Ersatz der Linthbrücke Näfels-Mollis wurde 2013 zwischen den beiden Ortschaften eine Wasserleitung mit 250 mm Durchmesser gebaut. Nun hat die Gemeinde in Mollis mit dem Bau eines neuen Reservoirs begonnen, welches ebenfalls 2500 Kubikmeter Wasser fassen wird und auf derselben Meeres höhe liegt wie das Reservoir «Bleiche» – denn im zukünftigen Wassernetz sollen diese beiden Reservoirs die Trink- und Lösch - wasserreserve der Wasserversorgung von Mollis bis Niederurnen gemeinsam übernehmen. Das neue Reservoir «Paradiesli» ist mit dem Reservoir «Bleiche» dereinst über das Trinkwassernetz verbunden; die entsprechenden Leitungssysteme und Steuerungen werden zurzeit ebenfalls gebaut und saniert. Schon ist die Baugrube ausgesprengt und die ersten Wände des Reservoirs und des Leitungskellers stehen. Gespeist wird das «Paradiesli» aus dem Quellwasser vom Reservoir «Wälschbüel» zwischen Mollis und Filzbach und aus der Quelle «Hinterfacht». Doch reicht dieses Wasser jederzeit, um das «Paradiesli» Tag für Tag mit gutem Trinkwasser zu füllen? Grundwasser nutzen Seit1973 liefert das Pumpwerk «Erlen» südlich von Näfels Grundwasser für die Trinkwasserversorgung. Dieses Wasser soll zukünftig ebenfalls ins Reservoir «Paradiesli» geleitet werden können. Dies geschieht über eine Verbindungsleitung, welche unter der SBB-Linie und der Linth hindurch über den Flugplatz führt. Damit kann Glarus Nord auch in Zukunft zuverlässig und nachhaltig mit genügend einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden. Mit dem Generellen Wasserversorgungsprojekt (GWP) nutzen die einzelnen Ortschaftsversorgungen von Glarus Nord ihre Stärken untereinander und es können gleichzeitig die Schwächen eliminiert werden. Bereits in Arbeit sind Verpflichtungskredite von knapp 4 Mio. Franken, welche von den Gemeindeversammlungen beschlossen wurden. Mit weiteren Verpflichtungskrediten in der Summe von 4,438 Mio. Franken, welche die Gemeindeversammlung vom 29. November 2019 im Zusammenhang mit dem GWP beschloss, werden die Wasserleitungen in Strassen von Niederurnen, Ober - urnen, Näfels und Mollis saniert, und es soll als Verbindung der Netze eine Wassertransportleitung von der Espenstrasse Niederurnen zur neuen Stichstrasse Näfels gebaut werden. Chancen der neuen Lösung Dabei sind Reservoirs wie Leitungen so ausgelegt, dass sie weder zu gross noch zu klein sein werden. Mit diesen neuen Infrastrukturen in der optimalen Grösse kann die Gemeinde ihre Wasserversorgung auf lange Sicht, also für die nächsten 30 Jahre wirtschaftlich betreiben und alte, sanierungsbedürftige Anlagen – wie etwa das Reservoir «Hilarirank» in Näfels oder das Pumpwerk «Allmeind» in Mollis – ausser Betrieb nehmen. Auf dem Kerenzerberg realisierte die Gemeinde die Verbindungsleitung Filzbach – Obstalden und erhöhte dadurch die Versorgungssicherheit der beiden Ortschaften deutlich. Damit Glarus Nord auch in Zukunft Trinkwasser in genügender Menge und einwandfreier Qualität bekommt. Einen Bildbericht dazu finden Sie auf Seite 21. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 2. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 3. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 2./3. Mai Dr.med. Aleš Tilen Mittlere Bahnhofstrasse 8, Lachen Telefon 055 442 20 03 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 2./3. Mai Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 1. Mai, 16.00 Uhr, bis Freitag, 8. Mai, 16.00 Uhr Auto Eicher AG, Mollis