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18. Ausgabe 2020 (30. APRIL 2020)

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Donnerstag, 30. April 2020 | Seite 12 Personen 40-Jahr-Firmenjubiläum von Jakob Schuler Kanton Glarus Departement Bildung und Kultur Gymnasium und Fachmittelschule Durchführung der Prüfungen Die Kantonsschule Glarus wird die schriftlichen und mündlichen Abschluss - prüfungen unter inhaltlicher Berücksichtigung der speziellen Situation ab Freitag, 15. Mai, durchführen. Unter Einhaltung der gesundheitlichen Schutzmass - nahmen soll die Ausbildung am Gymnasium und an der Fachmittelschule reglementskonform abgeschlossen werden können. Jakob Schuler begann am 20. April 1980 seine berufliche Laufbahn als Elektromonteur, nachdem er bereits seine Lehre beim ehemaligen Elektrizitätswerk Elm abgeschlossen hatte. Viele Jahre begleitete Jakob verschiedenste Projekte im Bereich Netz- oder auch Kraftwerkbau und konnte sich ein enormes Wissen über die unterschiedlichsten Anlagen aneignen. Von seinem breiten Fachwissen und seiner umgänglichen Art profitieren Mitarbeiter und Lehrlinge tagtäglich. Jakob Schuler Netze und Betrieb, seit 20. April 1980 tbgs – Technische Betriebe Glarus Süd Farbstrasse 22 · 8762 Schwanden www.tbgs.ch · info@tbgs.ch Kanton Glarus Departement Bau und Umwelt Im Kanton Glarus Mehr Sonnenenergie-Strom Die Produktion von Elektrizität aus Sonnenenergie ist im Kanton Glarus weiterhin auf dem Vormarsch. In allen drei Gemeinden wurde ein deutlicher Zuwachs von Photovoltaikanlagen verzeichnet. Ende 2019 waren im ganzen Kanton rund 380 Anlagen in Betrieb. Wp = Watt Peak (englisch peak = «Spitze») ist eine im Bereich Photovoltaik gebräuchliche Bezeichnung für die elektrische Leistung von Solarzellen. Die Nutzung der Sonnenenergie zur Erzeugung von Elektrizität (Photovoltaik) nimmt stetig zu. Die Technik hat sich stark verändert, die Wirkungsgrade haben sich verbessert und die Preise sind stark gefallen. Im Die grösste Photovoltaikanlage in der Gemeinde Glarus Süd liegt auf dem neu erstellten Gebäude der Marti AG, Holzbau, Matt. Das gesamte Team der tbgs gratuliert Jakob Schuler zu seinem 40-Jahr-Jubiläum und dankt ihm für seine ausserordentliche Firmentreue und die sehr angenehme Zusammenarbeit. Wir wünschen Dir, Schaag, weiterhin viel Freude und Zufriedenheit bei Deinen täglichen Herausforderungen. Kanton Glarus wurden in den letzten Jahren sowohl viele kleine Anlagen auf Einfamilienhäusern wie auch grosse Anlagen auf Industriehallen oder Ställen gebaut. In der Schweiz wurden 3,4 Prozent der Elektrizität (Foto: Marti AG, Matt) mithilfe der Sonnenenergie produziert. Im Kanton Glarus mit seinem grossen Wasserkraftpotenzial beträgt der Anteil der Photovoltaik an der Produktion von Elektrizität bisher nur 0,8 Prozent. Wie in den Vorjahren stieg auch im Jahr 2019 die Anzahl der Photo - voltaik anlagen im ganzen Kanton. Ende 2019 waren im Kanton Glarus 380 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 6 MW in Betrieb. In Glarus Nord waren in Bilten, Niederurnen und Näfels die höchsten Leistungen zu verzeichnen, bei der Gemeinde Glarus: in Ennenda und Glarus, und bei Glarus Süd: in Schwanden, Schwändi und Matt. Im Jahre 2015 wurden mit 55 bisher am meisten Neuanlagen erstellt. Im Jahr 2019 wurde mit 50 Neuanlagen dieser Rekordwert nahezu erreicht. Erfreulicherweise wird in allen Gemeinden ein stetiges Wachstum der Anlagenanzahl verzeichnet. Es fällt auf, dass die Leistung der Photo - voltaikanlagen in Glarus Nord grösser ist als in Glarus und Glarus Süd zusammen. Wie in den Vorjahren wurden viele der Anlagen auf Dächern von Wohn - bauten realisiert. Daneben sind auch grössere Anlagen auf Industrie- und Gewerbehallen erbaut worden. In Glarus Nord gibt es mittlerweile schon 7 Anlagen mit einer Leistung von über 100 kW, in Glarus 1 und in Glarus Süd 2. Die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromproduktion hat im Kanton Glarus eine lange Tradition. Die ersten Anlagen stammen aus den frühen Neunzigerjahren und wurden in Niederurnen, Näfels/Mollis, Schwanden, Braunwald und den Weissenbergen erstellt. Die älteste noch produzierende Anlage stammt aus dem Jahre 1991 und steht auf dem Gebäude der Technischen Betriebe Glarus Nord. Im Internetportal www.sonnendach. ch kann für jedes Gebäude im Kanton Glarus das Potenzial zur Nutzung der Sonnenenergie abgefragt werden. ● Jetzt gilt es ernst: Die Matura- und Fachmittelschul-Prüfungen werden im Mai und Juni durchgeführt. Jenny Fabrics AG, Ziegelbrücke, beabsichtigt per 31. August 2020 Betriebseinstellung Der Verwaltungsrat der Jenny Fabrics AG beabsichtigt, den Betrieb des Unternehmens stillzulegen. Derzeit läuft das Konsultationsverfahren. Nicht betroffen sind die übrigen Geschäftsbereiche der Jenny Unternehmungen, die Fritz + Caspar Jenny AG, Immosupport by Fritz + Caspar Jenny AG und die Ziegelbrücke Energie AG. Seit der Verselbständigung Mitte 1997 hat sich die Jenny Fabrics AG in einem sehr schwierigen Umfeld gut gehalten. Dank grosser Agilität am Markt und laufenden Investitionen in Millionenhöhe konnten bereits einige Krisen (Finanzkrise 2008, Aufhebung Wechselkurs 2015) überwunden werden. Nichtsdestotrotz wurde das Umfeld zusehends schwieriger. Die wichtigsten Gründe, die uns zu diesen Überlegungen und der damit verbundenen beabsichtigten Betriebs - einstellung veranlassen, sind die seit Jahren sinkenden Margen, der starke Schweizerfranken, die Kündigung des Liefervertrages durch einen grossen Kunden, die seit geraumer Zeit fehlenden Grundlastmengen im Schaftbereich (Abwanderung nach Asien) und zu guter Letzt und massgebend der Zusammenbruch des Auftrags eingangs aufgrund von COVID-19. Wir gehen davon aus, dass sich die Auswirkungen von COVID- 19 auch noch ins Jahr 2021 weiterziehen werden. Um dies zu überstehen, müssten zusätzliche Kredite von mehreren Millionen Franken aufgenommen werden, welche nachher auch wieder zurückbezahlt werden müssen. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre würde dies 3 bis 4 Jahre in Anspruch nehmen. In dieser Zeit (Foto: © Keystone) Die gymnasialen Maturitätsprüfungen finden im Kanton Glarus vorbehältlich anderer Entscheide des Bundesrates wie vorgesehen schriftlich und mündlich statt. Das Gleiche gilt für die Abschlussprüfungen für den Fachmittelschulausweis und die Fachmaturität. Noch offen ist, ob die Prüfungen für die Berufsmaturität stattfinden werden. Bei diesen Prüfungen entscheidet das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) bis spätestens Anfang Mai über die Durchführung. Im Hinblick auf das künftige Studium an universitären Hochschulen und Fachhochschulen erscheint es richtig, die Ausbildung am Gymnasium und an der Fachmittelschule mit den entsprechenden Abschlussprüfungen abzuschliessen. Dies umso mehr, als keine übergeordneten Pandemie-Einschränkungen die Durchführung von Prüfungen ausschliessen. Spezielle Unterrichtssituation wird berücksichtigt Bei den Anforderungen an die Prüfungen wird auf die spezielle Situation mit dem Fernunterricht Rücksicht genommen. Die Kantonsschule Glarus wird die bundesrätlichen Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie einhalten. Die schriftlichen Prüfungen beginnen am Freitag, 15. Mai (gymnasiale Matura) bzw. am Dienstag, 19. Mai (Fachmittelschule). Die mündlichen Prüfungen finden wie immer kurz vor den Sommerferien statt. Umfragen in den weiteren Ostschweizer und Zentralschweizer Kantonen haben ergeben, dass viele Kantone die Maturitätsprüfungen analog dem Kanton Glarus durchführen möchten. ● könnten somit dringend notwendige Investitionen nicht gemacht werden, was auf die Leistung der Maschinen und Qualität der Produkte einen negativen Einfluss hätte. Aufgrund dieser Tatsachen beabsichtigt der Verwaltungsrat den Betrieb stillzulegen. Es würde sich um einen geordneten Rückzug handeln. Im Moment haben die Mitarbeiter im Rahmen des Konsultationsverfahrens die Möglichkeit, Ideen zur Weiterführung des Betriebes einzubringen. Der definitive Entscheid über das weitere Vorgehen wird nach Abschluss des Konsultationsverfahrens am 18. Mai 2020 gefällt. Von der Massnahme wären sämtliche 96 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jenny Fabrics AG betroffen. Ein Sozialplan wäre ebenfalls vorgesehen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr. Alle Mitarbeiter haben in den letzten Jahren sehr viel und gute Arbeit für das Unternehmen geleistet. Nicht betroffen sind die übrigen Geschäftsbereiche der Jenny Unternehmungen, die Fritz + Caspar Jenny AG, Immosupport by Fritz + Caspar Jenny AG und die Ziegelbrücke Energie AG. Es würden am Standort Niederurnen weiterhin 35 Arbeitsplätze zur Ver - fügung stehen. ● Verwaltungsrat Jenny Fabrics AG

Donnerstag, 30. April 2020 | Seite 13 Glarus hoch3 AG Neuer VR-Präsident Dank sehr gutem Geschäftsgang profitieren die Gemeinden und die Technischen Betriebe von einer Erhöhung der Umsatzrückvergütung von 5 auf 6 Prozent. Zudem konnten zusätzliche Abschreibungen von 277 399 Franken vorgenommen werden. Nach sechsjähriger, erfolgreicher Tätigkeit als VR-Präsident hat Martin Leutenegger seinen Rücktritt auf die Generalversammlung vom April 2020 eingereicht. Auf Vorschlag des Verwaltungsrates wählte die Generalversammlung Dr. Fritz Schiesser, Haslen, als neuen VR-Präsidenten. Guter Geschäftsgang Wiederum kann die Glarus hoch3 AG von einem ereignisreichen und erfolg - reichen Geschäftsjahr 2019 berichten. Die finanziellen Kennzahlen wurden sogar übertroffen. Der Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 40 879 Franken auf 298 311 Franken. Die Aktionärskunden bekamen 53100 Franken mehr Umsatzrückvergütung als im 2018, die Dividende betrug 3 Prozent, also 33 000 Franken. Das Unternehmen lieferte 13 096 Franken Steuern ab. Die Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelte sich erfreulich; insbesondere mit den gemeindenahen Teams. Der operative Austausch in allen ICT-Projekten und Standardgruppen zwischen der Kantonsinformatik und Glarus hoch3 AG verläuft kollegial, lösungs- und ziel - orientiert. Zudem profitieren beide ICT-Organisationen vom Austausch zu den anspruchsvollen ICT-Security- Themen. Schiesser folgt auf Leutenegger Nach sechsjähriger, erfolgreicher Tätigkeit als VR-Präsident trat Martin Leutenegger auf diese Generalversammlung zurück. Leutenegger hat die Glarus hoch3 AG finanziell saniert und den IT-Betrieb neu organisiert. Glarus hoch3 AG ist heute eine finanziell gesunde Unternehmung mit eigenen, kompetenten Mitarbeitenden. Als neuen VR-Präsidenten wählte die Generalversammlung Dr. Fritz Schiesser. Mit seiner Erfahrung im Rahmen der Gemeindestruktur - reform wird er sich insbesondere im laufenden Projekt «Schaffung ge - eigneter organisatorischer Strukturen für die Informatikdienstleistungen Kanton und Gemeinden» einbringen. Als Nachfolger für den zurücktretenden Hansjörg Stucki wurde, auf Vorschlag der Gemeinde Glarus Nord, Gemeinderat Pascal Vuichard als neues Mitglied des Verwaltungsrats gewählt. ● pd. Jahresbericht 2019 der Schweizer Berghilfe Wichtig für das Glarnerland Im vergangenen Jahr hat die Stiftung Schweizer Berghilfe mehr Unterstützungs beiträge in die Berge transferiert als je zuvor. 2019 wurden mit über 35 Mio. Franken insgesamt 613 Projekte unterstützt, die zu einem lebendigen Berg gebiet beitragen. Seit 2020 aktiv für die Glarner Bergbevölkerung: (von links) Regula Straub und Kurt Zgraggen (Co-Geschäftsleitung) (Fotos: © Schweizer Berghilfe) Ob die Puurä-Metzg im Sernftal oder der Mutterkuhbetrieb im Klöntal, ob Hahnenfussbekämpfung, Seilbahnund Energieprojekte oder einfach Beiträge an die Instandhaltung von Alpgebäuden – die Schweizer Berghilfe bringt Jahr für Jahr Spenden - gelder ins Glarnerland. 1454 000 Franken waren es 2019, die an ins - gesamt 15 Glarner Projekte gingen. Gesamtschweizerisch unterstützte die Berghilfe im vergangenen Jahr 613 Projekte. Das sind 613 Familien, Firmen oder Genossenschaften, die dank dieser Unterstützung Investitionen in die Zukunft tätigen konnten. Inves - titionen, die Bestehendes erhalten, oft aber auch neue Perspektiven gaben, neue Ideen ermöglichten und neue Arbeitsplätze schafften. «Unser Stiftungsziel sind belebte Berggebiete. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir im vergangenen Jahr zur Erreichung dieses Ziels mehr beitragen konnten als je zuvor», sagt Co-Geschäftsführerin Regula Straub. Im 2019 schlägt sich die Strategie der Schweizer Berghilfe, vermehrt Projekte ausserhalb der Landwirtschaft zu unterstützen, erstmals deutlich in den Zahlen nieder. Das Wachstum der Unterstützungsleistung um mehr als 9 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die stark angestiegene Nachfrage aus den Bereichen Tourismus und Gewerbe zurückzuführen. Erfreulicherweise hielten auch die Spendeneinnahmen Schritt mit der Entwicklung. Die Spenden und Zuwendungen an die Schweizer Berghilfe betrugen im vergangenen Jahr gut 35Mio. Franken. Damit konnte die Stiftung das gute Sammelergebnis aus dem Jubiläumsjahr 2018 leicht übertreffen. «Unsere Spenderinnen und Spender beweisen damit aufs Neue, wie wichtig ihnen das Wohl der Schweizer Bergbevölkerung ist», sagt Regula Straub. In der Coronavirus- Krise, die alle Menschen in der Schweiz vor grosse Herausforderungen stellt, ist diese Solidarität noch wichtiger als sonst. ● pd. Weitere Infos unter www.berghilfe.ch.