Aufrufe
vor 2 Wochen

19. Ausgabe 2019 (9. Mai 2019)

  • Text
  • Kantons
  • Juni
  • Gemeinde
  • Nord
  • Niederurnen
  • April
  • Schwanden
  • Glarner
  • Telefon
  • Glarus

19. Ausgabe 2019 (9. Mai

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.19 Donnerstag, 9. Mai 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 18–20 31 Altholzmöbel? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Kompromisse Besser geht immer! Aber es besser zu machen, ist oft schwierig. Deshalb braucht es, und das wissen die gewieften Politfüchse, Kom - promisse. Was die frischgewählten Parlamentarier erst noch lernen müssen, ist, dass sie nicht einfach daherkommen und der Bevölkerung ihre persönliche Meinung aufs Auge drücken können. Sie dürfen wohl ihre Geschichten erzählen, sollten sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass ein Antrag auf den Punkt gebracht werden muss – kurz, klar und bündig! In der Politik gelten andere Regeln als in der Unter - haltungsbranche, wo Showtalent notwendig ist. Oder in einem Pflege - beruf, wo sich wehrlose und geschwächte Menschen bedingungslos den helfenden Händen hingeben. Politik ist kein Lehrstuhl, der dazu dient, der Gesellschaft die eigene Meinung aufzuzwingen. Auch dann nicht, wenn man auf dem erhöhten Podium steht und auf die Menschen menge hinabschaut. Gekonnte Selbst inszenierung ersetzt weder politisches noch menschliches Feingefühl. Und ein angenehmes Äusseres mag kurzfristig wirken, lang - fristig jedoch sind es Inhalte und Resultate, die zu überzeugen vermögen. Die persönliche Einschätzung geht nicht immer mit der Fremdwahrnehmung einher. Dies muss ten die zahlreichen Redne - rinnen und Redner, sogenannte Antragsteller, am eigenen Leib er - fahren. Ihre Voten versanken mehrheitlich im Schnee, es wehte ihnen ein frostiger Wind entgegen – ihre Anträge waren allesamt nicht mehrheitsfähig. Sie mussten gemeinsam mit den Mitlandleuten Kompromisse eingehen, sich der Regierung und den Kommissionen des Landrats beugen. Die sprechenden Mitglieder des Landrats hätten während mehrerer Monate genügend Zeit gehabt, mitzutun und Lösungen einzubringen. Sie hätten zeigen können, dass sie zu Kompromissen bereit und auch fähig sind. Dies gilt insbesondere für die komplexen Änderungen und Anpassungen des Steuerrechts. Mit geballter Kraft wurde von allen Seiten versucht, an den Vorschlägen des Finanzdepartements herumzuschrauben. Besserwisserei, Verbissenheit und fehlende Flexibilität machten sich breit. Schliesslich hat der Departementsvorsteher Dr. Rolf Widmer ihnen den Schneid abgekauft und zur Vernunft aufgerufen. Er selbst hatte die Grösse, von Kompromissen zu sprechen, welche es für die Zustimmung der fünf Vorlagen gebraucht habe. Tatsächlich herrschte an der Landsgemeinde nic ht nur eitel Sonnenschein (!). Einige Ratsmitglieder werden über die Bücher gehen und ihre Aufgaben überdenken müssen. ● zim Sie sind mutig, jung und haben es verdient, ernst genommen zu werden: (oben von links) Roman Zehnder, Mollis; Elena Leuzinger, Ennenda; (unten von links) Sonja Heer, Linthal, und Linus Hofmann, Mollis. (Fotos: zim) Landsgemeinde 2019 Schnee von gestern Die Landsgemeinde mit ihren 9 Traktanden ist Geschichte. Eine Geschichte, die geprägt ist von vergeblichen Versuchen einzelner Mitlandleute, das Ruder beim einen oder anderen Geschäft herumzureissen. Die Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten hat der Regierung und dem Landrat zugestimmt. Gut vorbereitet Komplexe Geschäfte wie dasjenige über die in fünf Teile gegliederten Änderungen des Steuerrechts wurden dem Vernehmen nach im Finanzdepartement und in den Kommissionen während mehrerer Monate akribisch vorbereitet. Sie bedurften finanz- und steuertechnischer Fachkompetenz und der Unterstützung von verschiedenen Gremien aus der Verwaltung. Bereits im Landrat wurden sie intensiv und kontrovers diskutiert. Die Lokalzeitungen haben laufend und ausführlich berichtet. Wenn nun einige Redner, aus welchen Gründen auch immer, versucht haben, an den Beschlüssen herumzuschrauben, mussten sie am Sonntag zur Kenntnis nehmen, dass die Würfel bereits vor der Landsgemeinde gefallen waren. Auch die Showeinlage, wie sie der wortgewaltige Mitbürger Fridolin Marti aus Glarus mit seinem Blätterwirrwarr aufführte, war wohl unterhaltsam, aber nicht zielführend. Zu fest sassen die Regierung und die Finanzkommission des Landrates in ihren Sätteln, ihre Vorlagen waren unverrückbar, in Stein gemeisselt. Gleiches erfuhren die Mitlandleute zu den Gesetzesanpassungen bei der KESB und der Gesundheitsversorgung. Mit dem Unterschied, dass bei diesen Traktanden das Wort nicht gewünscht wurde. Diese Einigkeit lässt erkennen, dass die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Landrat funktioniert. Memorialsanträge gescheitert Wie bereits im Leitsatz vom 2. Mai angeführt, drängten sich mehrheitlich Persönlichkeiten aus der Politik ans Mikrofon. Sie wollten ihre persön - liche Meinung und diejenige ihrer Partei öffentlich und verstärkt vor der versammelten Landsgemeinde kundtun. Ihre Vorträge zu den Traktanden «Ladenöffnungszeiten» und «Tanzverbot» waren gespickt mit Bei - spielen und Erlebnissen aus ihrem persönlichen Leben und Umfeld. Gerade so, als hätte das «Lädelisterben» auf dem Land und in der Hauptstadt etwas mit den Ladenöffnungszeiten gemeinsam. So setzte sich der Zirkus - artist und Landrat Stephan Muggli für das Dorflädeli Schwändi ein. Dieses sei auf flexible Öffnungszeiten analog Migros und Coop angewiesen. Wobei er nicht erwähnte, ob er im von der Schliessung bedrohten Lädeli selbst Kunde sei. Die rührseligen Ausführungen der Gesundheitsfachfrau und Landrätin Sabine Steinmann im Interesse vom Weihnachten feiernden Verkaufspersonal liessen die Affinität zum Detailhandel vermissen. Die Beschränkung der Öffnungs zeiten geht im Detailhandel mit der Reduktion von Stellenprozenten einher. Auf den Punkt gebracht hat es Mathias Marti aus Engi: «Man darf den Detailhandel nicht der Politik überlassen, sie versteht nichts davon.» Und so ist es auch geschehen; die Detaillisten dürfen auch künftig selbst über die Öffnungszeiten ihrer Ladengeschäfte bestimmen. Lockeres Verbot Der Tanz um die öffentlichen Ruhetage, der christlichen Feiertage, zog weite Runden. Zehn Wortmeldungen, zwei davon von Pfarrern, mussten die frierenden Mitlandleute über sich ergehen lassen. Mit ungewöhnlicher Beharrlichkeit verstanden es die Votantinnen und Votanten, sich in Szene zu setzen. So zum Beispiel die Jungfreisinnige Elena Leuzinger, die als Stimme der Jungen das Tanzverbot ganz abschaffen wollte. Sie wolle sich nicht den staatlichen Erziehungs - massnahmen beugen, erklärte sie. Anders sieht dies Linus Hofmann von der jungen CVP, und er hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und machte beliebt, am «totalen» Tanz verbot festzuhalten. Wir erinnern uns, es ging um einen einzigen Vorfall im Holästei, der den Stein ins Rollen gebracht hat. Die Regierung wurde wegen eines Tanzverbots massiv angegriffen, und sie hat souverän reagiert. Das vorgeschlagene «ge locker - te» Tanz verbot fand eine Mehrheit. Schnee von gestern Wenn Sie diese Zeilen lesen, sind sie bereits Schnee von gestern. Die fortschreitende Digitalisierung lässt uns Printmedien alt aussehen. Am Publikationsgesetz wurde an der Land - gemeinde nichts geändert. Zwei Anträge bezüglich gedruckter Form des Amtsblatts blieben erfolglos. Mit dem Ja zur digitalen Form haben die Mitlandlüüt ein klares Zeichen gesetzt. Stimmungsbilder: Seiten 35–38. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 11. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 12. Mai 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 11./12. Mai Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 11./12. Mai Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Gemeinde Glarus Ersatzwahl in den Gemeinderat vom 19. Mai 2019 Hans Peter Spälti, Netstal (parteilos)

© Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG Hauptstr. 2 CH-8762 Schwanden GL | Tel. 055 647 47 47 -Fax 055 647 47 00 -E-Mail fridolin@fridolin.ch

Öffnungszeiten Verlag und Druckerei: Montag bis Freitag 07.30 – 12.00 / 13.30 bis 17.30 Uhr

Impressum | Website by webtower.ch