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19. Ausgabe 2020 (7. Mai 2020)

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Donnerstag, 7. Mai 2020 | Seite 22 Altdeponie «Dammigen» der Gemeinde Glarus Süd Lebensraum erhalten in Glarus Süd Eine Gründeponie erfüllt nicht nur für Menschen einen bestimmten Zweck. Meist ist sie auch Lebensraum für Fauna und Flora. Da die Deponie «Dammigen» ein besonderer Ort für den Vogel des Jahres 2020 ist, schlossen sich die Gemeinde Glarus Süd und der Glarner Natur- und Vogelschutzverein bei der Rekultivierung zusammen. Kanton Glarus Departement Bau und Umwelt Abteilung Wald und Naturgefahren Waldbrandgefahr von «gross» auf «erheblich» zurückgestuft Die Abteilung Wald und Naturgefahren beurteilt die aktuelle Waldbrandgefahr neu als erheblich. Das Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe wird auf gehoben. Offizielle, befestigte Feuerstellen dürfen wieder benutzt werden. (Foto: M.Frei) Vogel des Jahres 2020 ist der Neuntöter. Dank dem Projekt des Glarner Natur- und Vogelschutzvereins fühlt er sich auf der ehemaligen Deponie «Dammigen» weiterhin wohl. Die Aufhebung einer Deponie ist keine ungewöhnliche Gemeinde - aufgabe. Doch bei der Deponie «Dammigen» schaltete sich Roland Meier vom Glarner Natur- und Vogelschutzverein ein: «Bis vor wenigen Jahren brüteten zwischen Haslen und Betschwanden vier Neuntöter Vogelpaare. Nach Murgängen wurden die Runsen vom Waldrand bis zum Talboden stark aufgeräumt und ge - eignete Hecken entfernt. Dadurch verschwanden drei der vier dem Natur- und Vogelschutzverein bekannten Habitate. Nur in der Deponie ‹Dammigen› brütete ein Paar bis 2018.» Daraufhin lancierten der Glarner Natur- und Vogelschutzverein (GNV), die Gemeinde Glarus Süd und die Kantonale Hegekommission ein gemeinsames Aufwertungsprojekt. Der Ort soll für Vögel wie den Neun - Trotz Coronavirus-Einschränkungen funktioniert die Zusammenarbeit der Gemeinde und den Helfern des Feldornithologie-Kurses bei der Deponieaufwertung. Dank des Vogelschutz-Projektes bieten nach der Deponieaufhebung frisch gesetzte Büsche weiterhin Lebensraum für den Neuntöter und andere Tiere. töter und weitere Tiere aufgewertet und für die Zukunft gesichert werden. Finanzielle und personelle Hilfe Ursprünglich waren die Arbeiten mit Jagdlehrgängern geplant. Da Coronabedingt das Stattfinden eines Lehrgangs in der Schwebe stand, sprangen elf Helfer des Feldornithologie- Kurses des GNV ein. Die Aufwertung konnte unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen vorgenommen werden. Die Helfer pflanzten eine Niederhecke mit 20 verschiedenen Dornenbüschen. Zudem erstellten sie einen Ast- und einen Steinhaufen mit in tegrierter Wieselwohnung sowie ein Steinbett für die Spinnen- und Käferproduktion. Die Gemeinde Glarus Süd lieferte die dafür notwendigen Arbeitswerkzeuge und Materialien auf den Platz. Alle Pflanzen finanzierte die Hegekommission. ● Vogel des Jahres 2020 Die Neuntöter sind dafür bekannt, Grossinsekten auf den Dornen ein heimischer Wildsträucher auf - zuspiessen. Die Förderung und Pflege dornenreicher Hecken, von Einzelbüschen und grosser Ast- und Steinhaufen ist daher eine einfache Möglichkeit, um Lebensräume für den Vogel des Jahres 2020 auf - zuwerten oder neu zu schaffen. Das Risiko für Waldbrände durch Feueraktivitäten im Freien ist ge - sunken. Die Niederschläge der letzten Tage waren im Kanton Glarus er giebig. Die Regenmengen sind nach der langen Trockenperiode nun ausreichend ausgefallen, um die Waldbrandgefahrenstufe herabsetzen zu können. Die Entzündbarkeit der Vegetation im Wald ist gesunken. Die Witterung der nächsten Tage ist sonnig und warm. Kanton Glarus Kantonale Führungsorganisation (KFO) Aufhebung des Feuerverbots im Wald und in Waldesnähe Das Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe wird per Dienstag, 5. Mai, aufgehoben. Die Abteilung Wald und Naturgefahren und die glarnerSach danken der Bevölkerung für das Verständnis und das Einhalten des Feuerverbots während der Trockenperiode im März und April 2020. Die generelle Bestimmung gemäss Art. 26 des kantonalen Waldgesetzes gilt weiterhin: Das Feuern im Wald ist im Kanton Glarus verboten mit Ausnahme von offiziellen, befestigten Feuerstellen. Bei Feueraktivitäten im Freien beachten • Feuer im Wald nur in offiziellen, befestigten Feuerstellen entfachen. • Feuer immer beobachten und Funkenwurf sofort löschen • Feuerstelle vollständig gelöscht verlassen. • Raucherwaren und Feuerzeuge nicht wegwerfen, sondern fachgerecht entsorgen. ● Öffnungszeiten während der Coronavirus-Pandemie Sorgentelefon-Anpassung Seit einigen Wochen erhalten Glarnerinnen und Glarner in schwierigen per - sönlichen oder familiären Situationen Hilfestellungen über eine telefonische Hotline. Die Nachfrage hat sich so weit eingependelt, dass der Betrieb dieser Hotline nun an den Wochenenden eingestellt werden kann. Noch humusieren und begrünen, und schon erinnert nichts mehr an die ehemalige Deponie zwischen Hätzingen und Haslen.(Fotos: Roland Meier) Im Einsatz für das Sorgentelefon. (Foto: © Newsroom gl.ch) Die Betriebszeiten des Sorgentelefons werden angepasst. Das Angebot steht weiterhin unter der Woche von Montag bis Freitag, aber nicht mehr an den Wochenenden zur Verfügung. Sorgentelefon: +41 55 646 60 50. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr. Damit werden die Öffnungszeiten aller vier kantonalen Coronavirus- Infolines (allgemeine Fragen, Medizin, Wirtschaft, Sorgentelefon) vereinheitlicht. Informationen zu den einzelnen Infolines gibt es unter www.gl.ch/verwaltung/finanzen-undgesundheit/gesundheit/coronavirus. html/4817#Infoline. Das Corona Sorgentelefon ist seit dem 23. März für die Bevölkerung da. Es wurde geöffnet, um für Fragen aus der Bevölkerung in den Bereichen Soziales, Schule, Pflege und Be - treuung, persönliche oder familiäre Belastungssituationen eine Anlaufstelle anzubieten. Das Sorgentelefon setzt sich aus Mitarbeitenden der Koordination Gesundheit (KOGE) und der Schulsozialarbeit (SSA) zusammen und wird bis am Donnerstag, 7. Mai, von Soldaten der Territorial - division 4 unterstützt. ●