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2. Ausgabe 2020 (9. Januar 2020)

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2. Ausgabe 2020 (9. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 2 Donnerstag, 9. Januar 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus dem Linthgebiet 24 Amtsblatt 25–29 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Seines Zeichens … In vielen Herzen brennt eine Sehnsucht: Die Sehnsucht, eine Spur zu hinterlassen. Die meisten dieser Spuren verschwinden, so wie Neujahrswünsche oder Liebesbotschaften, die jemand in den Schnee oder in den Sand geschrieben hat. Von etwas längerer Dauer sind Selfies – sei es als Bild oder als Filmchen. Sie belegen allen, die das interessiert: «Hier bin ich gewesen! Das habe ich gemacht! Das habe ich erlebt!» Das war – schon vor dem Handy – so. Wenn man in eine Alphütte wandert oder an einem Baum vorbeigeht, sieht man noch die Herzen und Initialen, die unsere Grossmütter und Grossväter bei ihrem Stelldichein hineingeschnitzt haben. Sie taten das schon damals, weil sie ein Teil der Natur sein wollten, und diese Zeichen sind doch recht dauerhaft: Sie leben so lange wie der alte Holztisch, der alte Stall oder die schöne Blutbuche lebt, also meist mehr als ein Jahrhundert. Die Redensart – er war seines Zeichens Steinmetz oder Kupferschmied, sie war ihres Zeichens Künstlerin oder Schneiderin – hat sogar den Weg in unsere Alltagssprache gefunden. Denn noch heute kann man an den Kleidern, Bildern oder den Steinen ablesen, wer diese Menschen waren, die das damals gemacht haben. Das Kürzel oder die Unterschrift oder das Steinmetzzeichen sind aber auch wichtig für die Abrechnung. Denn diese Zeichen beweisen, dass die Arbeit geleistet wurde. Wer also sein Zeichen setzt, macht zwei Dinge gleichzeitig: Er oder sie belegt, dass die Arbeit erledigt wurde und der Lohn nun geschuldet ist. Zugleich aber ist ein Teil von ihm oder ihr selber in das hineingeflossen, was erschaffen wurde. Für die Steinmetze im Mittelalter war es sicher ein Trost, wenn ihre Zeichen in einer Kirche waren – denn damit waren sie selbst zu einem kleinen Teil der Kathedrale geworden. Natürlich gibt es auch heute noch Möglichkeiten, für alle Ewigkeit bekannt zu sein: Etwa wenn man seines Zeichens Schauspieler oder Regisseurin ist und man auf dem Walk of Fame seinen Stern verewigen darf. Man kann sich auch in Glarus einen Landsgemeindestein kaufen, der dann im Trottoir versenkt wird. Doch grösser als diese Zeichen ist das, was sie hinterlassen: Die Botschaften, das Leben, das wir an ihnen ablesen. Und so sagt auch ein Paar Socken, das uns jemand Liebes gestrickt hat, manchmal mehr als tausend Worte, weil dieses Paar Socken eine Spur im Herzen hinterlässt. Was also sind Sie Ihres Zeichens? ● FJ Der kleine rote BIMTAG, den Primo De Zanet hält, wird die Betonstütze identifizieren, damit all ihre Daten über den gesamten Lebenszyklus digital protokolliert werden können. Glarner Start-up an der Swissbau Digitales Bauen kommt (Foto: FJ) Im Innovationslabor Innovation Lab an der Swissbau in Basel vom 14. bis zum 18. Januar sind sie «nur» die Junior- Partner neben Grossunternehmen wie Hilti oder Swisscom. Tatsächlich aber haben sie ein System entwickelt, womit Lieferanten von Bauelementen, aber vor allem Ingenieure den Prozess des Bauens digital protokollieren und koordinieren können. Der FRIDOLIN sprach mit Primo De Zanet und Patrick Pliessnig von ioc.systems GmbH in Ziegelbrücke. «Bis jetzt geschah die Planung im Bau von oben nach unten», sagt Primo De Zanet, von ioc.systems GmbH in Ziegelbrücke. «Wir aber kommen von unten, wir bauen auf und setzen einen Stein auf den andern.» Denn dank dem revolutionären BIMTAG von ioc.systems lässt sich jedes Element, jeder Stein, jede Treppe, jede Säule, jeder Fensterrahmen mit dem Smartphone identifizieren. Man stelle sich vor, wie es den Rückbau eines Hochhauses oder eines Kernkraftwerks wie Mühleberg erleichtert, wenn man vor Rückbau und Recycling bei jedem Teil weiss, was drin ist. Der Prozess Über viele Prozesse am Bau – etwa das Betonieren – macht sich kaum jemand Gedanken, weil die Arbeiter sie im Griff haben. Dabei gehören zum Betonieren mindestens drei Prozessschritte: zuerst Schalen, dann Armieren und am Schluss wird – nach der Kontrolle der Betoncharge – betoniert. Bis jetzt bestimmten die Planer, die Bauherren, die Finanzer von oben nach unten, was auf dem Bau zu geschehen hatte. Doch für die Qualität der Arbeit sind am Ende des Tages der Eisenleger, der Schaler und der Betonierer zuständig, und sie sind – wie alle Bauarbeiter – stolz darauf, gut und richtig zu bauen. Mit dem neuen System, welches ioc.systems in Basel präsentiert, kann dort kontrolliert werden, wo gearbeitet wird, am Bau, direkt beim Bauelement. Arbeitsschritt für Arbeitsschritt können Bauarbeiter und Ingenieure ihre Arbei - ten am Betonelement protokollieren, um zu zeigen: ich habe gut gearbei - tet. Diese Informationen über die Produktion werden ebenso wie die gesamten Pläne, Berechnungen, Spezifikationen, Kennwerte, Qualitätsprüfungen und Termine auf der digitalen Plattform COLAB erzeugt und gespeichert. Damit steht das gesamte Prozesswissen auf Knopfdruck beim nachgelagerten Prozess-Management über die gesamte Lebenszeit zur Verfügung. Der Lebenszyklus Denn wie alle Produkte haben auch Bauwerke eine Lebenszeit. Sie beginnt mit der strategischen Planung und führt über die Projektierung bis zum Bau. Danach wird das Gebäude betrieben und unterhalten, bis es – eines fernen Tages – wieder zurückgebaut, also abgerissen wird. Diese reale Welt des Bauens gilt es mit der digitalen Welt der Planungen und 3D-Modelle zu verbinden, und dies geschieht – wie könnte es anders sein – über einen Chip, den BIMTAG. Weil Chips heute sehr billig produziert werden können, ist es möglich, in jedes Bauelement einen Chip einzubauen, der das Element mit allen Informationen verbindet. Von seiner Planung im Werk über den Einbau und sein Leben im Bauwerk bis zum Rückbau. Die Chips Der kleine rote BIMTAG wird entweder direkt ins Bauelement eingelassen oder daran befestigt und bleibt damit verbunden, bis es rückgebaut und rezykliert wird. Er verbindet das Informationsmodell des Gebäudes (BIM) mit dem Element – also der Betonstütze, dem Balken oder der Treppe etc. Das sind oft Tausende bis Zehntausende Einzelteile in einem Gebäude – doch jedes hat dank dem BIMTAG einen eigenen Namen, ist also für alle Zeiten identifizierbar. Deshalb ist die Zukunft dieses Prozessleitsystems aus BIMTAG und COLAB ungeheuerlich, und deshalb dürfen das Glarnerland und das Gaster stolz darauf sein, dass dieses System hier zu Hause ist. Es soll, so Patrick Pliessnig, ioc.systems, Ziegelbrücke, offen und standardisiert allen zur Verfügung stehen, die damit arbeiten möchten. Vom Produktionsbetrieb über den Lastwagenchauffeur und den Ingenieur, die mit dem Smartphone vor Ort am Bau das Element kontrollieren, bis zum Architekten, der das Modell erstellt hat, und zum Handwerker, der das Element einbaut und später unterhält. Wer also wissen will, wohin die Reise beim Bauen geht, der kann sich in Basel die ioc-Brille aufsetzen und sich auf die virtuelle Tour begeben. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 11. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 12. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 11./12. Januar Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 420 19 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei - tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 11./12. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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