Aufrufe
vor 3 Monaten

20. Ausgabe 2020 (14. Mai 2020)

  • Text
  • April
  • Kanton
  • Kantons
  • Schwanden
  • Glarner
  • Volvo
  • Juni
  • Gemeinde
  • Telefon
  • Glarus

Donnerstag,

Donnerstag, 14. Mai 2020 | Seite 22 Interview mit Pilot Stefan Oswald «Sich neu erfinden» Als Linienpilot gehört Stefan Oswald aus Netstal zu den vielen Glarner Arbeitnehmenden in der Aviatik, die von der Coronavirus-Krise direkt betroffen sind. Der FRIDOLIN sprach mit ihm über seine Leidenschaft für das Fliegen und über die touristischen Qualitäten des Glarnerlandes. Derzeit am Flugplatz Mollis als Flugplatzleiter an der Arbeit: Linienpilot Stefan Oswald aus Netstal. Fliegen lernen im Glarnerland – wie kamen Sie zu Ihrem Beruf als Pilot? Ja, wohl schon durch eine leichte «familiäre Prägung». Mein Gross - vater sowie auch mein Vater und mein Onkel waren begeisterte Aviatiker. So durfte ich schon als kleiner Junge immer mal wieder von Mollis aus mitfliegen, wodurch sich natürlich schon früh das Interesse an der Fliegerei entwickelte. Angefangen hat es mit dem Basteln von Modellflugzeugen, danach ging es während der Lehrzeit mit der Privatpilotenausbildung und später der Weiterbildung zum Linienpiloten weiter. Wie ist das für Sie, wenn Sie als Pilot aufgrund der Coronavirus- Krise derzeit nicht fliegen können? Man vermisst es natürlich schon sehr. Vor allem wenn es eher eine Passion als nur ein Beruf ist. Die Arbeit be - inhaltet ja viele verschiedene Facetten. Man ist in einem Team unterwegs, arbeitet mit den verschiedensten Kulturen auf der ganzen Welt zusammen. Unterschiedliche Wetterphänomene, die Technik des Flugzeuges und natürlich das Steuern selbst. Die vielen unterschiedlichen Elemente machen jeden Arbeitstag abwechslungsreich und spannend. Was tun Sie, während Sie nicht fliegen können? Wie halten Sie sich fit? Bezogen auf den Beruf haben wir verschiedene Kurse und Tests, welche wir für den Erhalt der Lizenzen online machen müssen. Privat kann ich in Mollis, nach einer COVID-19-bedingten Pause, jetzt wieder ab und zu mit den Sportflugzeugen abheben. Was natürlich ebenfalls ein gutes Training für das fliegerische Handwerk ist. Ansonsten nutze ich die Zeit wohl wie viele Menschen in der aktuellen Situation. Dinge erledigen, welche man sonst immer auf die lange Bank geschoben hat. Weiter habe ich einige Arbeiten als Flugplatzleiter in Mollis zu machen. Und natürlich viel Sport. Welches war Ihr eindrücklichstes oder schönstes Erlebnis in den vergangenen Wochen? Die Ankunft bei der vorläufig letzten Landung in Kloten nach über 12 Stunden Flug bei traumhaftem Wetter war sicher eines der schöneren Erlebnisse der letzten Wochen. Die Alpen waren schon von weitem sichtbar. Auf allen Funkfrequenzen war es schon sehr ruhig. Und im Anflug waren wir das einzige Flugzeug überhaupt. Das war eindrücklich. Vor allem aber auch zu wissen, dass wir in der Schweiz wohl zu den privilegierteren Menschen gehören, um so eine Krise zu über - stehen. Glarnerland als Feriendestination. Welche Chancen sehen Sie für Aus dem Alltag des Piloten über den Wolken. Für die ganze Fotoserie Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto: FJ) unseren Kanton nach dem «Lockdown»? Was lieben Sie am Glarnerland? Wovon könnte es hier noch mehr geben? Ich glaube, wir haben im Glarnerland ein sehr gutes Paket an verschiedenen Vorteilen. Die Landschaften sind einzigartig schön. Das merkt man immer wieder, wenn man in fernen Ländern ist und vergleichen kann. Die Anbindung an die grösseren Zentren ist sehr gut, was uns sicher attraktiv macht für ein gesundes Mass an Tourismus. Und ich glaube, die Glarner sind ein Volk, welches durch seine Art und sicher auch wegen des Dialektes sympathisch gut ankommt. Was ich mir wünschen würde, wären vielleicht etwas mehr Visionäre und Macher. Wenn man die Geschichte unseres Kantons betrachtet, waren wir in vielen Dingen immer sehr fortschrittlich und voraus. Das hohe Wohlstandsniveau in unserem Land und wohl auch die zunehmende Bürokratie scheinen diesbezüglich etwas lähmend zu sein. Vielleicht regt die COVID-19-Krise dazu an, sich in einigen Gebieten neu zu erfinden und anpassungsfähig zu bleiben. Und sicherlich auch sich zu besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben und was vielleicht doch nicht. Das Schöne sieht man oft vor der eigenen Haus tür , wenn man es dann auch sehen möchte. ● FJ (Fotos: Stefan Oswald) Verkehrskonzept Spitzentage im Klöntal Die Gemeinde Glarus hat das Verkehrskonzept für Spitzentage im Klöntal überarbeitet. Es regelt den Verkehr, wirkt den laufend wachsenden Besucherzahlen im Klöntal entgegen und wird in dieser Saison umgesetzt. Die Verkehrssituation im Klöntal bei Spitzentagen war in der Vergangenheit nicht immer zufriedenstellend. Der Gemeinderat hat deshalb ab - gestimmt mit der Axpo ein neues Verkehrskonzept erstellt, das von der Kantonspolizei nach Rücksprache mit dem Kanton bewilligt wurde. Es sieht bei Überlastung Strassensperrungen vor. Der Gemeinderat hat im November 2019 um eine Verdichtung des Fahrplans im Hochsommer auf der Linie Glarus – Klöntal gebeten. Zurzeit ist die Anpassung des Fahrplans wegen eines laufenden Rechtsverfahrens nicht möglich. Auf der Seite Güntlenau stellt die Gemeinde eine geordnete Parkierung sicher. Eine beschränkte Parkplatz - erweiterung wird einreihig auf der Wiese neben dem Campingplatz vorgenommen. Die Verkehrsführung und der Zugang bei Notsituationen für Blaulichtfahrzeuge werden vor Ort optimiert, die Parkplätze entlang des Dammes Richtung Vorauen gegen - über dem Hotel-Restaurant Rhodannenberg bleiben bestehen. Der Wanderweg zwischen Damm und Brücke bei der Näggelerrunse ist nun durchgehend begehbar, was die Verkehrsströme entflicht und die Sicherheit erhöht. Die Gemeinde meldet der Kantonspolizei, wenn die Parkplätze belegt sind und ein Verkehrschaos Margaretha’s Bébé- und Kinderparadies, Wetzikon Sonntagsverkauf droht. Sie ordnet dann die notwendige Zufahrtsbeschränkung ab Riedern an. Die Zufahrtsbeschränkung ins Klöntal wird vorsignalisiert. Die Gemeinde betreibt grossen Aufwand, um das Klöntal als wichtigen Naherholungsraum für die Bevölkerung sauber und intakt zu halten. Dasselbe gilt für die Axpo als Betreiberin des Kraftwerks am Löntsch. Sie hat zum Beispiel keine vertraglichen Verpflichtungen aus dem Konzessionsvertrag, weder in Bezug auf die Stau - höhe des Sees zu einem bestimmten Zeitpunkt, den Zugang für die Öffent - lichkeit zum See oder den Unterhalt der Umgebung inklusive Abfallentsorgung zwischen See und Strasse. Auch sie führt Arbeiten zu ihren Lasten und im Sinne der Öffentlichkeit aus. Der Gemeinderat will die einzigartige Landschaft des Klöntals schützen und eine touristische Übernutzung ver - hindern. Er hat deshalb bewusst auf den massiven Ausbau von Parkplätzen verzichtet, um dem seit Jahren zu - nehmenden Besucherandrang ent - gegenzuwirken. Es ist anzunehmen, dass wegen der Coronavirus-Reise - beschränkungen diesen Sommer besonders viele Personen das Klöntal besuchen wollen. Ob deshalb weitere Schutzmassnahmen nötig sein werden (bspw. Abstandsvorschriften), wird mit der Kantonspolizei abgeklärt. ● Am Sonntag, 17. Mai, ist Margaretha’s Bébé- und Kinderparadies in Wetzikon von10.00 bis17.00 Uhr geöffnet. Auslaufmodelle und Ausstellungsstücke werden mit 30 bis 50 Prozent Rabatt angeboten. Am Sonntag gehe ich in Margaretha’s Bébéund Kinderparadies nach Wetzikon. (Foto: zvg) Auf 2000 m 2 findet sich an der Bolstrasse 1 in Wetzikon alles fürs Bébés sowie für Mutter und Kind. So gibt es z. B. die Schlafsäcke Prima Klima in den Grössen 60, 70, 90, 110, 130 mit 50 Prozent Rabatt. In Margaretha’s Bébé- und Kinderparadies sind 32 verschiedene Kinderzimmer (z. B. TAWI, Michi, Mario und Mina) ausgestellt, dazu auch Kinderwagen, Autositze und Buggys. Ob Paidi, Roba, Berndt, VOX, Schardt, Pinolino, die um 50 Prozent reduzierte SKY-Wickelkommode oder die Top- Kinderwagen Hartan, Uppa Baby, TFK, ABC, I-Candy, Stokke – bei Margaretha’s werden alle fündig. Autositze für Altersgruppen, Tripp Trapp’s in allen Farben in der Aktion, Baby- und Kinderkleider in modischen Designs und Farben, aber auch Tauf- und Festmode, Regen - bekleidung bis Grösse 140, Bademode, Schwimmwesten, Kinder - velos, 3-Räder, Rutscher, Schaukeltiere und Spielwaren aller Art: das Sortiment ist riesig. Über 10 500 verschiedene Artikel stehen zum Kauf bereit. Fünf Minuten entfernt befindet sich der babyoutlet8620.ch mit vielen günstigen Angeboten. Wer einen Beratungstermin vereinbart, bekommt dazu einen Spezialgutschein. Das Margaretha’s Bébé- und Kinderparadies freut sich auf regen Besuch. Alle, die diesen PR-Artikel aus dem FRIDOLIN ausschneiden und mitbringen, bekommt ein Geschenk. ● pd. Weitere Infos unter Telefon 044 933 9010, per E-Mail: info@bebe-kinderparadies.ch, sowie unter www.bebe-kinderparadies.ch.

Donnerstag, 14. Mai 2020 | Seite 23 Aussenmarkt in Glarus Start am Samstag, 16. Mai Mit den Lockerungen der Coronavirus-Sicherheitsmassnahmen startet der Aussenmarkt in Glarus etwas verspätet in eine neue Saison. Selbstverständlich mit allen nötigen Massnahmen bezüglich Hygiene und Sicherheitsabstand. Aufbruchstimmung nach Corona ist sehr wichtig Geschätzte Glarnerinnen Geschätzte Glarner Wir sind alle noch mitten im Krisenmodus und getrauen uns nicht wirklich, den Alltag vor der Viruskrise wieder zu starten. Wir dürfen diesen Start auf keinen Fall verschlafen. Getrauen wir uns mit den nötigen Sicherheitsmassnahmen wieder zur «Normalität» zurück. Neu hat der Biohof Jud aus Benken die Organisation des Aussenmarktes in Glarus übernommen. (Foto: zvg) Ab Samstag, 16. Mai, bis voraussichtlich Ende November ist der Biohof Jud, Hornen, Benken, wieder mitt - wochs und samstags von 07.30 bis 13.00 Uhr am Markt in Glarus. Mittwochs auf dem «City»-Platz (vor dem Läderach), samstags auf dem Rathausplatz. Regelmässig am Markt ist auch Susi Tschudi aus Ennenda mit Zigerprodukten, Honig und Alpkäse von Altenoren. Anstelle der IG Markthalle Glarus sowie von Glarus Service übernimmt der Biohof die Organisation des Aussenmarktes im Sinne der Belebung der Marktstadt Glarus und bittet alle Marktfahrenden, sich, bei Interesse an einem Marktstand, beim Biohof zu melden. Bei genügend interessierten Spielgruppe Bürzelbaum Noch Plätze frei Marktfahrenden wird an jedem letzten Samstag im Monat auch der Handwerkermarkt durchgeführt. Danke an Ariane Trümpi, Ennenda, für das spontane Gastrecht in den letzten Wochen an der Hauptstrasse 51. Nun beginnt die Aussenmarktsaison, erfreulicherweise zusammen mit dem Setzlingsmarkt. Der Biohof Jud, die Organisatoren des Setzlingsmarktes sowie alle Marktfahrenden freuen sich auf regen Besuch auf dem Rathausplatz in Glarus. Bestellungen können weiterhin im Shop auf www.hornen.ch hinterlegt und die Lebensmittel am Markt ab geholt werden. Auch der Liefer - service ins Glarnerland bleibt be - stehen. ● pd. Für das kommende Schuljahr 2020/21 hat es in der Spielgruppe Bürzelbaum in Glarus, Ennenda und Näfels noch freie Plätze! Baldige Anmeldung ist von Vorteil – die Plätze sind begehrt! Wir Wirtschaftsverbände rufen alle Entscheidungsträger/-innen auf, so schnell wie möglich die vor der Krise geplanten privaten wie öffentlichen Investitionen auszulösen. Unterstützen wir dabei das Glarner Gewerbe und die Detaillisten und besuchen wir unsere Lieblingslokale mit Freunden und Bekannten. Die acht Wochen haben in den Kassen der geschlossenen Betriebe grosse Löcher hinterlassen, nun müssen wir gemeinsam helfen, diese Arbeitsplätze zu retten. Dann kommt für das Bauhaupt- und Nebengewerbe, ohne neue Aufträge, die Krise im Herbst. Das gilt es zu vermeiden, um auch diese Arbeitsplätze erhalten zu können. Gemeinsam sind wir stark, es gibt noch viel zu tun, packen wir es an. Herzlichen Dank für die Unterstützung Dachorganisationen Wirtschaft Glarnerland BAUMEISTERVERBAND DES KANTONS GLARUS Wissbegierige Kinder beim «Studium». (Foto: zvg) In der Spielgruppe lernen die Kinder das soziale Verhalten in kleinen Gruppen und sammeln eigene Erfahrungen, oft zum ersten Mal ohne die Eltern. Dies alles auf spielerische Art und Weise. Die Kinder werden liebevoll betreut, gefördert, unterstützt und begleitet. Die Spielgruppe ist die ideale Vorbereitung für den Kindergarten. Studien belegen: Kinder, die eine Spielgruppe besucht haben, zeigen später im Kindergarten weniger Mühe, den Ausführungen der Kindergärtnerin zu folgen, können sich besser in eine Gruppe einfügen und auch deutlich besser mit Stift, Papier und Schere umgehen. Dies entspricht genau den Anforderungen, die an ein Kind vor dem Eintritt in den Kindergarten gestellt werden. An allen unseren Standorten in Glarus, Ennenda und Näfels sind für das kommende Spielgruppenjahr 2020/ 21 noch freie Plätze verfügbar. In die Spielgruppe werden Kinder aufgenommen, welche ein oder zwei Jahre später in den Kindergarten eingeschult werden. Unter www. spielgruppe-buerzelbaum.ch sind alle Angebote aufgeschaltet. Sollten die Preise das Budget sprengen, stehen diverse Fondsgelder beim Kanton zur Verfügung. ● Jrene Luchsinger Weitere Auskünfte und Informationen zur Spielgruppe Bürzelbaum erhalten Sie unter www.spielgruppe-buerzelbaum.ch oder bei der Präsidentin Jrene Luchsinger, Telefon 055 640 92 64 /079 795 69 91, oder per E-Mail spielgruppe.buerzelbaum@bluewin.ch. H E «Desinfizieren hilft doppelt!» Drogerien spenden 78 000 Franken für Bedürftige Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie produzieren die Drogerien auf Hochtouren dringend benötigte Desinfek - tionsmittel – und helfen damit gleich doppelt. V Glarnerland Für jedes verkaufte Desinfektionsmittel haben Drogerien im April nämlich je 1 Franken gesammelt, um damit Menschen zu helfen, die bereits vorher unter kritischen Umständen lebten. Auf diese Weise haben über 200 Betriebe im ganzen Land mit der Aktion «Desinfizieren hilft doppelt!» – darunter auch die Post Drogerie AG, Schwanden, und Drogerie Brunner, Näfels – insgesamt 78 000 Franken gesammelt und an die Glückskette und weitere soziale Einrichtungen überwiesen – so geht gelebte Solidarität! ● pd.