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29. Ausgabe 2019 (18. Juli 2019)

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29. Ausgabe 2019 (18. Juli

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 29 Donnerstag, 18. Juli 2019 Treffpunkt 4 Schatzchäschtli 11 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 +19 Aus dem Linthgebiet 31 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Jeder für sich Jahr für Jahr ist das Parkierungsproblem im Klöntal die Sommerstory Nummer eins. Dieses Jahr gerieten sich gar die höchsten Magistraten in die Haare. Und die Organisatoren des traditionellen Bergschwinget mussten, wegen eben diesem Problem den Austragungsort verlegen. Für Aussen - stehende ist kaum nachzuvollziehen was da oben, im gelobten Kraftort, abgeht. Auf der einen Seite bewirbt man das Erholungsgebiet mit dem sagenhaften Stausee schweizweit und die Gastbetriebe bemühen sich um attraktive Angebote. Auf der anderen Seite sind es die Grundstückbesitzer und die Anwohner, die es leid sind, an den sonnigen Wochenenden die enormen Frequenzen zu ertragen. Sie stossen in mancher Hinsicht an ihre Grenzen und warten mit Verboten auf. Sie können oder wollen ihre Grundstücke nicht mehr zur Verfügung stellen. Sie haben genug! Und dann gibt es noch die beiden Zeltplätze mit ihren langjährigen Stammkunden. Auch diese sind der Meinung bei der sonntäglichen «Überflutung» ein Wort mitreden zu dürfen. Genau wie die Einheimischen be - anspruchen sie ihr «Chlüntl» für sich selbst. Und irgendwie springt der Funke auf den ÖV zu wechseln, um damit das Parkierungs - problem in Teilen zu lösen, nicht über. Die Leidtragenden bevorzugen den Gang an die Öffentlichkeit, damit auch der letzte Zürcher, Schwyzer oder St. Galler weiss, dass er nicht willkommen ist. Hat es einer doch noch geschafft, muss er gewärtigen fotografiert und im Netz an den Pranger gestellt zu werden. Was sind denn dies für Zustände? Persönlich habe ich mir vorgenommen, künftig zu Fuss ins beliebte Tal zu wandern. So wie am letzten Samstag, als ich zur Berichterstattung an den Klöntaler Bergschwinget geschickt wurde. Und ich war mir sicher, mit meinem Ansinnen nicht alleine zu sein. Bereits um halb Acht habe ich mich auf Schusters Rappen vom Bahnhof Netstal aufgemacht, um beim Anschwinget um zehn Uhr dabei zu sein. Dabei hoffte ich, schon bald weiteren Schwingerfreunden zu begegnen, die zu Fuss unterwegs sind. Dem war nicht so. Sie fuhren, jeder für sich selbst im Auto den Berg hinauf. Eine Karawane, geschmückt mit Glarner Nummern. Ganz so, als ob es da oben Parkplätze im Überfluss gäbe. Auch der Linienbus war am Vormittag schwach besetzt. Ich weiss es nicht, aber kann es sein, dass das akute Problem die Ein - heimischen kalt lässt? Auf meine konkrete Frage antwortete mir ein Ur-Netschteler: «Klar fahrt jede für sich – schliesslich ghkört ds ‹Chlüntl› üs!» ● zim Im Siegesglück vereint: (von links) OK-Präsident Köbi Heer, Sponsor Jakob Weber, Sponsor Jakob Schnyder, Muneli «Bruno», Sieger Roger Rychen, Sponsor Martin Schnyder und Sponsor Hans Tremp. (Foto: zim) Klöntal, Gemeinde Glarus «Ds Chlüntl ghkört üs!» (Schwingerfreund Martin aus Netstal) Für einmal gehörte der sagenhafte Kraftort den Schwingern und dem zahlreich angereisten Publikum. Am Samstag, 13. Juli, reichten sich 102 Schwinger aus den Kantonen Glarus, Uri, St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Schaffhausen und Schwyz im Sägemehl die Hand. Mit dabei ambitionierte Jungschwinger, deren Leistungen zu gefallen wussten. Idealer Austragungsort Nachdem 2018 der Bergschwinget ein fulminantes 50-Jahre-Jubiläumsfest gefeiert hatte, war man gespannt, ob eine Steigerung möglich ist. Gleich geblieben ist die Motivation des OKs mit Köbi Heer an der Spitze. Das OK und unzählige Helferinnen und Helfer an der Front und im Hintergrund haben einmal mehr gezeigt, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Einfach war es nicht. Musste doch zuerst ein neuer Austragungsort gefunden werden. Mit der idyllisch gelegenen Wiese im «Vorauen», welche die Pächterfamilie Hansueli Weber vorbehaltslos zur Verfügung stellte, wurde eine Alternative gefunden. Die Bedingungen waren geradezu ideal, sowohl für die Athleten, wie auch für die Festbesucher. Vorab auch für diejenigen, welche von auswärts kamen. Glaubten diese doch bisher, das Klöntal sei beim «Rhodannenberg» bereits zu Ende. Sie hätten den tiefblau-grün gefärbten Stausee und dessen wild - romantische Umgebung nie gesehen. So wurden die Schwingerfreunde im «Vorauen» vor einer Kulisse empfangen, die ihresgleichen sucht. Selbst das «Rütli» kann da nicht mithalten. Tiefe Heimatgefühle kamen auf, Geborgenheit und Urvertrauen machten sich breit, inmitten der in grossen Teilen unberührten Natur. Auf gute Nachbarschaft Den Organisatoren ist es gelungen, namhafte Schwinger aus benachbarten Kantonen ins Klöntal zu holen, was dem kleinen, aber feinen Fest eine besondere Note verlieh. Vorab der Kanton St. Gallen war sehr gut vertreten. Unter ihnen wussten die Brüder Bernold aus Walenstadt, Dominik Oertig aus Uznach und Daniel Elmer aus Rüeterswil zu gefallen. Weniger Glück hatten die via Klausenpass angereisten Urner Grössen, es war wohl einfach nicht ihr Tag. Derweil zeigten sich die Märchler ziemlich hartnäckig. Von Stefan Gemsch und seinen Club - kameraden darf man noch einiges erwarten. Die weiteste Anreise hatte Thomas Badat aus Kingsey Falls in Kanada. Er ging für den Schwingclub Rapperswil-Jona ins Sägemehl. «Mir gfallt’s sehr guet da!», liess er in perfektem Schweizerdeutsch wissen und stand für ein Erinnerungsbild gerne zur Verfügung. Auch andere Athleten gaben bereitwillig Auskunft. Sie lobten die vorzügliche Organisation, die Infrastruktur und die Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort. Auf jeden Fall wolle man wiederkommen, so der Tenor der Aktiv- und Jungschwinger. Einheimische als Publikumsmagnet Es ist anzunehmen, dass die rund 800 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter zahlreiche Kinder, hauptsächlich der einheimischen Schwinger wegen, angereist sind. Und sie wurden nicht enttäuscht. Allen voran wusste «üsere Roger», der Publikumsmagnet schlechthin, mit seiner technischen Brillanz zu gefallen. Dennoch wurden ihm nichts geschenkt, seine Gegner kämpften hart, kompromisslos und mit vollem Körpereinsatz. Schliesslich war es wohl die Kondition und der uneingeschränkte Zuspruch des heimischen Publikums, die Roger Rychen den verdienten Sieg eintrugen. Auch den übrigen Glarner Aktiv- und Jungschwingern sei an dieser Stelle ein Kranz gewunden. Sie sind es, die es möglich machen einen solchen Anlass über Jahre hinweg attraktiv zu ge - stalten. Sie verhelfen mit ihrem sportlichen Können, den Erfolgen und der gelebten Fairness dem Kanton Glarus zu flächendeckender Popularität und Sympathie. Was heute wichtiger ist, als je zuvor. Fortsetzung folgt Wie vom OK zu vernehmen war, ist auch 2020 ein Bergschwinget im Klöntal geplant. Es wäre dannzumal die 52. Austragung. Ob der Festplatz ganz vorne oder ganz hinten am See sein wird, ist noch nicht gewiss. Gewiss ist, dass sich die Schwinger nicht von Besitzstandwahrung und Querelen verdrängen lassen. «Es gibt bereits eine provisorische Zusage für ein geeignetes Grundstück», lächelt OK- Präsident Köbi Heer verschmitzt. Wenn die treuen Sponsoren und die freiwilligen Helfer wieder mit - machen, wird es bestimmt ein spannendes und fröhliches Fest. Das hoffen wir doch! ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 20. Juli 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 21. Juli 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 20./21. Juli Dr.med. Ales Tilen Mittlere Bahnhofstrasse 8, Lachen Telefon 055 442 20 03 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 20./21. Juli Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Alles für den Haushalt bei: Der Vorstand der Glarner Handelskammer unterstützt die bewährten bürgerlichen Vertreter im eidgenössischen Parlament in Bern. Wählen Sie im Herbst die Ständeräte Thomas Hefti · FDP Werner Hösli · SVP Nationalrat Martin Landolt · BDP

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