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3. Ausgabe 2019 (17. Januar 2019)

3. Ausgabe 2019 (17. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 3 Donnerstag, 17. Januar 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 – 20 Aus dem Linthgebiet 31 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Traumjob gefunden Als er seinen Job bei einer grossen Baufirma aufgegeben hatte, um sich künftig als Chef eines Werkhofes zu engagieren, sei dies in seinem Freundes- und Bekanntenkreis auf wenig Verständnis gestossen. Tag und Nacht, Sommer wie Winter auf Pikett zu sein und eine Mannschaft bei Bedarf und Notwendigkeit zu Höchstleistungen anzuspornen, sei wahrlich kein «Schoggi-Job». Mit diesen Worten versuchten Gut - meinende dem künftigen Kantonsangestellten im Departement Bau und Umwelt seine neue Aufgabe zu vergällen. Er möge doch einen seiner Ausbildung entsprechenden Führungsjob im Büro anstreben, das sei viel bequemer und möglicherweise sogar besser bezahlt. Doch Rolf Figi hatte sich bereits entschieden, er wollte sich für die Gemeinden (damals waren es mehr als eine) in seiner Heimat Glarus Süd einsetzen. Die Kantonsstrassen instand halten, sie reinigen, von Grünzeug und Sträuchern befreien und im Winter die Strassen räumen, damit der Verkehr ungehindert fliessen kann. Als waschechter Glarner, so seine Selbstdeklaration, erachte er es als seine Pflicht, Bewohnern und Gästen die Zu- und Wegfahrt ins Hinterland zu ermöglichen. Er war und sei sich noch heute vollauf bewusst, dass dies eine hohe und zuweilen überdurchschnittliche Leis tungs- und Einsatzbereitschaft fordere. Dazu komme, dass er selbst in der Freizeit ausschliesslich sein Heimatgebiet bewandere oder mit Ski und Tourenski befahre, mit seiner Familie und oft auch alleine, um die Stille der Natur zu geniessen. So gesehen habe er seinen Traum - job gefunden und er könne mit seinen Aufgaben wachsen. Be - merkenswert ist bei Figi auch, dass es ihm gelingt, seine Männer auf Touren zu bringen, wenn es notwendig ist, und sie zu beurlauben, wenn es auf den Strassen ruhig ist. Diese Flexibilität – seine eigene wie auch diejenige seines Teams – sind umso wertvoller, als es um kurzfristige Veränderungen geht. Und mit Veränderungen haben viele Arbeitnehmer grosse Mühe. Nicht bei der eigenen Ferienplanung, sondern dann, wenn es darum geht, für erkrankte Kollegen ein zuspringen oder bei hohem Arbeitsvolumen Zusatzleistungen zu erbringen. Wer im Dienst der Öffentlichkeit beim Strassenunterhalt tätig ist, muss einen starken Charakter haben und widerwärtigen Witterungsver - hältnissen standhalten können. Vor allem jedoch muss er seine Arbeiten mit Begeisterung ausführen und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Eine seltene Qualifikation. Respekt! ● zim Ein sicherer Wert für Glarus Süd: Pikettchef Stefan Imhof seit 30 Jahren im unermüdlichen Einsatz gegen die Schneemassen. Am Steuer des Unimogs mit Fräse sein Kollege Mario Marti (links). Werkhof Schwanden Eine Herkulesaufgabe (Foto: zim) Sie sind im Frühling, im Sommer und im Herbst für die Grünpflege und Reinigungsarbeiten, beispielsweise an den Sickerleitungen, entlang der Kantonsstrasse in Glarus Süd verantwortlich: die Wegmacher des kantonalen Werkhofes in Schwanden. Nun, im schneereichen Winter, stehen sie von 03.00 Uhr bis spätabends im Einsatz, um die Strassen und Gehwege fahr- und fussgängertüchtig zu machen. Der FRIDOLIN begleitete den Pikettchef und Leiter des Werkhofes Rolf Figi während seines Einsatzes durch den Tiefschnee. ÖV und Tourismus haben Vorrang Bereits um 05.00 Uhr fährt der erste Bus von Elm ins Tal. Dies ist auch der Grund, weshalb die Einsatzkräfte bereits um 03.00 Uhr aus den Federn müssen. Je nach Witterung und Schneefall werden nebst den Weg - machern zusätzliche Helfer aufgeboten. Der Werkhof selbst verfügt zwar über die für den Ersteinsatz notwendigen Fahrzeuge, jedoch nicht über eigene Lastwagen, welche für das Abführen der Schneemassen benötigt werden. Rolf Figi bietet Unternehmer aus Glarus Süd und bei Bedarf auch aus anderen Kantonsteilen auf. Es gilt, die Koordination der Einsatzkräfte minutiös vorzubereiten; jeder muss zum selben Zeitpunkt vor Ort sein, um keine Leerläufe und keine hohen Kosten zu verursachen. Nach dem morgend lichen Weckruf kommt der Funk zum Einsatz. Jeder der Mit - arbeitenden beherrscht diese Technik, es gilt der Ernstfall. Zurück nach Elm: Hier ist sowohl die Dorfstrasse wie auch die Zufahrt zu der Bushaltestelle bei den Sportbahnen als Kantonsstrasse deklariert. Hier wird schwarzgeräumt, um die Zu- und Wegfahrt von frühmorgens bis spätabends zu garantieren. Wahrlich eine Herkulesaufgabe, vorab dann, wenn es so stark schneit wie am letzten Freitag. Nicht nur die Strasse, auch der Gehweg muss schneefrei sein, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleis - ten. «Unsere Gäste erwarten, dass die Strasse ins Skigebiet freigeräumt ist», erklärt Rolf Figi. Somit leistet der Werkhof also einen wesentlichen Beitrag zum florierenden Tourismus. Ohne Zufahrt keine Gäste. Weiträumiges Gebiet Mit der Räumung der Kantonsstrasse im Chlytal ist es jedoch bei Weitem nicht getan. Auch das Grosstal bis hinauf zum Urnerboden sowie das Klöntal gehören zum Räumungsgebiet von Figis Mannschaft und den angeheuerten Transportunternehmen. Auch hier wird strikte unterschieden zwischen Gemeinde- und Kantonsstrassen. Nicht allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Glarus Süd ist dies bewusst. So kommt es vor, dass auf - gebrachte Hausbesitzer bereits früh - morgens nach dem Räumungstrupp rufen, weil ihr Privatparkplatz durch eine Schneemauer versperrt ist. «Damit müssen wir umgehen», so Figi, der sich in den 18 Jahren als Werkleiter ein dickes Fell zugelegt hat. Ihm ist es ein Anliegen, dass seine Leute vor Ort ihre Arbeit effizient und ohne Einschränkungen ausführen können. So ist es für ihn selbstverständlich, dass er nicht nur in ständigem Funk- und Telefonkontakt mit ihnen ist, sondern sich auch vor Ort nach dem Stand der Dinge erkundigt. Es kommt vor, dass er mit seinem orangefarbigen Allradfahrzeug vor dem Mittag in Elm ist, über den Mittag zum Urnerboden hochfährt, um am Nachmittag zu erfahren, wie es auf der Strasse ins Klöntal aussieht. Weiss Gott kein Bürojob – obwohl auch die admi - nistrativen Arbeiten eines Werkhofs zu seinen Aufgaben gehören. Kamerad und Motivator Bei den Begegnungen mit seiner Mannschaft spürt man, dass Rolf Figi nicht nur als verantwortlicher Chef amtet, sondern einen kameradschaftlich korrekten und motivierenden Umgang pflegt. Zu seinen treuesten Mitarbeitern gehört Stefan Imhof, der auch sein Pikettchef ist. Imhof ist seit 30 Jahren mit hohem Engagement und Sachverstand als Wegmacher im Einsatz. Seine Kompetenz und sein Improvisationstalent sind gerade bei schwierigen Wit terungs- und Strassenverhältnissen offensichtlich. Er versteht es, seine Kollegen und die auswärtigen Dienstleister anzuleiten und zu Höchstleis tungen anzuspornen, ist er doch mit seiner Leistungsbereitschaft Vorbild und Profi zugleich. «Wir arbeiten zielgerichtet und nach einem klaren Ablaufplan», verrät Imhof. Es gehört zum Plan, dass die Schneemassen spätestens am Freitagabend abgeführt sind. Danach gehe es von der Maschinen- zur Handarbeit über: Tafeln, Signalisationen wie «Biene Maja» und Fussgängerstreifen freischaufeln. Stefan geht im Mai in den wohlverdienten Ruhe - stand. Wir danken ihm stellvertretend für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm Gesundheit und Wohlergehen. Beachten Sie die Reportage auf den Seiten 32 und 33. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 19. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 20. Januar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 19./20. Januar Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 19./20. Januar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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