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32. Ausgabe 2019 (8. August 2019)

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32. Ausgabe 2019 (8. August

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 32 Donnerstag, 8. August 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Schatzchäschtli 9 Treffpunkt 12 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 20–22 25 Altholzmöbel? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Leute treffen Die Klage ist überall zu hören: In der modernen Gesellschaft vereinsamen die Menschen, sie verlieren den Kontakt zur Familie und zu ihrem gesamten Umfeld – und dies insbesondere, weil alle in ihren eigenen vier Wänden zu Hause bleiben. Dabei ist der Mensch ein soziales Wesen, es ist nicht gut, wenn er allein ist. Deshalb braucht er einen offenen Rahmen, in dem Berührungspunkte möglich sind und wo er sich doch gleichzeitig geschützt fühlt – er braucht einen Ort, um Leute zu treffen. Einen öffent - lichen Platz, einen Biergarten, einen Park, ein Restaurant, eine Beiz. Nach der Begrüssung von Bekannten nimmt er oder sie sich einen Stuhl und setzt sich dazu. So kommt es zum ersten Kontakt. Schon beim Zuhören entwickelt sich Zuneigung, es entsteht Zusammengehörigkeit, ja sogar Freundschaft. Jeder Mensch ist eine eigene Welt und wer Leute trifft und mit ihnen redet, bekommt Einblick in ihre Gedankenwelten. Viele offenbaren dabei weit mehr, als sie dies etwa zu Hause oder in den Sozialen Netzwerken tun. Natürlich ist es auch schön, anderen von sich selber zu erzählen. Davon, was einen gerade beschäftigt. Es erleichtert ungemein und ja, vielleicht weiss jemand von den Leuten um einen herum sogar eine Lösung. Doch die Königsdisziplin für jene, die gerne Leute treffen, ist das Zuhören. Zuhören nicht so, wie viele es von Radio und Fernsehen gewohnt sind, wo einfach immer etwas läuft und wobei das Gehör und die Augen mit mehr oder weniger interessanten Inhalten berieselt werden, die gleich wieder ausgeblendet werden. Zuhören als echter Kontakt in der realen Welt mit richtigen Menschen. Zuhören mit un geteilter Aufmerksamkeit. Eine Aufmerksamkeit, die neben der erzählten Geschichte auch die Zwischentöne aufnimmt, welche die Mimik und Gestik mitliest. Eine Aufmerksamkeit, die den Erzählenden Raum und Zeit gibt, ihre Geschichte zu entwickeln. Wieviel Schönes und Leidvolles wird in solchen Augenblicken geteilt? Es ist, als umarme der oder die Zuhörende jene, die erzählen, und gebe ihnen Raum, sich zu entfalten und zu offenbaren. Dabei muss am Ende solcher Gespräche nicht eine Lösung dastehen – wenn, dann «zeigt» sich diese oft erst nach dem Gespräch. Aber solche Gespräche führen dazu, dass man seine Mitmenschen kennenlernt und dabei auch sich selber besser verstehen lernt. Sie lösen etwas aus – sie sind, im besten Sinne, voller Leben. ● FJ Die Familie von Mario und Jeannine Zimmermann samt Patenonkel besucht den Sommer im Volksgarten in Glarus. Hauptort Glarus Sommer in der Stadt (Foto: FJ) Als Hauptort hat Glarus im Kanton eine Zentrumsfunktion. Hier findet man nicht nur Rathaus, Gericht und Verwaltungsgebäude, hier wird – in den warmen Monaten von Juni bis September – auch mit schon fast italienischem Flair im öffentlichen Raum gelebt. Auf den breiten Trottoirs und im Volksgarten. Sie ist nur eine kleine unter den Schweizer Städten – ja, wenn man dem Slogan glauben darf, ist sie sogar die kleinste Hauptstadt. Doch wenn der Sommer in der Stadt Glarus einzieht, lebt sie auf und bekommt einen urbanen Lebensstil. Sehen und gesehen werden Dazu gehört es, dass man sich in der Stadt zeigt. Seit jeher geschah das vor allem bei den Cafés und Restaurants am Rathausplatz rund ums «City». Hier, wo alle vorbei müssen, wenn sie einkaufen, zur Bahn gehen oder zurück in die Aussenquartiere, gilt heute mehr denn je: sehen und ge - sehen werden. Ja, inzwischen haben sich die Strassencafés sogar vermehrt. Vom Spielhof bis zum «Cornetto» und zum Claro-Weltladen sitzen Jung und Alt an der Hauptstrasse draussen, ebenso an der Bahnhofstrasse vom IdeeKaffee bis zum Volksgarten. Unter den Markisen stehen Stühle und Bistrotischchen bereit, wo alle, die kommunikativ gestimmt sind, zu - sammen palavern und sich dabei die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Mit seinen Cafés hat Glarus in den vergangenen Jahren wieder ein städtisches Flair bekommen – auch Private stellen sich, etwa in der Abläsch, ein Tischchen mit Stühlen vor die Strasse aufs Trottoir oder eine Sitzbank. Damit wird der städtische Aussenraum im Sommer zum öffentlichen Wohnzimmer. Natürlich kennen sich die meisten hier, also kann man an jeder Ecke ein paar Worte wechseln und Gedanken austauschen. Marktflecken Am einfachsten geht das beim Einkaufen. Auf dem Rathausplatz bei den Marktständen, in der Markthalle und in den bestehenden und neu eröffneten Geschäften im Stadtzentrum sowie bei Coop und Migros sind viele wieder mit dem Einkaufswägelchen und dem Korb zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Zwar dauert das vielleicht etwas länger, es ist aber nicht nur gut für die Fitness. Denn einerseits kommen die Konsumentinnen und Konsumenten dabei mit den Produzenten von Brot, Käse, Eiern und Fleisch zusammen, können also nachhaltige, frische, regionale Lebensmittel einkaufen – und zwar genau in der Menge, die sie benötigen. Andererseits spricht nichts dagegen, sich zwischendurch einen Kaffee zu genehmigen und mit Bekannten einen Schwatz zu halten. Der Marktflecken Glarus macht damit seinem angestammten Namen alle Ehre – er wird zu einem lebendigen Marktort, wo Gäste und Einheimische gerne hingehen. Volksgarten Wie zukunftsorientiert die Stadtväter nach dem Brand von Glarus planten, zeigt sich vor allem im Volksgarten. Er wurde als öffentliche Parkanlage nach dem Vorbild von Grossstädten angelegt. Der Garten, einst von Major J.J. Stäger am «Tor zu Glarus» als Promenade und Schattenplatz für die Volksgesundheit erbaut, verbindet heute Freizeit und Kultur. Das Kunsthaus bietet – nach der derzeitigen Renovation – ab Oktober wieder kulturelle Bildung, beim Spazieren kann man sich hier unterhalten und erholen. Als sommerliche Hauptattraktion wirkt der Springbrunnen. Auf der Wiese direkt am Becken, aber auch auf den weiteren Bänken und Wiesen breiten Familien im Schatten der hohen Bäume ihre Picknickdecken aus und lassen ihre Kinder spielen. Jeweils jetzt – also Anfang August – organisiert Glarus Service die Sommerbühne mit Filmvorführungen und Konzerten, vor allem von Glarner Bands. Wenn dann, etwa am Sonntag - nachmittag, die Elmer Dorfmusikanten ihren Auftritt in der Stadt haben, sind die Bänke im Festzelt voll. Seit kurzem ist auch der Biergarten im Volksgarten wieder geöffnet. Die Rollbar wird hier zum Treffpunkt für Einheimische und für Gäste, die vorbeikommen oder logieren. Bis 22.00 Uhr kann man hier in der warmen Jahreszeit Leute zum Feierabendbier treffen und das Stadtleben geniessen. Nachdem so oft über die Entvölkerung des Stadtzentrum berichtet wurde, zeigt sich im Sommer: Die Glarnerinnen und Glarner erobern sich ihre Stadt zurück und entdecken sie als Lebensraum neu. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 10. August 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 11. August 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 10./11. August Dr.med. Dagmar Pillunat Jägerweg 22, Rapperswil-Jona Telefon 055 210 21 71 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 10./11. August Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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