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34. Ausgabe 2020 (20. August 2020)

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34. Ausgabe 2020 (20. August

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 34 Donnerstag, 20. August 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17– 20 Aus dem Linthgebiet 30 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Zusammenspiel «Miteinander spielen» – so lautet das Jahresmotto der 1.-Klässler vom Schulhaus Büel in Niederurnen. So einfach dieses Motto auch scheinen mag, miteinander spielen können ist eine Grundfähigkeit, die später ins Zusammenspiel aller Kräfte bei grösseren Projekten mündet. Natürlich braucht es für Gummitwist drei Kinder: Zwei, welche den Gummi straff halten und ihn immer etwas höher nehmen, und eines, das darauf den Twist tanzt. Dasselbe gilt für Fangen, für Völkerball und auch für das Lernen. Sich gegenseitig zeigen, wie es geht. Es gibt natürlich Sportarten, wo man später allein gegen die Uhr oder gegen einen Gegner oder eine Gegnerin kämpft. Aber die meisten Sportarten, von Beachvolleyball über Fussball bis zum Seilziehen, werden in kleineren und grösseren Teams bestritten. Und auch bei der Arbeit steht die Leistung des Teams im Vordergrund. Es ist nie nur die Leistung eines Einzelnen. Bei einer Baustelle wie jener des ASTRA im Gäsi kommt es immer auf das Zusammenspiel an – doch anstelle einer Klasse von Schülerinnen und Schülern sind jetzt gut funktionierende Teams verschiedener Unternehmen mit der Aufgabe betraut. Werk- und Lieferverträge regeln das Zusammenarbeiten; teilweise sehr enge Fristen sorgen für einen verzögerungslosen Ablauf der Arbeiten. Insbesondere «unter Tage» braucht es genaue Sicherheitsvorschriften und Vorkehrungen – und doch, wer den Arbeitern zusieht, stellt fest: Viele von ihnen haben noch immer dasselbe selige Lächeln auf dem Gesicht, denselben Gesichtsausdruck von höchs - ter Konzentration wie einst beim Gummi twist oder beim Völkerball. Mit Stolz kommunizieren die Unter - nehmen, die an der Arge KER450, also dem Sicherheitsstollen des Kerenzerbergtunnels, beteiligt sind, dass sie bei diesem grossen Projekt dabei sein dürfen. Das Konsortium aus Pizzarotti SA, Bellinzona; Jäger Bau GmbH, Schruns (A); Heitkamp Construction Swiss GmbH und STRABAG AG, Niederurnen, geht gezielt zu Werke und die Arbeiter, die teilweise aus Österreich und aus dem Tessin kommen, richten sich für Monate, ja für Jahre im Gäsi und in der Region ein. Sie bilden Teams, die sich blind aufeinander verlassen können; ihre grösste Freude: «Wir beginnen mit dem Ausbruch.» Nach monatelangen Vorarbeiten geht es jetzt Meter für Meter hinein in den Berg. Wenn dann – 2023 oder 2024 – der Durchstich geschafft ist, zeigt der Stollen ihnen allen: «Zusammen haben wir es geschafft.» ● FJ Die ersten Hammerschläge sind gefallen: Arbeiter beim Stollenportal im Gäsi. Für eine Bildgalerie von der Baustelle im Gäsi Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Fotos: FJ) Gesamterneuerung am A3-Kerenzerbergtunnel Der Ausbruch beginnt Nachdem im Gäsi ein Installationsplatz mit eigener Autobahneinfahrt steht, wird hier und im Tiefenwinkel mit den Ausbrucharbeiten am rund 5,5 Kilometer langen Sicherheitsstollen begonnen. Der FRIDOLIN informierte sich bei Andreas Weidinger, Gesamtprojektleiter beim Bundesamt für Strassen ASTRA, über das 436-Millionen-Franken-Projekt. Der neue Sicherheitsstollen für den Kerenzerbergtunnel wird die Verkehrssicherheit erhöhen und den Autofahrern Fluchtmöglichkeiten bieten. Er erlaubt ein sicheres Lüftungssystem sowie ein System zur Entwässerung, um Schmutzwasser vom sauberen Bergwasser zu trennen. 2024 soll er fertig sein, dann wird auch der über 30-jährige Kerenzerberg - tunnel instandgestellt. Funktionierende Logistik Zu sehen ist jetzt der Installationsplatz im Gäsi – er ist, so Andreas Weidinger, die Voraussetzung für eine funktionierende Logistik im Tunnel. «Auf dem Installationsplatz befinden sich alle Einrichtungen, die für einen reibungslosen Ablauf des Stollen - vortriebs erforderlich sind. Neben den Büros für Unternehmer und Bauherr sind die wesentlichen Elemente die Werkstatt, die Baumateriallager sowie die Flächen für die Zwischendeponierung des Ausbruchmaterials. Zudem wird auf dem Installationsplatz die Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung sichergestellt.» Weitreichende Schutzmassnahmen Schon in der Projektplanung wurde intensiv eruiert, welche Flächen als Installationsplatz geeignet sind. Denn die Landschaft des Gäsis und seiner Reservate ist teilweise geschützt. «In diese Analyse floss unter anderem auch die Überlegung ein, wie die Realisierung unter bestmöglicher Schonung von Natur und Umwelt erfolgen kann. Das ASTRA hatte dies - bezüglich schon sehr früh mit dem Kanton Glarus und dem Linthwerk als Grundeigentümer Kontakt aufgenommen.» Zudem spiele die Umweltbaubegleitung, welche zum Planungs - team gehört, eine massgebende Rolle. «Sie begleitet die Bauarbeiten von der Planung bis zum Bauende und stellt sicher, dass die Umwelt nicht durch übermässige Emissionen belastet wird. Stellt sie ein Problem fest, werden wir informiert und sind verpflichtet, Massnahmen zu treffen.» Die nächsten Schritte Im Strassentunnel wird in den kommenden Monaten nicht viel geschehen. Hingegen starten Mitte August sowohl im Gäsi als auch in Tiefenwinkel die Ausbrucharbeiten für den Sicherheitsstollen. Im Tiefenwinkel sollen nach rund 18 Monaten 500 m Stollen sowie die Kavernen und der Lüftungsschacht ausgebrochen sein. «Der Stollenausbruch wird konventionell im Sprengverfahren durch - geführt. Im Gäsi werden rund 250 m ebenfalls sprengtechnisch aufge - fahren.» Anschliessend kommt eine Tunnelbohrmaschine zum Einsatz, die den Hauptteil des Sicherheits - stollens mechanisch auffahren wird. Temporäre Hilfsbrücke Doch wie gelangt das Ausbruchs - material vom Sicherheitsstollen über die Linth zum Installationsplatz? «Das Stollenportal im Gäsi wird mittels einer temporären Hilfsbrücke über den Escherkanal erschlossen. Sobald diese erstellt ist, wird die gesamte Baustellenlogistik hierüber abgewickelt und damit auch das Ausbruchmaterial direkt auf das Zwischen lager des Installationsplatzes geführt. Ein Teil dieses Materials kann im Projekt selbst wiederver - wendet werden. Das restliche Ausbruchmaterial wird gemäss Abfallverordnung VVEA der Verwertung zugeführt.» Besondere Herausforderung Tunnelprojekte sind, so Andreas Weidinger, sowohl für die planenden Ingenieure als auch für die Arbeiter vor Ort immer eine besondere Herausforderung. «Wir können uns das Gestein nicht aussuchen – Tunnels werden dort gebaut, wo man sie braucht. Beim Tunnelbau sind deshalb die angetroffenen geologischen und hydrologischen Verhältnisse von ausschlaggebender Bedeutung.» Trotz intensiver Vorerkundungen während der Projektierung ist solch ein Projekt nicht bis ins letzte Detail planbar. Gewisse Überraschungen sind deshalb möglich. «Dies macht den Tunnelbau allerdings auch so faszinierend und einzigartig!» Bei einem Projekt dieser Dimension braucht es das Zusammenspiel aller Beteiligten, denn sonst «ist die Einhaltung der Vorgaben hinsichtlich Budget und Termine nicht möglich». ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 22. August 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 23. August 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 22./23. August Dr.med. Alain Preitner Rotfarb 9, Uznach Telefon 055 280 44 44 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 22./23. August Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Ihr Küchenprofi 8867 Niederurnen 055 610 27 33 www.schlittler-kuechen.ch Küchenstudio Ziegelbrückstr. 48, 8867 Niederurnen